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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.05.2020

Tolle Geschichte, schöne Illustrationen und wichtige Aussage

Kleiner Löwe, großer Mut
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Diese kleine Geschichte hat einen ganz großen Inhalt. Als der kleine Löwe Tobe sein Bein verliert sind auf einmal alle ganz komisch zu ihm. Dabei ist er doch immer noch Tobe, der kleine Löwe. Also, warum ...

Diese kleine Geschichte hat einen ganz großen Inhalt. Als der kleine Löwe Tobe sein Bein verliert sind auf einmal alle ganz komisch zu ihm. Dabei ist er doch immer noch Tobe, der kleine Löwe. Also, warum behandeln ihn die anderen Tiere auf einmal anders.

Bereits vom ersten Moment an war ich verzaubert von den tollen Illustrationen. Besonders schön gemacht finde ich kleine Details der Tiergestaltung. Lachen musste ich, als ich den Büffel in seinem Hemd und mit dem witzigen Bart gesehen habe. Weiterhin hat mir gefallen, dass jedes Tier irgendwie individuell war.

Die Geschichte an sich ist relativ kurz, dafür aber sehr prägnant. In kurzen Szenen wird die Situation und die Problematik dargestellt. Auch die Durchsetzungskraft und die Stärke des kleine Löwen sind bei mir angekommen. Süß war auch der Standardausruf "Geht doch!".

Das Ende der Geschichte war für mich das Highlight des Buches. Für mich habe ich dieses Ende so interpretiert, dass auch ein besonderes Kind/ein besonderer Mensch nicht alles ohne Hilfe schaffen muss. Man muss oft stark sein und darum "kämpfen" gleich behandelt zu werden. Aber man sollte nicht jede Hilfe ablehnen.

Schon als ich den Klappentext gelesen habe wusste ich, dass dieses Buch eine Geschichte enthält, die mir ans Herz gehen wird. Aber diese Geschichte ist noch sehr viel mehr. Sie drückt zudem sehr viel Stärke und Selbstbewusstsein aus. Mir hat diese kleine Geschichte sehr gut gefallen und ich hoffe, dass sie vielen Kindern Mut machen wird - egal ob besonders oder nicht.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2020

Für Fans des Kanals bestimmt interessant, ich hatte mir mehr versprochen

Mias Pferdewelt - Glaub an deinen Traum!
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Dieses Buch erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, dass sich schon immer ein Pferd gewünscht hat und dieses Ziel nach einiger Zeit auch erreicht. Dieses Mädchen ist Mia und sie ist nicht unbedingt ...

Dieses Buch erzählt die Geschichte eines jungen Mädchens, dass sich schon immer ein Pferd gewünscht hat und dieses Ziel nach einiger Zeit auch erreicht. Dieses Mädchen ist Mia und sie ist nicht unbedingt wie andere Mädchen, denn neben ihrem normalen Alltag führt sie zusammen mit ihrem Vater auch noch den Youtube-Kanal "Mias Pferdewelt".

Das Buch beschreibt die Anfänge von Mias reiterlichem Werdegang. Unterstützt wurde sie bereits in jungen Jahren von ihren Eltern. Die ersten Erfahrungen konnte Mia mit dem Pferd ihrer Mutter sammeln. Über den Reitunterricht in verschiedenen Reitschulen sowie die Erfahrung mit verschiedenen Pferden und Reitlehrern erzählt Mia anfangs sehr viel. Hierbei werden aber auch traurige Erfahrungen, wie den Verlust eines Lieblingspferdes, erwähnt. Auch die Auswahl des eigenen Pferdes und die anfänglichen Startschwierigkeiten bzgl. Kennenlernen, Stall sowie weiteren großen und kleinen Problemen werden genauer beschrieben. Neben den Pferden schreibt Mia in diesem Buch auch über ihre Erfahrungen auf Youtube. Auf den anfänglichen Support und das Wachsen des Kanals. Aber auch über diverse Hate-Wellen und negative Kommentare, sowie die Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein eines so jungen Mädchens werden angesprochen.
Neben Mias eigenem Leben gibt es auch verschiedene Interviews mit anderen Youtubern und Reitlehrern.

