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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2019

Traurig-Schön

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
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Ich habe schon wirklich viele Bücher der Autorin Cecelia Ahern gelesen, da sie sehr lange Zeit meine Lieblingsautorin war. Ich finde sie hat einen sehr schönen Schreibstil, welcher sich sehr flüssig und ...

Ich habe schon wirklich viele Bücher der Autorin Cecelia Ahern gelesen, da sie sehr lange Zeit meine Lieblingsautorin war. Ich finde sie hat einen sehr schönen Schreibstil, welcher sich sehr flüssig und "weich" lesen lässt. Außerdem lässt sie häufig Zitate oder andere weise Worte mit einfließen und ich finde der persönliche Lerneffekt aus ihren Büchern ist sehr hoch. Dies konnte ich auch in diesem Buch wieder feststellen und bezüglich der Schreibweise und des Leseflusses, kann ich hier keinen negativen Aspekt finden. Die Bücher sind immer aus Sicht der Hauptperson erzählt und dadurch bekommt man die Gedanken, Gefühle und inneren Kämpfe dieser sehr gut mit. In diesem Buch hat man beispielsweise sehr gut das Hadern von Holly mit nachverfolgt, als sie sich fragte ob sie den kranken Menschen bei ihren Briefen helfen soll oder nicht. Holly kannte ich schon aus dem vorherigen Buch relativ gut aber auch in diesem Buch lernt man sie immer wieder in neuen Facetten kennen. Sie wächst regelmäßig an ihren auferlegten Aufgaben und den sich ihr bietenden Herausforderungen. Ich fand sie zu Anfang sogar etwas anstrengend mit ihrer Sturheit und ihrer Verschlossenheit, so dass sie immer alle Probleme allein mit sich ausmachen will ohne Hilfe zu akzeptieren. Im Laufe der Geschichte hat sich das aber etwas gebessert und ich konnte mich besser mit ihr identifizieren. Gerade ihre Beziehung mit Gabriel finde ich in dieser Hinsicht sehr schwierig, da beide nicht miteinander über ihre Probleme reden, sondern alles mit sich selbst ausmachen, kommt es häufig zu Unstimmigkeiten und Problemen. Die Geschichte an sich fand ich etwas dünn und ich hatte leider das Gefühl, dass die Autorin dieses Buch nur geschrieben hat um an den Erfolg des vorherigen anzuknüpfen. Dies zeigt sich vor allem dadurch, dass die Vorgeschichte immer wieder mit aufgenommen wird und auch die Gefühle dieser. Viel hat sich wiederholt und war ähnlich zum Vorgängerbuch. Das fand ich etwas schade, da das Thema Tod und auch der Umgang mit diesem aus Sicht des Sterbenden auf jedenfall ein Thema ist mit dem man eine gute eigene Geschichte hätte schreiben können. Dieses "Eigene" hat mir in diesem Buch etwas gefehlt und zu viel Aufgreifen & Kopieren, des ersten Bandes vorhanden. Es wurde beispielsweise wieder viel mit Gerrys Tod und den Gefühlen die Holly in direktem Anschluss empfand gespielt und weniger auf Hollys Zukunft und deren neues Leben mit neuen, weiterentwickelten Gefühlen bezüglich des Todes ihres Mannes eingegangen.



Fazit:

An und für sich war das Buch wieder gut geschrieben und auch lehrreich aber mir einfach von der Geschichte nicht ausreichend genug. Ich hätte mir eine eigenständige, neue Geschichte gewünscht und nicht ein leichter "Abklatsch" des Vorgängers. Jedoch empfehle ich allen Cecelia Ahern Fans trotzdem das Buch zu lesen und sich seine eigene Meinung zu bilden. Das Buch war trotz allem wieder traurig-schön und ich habe, wie so häufig bei Cecelia Ahern, ein paar Tränchen verdrücken müssen.

Veröffentlicht am 20.10.2021

Etwas vorhersehbar aber super spannend!

Die App – Sie kennen dich. Sie wissen, wo du wohnst.
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Vor "Die App" hatte ich schon eine Weile keinen Thriller oder Krimi mehr gelesen und habe mich sehr darauf gefreut, da ich mal wieder in Stimmung dazu war. Ich fand der Klappentext hat sich wirklich interessant ...

Vor "Die App" hatte ich schon eine Weile keinen Thriller oder Krimi mehr gelesen und habe mich sehr darauf gefreut, da ich mal wieder in Stimmung dazu war. Ich fand der Klappentext hat sich wirklich interessant angehört und da mein Freund unsere Wohnung sehr gerne mit unterschiedlichstem "smarten" Equipment ausstattet, fand ich das Thema an sich auch sehr spannend, inwiefern hierauf von Hackern zugegriffen werden könnte.

