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Veröffentlicht am 28.02.2020

Lebensgefährliches Luciafest

Winterfeuernacht
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Inhalt:
„Es sollten Winterferien wie alle anderen werden – und wurde das Ende ihrer Kindheit: 1987 feiern die besten Freundinnen Laura und Iben das Luciafest bei Lauras Tante Hedda in deren Feriendorf ...

Inhalt:
„Es sollten Winterferien wie alle anderen werden – und wurde das Ende ihrer Kindheit: 1987 feiern die besten Freundinnen Laura und Iben das Luciafest bei Lauras Tante Hedda in deren Feriendorf Gärdsnäset. Doch die Mädchen geraten wegen eines Jungen in Streit und am Ende des Abends brennt der Festsaal lichterloh. Laura wird schwer verletzt, Iben stirbt in den Flammen. 30 Jahre lang wird Laura nicht nach Gärdsnäset zurückkehren. Als sie nun erfährt, dass Hedda ihr das Feriendorf vererbt hat, weiß Laura, dass sie sich der Vergangenheit stellen muss. Was ist damals wirklich in Gärdsnäset geschehen?“

Schreibstil/Art:
Anders De La Motte bringt dem Leser in seinem Kriminalroman „Winterfeuernacht“ Laura´s Schicksal näher. Erzählt wird aus der Sicht einer dritten Person in zwei Erzählsträngen. Zu einem wird der Leser in das Jahr 1987 versetzt und zu anderem in die düstere Gegenwart. 
Das Buch beinhaltet viele ausschlaggebende und nervenzerreißende Momente, einige undurchschaubare Geheimnisse und tödliche Gefahren und genau all das baut eine unglaubliche Spannung auf. Ich tendiere allerdings eher dazu den Kriminalroman dem Genre Psychothriller zuzuordnen.


Fazit:
Völlig überraschende Wendungen, authentische Charaktere und der angenehme Schreibstil, machen für mich die interessante Geschichte aus.
Anders De La Motte schweift nicht aus, bleibt bei der Sache.
Für mich hätte der Kriminalroman ein wenig kürzer sein können, etwas kompakter. Nichtsdestotrotz konnte mich wiedermal ein Schweden-Krimi überzeugen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2020

Sieben (verstrickte) Lügen

Sieben Lügen
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Inhalt:
„Mit dieser kleinen Notlüge fängt alles an. "Natürlich passen du und Charles gut zusammen", versichert Jane ihrer besten Freundin Marnie. Doch dann läuft alles aus dem Ruder. Und zwar gewaltig. ...

Inhalt:
„Mit dieser kleinen Notlüge fängt alles an. "Natürlich passen du und Charles gut zusammen", versichert Jane ihrer besten Freundin Marnie. Doch dann läuft alles aus dem Ruder. Und zwar gewaltig. Denn eine Lüge zieht bekanntlich die nächste nach sich, und schon bald ist das Verhältnis der drei unwiederbringlich vergiftet. Aus Unbehagen wird Verdacht, aus Verdacht Gewissheit - und aus Freundschaft eine tödliche Falle…“


Schreibstil/Art:
Elizabeth Kay präsentiert ihr Debüt auf eine ruhige und tiefsinnige Art und Weise. Der Thriller beinhaltet keine spektakulären Wendepunkte, keine Action - es basiert alles nur auf den Infos, die die Autorin nach und nach preisgibt. Der Schreibstil ist besonders; der Leser wird nämlich direkt angesprochen obwohl eigentlich eine andere Person gemeint ist. Aber genau so baut die Autorin eine enge Beziehung zum Leser auf.

Viele tiefgründige Sätze verleihen dem Buch das Gewisse etwas. "Es hätte mir besser gefallen, wenn das Leben wie ein Spinnennetz wäre, mit einem Labyrinth von Möglichkeiten, die alle von einem einzelnen, zentralen Punkt ausgehen. Dann hätten wir alle Möglichkeiten, uns zu entscheiden, und nicht eine dieser Entscheidungen wäre unumkehrbar, denn wir könnten immer wieder zum Anfang zurückkehren. Doch stattdessen bewegen wir uns entlang eines einzigen Fadens und immer nur in eine Richtung.“ (Zitat)


Fazit:
Der schleichende Prozess mit dem Elizabeth Kay den Leser fesselt hat mir unglaublich gut gefallen. Der Fokus richtet sich auf die Beziehung zwischen Jane und Marnie. Die Besessenheit, die Liebe und das Verlangen nach der Freundschaft ist krankhaft aber genau darauf baut sich auch die Spannung auf.
Als Kritikpunkt sehe ich an, dass einige falsch gelegte Fährten ins Nichts führen und gar nicht aufgeklärt werden. Das Ende ist meiner Meinung nach zu schwach und abrupt, als hätte es die Autorin eilig gehabt - dabei wäre eine etwas ausführlichere Info über die verbliebenen Protagonisten genau das Richtige.

