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Nikola

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Veröffentlicht am 11.09.2018

Wenn sich der Schnee rot verfärbt, wird dir der Preis für die Freiheit bewusst werden.

Colours of Life 1: Schneerot
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„Meine Ketten sind nicht real. Sie sind aus Gedanken gemacht und werden von Mauern, die nur in meinem Herzen existieren, gehalten.“ (Prolog)
Die Autorin dieses Buches hat uns unter dem Pseudonym Anne Lane ...

„Meine Ketten sind nicht real. Sie sind aus Gedanken gemacht und werden von Mauern, die nur in meinem Herzen existieren, gehalten.“ (Prolog)
Die Autorin dieses Buches hat uns unter dem Pseudonym Anne Lane eine atemberaubende Trilogie gezaubert, die vor Kurzem vom Amrûn Verlag neu verlegt wurde.
So ist dieses wunderschöne Cover hinzugekommen, dass durch den Schnee und die rote Feder im Vordergrund einen Bezug zum Titel und zur Handlung aufbaut und sich auch sehr schön in einem Bücherregal macht. ;)
Doch worum geht es eigentlich?
Hinter diesem Cover verbirgt sich nicht etwa eine seichte poetische Geschichte, nein. Es handelt sich um eine Dystopie, die durchaus lyrische Elemente aufweist und es in sich hat.
Die Protagonistin Crys wurde vom Militär entführt, um in einer geheimen Forschungsanstalt als Testobjekt zu fungieren. Dabei wird ihr eine Chemikalie verabreicht, die sie übernatürliche Kräfte entwickeln lässt. Abhängig von dieser bilden sich neue oder erweiterte Fähigkeiten aus. Viele finden dadurch auch ihren Tod, handelt es sich schließlich immer noch um Chemikalien. So werden Jugendlichen oder sogar Kindern solch eine Substanz initiiert und der Person Aufgaben zugeteilt. Crys zählt seit nun mehr zwei Jahren zu den Auserwählten, kann sie doch durch ihre Gabe bestimmen, welche Chemikalie sich am besten für diese Person eignet. Zwei Jahre, in denen sie die Anstalt nicht wieder verlassen durfte, sich jedoch nach der Freiheit und ihrer Schwester Violet sehnte.
Und nun taucht plötzlich der ominöse Cameron auf, der mit anderen zusammen aus dieser Anstalt fliehen möchte. Crys‘ Wunsch scheint in greifbare Nähe zu rücken, doch welchen Preis wird die Freiheit mit sich bringen?
Am Anfang führt uns Crys etwas in die Geschichte ein und dann geht es so langsam aber sicher auch schon mit der eigentlichen Handlung los, was mir sehr gefällt. Generell braucht sich der Leser hier nicht auf langwierige Handlungsstränge einzulassen, da immer wieder neue Wendungen hinzukommen und die Autorin weiß, wie man Spannung aufrechterhält, bzw. den Fokus unbeachtet zu verändern und zwischen verschiedenen zu wechseln. Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls sehr angenehm. Er hebt sich insoweit von anderen ab, dass sie nicht nur die Gefühle übermitteln kann, sondern zusätzlich mit einer durchaus poetischen Art und Weise Vergleiche und Tatsachen verdeutlicht.
Auch die Charaktere gefallen mir sehr. Crys besitzt eine gute Menge Sarkasmus und weiß sich damit durchaus auch zu behaupten. Auch Cameron ist mit seiner selbstüberzeugten Art liebenswürdig. Beide geben nicht kampflos auf und haben ein schweres Päckchen zu tragen. Mit der Zeit kommen dann auch noch neue Erzähler hinzu, die der Geschichte eine andere Richtung geben und Figuren in den Vordergrund rückt, wer weiß, welche Rollen sie noch in den Fortsetzungen spielen. Die Einführung der neuen personalen Erzähler ist nicht immer optimal gelungen, teilweise hätte man sie schon eher zu Wort kommen lassen können, doch dies tut der eigentlichen Geschichte keinen Abbruch, irritiert den Leser nur kurzeitig, da diese Erzähler später doch sehr nützlich sind.
Was soll ich noch groß dazu sagen? Ich war schneller durch dieses Buch durch als mir eigentlich lieb ist, spricht aber auch gleichzeitig sehr für dieses Buch. Wer gerne Dystopien liest, sollte sich diese einmal zu Herzen nehmen, hinterher aber nicht traurig sein, dass erst nächstes Jahr der zweite Teil erscheint. ;)

Veröffentlicht am 11.09.2018

Wenn sich der Schnee rot verfärbt, wird dir der Preis für die Freiheit bewusst werden.

