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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.11.2018

Spannender Plot mit einer Hommage an schwarz-weiß FIlme

The Woman in the Window - Was hat sie wirklich gesehen?
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Anna Fox ist eine Kinderpschologin, die nach einem Trauma ihr Haus nicht verlassen kann. Ich hörte von einigen, dass dieses Buch ähnlich wie Girl on the Train ist. Meiner Meinung nach trifft es mehr auf ...

Anna Fox ist eine Kinderpschologin, die nach einem Trauma ihr Haus nicht verlassen kann. Ich hörte von einigen, dass dieses Buch ähnlich wie Girl on the Train ist. Meiner Meinung nach trifft es mehr auf die Charakterisierung der Hauptfigur zu, da sich beide ähnlich sind.
Anna ertränkt ihren Schmerz in Alkohol und Tabletten, was sie zu einer unzuverlässlichen Erzählerin macht - aber auch zur Spannung beiträgt. Es ist manchmal schwer Realität von Anna's Vorstellung zu trennen, aber am Schluß macht alles einen Sinn und wird zum Ende gebracht.
Den Täter am Ende habe ich nicht vorgesehen, aber das Ende als Ganzes war für mich nur ok.

Veröffentlicht am 04.11.2018

Schreckliche Naivität gepaart mit herzzereissenden Ende

Der Junge im gestreiften Pyjama
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Die Geschichte von Bruno, der aus seiner gewohnten Umgebung in Berlin ins Haus de Commandenten im KZ Out-with übersiedelt, gab mir viel zu denken.
Bruno ist 9 Jahre und daher ist seine Naivität eventuell ...

Die Geschichte von Bruno, der aus seiner gewohnten Umgebung in Berlin ins Haus de Commandenten im KZ Out-with übersiedelt, gab mir viel zu denken.
Bruno ist 9 Jahre und daher ist seine Naivität eventuell zu erklären, da er alles aus der Sicht eines Kindes sieht. Seine Eltern, die ihm absolut nichts erklären, tragen auch noch dazu bei. Dies war für mich sehr frustrierend zwischendurch! Ja, für einen kleinen Jungen geht die Welt unter, wenn er seine Freunde verliert und sein neues Zuhause kleiner ist, aber selbst als er Shmuel trifft und Einblick in die andere Seite erhält, ist er einfach ignorant in meinen Augen.
Das Ende hat das Buch für mich fast gerettet, obwohl man in den letzten Kapiteln den Schluss erahnen kann.
Für mich bietet das Buch einen Einblick in die Realität dieser Zeit und am Ende muss ich sagen, dass selbst Bruno's Naivität seinen Sinn hat. Ich glaube jetzt, dass dies ein nützliches Werkzeug ist, um das Unwissen vieler in dieser Zeit zu erklären. Selbst für Erwachsene, ist der Verlust von Freunden oder irgendeine kleine Veränderung in unserem Leben ein Drama für uns, obwohl es eigentlich im Vergleich zu anderen nur eine Kleinigkeit ist.

Veröffentlicht am 01.11.2018

Ich brauche eine Fortsetzung! Ich will zurück nach Guernsey!

Deine Juliet
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Dieses Buch war schon lange auf meiner Wunschliste und endlich konnte ich es lesen. Und ich war hin und weg.
Juliet verkörpert für mich den Prototyp einer starken Londoner Frau der 40er-50er in der Literatur. ...

Dieses Buch war schon lange auf meiner Wunschliste und endlich konnte ich es lesen. Und ich war hin und weg.
Juliet verkörpert für mich den Prototyp einer starken Londoner Frau der 40er-50er in der Literatur. Sie spielt zwar nach den Regeln der Gesellschaft, hat aber ihren eigenen Kopf. Als sie auf der Suche nach einer neuen Idee für ein Buch, einen Brief von Dawsey aus Guernsey (sicher kein Zufall, dass sich das reimt ) bekommt, zieht es sie nach Guernsey.
Die Geschichte ist einfach schön und, da ich kein besseres Wort finde, gemütlich. Es erzählt zwar in kleinen Anekdoten von der harten Realität von den Deutschen besetzt zu werden und kaum etwas zu essen zu haben, aber auch wie man Hoffnung finden kann und das Familie nicht immer aus Blutsverwandschaften besteht.
Eindeutig ein Buch, das ich jeden weiterempfehlen kann!

Veröffentlicht am 19.10.2018

Guter Roman der einen ins Chicago der 20er Jahre versetzt

Chicago
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Der Klappentext von "Chicago" klingt interessant und spannend, daher habe ich bei einer Bücherverlosung mitgemacht und ein Exemplar gewonnen.

Ich muss meiner Rezension vorausschicken, dass dieses Buch ...

Der Klappentext von "Chicago" klingt interessant und spannend, daher habe ich bei einer Bücherverlosung mitgemacht und ein Exemplar gewonnen.

Ich muss meiner Rezension vorausschicken, dass dieses Buch als Thriller angeboten wird, und weder ich, noch einige andere in der Leserunde zur Verlosung, es als das empfunden haben. An ein paar Stellen baut sich Spannung auf, diese wird jedoch schnell fallengelassen und der Autor schweift ab. Ich würde "Chicago" eher als Roman kategorisieren, da es sich mehr um das Leben eines Journalisten im Chicago der 20er Jahre und dessen traurige Liebesgeschichte dreht.

Mamet schweift gerne von der Haupt-Story ab und erzählt von den Kriegserlebnissen der Hauptfigur, Mike. Diese sind zwar auch interessant und erklären/ spiegeln sich in der Haupt-Story, aber auf Dauer sind mir diese Abschweifungen etwas langweilig geworden.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mir alles im Buch beschriebene gut vorstellen und hatte ein richtiges "Kopfkino". Man kann sich, dank des Autors, gut in die Situationen hineinversetzten und die Figuren sind gut dargestellt. Die verschiedenen Gruppierungen von Iren, Italienern und Juden wurden gut beschrieben, sodass ich als Laie die Situation gut verstehen konnte und dies lässt auf eine gute Recherche des Autors schließen. Es gab auch eine starke weibliche Figur, über die ich am Schluss gerne noch mehr erfahren hätte.

Alles in allem ein guter Roman, jedoch nichts für jemanden der einen packenden Thriller sucht.

Veröffentlicht am 15.09.2018

Inspirierende Geschichte über Kunst und Menschen

The Art of Asking
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Dieses Buch ist sicher eines der besten non-fiction Bücher die ich je gelesen habe. Amanda Palmer beschreibt darin ihr Leben als Künstlerin, und wie einem Leute auch etwas zurückgeben, wenn man nur darum ...

Dieses Buch ist sicher eines der besten non-fiction Bücher die ich je gelesen habe. Amanda Palmer beschreibt darin ihr Leben als Künstlerin, und wie einem Leute auch etwas zurückgeben, wenn man nur darum bittet. Wenn ihr nie ihren TED-talk gesehen habt, tut es! Wenn ihr ihn schon gesehen habt, ist dieses Buch eine längere, privatere und herzzerreißendere Version vom TED-talk. Ich habe viel von ihr gelernt, was ich auch privat anwenden werde. Ich empfehle es als audiobook zu lesen, da ihre Stimme fantastisch ist, es dadurch privater wird, und weil sie dazwischen singt (mega-plus). Alles in allem, ein fantastisches Buch!