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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2017

Eher seicht, aber dennoch mitreißend

Manche Tage muss man einfach zuckern
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Dauersingle Sarah glaubt, dass sie auf einer Internetplatform ihre große Liebe finden wird. Da diese aber auf sich warten lässt, fängt sie eine Affäre mit dem attraktiven Jack, dem Bruder ihres schwulen ...

Dauersingle Sarah glaubt, dass sie auf einer Internetplatform ihre große Liebe finden wird. Da diese aber auf sich warten lässt, fängt sie eine Affäre mit dem attraktiven Jack, dem Bruder ihres schwulen besten Freundes Pete, an. Doch dann taucht ein anonymer Verehrer auf der Internetplatform auf...
Paralell dazu ist Sarah grad ihren Job los geworden und sucht verzweifelt was neues, um sich wieder eine eigene Wohnung leisten zu können und nicht länger bei Pete wohnen zu müssen. Sie findet etwas in einem etwas esoterischen Massagestudio mit ziemlich schrägen Typen als Chefs.

Mich hat das attraktive Cover angezogen. Den Titel fand ich zwar etwas komisch, aber der Klappentext überzeugte mich, dass ich das Buch unbedingt lesen will.

Insgesamt war ich aber eher enttäuscht. Zwar hat die Story mich schon gefesselt, vor allem die sehr durchschaubare, aber prickelnde Lovestory zwischen Sarah und Jack, und ich hatte das Buch sehr schnell gelesen, aber erstmal musste ich mich richtig ärgern über den Ausdruck "Dauersingle" bei einer 25-jährigen, wo nach kürzester Zeit absehbar ist, dass sie es nicht mehr lang ist. Ihr innerer Konflikt ist sehr künstlich und oberflächlich. Wie das Buch ausgeht, ist relativ schnell klar, die Verwirrung, die darum geschaffen wird, sehr konstruiert und durchschaubar.

Sarah wirkt nicht authentisch, ihre Ängste konstruiert. Bei ihrer neuen Stelle kann man zwar schon mit ihr mitleiden, andererseits denkt man sich nur "geh halt!".

Insgesamt war das Buch für meinen Geschmack zu seicht, wenn es auch durchaus packende Phasen hatte. Als einfache Unterhaltung o.k., wirklich empfehlen kann ich das Buch aber nicht.

Veröffentlicht am 02.07.2017

Eine hübsche Geschichte über und für Buchliebhaber

Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine
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Der Roman erzählt die Geschichte der jungen Buchhändlerin Sarah, die ihr vertäumtes Leben in ihrem beschaulichen, aber vor der Pleite stehenden Buchladen in einer amerikanischen Kleinstadt aus einer spontanen ...

Der Roman erzählt die Geschichte der jungen Buchhändlerin Sarah, die ihr vertäumtes Leben in ihrem beschaulichen, aber vor der Pleite stehenden Buchladen in einer amerikanischen Kleinstadt aus einer spontanen Laune heraus mit dem ihrer Freundin, die eine chaotische, aber umsatzstarke Buchhandlung in Paris führt, tauscht. Sie träumt von einem Leben in Paris mit ihrem Freund Ridge, der als freischaffender Journalist viel unterwegs ist und den sie kaum sieht. Sie wagt den Sprung über den großen Teich und steht plötzlich vor ungeahnten Herausforderungen, die ihr schwer zu schaffen machen. Nichts mit "la vie en rose"...

Rebecca Raisin schreibt in einfacher, gut verständlicher Sprache. Sie erzählt Sarahs Geschichte in der Ich-Perspektiv, so dass man sich gut in Sarah hineinversetzen kann.

Mir hat der Einband des Buches gefallen, so bin ich darauf aufmerksam geworden. Und da ich unmittelbar zuvor in Paris war, wollte ich die Geschichte unbedingt lesen. Und ich habe sie gern gelesen. Es ist schön, Sarah bei ihrer Entwicklung zu begleiten, auch wenn man zwischendurch viel mitleiden muss. Ihre Schwierigkeiten in der Pariser Buchhandlung sind nachvollziehbar und empathisch dargestellt, ich konnte mich gut mir identifizieren. Zwischendurch hat die Geschichte mal etwas eine Länge, nimmt dann aber wieder an Fahrt auf. Und ohne zuviel zu verraten, es ging anders aus, als ich dachte, was sehr erfrischend war.