Colours of Life 1: Schneerot
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„Meine Ketten sind nicht real. Sie sind aus Gedanken gemacht und werden von Mauern, die nur in meinem Herzen existieren, gehalten.“ (Prolog)
Die Autorin dieses Buches hat uns unter dem Pseudonym Anne Lane ...

„Meine Ketten sind nicht real. Sie sind aus Gedanken gemacht und werden von Mauern, die nur in meinem Herzen existieren, gehalten.“ (Prolog)
Die Autorin dieses Buches hat uns unter dem Pseudonym Anne Lane eine atemberaubende Trilogie gezaubert, die vor Kurzem vom Amrûn Verlag neu verlegt wurde.
So ist dieses wunderschöne Cover hinzugekommen, dass durch den Schnee und die rote Feder im Vordergrund einen Bezug zum Titel und zur Handlung aufbaut und sich auch sehr schön in einem Bücherregal macht. ;)
Doch worum geht es eigentlich?
Hinter diesem Cover verbirgt sich nicht etwa eine seichte poetische Geschichte, nein. Es handelt sich um eine Dystopie, die durchaus lyrische Elemente aufweist und es in sich hat.
Die Protagonistin Crys wurde vom Militär entführt, um in einer geheimen Forschungsanstalt als Testobjekt zu fungieren. Dabei wird ihr eine Chemikalie verabreicht, die sie übernatürliche Kräfte entwickeln lässt. Abhängig von dieser bilden sich neue oder erweiterte Fähigkeiten aus. Viele finden dadurch auch ihren Tod, handelt es sich schließlich immer noch um Chemikalien. So werden Jugendlichen oder sogar Kindern solch eine Substanz initiiert und der Person Aufgaben zugeteilt. Crys zählt seit nun mehr zwei Jahren zu den Auserwählten, kann sie doch durch ihre Gabe bestimmen, welche Chemikalie sich am besten für diese Person eignet. Zwei Jahre, in denen sie die Anstalt nicht wieder verlassen durfte, sich jedoch nach der Freiheit und ihrer Schwester Violet sehnte.
Und nun taucht plötzlich der ominöse Cameron auf, der mit anderen zusammen aus dieser Anstalt fliehen möchte. Crys‘ Wunsch scheint in greifbare Nähe zu rücken, doch welchen Preis wird die Freiheit mit sich bringen?
Am Anfang führt uns Crys etwas in die Geschichte ein und dann geht es so langsam aber sicher auch schon mit der eigentlichen Handlung los, was mir sehr gefällt. Generell braucht sich der Leser hier nicht auf langwierige Handlungsstränge einzulassen, da immer wieder neue Wendungen hinzukommen und die Autorin weiß, wie man Spannung aufrechterhält, bzw. den Fokus unbeachtet zu verändern und zwischen verschiedenen zu wechseln. Der Schreibstil der Autorin ist ebenfalls sehr angenehm. Er hebt sich insoweit von anderen ab, dass sie nicht nur die Gefühle übermitteln kann, sondern zusätzlich mit einer durchaus poetischen Art und Weise Vergleiche und Tatsachen verdeutlicht.
Auch die Charaktere gefallen mir sehr. Crys besitzt eine gute Menge Sarkasmus und weiß sich damit durchaus auch zu behaupten. Auch Cameron ist mit seiner selbstüberzeugten Art liebenswürdig. Beide geben nicht kampflos auf und haben ein schweres Päckchen zu tragen. Mit der Zeit kommen dann auch noch neue Erzähler hinzu, die der Geschichte eine andere Richtung geben und Figuren in den Vordergrund rückt, wer weiß, welche Rollen sie noch in den Fortsetzungen spielen. Die Einführung der neuen personalen Erzähler ist nicht immer optimal gelungen, teilweise hätte man sie schon eher zu Wort kommen lassen können, doch dies tut der eigentlichen Geschichte keinen Abbruch, irritiert den Leser nur kurzeitig, da diese Erzähler später doch sehr nützlich sind.
Was soll ich noch groß dazu sagen? Ich war schneller durch dieses Buch durch als mir eigentlich lieb ist, spricht aber auch gleichzeitig sehr für dieses Buch. Wer gerne Dystopien liest, sollte sich diese einmal zu Herzen nehmen, hinterher aber nicht traurig sein, dass erst nächstes Jahr der zweite Teil erscheint. ;)