Aufgrund der Aufmachung wird schnell deutlich, dass sich dieses Buch an eine junge Leserschaft richtet. Dennoch war ich sehr gespannt, da ich selbst Mias Kanal schon auf Youtube begegnet bin. Der Einstieg ist sehr gelungen. Mia stellt sich wie in einem Freundebuch erst mal vor. Hierzu gibt es erste Fotos, die von der Darstellung an eine Fotowand oder an ein Fotoalbum erinnern. Insgesamt gibt es in diesem Buch sehr viele Fotos in diesem Stil. Anfangs fand ich dies noch sehr gelungen, im Verlauf des Buches konnte ich oft nicht die Verbindungen zwischen Buch und Kapitel finden.
Die Nacherzählung des reiterlichen Werdegangs war logisch aufgebaut. Für mich war hier etwas problematisch, dass alles immer gut war. Es wird zwar gut erwähnt, dass auch Mia erst lernen musst. Dennoch hätte ich mir hier ein bisschen mehr Reflexion gewünscht. Was fiel ihr den schwer. Was hat sie vielleicht auch mal falsch gemacht. Diese Aspekte kamen für mich etwas kurz.
Besonders spannend fand ich den Abschnitt, in dem es darum ging wie Mia zu ihrem eigenen Pferd gekommen ist. Hier wird vor allem die Beständigkeit des Wunsches als Grund für die Erfüllung ihres Traums genannt. Dem stimme ich durchaus zu. Aber auch hier fehlt mir eindeutig die Reflexion und genaueren Hintergründe. Da dieses Buch ja informativ für junge Leser sein soll, fehlte mir hier der Hinweis auf hohe finanzielle Anforderungen und auch eine hohe Beteiligung von Eltern oder Bekannten. Auch wenn diese Aspekte kurz angesprochen wurden, wird in meinen Augen hier dennoch vermittelt, dass es mit genug Willen immer möglich ist. Das empfinde ich als schwierig.

Die Entwicklung des Youtube-Kanals fand ich sehr interessant. Gefreut hat mich hier, dass Mia dadurch eine so enge Bindung zu ihrem Vater bekommen hat. Spannend fand ich auch ihre Erfahrungen mit negativen Kommentaren und diversen Hate-Wellen. Hier finde ich die Aufarbeitung des Themas sehr gelungen. Endlich wurde auch mal etwas mehrdimensional gedacht.

Insgesamt ist dieses Buch eine nette Möglichkeit mehr über Mia zu erfahren. Allerdings war es für mich an vielen Stellen zu eindimensional und zu positiv. Oftmals fehlte mir der Realismus bzw. etwas mehr Reflexion. Dennoch habe ich mich im Großen und Ganzen gut unterhalten gefüllt. Für jüngere Leser ist es aber definitiv besser geeignet.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2020

Ein Buch zum Wegträumen

Happy Ever After – Wo das Glück zu Hause ist
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Als Nina ihren Job als Bibliothekarin verliert bricht für sie eine Welt zusammen. Aber dann beginnt sie nach und nach ihr Leben neu aufzubauen. Sie verlässt ihr Zuhause und zieht nach Schottland. Auch ...

Als Nina ihren Job als Bibliothekarin verliert bricht für sie eine Welt zusammen. Aber dann beginnt sie nach und nach ihr Leben neu aufzubauen. Sie verlässt ihr Zuhause und zieht nach Schottland. Auch verkauft sie ihr Auto für einen rostigen alten Lieferwagen. Aber das wichtigste ist, auch in ihrem neuen Job darf Nina mit Büchern arbeiten. Neben all den neuen Umständen trifft sie auch noch Marek. Dieser bringt ihr Leben ganz schon durcheinander.

Diese Geschichte konnte mich sehr schnell in ihren Bann ziehen. Der Schreibstil der Autorin lässt einen sehr schnell in die Schönheit Schottlands eintauchen. Dank der sehr gut ausgearbeiteten und logisch aufgebauten Charaktere war es für mich sehr leicht der Geschichte zu folgen. Die Handlungen waren für mich meistens logisch, wenn teilweise doch etwas naiv.

Die Geschichte an sich ist interessant, aber nur bedingt spannend. Ich sehe dieses Buch mehr als Wohlfühl-Buch und nicht als Spannungsliteratur. Dennoch konnte mich die Handlung überzeugen. Es passiert viel und Nina trifft sehr viele Leute. Insgesamt kann man auch die Entwicklung von Nina und den weiteren Personen sehr gut verfolgen. Obwohl es teilweise doch etwas vorhersehbar war, habe ich mich nicht gelangweilt.

Die Figuren waren vielfältig und einzigartig. Dadurch war jede Figur irgendwie etwas besonders. Allerdings wurde hier durchaus auch mit einigen Vorurteilen gearbeitet. Das war aber nicht zu viel, sondern eher niedlich.

Insgesamt hat mir dieses Buch wirklich gut gefallen. Ich hatte sehr schöne Lesestunden in der Sonne und werde bestimmt noch weitere Bücher der Autorin lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.05.2020

Ein Buch zum Lachen für Zwischendurch

100 Dinge, die man von einem Faultier lernen kann
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Dieses kleine Büchlein besticht schon auf den ersten Blick mit seinem schön gestalteten Cover. Das Faultier darauf ist wirklich süß gezeichnet. Das Format des Buches gefällt mir ebenfalls sehr gut, da ...

Dieses kleine Büchlein besticht schon auf den ersten Blick mit seinem schön gestalteten Cover. Das Faultier darauf ist wirklich süß gezeichnet. Das Format des Buches gefällt mir ebenfalls sehr gut, da dieses direkt zum Durchblättern einlädt.

Beim Lesen musste ich hier sehr oft lachen. Die Illustrationen sind schön gemacht und die dazugehörigen Sprüche sind wirklich niedlich. Ich konnte mich mit einigen Anspielungen sehr gut identifizieren und habe mir bereits mehrere Seiten markiert.

Dieses Buch ist trotz seiner Kürze ein gute-Laune-Garant. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es diesem Buch gelingt, auch den größten Miesepeter zum Schmunzeln zu bringen. Daher würde ich das Buch durchaus auch als kleines Geschenk empfehlen. Aber auch für den Eigenbedarf finde ich diese Buch geeignet. Ob auf dem Schreibtisch für einen schlechten Morgen oder auf dem Wohnzimmertisch, damit auch Gäste sich dieses Buch zur Hand nehmen können. Gespräche und Gelächter sind in diesem Fall auf jeden Fall garantiert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.05.2020

Nach einem spannenden Anfang konnte das Buch leider am Ende nicht überzeugen

Blutige Düne
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Mit diesem Buch bin ich das erste Mal nach Sylt gereist, und zudem war es meine erste Ermittlung mit der Kommissarin Liv Lammers. Bei diesem Buch handelt es sich jedoch nicht um den ersten Teil der Reihe.

Der ...

Mit diesem Buch bin ich das erste Mal nach Sylt gereist, und zudem war es meine erste Ermittlung mit der Kommissarin Liv Lammers. Bei diesem Buch handelt es sich jedoch nicht um den ersten Teil der Reihe.

Der Einstieg in das Buch war ungewöhnlich für mich, da man erst sehr spät, da man erst recht spät die Bekanntschaft von Liv macht. Aber an sich war es für mich ok. Der erste Tote ist Rocco. Der brutale Mord an ihm wird recht detailliert beschrieben, aber auch das war für mich in Ordnung. Durch diesen Mord bekommt man auch bereits die ersten Informationen in welche Richtung man sich mit dieser Geschichte bewegen wird

Die Handlung an sich konnte mich leider nicht wirklich überzeugen. Es gibt sehr viele Handlungsstränge, vor allem am Anfang. Diese bekommen aber nicht wirklich die Zeit sich zu entwickeln. Besonders bei dem Strang rund um Livs Privatleben wird anfangs sehr groß thematisiert. Im letzten Dritten fällt er fast vollständig unter den Tisch. Nur zum Ende wird der dann noch einmal hervorgeholt, aber nicht weitergeführt. Das hat mir überhaupt nicht gefallen. Ich kann verstehen, dass man Spannung für das nächste Buch aufbauen möchte, aber hier war mir das Ganze dann doch deutlich zu offen.
Die Mordermittlung an sich hat mir aber doch ganz gut gefallen. Diese fand ich logisch aufgebaut und zu großen Teilen nachvollziehbar. Dadurch, dass nicht alles so gradlinig verlief konnte ich miträseln und wurde immer wieder überrascht.
Das Thema dieses Buches hat mich anfangs sehr angesprochen. Leider wurden mir hier im Verlauf der Geschichte dann aber viel zu viele Klischees bedient und dadurch hat mich das Ganze dann teilweise sogar mehr genervt als interessiert. Leider!! Eigentlich hatte ich mich nach der Leseprobe wirklich sehr auf diese Thematik gefreut.

Bei den Figuren habe ich mich leider sehr schwer getan. Liv und ihr Kollege Hennes haben mir wirklich gut gefallen. Liv ist taff, das hat mir gefallen. Auch ihre inneren Konflikte waren für mich gut nachvollziehbar. Hennes und ich haben ein bisschen gebraucht, bis wir uns miteinander angefreundet haben, aber dann hab ich mich immer gefreut von ihm zu lesen. Auch Livs Großmutter und Sanna fand ich gut gelungen. Nicht gefallen haben mir aber fast alle anderen Charaktere. Hier war mir viel zu viel "gut und böse" bzw. "schwarz und weiß" und viel zu viel Klischee.

Insgesamt lässt mich dieses Buch sehr zwiegespalten zurück. Die Mordermittlung und auch der Erzählstil der Autorin haben mir wirklich gut gefallen. Dagegen stehen sehr viele Punkte, die mich nicht überzeugen konnten, wie beispielsweise die nicht beendeten Handlungsstränge, viele nicht aufgeklärte Handlungen und Anspielungen und auch die teilweise in meinen Augen wirklich furchtbare Figurengestaltung. Es wurde einfach zu viel übertrieben. Dies hat mir oftmals den Spaß am Lesen genommen. Daher bekommt dieses Buch von mir 3.5 Sterne, mit einer stärkeren Tendenz zu 3 als zu 4 Sternen. Dennoch werde ich der Autorin im nächsten Band wohl noch einmal eine Chance geben.

  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Erzählstil
  • Handlung