Insgesamt würde ich sagen eine schöne, stimmige Geschichte, die angenehm zu lesen ist. Ich kann das Buch allen weiterempfehlen, die gerne leichte, unterhaltsame Geschichten vor schöner Kulisse mögen.

Veröffentlicht am 02.07.2017

Nette Lektüre mit Schwächen

Hinter dem Café das Meer
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Hinter dem Cafe das Meer erzählt die Geschichte von Demi und Cal in wechselnder Ich-Perspektive. Demi ist von zuhause abgehauen und hat nach einiger Zeit auf der Straße eine Job in einem Café gefunden. ...

Hinter dem Cafe das Meer erzählt die Geschichte von Demi und Cal in wechselnder Ich-Perspektive. Demi ist von zuhause abgehauen und hat nach einiger Zeit auf der Straße eine Job in einem Café gefunden. Zusammen mit einem Zimmer für sie und ihren ständigen Begleiter, den Hund Mitch. Doch dann verliert sie den Job und steht wieder auf der Straße. Mit Hilfe ihrer ehemaligen Chefin lernt sie Cal kennen, der das Anwesen seines Vaters geerbt hat und restaurieren möchte, um wieder ein Ferienparadies daraus zu machen. Er stellt Demi an, die ihm bei der Renovierung hilft und davon träumt, auf dem Anwesen ein eigenes Café zu eröffnen. Und Demi verliebt sich in ihren neuen Chef. Der hängt jedoch seiner Jugendliebe nach, die einen anderen heiraten will, und hat offenbar Unaussprechliches erlebt in seiner Zeit, die er im Ausland war...

Insgesamt war das Buch ganz nett zu lesen, allerdings fand ich die Geschichte manchmal etwas holprig. Der Wechsel der Ich-Perspektive zwischen Demi und Cal, teilweise auch innerhab eines Kapitels, hat mich manchmal verwirrt. Die Charaktere waren mir überwiegend wenig sympathisch, wodurch ich wenig mitgehen konnte. Einge Szenen zwischen Demi und Cal haben mich überzeugt, ansonsten fand ich viele emotional nicht nachvollziehbar. Die Geschichte war für mich nicht stimmig. Es wurden sehr viele Themen und Probleme in ein Buch gepackt, so dass es etwas überfrachtet wirkt, wobei die einzelnen Themen dann sehr oberflächlich blieben. Und das "große Geheimnis" von Cal blieb offen, was auch nicht passte. Mittlerweile habe ich erfahren, dass es offensichtlich mehrere Bände geben soll, aber ich muss sagen, ich habe nicht das dringende Bedürfnis weiter zu lesen.

Veröffentlicht am 02.07.2017

Gefällige Sommerurlaubslektüre mit Schwedencharme

Sommerglück auf Reisen
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"Sommerglück auf Reisen" handelt von der Köchin Kristina, die ein Restaurant in Stockholm frisch eröffnet hat. Ein Stromausfall aufgrund einer maroden Elektrik bringt sie in Schwierigkeiten, genau in dem ...

"Sommerglück auf Reisen" handelt von der Köchin Kristina, die ein Restaurant in Stockholm frisch eröffnet hat. Ein Stromausfall aufgrund einer maroden Elektrik bringt sie in Schwierigkeiten, genau in dem Moment kommt der schlecht gelaunte Gastrokritiker und Autor Hendrik in ihr Restaurant und kritisiert sie anschließend in einer Radiosendung. Es kommt zu einer Debatte zwschen den beiden- der Beginn einer innigen Feindschaft. Und dann verlieben sich ausgerechnet die Kinder der beiden ineinander. Da es natürlich nicht in Frage kommt, dass die beiden 15-jährigen miteinander verreisen, reißen die beiden aus. Kristina und Hendrik nehmen- gezwungenermaßen gemeinsam- die Verfolgung auf, ebenso wie eine Journalistin, die ihre große Karrierechance wittert. Wir werden mitgenommen auf eine Reise durch Schweden, auf der Kristina nicht nur reichlich Rezepte sammelt...