Veröffentlicht am 05.09.2018

Mystisch, romantisch, einfach fantastisch! ;)

Queen of Blood
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Jill Myles, besser bekannt als Erotikautorin Jessica Clare, hat mit diesem Buch einen High Fantasy-Roman veröffentlicht, der sich um die junge Vidari Seri dreht.
Die Schwester erblindet, der Vater sehr ...

Jill Myles, besser bekannt als Erotikautorin Jessica Clare, hat mit diesem Buch einen High Fantasy-Roman veröffentlicht, der sich um die junge Vidari Seri dreht.
Die Schwester erblindet, der Vater sehr krank muss sie sich als Teil des unterdrückten Volkes der Athoniten als einfache Gänsemagd ums Überleben ihre Familie kümmern.

Eigentlich scheint es bald bergauf zu gehen, möchte sie doch die Handfest mit dem Vidari Rilen vollziehen, der ihr dann tatkräftig zur Seite steht.
Doch es kommt anders als gedacht. Der Athonitenprinz Graeme beschließt, sich auf dem heruntergekommenen Schloss in Vidara niederzulassen und widerwillig beschließt Seri sich auf den Weg zum Schloss zu machen, um auf dem dortigen Markt Nahrungsmittel und Medizin für den Vater zu kaufen. Dabei wird eine Athoniten auf sie aufmerksam, die unbedingt die Gunst des Prinzen gewinnen möchte und mit Seri jemanden hätte, der garantiert alle Augen auf sich zieht. Seri willigt notgedrungen ein, nicht ahnend, dass sich damit alles für sie verändern wird, denn manche Mythen können sogar der Wahrheit entsprechen…

Allein das Cover macht einen auf dieses Buch aufmerksam. Es wirkt sehr edel und gleichzeitig wird die Bedeutung des Blutes, durch das blutrote Kleid und die Blumen verdeutlicht. Das Mädchen soll vermutlich Seri darstellen, vor der sich ein Schloss (vermutlich das Vidaras) im Wasser spiegelt.

Nun aber zum Buchinneren, das nicht weniger gut ist.

Mit Seri begegnet uns eine taffe Protagonistin vergleichbar mit Mare Barrow, die auch ungewollt ein Teil eines Hofes wird. Seri denkt oft an andere und stellt deren Bedürfnisse auch oft über ihre eigenen. Aufgrund der grausamen Regierung der Athoniten, hat sie ihre Vorbehalte so wie diese auch ihr gegenüber. Doch bald merkt sie, dass sie auch nur Menschen sind und sich nicht unbedingt stark unterscheiden. Trotz einiger Veränderungen bleibt sie sich trotzdem treu und muss bald lernen, mit einigen Herausforderungen umgehen zu müssen. So sorgt ihr veränderter Status zum Beispiel dafür, dass aus einem Freund fast so etwas wie ein Feind wird und es sich gegen die bekannte Rebellion zu behaupten gilt. Seri wurde ausgesprochen gut gestaltet und lässt den Leser schnell Empathie ihr gegenüber empfinden.

Auch der männliche Part, Graeme, gefällt mir außerordentlich gut. Er hat sich für mich sogar zum besten Charakter des Buches entwickelt. Wirkt er kalt und distanziert, erfährt man doch bald, dass es nur eine Fassade zu wahren gilt und er durchaus taktvoll und feinfühlig ist. Genau wie Seri sorgt er sich sehr, um die Menschen, die ihm etwas bedeuten und stellt für diese seine eigenen Bedürfnisse auch gerne hinten an.
Der Schreibstil der Autorin weiß auch zu überzeugen. Es ist alles sehr bildhaft beschrieben und doch kann die Emotionen der Charaktere nachempfinden, regelrecht mit ihnen mitfiebern. Dadurch, dass dieses Buch im Mittelalter angesiedelt ist, ist auch die Sprache leicht, aber doch verständlich daran angepasst. Vielleicht liegt dies aber auch nur an der Übersetzung, doch ich möchte jetzt einfach einmal vom besten ausgehen, schließlich ließ mich das gleich noch etwas mehr erfreut zurück. :)

