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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2018

Das Wesen

Das Wesen
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Ein Kind ist angeblich verschwunden. Nach einem anonymen Hinweis fahren die Kommissare Seifert und Menkhoff an die genannte Adresse. Der Vater des Kindes ist der Psychiater Dr. Joachim Lichner. Diesen ...

Ein Kind ist angeblich verschwunden. Nach einem anonymen Hinweis fahren die Kommissare Seifert und Menkhoff an die genannte Adresse. Der Vater des Kindes ist der Psychiater Dr. Joachim Lichner. Diesen hatten die Kommissare bereits vor 15 Jahren wegen Mordes verhaftet. Lichner verbrachte die nächsten Jahre im Gefängnis. Damals behauptete er unschuldig zu sein. Jetzt sagt er, dass es überhaupt kein Kind gibt.

Den Leser erwartet ein spannender Psychothriller mit guten und überraschenden Wendungen. Wie Kommissar Seifert, aus dessen Perspektive die Geschichte erzählt wird, erfährt auch der Leser nur Stückchen für Stückchen, was genau hinter dem Verschwinden des Kindes steckt.

Lange Zeit wechseln sich die Geschehnisse der Jahre 1994 und 2009 ab. Das damalige Geschehen und seine Auswirkungen auf den aktuellen Fall werden dadurch deutlich. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet. Es ist lange unklar, welche Rolle bestimmte Personen spielen. Gemeinsam mit Seifert fragt man sich oft, was die Wahrheit ist. Menkhoffs Verhalten ist dabei jedoch keine große Hilfe. Das Buch liest sich gut und schnell. Die Spannung bleibt durchweg erhalten.

Eine tolle Geschichte, ich kann dieses Buch weiterempfehlen. Es gibt eine Fortsetzung, „Der Sarg“. Nachdem ich „Das Wesen“ erst nach „Der Sarg“ gelesen habe, rate ich dazu, die Bücher in der Reihenfolge zu lesen.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Bis du stirbst

Bis du stirbst
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Ein unglücklicher Zufall brachte Sami Macbeth für drei Jahre ins Gefängnis. Er plant, nach seiner Entlassung zusammen mit seiner Schwester neu anzufangen. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird, ist seine ...

Ein unglücklicher Zufall brachte Sami Macbeth für drei Jahre ins Gefängnis. Er plant, nach seiner Entlassung zusammen mit seiner Schwester neu anzufangen. Als er aus dem Gefängnis entlassen wird, ist seine Schwester verschwunden. Wieder einmal scheint sich das Schicksal gegen Sami zu wenden.

Der Klappentext verspricht einen guten Thriller, dieses Versprechen hält das Buch jedoch nicht ein. Die Geschichte zieht sich dahin, auch wenn durch einige Wendungen versucht wird, Spannung aufzubauen. Angekommen ist diese bei mir jedoch nicht. Auch die Figuren blieben oberflächlich, und teilweise wirkten sie oder ihr Verhalten einfach nur lächerlich.

Im Roman begleitet der Leser den Unglücksraben Sami, wie er von einem Problem ins nächst größere stolpert. Dabei möchte er doch eigentlich nur seine Schwester retten. Diese wurde als Geisel genommen, damit Sami für einen Verbrecher einen Auftrag durchführt.

Diesmal gibt es in der Geschichte nicht nur eine böse Person oder Organisation. Auch in deren Konflikte gerät Sami hinein. Immer mit der Gewissheit im Hinterkopf, dass er und seine Schwester sterben werden, egal wer von den Parteien gewinnen wird.

Es gibt mit Sicherheit Leser, die diesen Roman mögen, mein Geschmack ist er nicht.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Die sieben Schwestern

Die sieben Schwestern
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Maia wächst mit ihren Schwestern auf einem Anwesen am Genfer See auf. Die Familie nennt diesen Ort „Atlantis“. Ihr Vater hat alle Mädchen adoptiert, und nach seinem Tod erhält jede Tochter einen Hinweis ...

Maia wächst mit ihren Schwestern auf einem Anwesen am Genfer See auf. Die Familie nennt diesen Ort „Atlantis“. Ihr Vater hat alle Mädchen adoptiert, und nach seinem Tod erhält jede Tochter einen Hinweis auf ihre Herkunft. Maias Reise führt sie nach Rio de Janeiro und zeitlich zurück in die 1920er Jahre.

„Die sieben Schwestern“ ist der Auftakt einer Reihe. In diesem Buch macht sich die älteste Schwester auf die Suche. Es ist eine schöne Geschichte über eine Frau, die erst in die Vergangenheit eintauchen muss, um in der Gegenwart weiter zu kommen.

