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Nikola

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2018

Dieses Buch schreit förmlich nach einer Fortsetzung, wenn nicht sogar einer Verfilmung! ;) Für mich ein erfrischendes Jugendbuch, das diese ab und zu auch gekonnt auf die Schippe nimmt.

Heart Beat
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In diesem Buch aus dem Eisermann-Verlag begegnen uns die drei Jugendlichen Sam, James und Beccie. Alle wollen eigentlich nur Spaß haben und sind die besten Freunde, doch prompt verdreht Roxy James den ...

In diesem Buch aus dem Eisermann-Verlag begegnen uns die drei Jugendlichen Sam, James und Beccie. Alle wollen eigentlich nur Spaß haben und sind die besten Freunde, doch prompt verdreht Roxy James den Kopf und lässt den „Bad-Boy“ seine Einstellungen und Regeln verändern, seine Schwester Beccie ist irgendwie eigentlich scharf auf Sam, jedoch trauen sich beide nicht es dem Anderen zu gestehen, ist Sam jemand, der sowieso erst immer als Letzter checkt, was er eigentlich will.
So findet er sich ungeplant nach einem One-Night-Stand in einer Beziehung mit einem anderen Mädchen wieder, die er eigentlich nicht wollte.
Zu guter Letzt rückt für James und Sam der Abschluss immer näher und so gilt es auch noch den Eltern begreiflich zu machen, was man selbst machen möchte und nicht sollte.

Dieses Buch ist nur der Beginn einer Reihe, die vielversprechend beginnt.
Alle drei Charaktere sind mir sehr sympathisch, den Kontrast zwischen dem Good-Guy und Bad-Boy mit Sam und James finde ich sehr schön herausgearbeitet.
Die Kapitel werden auch immer abwechselnd aus der Sicht beider geschildert, lediglich Beccie kommt nicht selbst zu Wort. Dies tut der Geschichte aber keinen Abbruch, da Beccies witzige Art auch über die Kapitel der Jungs übermittelt wird. :)
Generell mag ich ihre freundschaftliche Beziehung. Sie ziehen sich immer sehr schön gegenseitig auf. So kann man schon einmal schnell zum Gärtner avancieren, der liebend gerne neue Blumen entfaltet. ;)
Positiv aufgefallen ist mir auch die Entwicklung der drei. Sie sind meiner Meinung nach über die Kapitel alle etwas reifer geworden und stehen langsam aber sicher zu sich selbst, ohne einen gewissen Status erfüllen zu wollen.

Der Schreibstil ist auch sehr schön gestaltet. Alles ist schön umschrieben und die Dialoge zünden. Man hat förmlich das Gefühl, dass hier sehr viel Zeit in zündende Unterhaltungen gesteckt wurde.

Das Buch hat mir durchweg sehr gut gefallen. Der einzige Kritikpunkt ist für mich in einem Charakter zu machen. Ohne zu viel zu verraten: Ich mochte einfach die Art der Figur nicht und war deshalb ziemlich schnell genervt, als sie immer und immer wieder zurückkam und sich zwischen Beccie und Sam drängelte. Zwischendurch hatte ich schon die Befürchtung, dass es nun die ganze Zeit so weitergeht und ich vielleicht doch noch nach dem vielversprechenden ersten Eindruck enttäuscht bin.
Andererseits war vielleicht gerade diese Charakterwahl eine gute Wahl, weil es wieder aufzeigte, dass Sam ungern jemanden verletzen möchte und hat das ganze dann noch etwas absurder gemacht.

Das Ende ist aber auch wirklich gemein! Es besitzt einen sehr gut ausgearbeiteten Cliffhanger, der interessanten Spielraum für die Fortsetzung(en) lässt, die hoffentlich nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt, bzw. lassen.

Im Allgemeinen hat mir dieses Buch sehr schöne Lesestunden beschert und hat meiner Meinung nach die typische Teenie Dramatik auch gekonnt so dargestellt, wie sie nun einmal oft auch ist, ziemlich übertrieben und eigentlich nicht nötig, wenn man sich nur einmal etwas mehr trauen würde. Da konnte man sich doch manchmal mehr wiederfinden als einem lieb ist. ;)

Von mir sehr gute 4/5 Sternen.

Veröffentlicht am 01.08.2018

Ein durch Gott eingeleiteter, witziger Roadtrip!

Die Weltengang-Maschine
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Aller 666 Jahre fährt Gott zusammen mit dem Teufel zur Kur.
Die Welt muss sich jedoch auch weiterdrehen, wenn Gott eine Auszeit macht. So wird kurzerhand Bernd Bratzke per Fax darüber informiert, nun ...

Aller 666 Jahre fährt Gott zusammen mit dem Teufel zur Kur.
Die Welt muss sich jedoch auch weiterdrehen, wenn Gott eine Auszeit macht. So wird kurzerhand Bernd Bratzke per Fax darüber informiert, nun an dessen Stelle für die Weltengang-Maschine und somit auch die Welt verantwortlich zu sein.
Zufällig hat er schnell drei nette Begleiter an seiner Seite und begibt sich auf den Trip seines Lebens, bei dem es auch machthungrige Gruppierungen abzuwehren gilt.

Gleich am Anfang werden die vier, die sich als erstes um die Weltengang-Maschine kümmern, vorgestellt. Sie alle haben ihr Päckchen zu tragen. Man hat sie schnell liebgewonnen, vor allem durch ihre ungewollt amüsante Art, was dieses Buch auch ausmacht. Es geht zwar um diese Mission, aber die Verhaltensweisen runden die Geschichte erst richtig ab. Teilweise wirkt es wie eine Parodie auf viele andere Bücher, in denen es auch einen „Auserwählten“ gibt, der die Welt vor dem Untergang bewahren muss. Manches ist überspitzt, so gibt es natürlich auch Gegner, die Leid und Elend lieben und die Macht an sich reißen wollen. Generell ist die illustre Truppe sehr leicht gläubig. Das ist immer wieder sehr skurril.

Der Schreibstil gefällt mir besonders. Besonders die Umschreibungen erzeugen witzige Bilder, so wird der Erhalt eines Faxes schon einmal mit einem Güterzug verglichen.? Aber auch der Rest lassen das Buch zu einem richtigen Vergnügen werden, das schneller vorbei ist als man eigentlich möchte.

Die Handlung ist auch sehr schön gestaltet. Es gibt immer wieder unerwartete Wendungen, wie Besuche auf anderen Welten. Die Geschichte nimmt mit der ersten Begegnung mit den Blackmetallern erst so richtig an Fahrt auf und lässt die Geschichte zu einem Roadtrip werden. Insgesamt bleibt es immer spannend und wird nicht zu langwierig.

Ich möchte dem Buch gerne 5/5 Sternen geben und empfehle es jedem weiter, der auch einmal genug von bitterernsten Geschichten hat. Das Cover des Buches verspricht schon mit der Darstellung der Weltengang-Maschine eine interessante Geschichte, die auch inhaltlich absolut wiedergegeben wird.

Veröffentlicht am 02.12.2018

Zwei wie du und ich könnten manchmal auch einfach zwei Facetten einer Person sein. // Tiefgründig, berührend und dabei manchmal auch witzig und erschütternd.

Zwei wie du und ich
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Kate möchte als Stallmädchen beim berühmten Springreiter Mark Waverly anheuern, auch wenn ihre Erfahrungen mit Pferden bisher relativ begrenzt sind. Durch Zufall kann sie am Hof anfangen, bemerkt zunehmend, ...

Kate möchte als Stallmädchen beim berühmten Springreiter Mark Waverly anheuern, auch wenn ihre Erfahrungen mit Pferden bisher relativ begrenzt sind. Durch Zufall kann sie am Hof anfangen, bemerkt zunehmend, dass ihr Chef vielleicht doch nicht so eingebildet zu sein scheint, wie sie es erst vermutete und ihr mehr bedeuten könnte, als es gut für sie ist.
Schließlich hat es einen Grund, warum sie Hals über Kopf ihren Job kündigte, das Weite suchte und irgendwann wird die Realität erneut ihre Aufmerksamkeit verlangen…
Annie liebt ihren Job, doch leider läuft es zurzeit nicht so wie es sollte, sie ist regelrecht unglücklich. Da kommt ihr ihr neuer Kunde Stephen Flint ganz recht, der ihr nicht nur aus der beruflichen sondern auch privaten Misere zu helfen scheint. Ihre Vergangenheit macht es ihr äußerst schwierig, eine ernste Beziehung einzugehen, doch mit Stephen scheint ihr Glück perfekt, sie fühlt sich wie in einer Blase, alles scheint perfekt…

Abwechselnd erfährt der Leser etwas von Kates und Annies Ereignissen.
Annie ist dabei oft vorsichtiger, in Bezug auf Stephen agiert sie jedoch oft naiv, was ihren Freunden ebenfalls missfällt. Sie distanziert sich zunehmend von ihnen, schwebt dafür aber zusammen mit Stephen auf Wolke sieben, bis sich irgendwann vieles nur noch um seine Gedanken und Beweggründe dreht.
Kate ist hingegen witziger und versucht die Dinge leichter zu nehmen als Annie. Ihre Kapitel haben mir bis zum Schluss besser gefallen als Annies. Sie waren witzig, was zu großen Teilen auch an den sympathischen Nebenfiguren Joe und Becca, aber auch Mark und seiner Tochter liegt. ;)

Der Schreibstil von Rosie Walsh, die dieses Buch unter dem Namen Lucy Robinson veröffentlichte, gefällt mir unfassbar gut, man ist schneller am Ende eines Kapitels angelangt als einem lieb ist und auch wenn ich von Annies Kapiteln oftmals leicht genervt war, hatte man doch auch diese schneller beendet als gedacht.

Natürlich kommt in diesem Buch der Kitsch auch nicht zu kurz, was sich glücklicherweise oft in Maßen hält und damit auch verzeihbar ist. Lediglich mit dem Schluss bin ich etwas unzufrieden. Eigentlich gibt es bereits ein paar Kapitel vor dem Ende einen vermeintlichen Schluss, der den Leser vollends zu Frieden zurückgelassen hätte, doch danach folgt dann noch etwas, was zwar schön ist zu erfahren, aber teilweise doch für die Handlung recht überflüssig ist. Das fand ich etwas schade, da man dies gerne als kleine Bonusgeschichte für die, die unbedingt noch etwas mehr von den Figuren erfahren möchte, hätte herausbringen können und damit dieses in meinen Augen „doppelte“ Ende vermieden hätte.

Bereits im Klappentext wird deutlich, dass die beiden Frauen irgendwie miteinander zusammenhängen und der Leser ist auch lange der Meinung durchschaut zu haben, wie, aber kurz vor dem letzten Showdown kommt es zu einem regelrechten Handlungswechsel, der unfassbar glaubwürdig zur bisherigen Handlung passt, dabei den Leser jedoch trotzdem vollkommen unvorbereitet trifft.
Das ist in meinen Augen eigentlich schon eine richtige Meisterleistung gewesen und wertet die Geschichte und vor allem Annies Kapitel richtig auf, sodass ich dem Buch schlussendlich 4 bis 4,5 / 5 Sternen geben möchte. <3

  • Cover
  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Figuren
  • Atmosphäre