Es war mein zweiter Roman von Linnea Holmström nach "Elche im Apfelbaum". Ich mag ihren Schreibstil, ihren Wechsel zwischen Perspektiven der Protagonisten (hier sind wir einmal mit Kristina und Hendrik unterwegs, einmal mit deren Kindern Finn und Svea, dann wieder mit der Reporterin Selma) und das schöne Schwedenbild, das sie vermittelt.

Die Geschichte war insgesamt relativ vorhersehbar, aber auch wunderschön, es fühlte sich beim Lesen ein bisschen an wie im Schwedenurlaub. Und die Rezepte, die Kristina auf ihrer Reise sammelt, werden auch dem Leser zwischen den Kapiteln zur Verfügung gestellt.

Wer wie ich ab und zu mal eine schöne Geschichte fürs Herz, bei der man nicht zu viel nachdenken muss, und die ein angenehmes Gefühl zurücklässt, lesen möchte, der liegt hier richtig. Ich war fast ein bisschen traurig, als die Geschichte zu Ende war.

Veröffentlicht am 02.07.2017

Locker-flockiges Lesevergnügen für den Urlaub

Elche im Apfelbaum
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"Elche im Apfelbaum" erzählt die Geschichte von Liv, einer alleinerziehenden Mutter von 3 Kindern, die mit ihrem zunehmend dementen Vater in einem kleine Ort an der schwedischen Ostseeküste lebt, und dem ...

"Elche im Apfelbaum" erzählt die Geschichte von Liv, einer alleinerziehenden Mutter von 3 Kindern, die mit ihrem zunehmend dementen Vater in einem kleine Ort an der schwedischen Ostseeküste lebt, und dem Schriftsteller Björn, der seit seiner Scheidung eine Schreibblockade hat und als Schürzenjäger und Säufer Schlagzeilen macht. Björn muss seine Agentin in ihr Heimatdorf, besagtem Ort, wo Liv mit ihrer Familie lebt, begleiten, auf der Fahrt dorthin, fährt er jedoch Liv, die gerade den Hund Gassi führt, über den Haufen, so dass diese für längere Zeit ins Krankenhaus muss. Björn wird von seiner Agentin verpflichtet, sich in der Zeit um Livs Kinder zu kümmern.

Die Geschichte beginnt mit einem ziemlich melodramatischen Epilog, in dem wir Liv kennenlernen und Livs Ehemann bei einem Autounfall ums Leben kommt. Danach erfolgt ein Zeitsprung von 3 Jahren. In den folgenden Kapiteln wird nun wechselweise aus Perspektive von Björn und Liv (jeweils jedoch durch einen personalen Erzähler) die Geschichte dargestellt. Der Ausgang der Geschichte ist relativ schnell klar und auch größere Überraschungen bleiben aus. Aber die Charaktere sind sehr sympathisch, man kann sich mit ihnen identifizieren, möchte ihnen manchmal helfend die Hand reichen, damit sie ihre "Verblendung" erkennen. Als das Happy End schon erreicht scheint, kommt es nochmal zu einer (jedoch vorhersehbaren) Komplikation und für meinen Geschmack löst es sich dann zuletzt zu schnell auf.

Insgesamt muss ich sagen, habe ich das Buch gerne gelesen und hatte viel Freude daran, ein Lieblingsbuch wird es jedoch nicht. Für mich war es ideal als Lektüre für den Sommerurlaub, man kann eintauchen in ein mittsommer-helles, idyllisches Schweden und weiß, am Ende wird alles gut. Eine Menge schwedischer Rezepte werden zwischen einigen Kapiteln als Zugabe auch noch mitgeliefert.