Das Geschehen an sich konnte mich auch wirklich fesseln. Das Buch war gut und flüssig geschrieben, sodass ich direkt in der Geschichte ankam und sie von Anfang an gut aufnehmen konnte. Es war spannend, wie immer wieder neue Dinge passiert sind und es wirkte tatsächlich wie ein Wettlauf gegen die Zeit um Leben oder Tod.

Immer wieder gab es zwischendurch kürzere "Zwischenkapitel", aus Sicht von Opfern, welche die schlimmsten Dinge miterleben mussten. Ich war als Leser schockiert und habe mitgelitten und einfach nur gehofft, dass es doch noch eine Rettung für diverse Personen geben würde. Diese Seiten machten das Buch noch zusätzlich spannend, da man mitverfolgen konnte, wie den "Opfern" die Zeit davon läuft und dass, sollten sie nicht bald gerettet werden, Schreckliches sie erwartet.

Der Hauptprotagonist des Buches, Hendrik, war mir grundsätzlich sympathisch, ich fand ihn jedoch teilweise auch etwas naiv und fast schon "schwer von Begriff". Alex seine Komplizin, die im hilft das Verschwinden von Linde aufzudecken, fand ich super und sie war mein Lieblingscharakter in "Die App". Sie ist mutig, uneigennützig und sehr hilfsbereit.

Leider muss ich sagen, dass ich vieles was in dem Thriller passierte, als sehr voraussehbar empfand.. Den Täter hatte ich beispielsweise schon nach den ersten Kapiteln auf dem Schirm, genauso wie die Beziehung in der Alex zu dem Hacker Marvin steht. Nichtsdestotrotz war es eine gute und spannende Geschichte, die mich fesseln konnte und meine "Lust", mal wieder einen Thriller zu lesen, stillen konnte.

Fazit:
Ein interessanter Thriller, der bisweilen etwas voraussehbar war, mich aber dennoch fesseln konnte. Die Geschichte im Hintergrund ist gut durchdacht und ist es auf jedenfall Wert gelesen zu werden.

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Ein Liebesroman mit einem kleinen Hauch Magie

The Rules of Magic. Eine zauberhafte Familie
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Von diesem Buch habe ich mir sehr viel erhofft. Es handelt sich laut Klappentext um eine Fantasy Geschichte, welche in New York spielt, was ich sehr spannend fand. Außerdem hat mir das Cover an sich ganz ...

Von diesem Buch habe ich mir sehr viel erhofft. Es handelt sich laut Klappentext um eine Fantasy Geschichte, welche in New York spielt, was ich sehr spannend fand. Außerdem hat mir das Cover an sich ganz gut gefallen. Ich fand es jedoch für eine Fantasy Geschichte fast zu seicht und pastellig. So ein Cover passt für mich eher zu einem New Adult Buch als zu einem Fantasyroman dachte ich vor Beginn. Es stellte sich dann jedoch heraus, dass es in dem Buch weniger um Fantasy als tatsächlich um Dramen und Beziehungen geht und dementsprechend war das Cover wieder irgendwie passend.

Leider konnte mich trotz meiner Großen Hoffnungen in das Buch, die Geschichte nicht wirklich überzeugen. Das lag vermutlich auch an dem Schreibstil von Alice Hoffmann. Sie beschreibt die Geschichte jeweils aus der Sicht der drei Geschwister, jedoch in der dritten Person. Ich habe zwar schon öfter auch Bücher aus dieser Perspektive gelesen und sehr gemocht aber irgendwie konnte es mich bei Alice gar nicht catchen. Ich habe sehr lange gebraucht um überhaupt in die Geschichte einzutauchen und selbst dann war es für mich nicht so als wäre ich dabei, sondern eher als würde ich von weiter Ferne beobachten.

Dementsprechend fiel es mir auch schwer Sympathien mit den 3 Hauptprotagonisten, den Geschwistern, aufzubauen. Ich kann schwer sagen, welcher dieser drei mir am Meisten ans Herz gewachsen wäre, denn es hat keiner wirklich geschafft. Vincent war mir zu sprunghaft und bis zur Hälfte des Buches auch zu undurchschaubar. Jet mochte ich grundsätzlich zwar schon aber nachdem sie einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat, hat sie sich nie mehr so richtig davon erholt und das fand ich dann doch etwas zu "übertrieben" teilweise. Franny ist an sich einfach keine einfache Person würde ich behaupten :D Sie ist stur und obwohl sie immer "Mut" wählt, ist sie in Wirklichkeit einfach zu vorsichtig und lebt zu wenig. Dabei kam sie ein bisschen rüber wie eine verbitterte alte Hexe für mich :D

Was mich an dem Buch noch etwas gestört hat war, dass die Autorin oft sehr große Zeitsprünge eingebaut hat und dann viele Geschehen nur ganz oberflächlich behandelt wurden. Ganz zu Beginn begeben sich die Geschwister zum Beispiel zu ihrer Tante Susanna, welche Magie täglich ausübt und da fand ich hätte man sehr viel herausholen können. Jedoch wurde allgemein im ganzen Buch das Thema Magie gar nicht oder nur ganz dezent behandelt und der Besuch bei der Tante war dann auch so sprunghaft beschrieben und in einem Wimpernschlag gefühlt auch schon wieder vorbei und es wird nur im Verlauf ein wenig angedeutet, was dort so alles passiert ist.
Ich muss sagen mich hat eine Hassliebe mit dem Buch verbunden, denn trotz all der nun aufgezählten negativen Aspekte, konnte ich es oft nicht aus der Hand legen, weil es ja doch irgendwie eine spannende Geschichte war. Zwar nicht so wie ich es mir vorgestellt hatte und es wird auch definitiv kein Highlight und auch ob ich die anderen Bände noch lese, lasse ich mir erst mal offen aber irgendwie hat es mich ab der Mitte bis zum Ende hin doch ein bisschen gefangen genommen und ich fand es dann eher schade wie abrupt die Geschichte endete.
Fazit:
Mich verbindet mit dem Buch eine Hassliebe. Ich würde empfehlen sich selbst eine Meinung zu bilden, denn der Schreibstil ist wirklich außergewöhnlich und schwer beschreibbar. Man darf jedoch kein Fantasybuch erwarten, denn dann wird man wohl enttäuscht sein. Wenn man aber gerne einen Liebesroman mit einem Hauch Magie erleben möchte ist man bei dem Buch schon an der richtigen Adresse.

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Veröffentlicht am 02.08.2021

Tolle Geschichte mit kleinen Schwächen

Lea und das Labyrinth der Zeit
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Dieses Buch war für mich tatsächlich ein Coverkauf beziehungsweise ein "Titel"-Kauf. Denn das Cover ist zwar auch sehr schön aber eher schlicht und für mich persönlich jetzt nicht so atemberaubend, dass ...

Dieses Buch war für mich tatsächlich ein Coverkauf beziehungsweise ein "Titel"-Kauf. Denn das Cover ist zwar auch sehr schön aber eher schlicht und für mich persönlich jetzt nicht so atemberaubend, dass es mich direkt gecatcht hätte. Aber der Titel, der hat mich sofort in den Bann geschlagen, denn für Zeitreisen und Büchern darüber habe ich tatsächlich ein Faible.
Schade fand ich dann, dass die Geschichte zwar auch über Zeitreisen handelt aber diese tatsächlich eher am Rande eine Rolle spielen und auch kaum eine "richtige" Zeitreise im Buch vorkommt.

Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen. Das Buch war leicht und flüssig zu lesen. Perfekt für ein Kinderbuch, welches ich mal so in die Sparte ab 4. Klasse einordnen würde. Schön war auch, dass die SMS, welche sich Lea mit ihrer Freundin schreibt oder auch Notizen, welche Lea für sich selbst macht, in einer anderen Textart gestaltet wurden, so dass dies direkt erkennbar ist und das ganze Geschehen wirkt dadurch noch realistischer. "Lea und das Labyrinth der Zeit" ist aus der Sicht von der Hauptprotagonistin Lea in der Dritten Person geschrieben. Möglicherweise hatte ich deshalb ein wenig Probleme, mich so richtig in Lea hineinzuversetzen.

Allgemein war mir Lea etwas unsympathisch. Vermutlich ihrem Alter geschuldet, wirkte sie für mich relativ zickig und auch stur. Wie eine typische Jugendliche hört sie nicht auf ihre Tante und meldet sich auch nicht freiwillig bei ihrer Mutter und findet es allgemein eher ätzend die Ferien nicht mit ihren Freunden und Party sondern auf dem Land verbringen zu müssen. Sie ist aber auch gegenüber Lennard, der ihr eigentlich helfen will und sogar die gleiche Meinung wie sie vertritt, ungewöhnlich zickig und das konnte ich tatsächlich nicht wirklich nachvollziehen.

Die Geschichte beginnt relativ schnell an Fahrt aufzunehmen, dümpelt dann aber etwas vor sich hin, mal mehr, mal weniger spannend. Am Ende nimmt sie dann nochmal richtig Fahrt auf und es wird relativ viel in die letzten Kapitel gefüllt. Da ist die Spannung dann definitiv nochmal sehr stark, jedoch für mich persönlich zu schnell abgehandelt. Ich hätte es schöner gefunden, wenn schon früher etwas mehr passiert wäre und der Autor dann nicht so viel in die letzten paar Kapitel gepackt und dann nur oberflächlich behandelt hätte.
Fazit:
Im Allgemeinen fand ich "Lea und das Labyrinth der Zeit" war ein angenehmes und kurzweiliges Buch, welches für ein Kind bestimmt noch mitreisender ist, als es für mich war.
Für mich persönlich hatte es ein paar kleinere Mängel, weshalb es leider nur zu 3 Sternen gereicht hätte, obwohl die Story ,meiner Meinung nach, noch sehr viel zu bieten gehabt hätte.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Weil das echte Leben hart sein kann.

Hier im echten Leben
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"Hier im echten Leben" ist ein Kinderbuch, welches ich aber gerade auch Erwachsenen sehr ans Herz legen würde. Denn gerade für uns/diese, wirkt dieses Buch aufrüttelnd und es lädt zur Selbstreflexion des ...

"Hier im echten Leben" ist ein Kinderbuch, welches ich aber gerade auch Erwachsenen sehr ans Herz legen würde. Denn gerade für uns/diese, wirkt dieses Buch aufrüttelnd und es lädt zur Selbstreflexion des eigenen Umgangs mit seinem Kind an.
Grundsätzlich geht es in dem Buch erst einmal um Ware, einen kleinen Jungen, welcher augenscheinlich in seiner eigenen Welt wohnt. Er ist verträumt, denkt viel nach und es fällt ihm entsprechend schwer Freunde zu finden, da er einfach nicht das typische Kind ist, welches auf andere zugeht oder Fußball spielt. Die Eltern finden dies bedenklich und machen sich Sorgen um ihren Sohn, teilweise vielleicht auch ein wenig zu viel. Sehr traurig empfand ich einen Moment in dem Buch, in welchem Ware zufällig mit anhört, das seine Mutter sich wünschte, sie hätte ein "normaleres" Kind. Für ein Kind ist so etwas von der eigenen Mutter zu hören, welche einen doch lieben sollte, egal wie man ist, natürlich absolut verletzend und deshalb möchte Ware sich ändern.
Dieser Moment und diese Art der Eltern mit Ware umzugehen, war für mich ein absoluter Schock- und Aufweck- Moment, denn mir wurde wieder bewusst, wie sehr Eltern die Kinder mit beeinflussen können und das es wichtig ist, dass man als Elternteil achtsam mit seiner Wortwahl umgeht, denn auch wenn Wares Mutter in diesem Augenblick vermutlich gar nicht Böse gedacht hat, ist es für Ware schrecklich so etwas zu hören.
Umso schöner fand ich es als Ware zufälligerweise auf Jolene, einem Mädchen, mit einer sehr schwierigen Vergangenheit, stößt und die beiden gemeinsam ein Projekt starten, welches sie nicht nur ihre Kreativität frei ausleben lässt, sondern die beiden sich auch zwischenmenschlich helfen und unterstützen können, indem sie einfach füreinander da sind.
Ware und auch Jolene sind Kinder, welche sich über Dinge Gedanken machen müssen, welche sie in diesem jungen Alter noch nicht belasten sollten. Ware möchte sich für seine Eltern persönlich ändern und Jolene möchte Geld verdienen, damit sie und ihre alkoholsüchtige Tante, die Wohnungsmiete bezahlen können.
Das Miteinander der Beiden könnte aber nicht schöner sein und es hat mir das Herz erwärmt, wie die Beiden vor Glück in ihrem "Projekt" aufgehen und Freundschaft aber auch Akzeptanz finden können!
Fazit:
Dieses Buch hat auch für Erwachsene einen sehr hohen Lerneffekt und ich freue mich das ich es lesen durfte. Ich versuche nun noch achtsamer durch das Leben zu gehen und vor allem im Bezug auf Kinder mehr Aufmerksamkeit und Gehör zu schenken.
Ich kann das Buch sehr gerne weiterempfehlen!

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