Die Handlung gefällt mir ebenfalls sehr. Meist macht man sich seine Gedanken, die grundlegend auch teilweise erfüllt werden, doch die Details sind manchmal unerwartet und lassen einen schockiert zurück, offenbaren Charakterzüge von Charakteren, die man bisher missachtet hat. Demnach blieb es die ganze Zeit spannend und auch die Romantik kam definitiv nicht zu kurz. Hier war auch nicht das Problem, dass die beiden sich nicht haben konnten, sondern eigentlich gar nicht wollten, doch eine emotionale Verbindung lässt sie Dinge empfinden, auch wenn sie sich nicht kennen und eigentlich verfeindet sein müssten. Diese Entwicklung mag ich und kann stellenweise auch interessant werden. ;)

Zum Ende hin gibt es hier aber auch den einzigen Kritikpunkt, den ich an diesem Buch hervorbringen möchte. Die Autorin beschreibt sehr viel und geht auch gerne einmal ins Detail, was bei diesem komplexen Buch durchaus vielversprechend ist, doch die Gründe für die festliche Tradition der Athoniten und was dabei so gemacht wird, bleibt gänzlich unbeleuchtet, auch das Ende wirkt fast etwas überstürzt, baute sich doch vorher alles gemächlich darauf auf. Das fand ich sehr schade, denn dieses Buch hat mir wirklich schöne Lesestunden beschert.

Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen, um unbeantwortete Fragen klären und erneut in diese Welt zurückkehren zu können.

Allumfassend beende ich dieses Buch etwas bedrückt, heißt es doch nun erst einmal Abschied zu nehmen. Auf ein baldiges Wiedersehen mit 4,5 / 5 Sternen für diesen ersten (?!) Band. :)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 05.09.2018

Kurz und prägnant. Bitte mehr davon!

Zombiecity
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In dieser 89 Seiten umfassenden Novelle findet eine Apokalypse statt.

Jennifer wird unwissend von ihrer Tochter geweckt, nur um zu erfahren, dass die Medien von Monstern in der Stadt berichten.
Was sie ...

In dieser 89 Seiten umfassenden Novelle findet eine Apokalypse statt.

Jennifer wird unwissend von ihrer Tochter geweckt, nur um zu erfahren, dass die Medien von Monstern in der Stadt berichten.
Was sie zunächst nicht so ernst nimmt, stellt sich schnell als erbitterte Wahrheit heraus und sie muss sich von dutzend Zombies umgeben sehen. Wo ihr Mann ist weiß sie nicht, vielleicht ist auch er schon zum Monster geworden.
Bald darauf muss sie herausfinden, dass dies wirklich zutrifft. Nun heißt es sich und ihre Tochter zu schützen.
Doch wie lange kann das gut gehen, wenn die Zahl der Zombies immer weiter zunimmt und die Nahrungsmittelvorräte immer mehr schwinden?

Aufgrund der kürze der Geschichte wird man sofort in die Handlung hineingezogen, was mir gefällt.
Generell ist die Handlung sehr gut ausgearbeitet. Es kommt immer wieder zu ungeahnten Wendungen ohne, dass es zu überladen wirkt. So überlebt auch nicht jeder und am Ende kommt dann sowieso alles anders als gedacht. ;‘)

Jenn ist eine taffe Protagonistin, die zu immer erst ihre Tochter an erster Stelle sieht und auch Maggie steht ihre Mutter in nichts nach und ist meiner Meinung nach sehr reif für ihr Alter und nicht so naiv, was mich begeistert hat. Sie ist irgendwie meine kleine Heldin. :)
Den Schreibstil möchte ich auch in keinster Weise kritisieren. Trotz der Kürze wurde eine komplexe Handlung geschaffen und dabei vieles authentisch gestaltet. Bei den Beschreibungen wurde nichts ausgelassen und hat somit auch noch diesen gruseligen Faktor geschaffen, der für mich zu Zombiegeschichten dazu gehört.
Wirklich eine sehr schöne Kurzgeschichte, die eigentlich schon zu kurz erscheint, da man sie viel zu schnell mit einem super Gefühl beendet. Ich freue mich schon darauf, in Zukunft mehr von Rebecca van Deyk lesen zu dürfen.
Wer dieses Buch noch nicht kennt, sollte es sich zu Herzen nehmen. Es ist kurz und trotzdem sehr vielversprechend. Ich kann nichts anderes als 5/5 Sterne verteilen.

Veröffentlicht am 13.08.2018

Dieses Buch schreit förmlich nach einer Fortsetzung, wenn nicht sogar einer Verfilmung! ;) Für mich ein erfrischendes Jugendbuch, das diese ab und zu auch gekonnt auf die Schippe nimmt.

Heart Beat
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In diesem Buch aus dem Eisermann-Verlag begegnen uns die drei Jugendlichen Sam, James und Beccie. Alle wollen eigentlich nur Spaß haben und sind die besten Freunde, doch prompt verdreht Roxy James den ...

In diesem Buch aus dem Eisermann-Verlag begegnen uns die drei Jugendlichen Sam, James und Beccie. Alle wollen eigentlich nur Spaß haben und sind die besten Freunde, doch prompt verdreht Roxy James den Kopf und lässt den „Bad-Boy“ seine Einstellungen und Regeln verändern, seine Schwester Beccie ist irgendwie eigentlich scharf auf Sam, jedoch trauen sich beide nicht es dem Anderen zu gestehen, ist Sam jemand, der sowieso erst immer als Letzter checkt, was er eigentlich will.
So findet er sich ungeplant nach einem One-Night-Stand in einer Beziehung mit einem anderen Mädchen wieder, die er eigentlich nicht wollte.
Zu guter Letzt rückt für James und Sam der Abschluss immer näher und so gilt es auch noch den Eltern begreiflich zu machen, was man selbst machen möchte und nicht sollte.

Dieses Buch ist nur der Beginn einer Reihe, die vielversprechend beginnt.
Alle drei Charaktere sind mir sehr sympathisch, den Kontrast zwischen dem Good-Guy und Bad-Boy mit Sam und James finde ich sehr schön herausgearbeitet.
Die Kapitel werden auch immer abwechselnd aus der Sicht beider geschildert, lediglich Beccie kommt nicht selbst zu Wort. Dies tut der Geschichte aber keinen Abbruch, da Beccies witzige Art auch über die Kapitel der Jungs übermittelt wird. :)
Generell mag ich ihre freundschaftliche Beziehung. Sie ziehen sich immer sehr schön gegenseitig auf. So kann man schon einmal schnell zum Gärtner avancieren, der liebend gerne neue Blumen entfaltet. ;)
Positiv aufgefallen ist mir auch die Entwicklung der drei. Sie sind meiner Meinung nach über die Kapitel alle etwas reifer geworden und stehen langsam aber sicher zu sich selbst, ohne einen gewissen Status erfüllen zu wollen.

Der Schreibstil ist auch sehr schön gestaltet. Alles ist schön umschrieben und die Dialoge zünden. Man hat förmlich das Gefühl, dass hier sehr viel Zeit in zündende Unterhaltungen gesteckt wurde.

Das Buch hat mir durchweg sehr gut gefallen. Der einzige Kritikpunkt ist für mich in einem Charakter zu machen. Ohne zu viel zu verraten: Ich mochte einfach die Art der Figur nicht und war deshalb ziemlich schnell genervt, als sie immer und immer wieder zurückkam und sich zwischen Beccie und Sam drängelte. Zwischendurch hatte ich schon die Befürchtung, dass es nun die ganze Zeit so weitergeht und ich vielleicht doch noch nach dem vielversprechenden ersten Eindruck enttäuscht bin.
Andererseits war vielleicht gerade diese Charakterwahl eine gute Wahl, weil es wieder aufzeigte, dass Sam ungern jemanden verletzen möchte und hat das ganze dann noch etwas absurder gemacht.

Das Ende ist aber auch wirklich gemein! Es besitzt einen sehr gut ausgearbeiteten Cliffhanger, der interessanten Spielraum für die Fortsetzung(en) lässt, die hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, bzw. lassen.

Im Allgemeinen hat mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden beschert und hat meiner Meinung nach die typische Teenie Dramatik auch gekonnt so dargestellt, wie sie nun einmal oft auch ist, ziemlich übertrieben und eigentlich nicht nötig, wenn man sich nur einmal etwas mehr trauen würde. Da konnte man sich doch manchmal mehr wiederfinden als einem lieb ist. ;)

Von mir sehr gute 4/5 Sternen.