Ich bin der Meinung, dass es eher einem Drama als einem Psychothriller gleicht. Trotzdem gefällt mir das Konzept, ich habe das Buch gerne gelesen.

  • Cover
  • Spannung
  • Geschichte
  • Charaktere
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 07.02.2020

Das Misstrauen geht weiter

Scheintod
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Inhalt:
„Nach Monaten der Verzweiflung hofft Sara, endlich zur Ruhe zu kommen. Ihr vermeintlicher Widersacher ist tot. Mutig versucht die 25-jährige ins Leben zurückzufinden und sucht Halt bei ihrem Kollegen ...

Inhalt:
„Nach Monaten der Verzweiflung hofft Sara, endlich zur Ruhe zu kommen. Ihr vermeintlicher Widersacher ist tot. Mutig versucht die 25-jährige ins Leben zurückzufinden und sucht Halt bei ihrem Kollegen Johan, mit dem sie bald eine intensive Liebesbeziehung verbindet. Doch erneut häufen sich seltsame Ereignisse. Sara hört Stimmen; ihr ehemaliger Therapeut gibt vor, sie nicht zu kennen; und ihre Mutter erleidet einen Zusammenbruch.

Bald verdichten sich die Hinweise, dass die furchtbaren Ereignisse mit dem plötzlichen Unfalltod Saras Vater in Verbindung stehen. Was haben seine akribisch gesammelten Akten zu Schwedens größten Politskandalen mit all dem zu tun? Welchem dunklen Geheimnis war er auf der Spur?

Im zweiten Teil ihrer fesselnden Widerstandstrilogie dreht Louise Boije af Gennäs die Spannungsschraube noch enger. In einem nervenaufreibenden Verwirrspiel wirbelt sie den Leser durch die Wirren der schwedischen Politik und zeigt auf dramatische Weise, wie leicht die Realtität zu manipulieren ist.“


Schreibstil/Art:
Louise Boije af Gennäs gestaltet die Figuren vielfältig, authentisch und greifbar. Alle Charaktere sind gut in die Handlung eingebunden.
Der Schreibstil ist passend zum Inhalt gewählt; viele politische Fachbegriffe aber auch die einfache Ich-Perspektive der Protagonistin Sara. Die wahren Zeitungsartikel verdeutlichen dem Leser wie viel Einfluss Sara´s Vater auf die Geschichte hat. Es empfiehlt sich zuerst den ersten Band der Widerstandstrilogie zu lesen da beide Bücher mit einem Cliffhanger enden.


Fazit:
Der Thriller fesselt den Leser, zieht ihn mit in die Geschichte. Man fiebert, leidet und trauert mit Sara mit. Der Klappentext verspricht nicht zu viel. Nachdem ersten Band, hab ich das Gefühl, dass ich nun mehr in der Story drin bin. Ich habe, genau wie Sara, angefangen jedem Charakter in dem Buch zu misstrauen, habe vieles hinterfragt und konnte niemanden vertrauen. Die Autorin weiß wie man Spannung aufbaut. Was mir besonders gefällt ist die Tatsache, dass es immer eine Verbindung zum Cover gibt. Sowohl in „Blutblume“ als auch hier bei „Scheintod“ geht die Autorin auf den Zusammenhang ein. Die verschiedenen Farben des Buchrandes sind nochmal ein besonderes Highlight.

Ein kleiner Kritikpunkt: die Geschichte könnte meiner Meinung nach etwas kompakter sein. Einige Szenen ziehen sich unnötig in die Länge.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.01.2020

"Vielleicht ist es Zeit für neue Freunde"

Neuschnee
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Inhalt:
„War es ein Unfall? Oder doch nur ein Mord unter Freunden?

Winter in den schottischen Highlands: Neun Freunde verbringen den Jahreswechsel in einer abgelegenen Berghütte. Sie feiern ausgelassen, ...

Inhalt:
„War es ein Unfall? Oder doch nur ein Mord unter Freunden?