Allerdings blieb mir der Zugang zu Maia versperrt. So gut die Figur und ihre Emotionen auch ausgearbeitet sind, der Funke ist nicht übergesprungen. Die Handlungen im zweiten Erzählstrang der Vergangenheit sind interessant und gut dargestellt, doch auch zu diesen Charakteren konnte ich keine Verbindung aufbauen.

Die Geschichte ist gut ausgearbeitet und so aufgebaut, dass man die anderen Teile der Reihe unabhängig voneinander lesen kann. Gemeinsam mit Maia entdeckt der Leser die Stadt Rio de Janeiro damals und heute. Die damalige Gesellschaft und das Zeitgeschehen hat die Autorin dem Leser nahe gebracht.

Dieses Buch ist ein gelungener Auftakt der Buchreihe, die noch Potential zur Weiterentwicklung hat.

Veröffentlicht am 08.09.2018

Der Sarg

Der Sarg
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Eva leidet an Albträumen. Sie ist gefangen in einem Sarg und kann sich nicht befreien, egal was sie versucht. Dann wacht sie jedes Mal auf und hält ihren Traum für Realität, doch das kann er unmöglich ...

Eva leidet an Albträumen. Sie ist gefangen in einem Sarg und kann sich nicht befreien, egal was sie versucht. Dann wacht sie jedes Mal auf und hält ihren Traum für Realität, doch das kann er unmöglich sein. Zeitgleich werden in Köln Frauen entführt und lebendig in einem Sarg vergraben. Eine dieser Frauen ist Evas Halbschwester. Durch den Tod von Evas Halbschwester ermittelt die Polizei auch im familiären Umfeld. Schon bald ist klar, dass mit dieser Familie etwas nicht stimmt.

Für Leser mit Platzangst ist diese Geschichte eher nicht geeignet, denn die Panik, welche die Frauen befällt, ist spürbar. Mit eindeutigen Worten beschreibt Arno Strobel die Geschehnisse. Falsche Fährten und Wendungen erhalten die Spannung bis zum Schluss. Das Ermittlerteam und Eva sind gut dargestellt und erreichen den Leser. Das Buch liest sich flüssig.

Hier eine gute Rezension ohne Spoiler zu schreiben, fällt mir schwer. Die Geschichte hat gute Handlungsstränge, die erst gegen Ende zusammenfinden. Daher kann ich nicht näher erläutern, welche Punkte mir gut gefallen haben. Ich kann das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

„Der Sarg“ ist der zweite Teil einer Reihe, kann aber unabhängig vom ersten Teil gelesen werden. Das Privatleben des Hauptkommissars Menkhoff ist wohl im Vorgänger-Roman etwas aus den Fugen geraten, doch was genau geschehen ist, erfährt der Leser nicht.

Veröffentlicht am 08.07.2018

Vielleicht wird morgen alles besser

Vielleicht wird morgen alles besser
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Von der Mutter schon früh verlassen, müssen die Geschwister Ercole und Asia mit ihrem überforderten Vater alleine zurechtkommen. Als er 14 Jahre alt ist, lernt er seine erste Liebe Viola kennen. Dann findet ...

Von der Mutter schon früh verlassen, müssen die Geschwister Ercole und Asia mit ihrem überforderten Vater alleine zurechtkommen. Als er 14 Jahre alt ist, lernt er seine erste Liebe Viola kennen. Dann findet Ercole seine Mutter wieder und seinen Halbbruder Luca. Doch die Situationen, in denen Ercole Probleme mit den Erwachsenen hat, hören nicht auf.

Bei diesem Buch sollte sich der Leser nicht unbedingt vom Klappentext leiten lassen. „Vielleicht wird morgen alles besser“ ist ein guter Roman, und als Leser verfolgt man die Geschichte um Ercole gerne. Jedoch erweckt der Klappentext den Eindruck, dass der Leser abenteuerliche Erlebnisse mit ihm erleben könnte. Dem ist jedoch nicht so.

Das Buch erzählt von Ercole, seiner Vergangenheit mit all ihren Problemen, und wie er aktuelle Ereignisse zu lösen versucht. Es ist eine ruhige Geschichte, welche in leisen Worten erzählt wird. Die Figuren lassen allerdings etwas an Tiefe vermissen. Auf der emotionalen Ebene haben mich weder Ercole noch die anderen Figuren erreicht. Vielleicht hätte eine ausführlichere Einsicht in die Gefühlswelt der Charaktere geholfen.

Der Roman spricht sowohl jugendliche als auch erwachsene Leser an. Durch einfache Wortwahl und ohne verschachtelte Sätze liest sich die Geschichte gut. Als Leser merkt man, dass sich Autor Fabio Geda gut in die Gedanken und Gefühlswelt der jugendlichen Hauptfiguren hineinversetzen kann. Ihm ist eine schöne Geschichte gelungen, der ich gerne gefolgt bin.

Ich danke dem Bloggerportal und dem Knaus Verlag für die Zusendung dieses Rezensionsexemplars.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de