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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.08.2020

„Verschweigen ist nicht lügen.“

Die Nacht zuvor
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Inhalt:
„Ist sie Opfer - oder Täterin?

Rosie und Laura sind so verschieden, wie zwei Schwestern nur sein können. Doch sie haben sich ihr Leben lang aufeinander verlassen können. Als Laura nach einem Blind ...

Inhalt:
„Ist sie Opfer - oder Täterin?

Rosie und Laura sind so verschieden, wie zwei Schwestern nur sein können. Doch sie haben sich ihr Leben lang aufeinander verlassen können. Als Laura nach einem Blind Date spurlos verschwindet, setzt Rosie alles daran, sie zu finden. Irgendetwas muss bei diesem Date furchtbar schiefgegangen sein. Ist Laura in Gefahr – oder auf der Flucht, weil sie selbst etwas Schreckliches getan hat? Denn Laura stand schon einmal unter Verdacht, einen Mord begangen zu haben. Damals fand man keine Beweise gegen sie. Aber die Zweifel blieben. Auch bei Rosie.“


Schreibstil/Art:
„Ist sie Opfer - oder Täterin?“ - Ja diese Frage wird zurecht am Anfang gestellt und zieht sich durch das ganze Buch. Dem spannenden Stil bleibt Wendy Walker die ganze Zeit über treu und spiegelt dies in der Alltagssprache und der modernen leichten Art wieder. Die Persönlichkeiten sind ungeschönt und völlig natürlich dargestellt. Die Beziehungen untereinander sind bildhaft beschrieben. Im gleichbleibenden Wechsel ist aus Sicht von Rosie und Laura geschrieben. Außerdem sind Dialoge eingebaut, die zwischen Laura und ihrem Therapeuten stattfinden. 



Fazit:
In mancher Hinsicht konnte ich Laura zwar nicht immer verstehen, das hat mich aber vom flüssigen lesen nicht sonderlich abgehalten da alle offenen Fragen nach und nach beantwortet werden.

Kurz vor der Enttarnung nimmt die Spannung nochmal an Fahrt auf. Während sich am Ende die Schlinge zuzieht, werden auch die Kapitel kürzer. Dies sorgt automatisch für mehr Dramatik und den nötigen Thrill. 


Zitat am Ende: „…und hat bereits mehrere Bestseller veröffentlicht. „Die Nacht zuvor“ wird fürs TV verfilmt, Produzentin ist Eva Longoria.“

Über diesen Hinweis habe ich mich sehr gefreut, weil mich die Umsetzung neugierig macht und ich auf die Besetzung gespannt bin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2020

„In stillen Nächten weint ein Mann weil er sich erinnern kann.“

Wenn das Licht gefriert
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Inhalt:
„Seit 40 Jahren schon ist Elisabeth mit Friedrich verheiratet - glücklich, trotz einiger Schicksalsschläge. Auch seine Alzheimererkrankung kann ihre Liebe nicht erschüttern. Doch eines Abends ist ...

Inhalt:
„Seit 40 Jahren schon ist Elisabeth mit Friedrich verheiratet - glücklich, trotz einiger Schicksalsschläge. Auch seine Alzheimererkrankung kann ihre Liebe nicht erschüttern. Doch eines Abends ist er besonders verwirrt. Während eines TV-Beitrags über den seit 22 Jahren ungeklärten Mord an der besten Freundin ihrer Tochter gibt er Verstörendes von sich. Er erwähnt Details, die er gar nicht kennen dürfte. In Elisabeth regt sich ein schlimmer Verdacht …“

Schreibstil/Art:
Der Prolog katapultiert einen direkt in das Jahr 1997, denn dies ist das Jahr an dem die junge Anna verschwindet. Der anschließende Übergang verschafft eine gute Übersicht und spiegelt die Verzweiflung beider Familien perfekt wieder. Nach und nach bekommt man ein verflochtenes Bild zusammen. Der lockere Schreibstil bringt die Geschichte schnell voran. Das Szenario kann man sich dabei bestens vorstellen und passt gut zu dem Geschehen. Erzählt wird überwiegend aus Sicht der Protagonistin Elisabeth. Die Charaktere sind authentisch und greifbar gezeichnet.


Fazit:
Eine unvorhersehbare Wendung jagt die Nächste. Ein Thriller, voller Spannung und vielen geschickt eingesetzten Twists. 

Die Skepsis hat Elisabeth einfach nicht mehr losgelassen und das hat man gespürt. Ich hab mit ihr mitgefiebert, an ihrem Mann gezweifelt und mich mit ihr auf die Suche nach den Moormörder gemacht. Einige Spuren werden ihr zum Verhängnis aber sie bleibt dran und ist eine wahre Heldin - sie stellt sich der Wahrheit. Am Ende einiger Kapitel machten es die gut eingebauten Cliffhanger es einem nicht einfach.

Die Idee einen Alzheimer-Erkrankten Ehemann in das Buch einzubeziehen war interessant. Seine ständige Verwirrung und Verwechslung ist überhaupt nicht aufgesetzt, verschafft eher eine leicht stressige Atmosphäre aber im positiven Sinne.

Ich empfehle das Buch ohne Wenn und Aber weiter.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2020

Keine Weiterempfehlung

Das Bild der Vergangenheit
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Inhalt:
„Die sensible Lana ist neun Jahre alt, als ihre beste Freundin spurlos verschwindet. Mittlerweile findet sie Ablenkung in ihrer Arbeit als Kunsttherapeutin, aber der Verlust hat tiefe Spuren in ...

Inhalt:
„Die sensible Lana ist neun Jahre alt, als ihre beste Freundin spurlos verschwindet. Mittlerweile findet sie Ablenkung in ihrer Arbeit als Kunsttherapeutin, aber der Verlust hat tiefe Spuren in ihrer Seele hinterlassen. Dann gerät ihr Leben erneut aus den Fugen. Als man versucht, sie zu kidnappen, und obwohl Lana sich erfolgreich zur Wehr setzt, werden die alten Wunden wieder aufgerissen.

Ausgerechnet jetzt steht der attraktive Connor vor ihrer Tür und beschuldigt sie, heimlich wertvolle Gemälde zu veräußern, die einst seinen Urgroßeltern gestohlen wurden …“


Schreibstil/Art:
Lana´s Geschichte wird aus Sicht des allwissenden Erzählers wiedergegeben. Da die Protagonistin bereits zu Anfang des Buches gekidnappt wird, ist die Spannung verhältnismäßig rapide aufgebaut. Leider kann diese weder gehalten noch gesteigert werden. Außerdem erfährt der Leser mehr über das Verschwinden ihrer damaligen besten Freundin.
Die Charaktere sind zwar einigermaßen gut beschrieben, ich konnte aber zu niemanden eine Beziehung aufbauen da ich die meisten unsympathisch fand.
Ich hätte mir mehr Kapitel gewünscht bzw. an Stelle der Autorin häufiger Abschnitte eingebaut. Die Abstände waren mir zu lang.


Fazit:
Mir hat dieses Buch leider überhaupt nicht gefallen, da die Geschichte verwirrend und anstrengend ist. Mir fehlte Logik, zwischendurch mehr Romantik und eindeutig mehr Spannung. 



Achtung Spoileralarm:
Es finden mehrere Entführungsversuche statt und immer wieder hab ich mich über das Verhalten der Betroffenen, sowie ihrer „Helfer“ geärgert. Ihr Leben ist in Gefahr und trotzdem ist sie lebensmüde und macht was sie will. Erst später ändert auch sie ihre Meinung und sieht’s ein.
Einer ihrer Brüder, der auf sie aufpassen soll, hat nie sein Handy bei sich und benimmt sich völlig daneben. Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die meisten einfach nur genervt haben.
Dass Connor und sie zueinanderfinden ist klar aber, dass die meiste Zeit über zwischen den beiden nichts passiert, ist mir doch ein wenig zu langweilig. Ja, sie hat Schmetterlinge im Bauch wenn sie ihn sieht und auch er ist nervös sobald er in ihrer Nähe ist aber, dass sie in einer Gefahrensituation merken, dass sie sich lieben ist doch unlogisch?! Da hätte ich mir zwischendurch die ein oder andere Liebesszene gewünscht.


Ich kann das Buch leider nicht weiterempfehlen, da sich die „Spannung“ (wo auch immer sie ist) einfach zieht, wie ein Kaugummi.
Gut gefallen hat mir das schöne Cover, das ist passend gewählt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.08.2020

Fehlt mehr Leichtigkeit und Modernität

Das andere Gesicht der Emily Brontë
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Inhalt:
„Emily Brontë nimmt in der englischen Literaturgeschichte eine Sonderstellung ein.

Ihr einziger Roman, Sturmhöhen, verzaubert seine Leser seit fast zweihundert Jahren, und die Romanfigur Heathcliff ...

Inhalt:
„Emily Brontë nimmt in der englischen Literaturgeschichte eine Sonderstellung ein.

Ihr einziger Roman, Sturmhöhen, verzaubert seine Leser seit fast zweihundert Jahren, und die Romanfigur Heathcliff ist möglicherweise der ultimative romantische Held – und Schurke.