Winter in den schottischen Highlands: Neun Freunde verbringen den Jahreswechsel in einer abgelegenen Berghütte. Sie feiern ausgelassen, erkunden die eindrucksvolle Landschaft und gehen auf die Jagd – doch was als ein unbeschwerter Ausflug beginnt, wird bitterer Ernst, als heftiger Schneefall das Anwesen von der Außenwelt abschneidet. Nicht nur das Gerücht von einem umherstreifenden Serienmörder lässt die Stimmung immer beklemmender werden, auch innerhalb der Gruppe suchen sich lang begrabene Geheimnisse ihren gefährlichen Weg ans Licht. Dann wird einer der Freunde tot draußen im Schnee gefunden. Und die Situation in der Hütte eskaliert…“


Schreibstil/Art:
Bewusst hat sich Lucy Foley für einen Schreibstil entschieden, der einen tollen Wiedererkennungswert hat – der Leser wird mit zwei Zeitebenen konfrontiert. Zum einen mit den Ereignissen drei Tage vor dem Mord und dem Tag an dem die Leiche gefunden wird.
Geschickt wird zwar bereits zu Anfang verraten, dass es eine Leiche gibt allerdings fehlt jegliche Beschreibung, demnach ist unklar wie der/die Tote heißt.
Nach und nach wird die Sichtweise von nur fünf der neun Freunden und den beiden Arbeitskräften Vorort dargestellt. So verliert der Leser nicht den Überblick. Ungewöhnlich ist es auch, dass aus Sicht der weiblichen Protagonisten in Ich-Form geschrieben ist und den männlichen in dritter Person. Die Zeitsprünge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart sind gut eingebettet.

Die Figurengestaltung ist gelungen, die Charaktere sind gut in die Handlung eingebunden - facettenreich, authentisch und gut auseinanderzuhalten. Zwar konnte ich kaum jemanden leiden allerdings ist das für mich kein Kritikpunkt, dies beeinflusst nämlich nicht die Story, untermauert eigentlich sogar eher noch die fiesen und hinterlistigen Taten und Gedanken.


Fazit:
Ich habe das Buch gerne gelesen allerdings erreicht es meiner Meinung nach erst zum Ende hin das Thriller-Niveau. Der Klappentext verspricht leider zu viel, die Autorin hätte die Spannung besser verteilen müssen, allerdings braucht das Buch die langatmige Vorgeschichte.
Gut gefallen hat mir, dass eine Situation aus mehreren Blickwinkeln geschrieben ist. So lernt der Leser die unterschiedlichen Wahrnehmungen kennen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und den vielen offenen Fragen, hat mich der Plot überzeugen können.
Zum Schluss hat mich die Autorin überrascht, die vielen falsch gelegten Fährten, verunsicherten mich und das mag ich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.01.2020

Die Schmerzen werden bleiben

Der Schmerz bleibt
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Inhalt:
„Nichts ist vergessen. Die Zeit der Vergeltung ist gekommen.

Die Frauen besitzen alle das gleiche Äußere. Doch das ist nicht das einzig Gemeinsame. Sie sterben alle einen grausamen Tod.
Der Serienmörder ...

Inhalt:
„Nichts ist vergessen. Die Zeit der Vergeltung ist gekommen.

Die Frauen besitzen alle das gleiche Äußere. Doch das ist nicht das einzig Gemeinsame. Sie sterben alle einen grausamen Tod.
Der Serienmörder foltert seine Opfer bestialisch, ohne auch nur die geringste Spur zu hinterlassen. Er macht den ersten Fehler, als einem Opfer die Flucht aus dem schrecklichen Kerker gelingt. Doch die Ermittler Rita Momsen und Peter Liebig erleben eine tiefe Enttäuschung, als sie auf die Hilfe des Opfers und erste Spuren setzen. Der geheimnisvolle Mörder bleibt nicht nur weiter ein Phantom, sondern wird selbst für sie zur tödlichen Bedrohung.“


Schreibstil/Art:
Typischerweise und ein Merkmal von H.C. Scherf: der Leser wird bereits im ersten Kapitel mit einem schrecklichen Geschehen konfrontiert. Im Wechsel wird sowohl aus der Sicht des Opfers, des Täters als auch den Ermittlern selbst geschrieben. Die kurzen, kursiven Einschübe offenbaren ein paar wichtige Informationen aus der Vergangenheit des Täters. Die Entwicklung der Charaktere hat mir in der kompletten Buchreihe sehr gut gefallen.


Fazit:
Der Plot verliert nicht an Tempo, die Spannung kann aufgrund einigen unerwarteten Wendungen gehalten werden. Allerdings kann ich einige Handlungen nicht nachvollziehen.

Den fünften und somit den letzten Teil der Liebig und Momsen Buchreihe hab sehr gerne gelesen. Das unerwartete Ende hat mich überrascht. Die Atmosphäre war diesmal etwas angespannter und düsterer. Das Team, vor allem Liebig und Momsen werden mir fehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere