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PetraF

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.09.2021

tolle Denkanstöße

99 seichte Fragen für tiefgründige Unterhaltungen zwischen Eltern und Kindern
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99 seichte Fragen wird einen festen Platz in meinem Regal bekommen, denn es gehört zu den Büchern, die man immer mal wieder in die Hand nehmen kann. 99 tolle Denkanstöße mit teils weiteren neuen Fragen ...

99 seichte Fragen wird einen festen Platz in meinem Regal bekommen, denn es gehört zu den Büchern, die man immer mal wieder in die Hand nehmen kann. 99 tolle Denkanstöße mit teils weiteren neuen Fragen in den Antwortannäherungen des Autors. Keine Ahnung, warum man so sehr das Eltern-Kind-Gespräch in den Vordergrund hebt, denn ich finde durchaus, dass man sich darüber auch gut in reinen Erwachsenengesprächen austauschen kann. Ein guter Ideenratgeber für interessante Annäherungen aneinander. Es ist interessant zu hören, wie ganz unterschiedlich jeder Einzelne die Fragen für sich interpretiert. Da ich alle Fragen-Bücher liebe eine kostbare Erweiterung meiner Bücherschätze.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.06.2021

Stell Dir vor, Du triffst Dein Tinderdate…

Das Vierzehn-Tage-Date
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… und plötzlich musst Du die nächsten vierzehn Tage miteinander in einer Wohnung verbringen. Wir alle erleben seit über einem Jahr, was Corona mit uns und unserem Leben anstellt. Da wäre genau diese Situation ...

… und plötzlich musst Du die nächsten vierzehn Tage miteinander in einer Wohnung verbringen. Wir alle erleben seit über einem Jahr, was Corona mit uns und unserem Leben anstellt. Da wäre genau diese Situation sicher denkbar, und nach der Lektüre dieses Buches habe ich mich gefragt, ob es nicht ganz vielen Menschen sogar gut tun würde, wenn sie aus welchen Gründen auch immer einfach gezwungen wären, sich mal wirklich mit dem Gegenüber auseinanderzusetzen. Sind wir nicht alle oft viel zu schnell am Verurteilen, in Schubladen stecken, und womöglich tun wir dem Anderen damit total unrecht?

Mir gefällt der Schreibstil des Autors, und da natürlich viele Dialoge passieren ist man ruckzuck mitten in der Geschichte, und viel zu schnell auch schon wieder durch. Ich fand es höchst amüsant, wie diese zwei so unterschiedlichen Menschen es schaffen, sich nicht komplett zu hassen und anzufeinden, obwohl ihre offensichtlichen Unterschiede ihres Wesens Grund genug dazu bieten würden. Nein, im Gegenteil, man spürt beim Lesen förmlich, wie da etwas Gutes entsteht. Ich wüsste gerne, ob so etwas am Ende wirklich irgendwo so passiert ist, obwohl ich mir da sogar recht sicher bin. Die Welt ist groß, wir mussten alle da durch. Ich würde zum Abschluss sagen, ich bin dankbar, dass die Menschen die mir etwas bedeuten bislang gut durch diese Corona-Schei… durchgekommen sind ohne größere Schäden, nach und nach sinkt das Risiko, weil immer mehr Menschen vollständig geimpft sind, und wir werden lernen müssen mit Corona zu leben. Der Mensch an und für sich sollte aber bitte auch endlich begreifen, dass er selbst das zu verantworten hat. Und dass Corona vielleicht nur der Beginn von noch viel Schlimmerem war. Ich möchte nicht schwarzmalen, aber angesichts dessen, was alles schief läuft auf unserem Planeten und der Tatsache, dass viel zu wenig viel zu langsam dagegen passiert, lässt mir nur wenig Hoffnung, dass wir uns und unsere wundervolle Erde noch retten. Trotzdem wünsche ich es uns allen. In diesem Sinne, alles Gute allen die das Lesen! Namasté.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Berührend, Bewegend, wundervoll!

Tausend Millionen Sterne
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Zuerst hat das Cover mein Interesse geweckt, beim Lesen haben mich dann die verschiedenen Charaktere nach und nach in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil ist toll, nicht zu lange Sätze, die eine oder andere ...

Zuerst hat das Cover mein Interesse geweckt, beim Lesen haben mich dann die verschiedenen Charaktere nach und nach in ihren Bann gezogen. Der Schreibstil ist toll, nicht zu lange Sätze, die eine oder andere ganz wundervolle bildhafte Umschreibung von Szenerien, die man förmlich vor sich sieht. Und dass der zeitliche Fortgang des Geschehens aus Sicht der verschiedenen Hauptfiguren erzählt wird ist ein interessanter Twist, den ich so bisher noch nicht kannte. Gerne schreiben Autoren ein und diesselbe Situation aus Sicht mehrere Menschen, aber wie in Zeitschleife, was ich nicht besonders mag. Julia C. Werner allerdings schafft es, einen ganz leichtfüssig mitzunehmen auf dieser Reise. Lebens- und Liebesgeschichten quer durch alle Generationen, die mich total mitgenommen haben. An Gefühlen war die ganze Bandbreite dabei, von Freudestrahlen, über verträumte Gedanken, bis hin zu auch mal ein paar Tränen. In mir als sehr gefühlvollen Menschen hat dieser Roman manches in Bewegung gebracht, manche scheinbar starren Pläne einfach mal durchgerüttelt und in Frage gestellt, was ich ganz wunderbar finde. Denn dann dringt ein Buch bis in mein Innerstes, und bringt da Dinge zum Schwingen und Klingen. Gerade in diesen total verrückten und schwierigen Coronazeiten war das Buch eine echte Flucht, raus aus der eigenen Realität rein in all diese so gut nachvollziehbaren Lebensgeschichten, um dann wieder beim Zur-Seite-Legen des Buches zu Inneren Monologen und Fragen über das eigene Leben zu führen. Ich finde es toll, wenn ein Buch das schafft, in dieser Social-Distancing Zeit glaube ich dringend nötig. Ich denke, man erlebt mit den Menschen in diesem Buch wiedermal sehr stark, wie wichtig es ist, immer ehrlich zu sich und seiner Umwelt zu sein. Denn über kurz oder lang tut man niemandem einen Gefallen, wenn man seine wahren Gefühle und Einstellungen unterdrückt. Es ist nicht immer leicht, danach zu leben und streben, aber ich finde, es lohnt sich. Letztenendes macht es ruhiger, und lässt eine die eine oder andere harte Welle im Leben besser meistern. Das ist auch mein Resümee aus diesem Buch: es kommt alles zurück. Also let's go! Liebt, lebt, habt Spaß, macht was Euch wichtig ist jetzt und nicht irgendwann… das Leben ist auch so schon hart genug, da muss man es sich nicht auch noch selbst schwer machen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.07.2019

ein bezauberndes Buch

Das kleine Cottage auf dem Hügel
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Ich bin absolut begeistert. Ich wollte gar nicht wirklich aufhören zu lesen, denn dieses Buch ist kurzweilig und handelt von sehr interessanten Charakteren und deren Geschichten. Wenn ein Buch mich ab ...

Ich bin absolut begeistert. Ich wollte gar nicht wirklich aufhören zu lesen, denn dieses Buch ist kurzweilig und handelt von sehr interessanten Charakteren und deren Geschichten. Wenn ein Buch mich ab und an zum Lachen, aber auch zum Weinen bringt, bin ich jedesmal total fasziniert, denn das schaffen nicht viele Bücher. Und am Ende hätte ich am liebsten sofort die (hoffentlich kommende) Fortsetzung begonnen. Es handelt von vier verschiedenen Menschen, die auf ganz unterschiedliche Weise mit ihren ganz eigenen Lebensläufen an einem Ort (Joyce's Acre) zusammen kommen und sich dort kennen und schätzen lernen. Eine Prise Drama, viele Prisen Zwischenmenschlichkeit, eine Prise Achtsamkeit, eine Prise Liebe und fertig ist ein wirklich einnehmendes Buch. Wer wie ich romantisch veranlagt ist, die Natur liebt, die kleinen Begegnungen des Alltags mit interessanten Menschen zu schätzen weiß, wird dieses Buch ebenso lieben wie ich.

  • Cover
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.09.2017

Emotional, ehrlich, hilfreich

Das Geschenk eines Sommers
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Das Buch „Das Geschenk eines Sommers“ von Gabriele von Braun hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es passiert mir nicht so oft, daß mich ein Buch so berührt und von Anfang an in seinen Bann zieht. So stark, ...

Das Buch „Das Geschenk eines Sommers“ von Gabriele von Braun hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es passiert mir nicht so oft, daß mich ein Buch so berührt und von Anfang an in seinen Bann zieht. So stark, daß ich mit allen Charakteren mitgelacht/geliebt/gelitten habe in jeder einzelnen Sequenz. Sicherlich auch durch die Nähe der Geschichte zu meinem eigenen Leben, da ich seit wenigen Monaten weiß, daß meine Mutter an verschiedenen Krebsarten so schlimm erkrankt ist, daß sie keine guten Prognosen bekommen hat.
Die Wortwahl und der Schreibstil haben mir extrem gut gefallen. Die Art, wie Frau von Braun auch die schwerste aller Beschreibungen – das langsame Abbauen und schließlich den Tod der krebskranken Mutter Ruth – löst, imponieren mir geradezu. Und trotz des schweren Themas ist es keine „schwere“ Lektüre. Man „fliegt“ so mit in den Erlebnissen von Clara, erlebt mit ihr zusammen, wie es wohl jemandem geht, der eine tödliche Erkrankung durchmachen muss. Und das ein oder andere mal (so ging es mir jedenfalls) merkt man, wenn man selbst in der Situation der Tochter Clara steckt, was man seiner Mutter noch sagen sollte, tun kann, und worauf es wirklich ankommt. Ich habe auch manche Formulierungen mitgenommen, die mich zum Nachdenken oder Dinge einfach auf den Punkt gebracht haben. Ich habe tatsächlich einiges mitgenommen aus der Lektüre dieses Buches, und möchte mich bei der Autorin herzlich bedanken für diese wundervolle Geschichte.
Ich weiß nicht, wie andere das machen, wenn sie erfahren, daß eines ihrer Elternteile nicht mehr lange zu leben hat. Ich weiß nur, daß ich händeringend nicht nur nach klaren Fakten (Deutsche Krebshilfe etc.) gesucht habe, sondern tatsächlich auch viel besser verstehen wollte, wie es meiner Mutter jetzt damit geht und was sie wohl durchmacht. Denn sind wir mal ehrlich, je nach Charakter der Beteiligten: auch als Kind bekommt man nicht alles haarklein erzählt und erklärt, da bleibt recht Vieles im Unklaren. Und da man ja auch nicht pausenlos über die Krankheit reden möchte (und wohl auch nicht sollte), sucht sich jeder Beteiligte seinen eigenen Weg der Verarbeitung und den Umgang mit solch schlimmen Krankheiten. Wenn es noch anderen so geht wie mir, die einen möglichen Weg suchen, damit umzugehen, kann ich nur dieses Buch empfehlen. Mir hat es geholfen, Dinge besser einsortieren zu können, und mich auch konsequenter mit manchen Entscheidungen der Kranken auseinandersetzen zu können, ohne zu sehr zu überlegen, wie ich das machen würde. Jeder Mensch ist anders, jede Krankheit verläuft anders, und ich wünsche jedem in dieser Situation, daß es gelingt, so seinen Frieden mit den „Scheißkrankheiten“ dieser Welt zu machen, wie es die Protagonisten in diesem schönen Buch geschafft haben!

  • Cover
  • Charakter
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  • Gefühl
  • Thema