Emily selbst jedoch bleibt rätselhaft, häufig wird sie als schwierig und misanthropisch, als "kein normales Wesen" dargestellt. Doch trifft es auch zu?

Claire O'Callaghan zeigt in dieser Biografie eine andere Seite von Emily, indem sie ihren feministischen Ansatz, ihre Leidenschaft für die Natur sowie Kunstwerke untersucht, die von ihr inspiriert wurden."


Schreibstil/Art:
Zu Anfang des Buches stellt Claire O’Callaghan klar, mit welchen Themen sie sich beschäftigt hat und welche wichtige Ereignisse sie aus dem Leben der Emily Brontë (und ihrer Familie) wiedergeben wird. Die Autorin gibt also bereits vorab viele Informationen preis und geht dann nach und nach auf die detaillierten Beschreibungen ein.

Der Aufbau ist chronologisch sortiert und mit einigen Bildern von Emily Brontë sowie ihren Schwestern, ihrem Heimatort oder ihren Haustieren, etc. verfeinert.


Fazit:
Leider hat dieses Buch nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Als erstes muss ich gestehen, hat es mir gar nicht gefallen, dass Claire O’Callaghan so viel zitiert und kritisiert. Am Ende sind es an die 300 Quellenangaben. Natürlich ist mir bewusst, dass sie sich an die Richtigkeit halten muss, allerdings fehlte mir oftmals ihre eigene Meinung, diese kommt nämlich erst zum Schluss. Da geht sie auf einige Mythen und Fake News ein und „verteidigt“ ihre Sichtweise. Diesen Part fand ich am spannendsten, da sie somit einige Themen ins Rollen bringt, die ich so noch gar nicht kannte - mein einziges Highlight.

Positiv zu erwähnen sind vielleicht noch einige aktuelle Parallelen. Leider wirkte das Ganze trotzdem etwas steif und streng, mir fehlte eine gewisse Leichtigkeit und deutlich mehr Modernität.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.08.2020

Geballte Frauenpower

Wings of Silver. Die Rache einer Frau ist schön und brutal
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Inhalt:
„Die Rache ist nicht vorbei

Faye hat alles erreicht, was sie sich erträumt hat: Ihr verhasster Exmann Jack sitzt im Gefängnis und kann ihr nichts mehr anhaben. Mit ihrem Unternehmen Revenge ist ...

Inhalt:
Die Rache ist nicht vorbei

Faye hat alles erreicht, was sie sich erträumt hat: Ihr verhasster Exmann Jack sitzt im Gefängnis und kann ihr nichts mehr anhaben. Mit ihrem Unternehmen Revenge ist sie sehr erfolgreich, und sie selbst hat sich ein neues Leben in Italien aufgebaut, fernab von ihrer Vergangenheit.
Doch plötzlich droht alles zusammenzubrechen: Ihrem Exmann ist die Flucht gelungen, und Faye weiß: Wenn er sie findet, ist nicht nur ihr Leben in Gefahr. Faye muss sich zur Wehr setzen. Mit der Hilfe ihrer engsten Vertrauten riskiert sie alles, um die zu beschützen, die sie liebt. Und dafür ist Faye bereit, jede Grenze zu überschreiten.“


Schreibstil/Art:
Die Rückblenden in die Vergangenheit machten mir den Einstieg einfach. Ich hatte den ersten Band direkt im Kopf und konnte nahtlos in das Geschehen eintauchen. Es empfiehlt sich den ersten Teil gelesen zu haben, um einige Zusammenhänge besser verstehen zu können.

Im zweiten Band gewährt uns Camilla Läckberg noch mehr Einblicke in Faye’s Kindheit und die Beweggründe warum sie so ist wie sie ist. Ich mag ihre Art und finde, dass sie sehr gut gezeichnet ist. Grundsätzlich begegnet man vielen bekannten Charakteren wieder. Mich hat die Verwandlung und die Verbundenheit begeistert. Als Leser fiebert man mit und steht „Fremden“ gegenüber eher skeptisch und misstrauisch.


Fazit:
Eine Fortsetzung mit einigen Schwächen, die mich aber dennoch überzeugen konnten.

Wie man bereits am Bewertungsdurchschnitt erkennen kann, trifft dieses Buch nicht jeden Geschmack. Ja, es gibt viele Sexszenen und ja, manches ist relativ klischeehaft und schreit nach Feminismus aber all das hat mich nicht gestört. Dank der Aufklärung zu Faye’s Kindheit finde ich den Zusammenhang zwischen ihrem damaligen und heutigen Ich, sehr aufschlussreich.

Der Cliffhanger zum Schluss macht deutlich, dass es einen 3. Teil geben wird und auf den freue ich mich.

Die Rache geht weiter

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere