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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2017

Dolce Vita in Deutschland

Dolce vita für Fortgeschrittene
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Laura ist Italienerin und lebt mit ihrem deutschen Freund Martin und der gemeinsamen Tochter Sara in München. Zwischen den beiden läuft es gerade nicht so gut und Laura fühlt sich oft von Martin belehrt. ...

Laura ist Italienerin und lebt mit ihrem deutschen Freund Martin und der gemeinsamen Tochter Sara in München. Zwischen den beiden läuft es gerade nicht so gut und Laura fühlt sich oft von Martin belehrt. Um sich darüber klar zu werden, wie Laura zu Martin steht, zieht sie zu ihrer Freundin Ilaria.

Der Job bei einer Pharmafirma macht Laura auch nicht gerade Spaß und so beschließen sie und ihre Freundinnen eine Agentur für italienischen Lifestyle mit dem Namen "Frag mich nach Sonnenschein" zu gründen. Sie renovieren ein Bar im typischen italienischen Stil und organisieren eine Hochzeit mit über 200 Gästen für eine Italienerin mit einem Deutschen. Auch Alex ist eine Kunde der Agentur. Als Italiener ist er ganz anders als Martin und Ilaria arrangiert ein Rendezvous zwischen Alex und Laura.

Das Buch beginnt damit, das Laura nach Deutschland kommt und erzählt ihre Erlebnisse hier. Dabei wird man förmlich mit italienischen und deutschen Klischees überschüttet. Das war für mich etwas zu viel und hat mir den Einstieg in das Buch erschwert. Mit Beginn der eigentlichen Geschichte wurde es besser und die Unterschiede der beiden Nationen lustiger dargestellt.

Laura kommt sympathisch rüber und lässt sich von ihren Gefühlen leiten. Besonders gut hat mir die vierjährige Sara mit ihren kindlichen Kommentaren gefallen. Wie erklärt man einem Kind auch die Unterschiede der Nationen.

Das Buch ist leicht und lustig zu lesen und das Ende ist interessant und spannend. Es ist so gemacht, das es eine Fortsetzung geben kann. Abgesehen vom Anfang hat mir das Buch gut gefallen und es bekommt von mir 4 Punkte. Zur lockeren, lustigen Unterhaltung kann ich es gut empfehlen.

Veröffentlicht am 27.09.2018

Möwenherz

Möwenherz
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Die Geschichte erzählt von Jona, Ebba und Finn. Jona ist Stargeiger und hat plötzlich einen Tiefpunkt, er kann nicht mehr spielen. Ebba ist seine Managerin und erhält einen Anruf, das ihre Oma gestorben ...

Die Geschichte erzählt von Jona, Ebba und Finn. Jona ist Stargeiger und hat plötzlich einen Tiefpunkt, er kann nicht mehr spielen. Ebba ist seine Managerin und erhält einen Anruf, das ihre Oma gestorben ist. Kurzentschlossen fährt sie zum Museumshof ihre Oma an die Nordsee und nimmt Jona mit. Finn ist Herzchirurg in München und fährt in seinem Urlaub auch an die Küste. Ebba und Finn sind alte Kinderfreunde, irgendetwas ist jedoch vor 20 Jahren geschehen und die beiden haben sich nie wiedergesehen.

Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der Protagonisten erzählt und man lernt sie so näher kennen. Jona gefiel mir am wenigstens, seine Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Einen Grund für seinen Tiefpunkt konnte ich nicht erkennen und er brachte zu viel Unordnung in Gesas Leben. Gesa beginnt eine Beziehung mit Jona und versucht sein Leben im Plan zu halten. Finn pflegt alte Freundschaften und ist fasziniert von den Pottwalen, die zufällig am Strand verendet sind.

Nach und nach erfährt man die Geschichte von Gesas Opa und Oma und was vor Jahren vorgefallen ist. Die Geschichte das Möwenherzen ist rührend erzählt und ein Highlight des Buches. Insgesamt werden viele Themen angesprochen, unter anderen der Tiefpunkt Jonas, die Geschichte mit den Walen und der Museumshof.

Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugt. Es lag sicher an Jona, den ich nicht möchte. Das Ende hat mich dann wieder etwas versöhnt, aber

Veröffentlicht am 26.08.2018

Eine außergewöhnliche Lebensgeschichte

Beim Ruf der Eule
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Maeve Maloney ist eine fast 80jährige Frau und führt eine Pension, die sie von ihren Eltern geerbt hat. Das Besondere an der Pension ist, dass sie die Zimmer an Menschen mit Behinderungen vermietet und ...

Maeve Maloney ist eine fast 80jährige Frau und führt eine Pension, die sie von ihren Eltern geerbt hat. Das Besondere an der Pension ist, dass sie die Zimmer an Menschen mit Behinderungen vermietet und auch zwei junge Leute mit Down-Syndrom beschäftigt. Eines Abends kurz vor Weihnachten steht Vincent Roper, ein alter Jugendfreund von Maeve vor der Tür. Er weiß als einziger, das Maeve eine Zwillingsschwester Edie hatte. Zu schmerzvoll sind die Erinnerungen an früher und am liebsten würde Maeve Vincent vor der Tür stehen lassen.
Das Buch spielt in zwei Zeitebenen, einmal in den 1940/50 Jahren und dann 2013. Das Kuriose ist, das die Vergangenheit im Präsens und die Gegenwart in der Vergangenheitsform geschrieben ist. Dann ist der Schreibstil sehr gewöhnungsbedürftig, Maeve springt in den Zeiten häufig hin und her und unterhält sich oft mit Edie. Wiederholt wechselt es mitten im Satz zu Edie. So habe ich etwas gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Spannung wurde nur dadurch erzeugt, dass ich wissen wollte, was mit Edie passierte und warum Maeve ihre Jugendliebe Frank nicht geheiratet hat.
Gut gelungen sind die Passagen, in denen es um die Behinderungen geht. Steph und Len, die bei das Down-Syndrom haben, lieben sich und Maeve hilft ihnen gegen alle Widerstände zu heiraten und eine eigene Wohnung zu bekommen. Edie, die schwerste Körper- und geistige Behinderungen hatte, durfte in der Familie aufwachsen und entwickelte sich erstaunlich gut.
Maeves Lebensweg ist durch die kranke Schwester und die Umstände, die zu deren Tod führten geprägt. Ihre Entscheidungen muss man vor diesen Hintergrund sehen. Vincents Auftauchen lässt die alten Erinnerungen und Schuldgefühle aufleben. Da reagiert Maeve für mich nicht immer ganz nachvollziehbar.
Den Grundgedanken, über ein Leben mit Menschen mit Behinderungen zu schreiben fand ich gut, für mich ist die Umsetzung allerdings nicht so gut gelungen. Der Einstieg in das Buch war holprig und erforderte etwas Geduld. Im weiteren Verlauf wurde es besser. Insgesamt betrachtet bekommt das Buch von mir 3 Punkte.

  • Cover
  • Geschichte
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 21.07.2018

Ein Sommerurlaub verändert das Leben

Das kleine französische Landhaus
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Emmy reist mit ihrem Freund Nathan für 2 Wochen nach Frankreich in ein Landhaus. Dieser Urlaub soll ihre Beziehung beleben. Leider kommt es ganz anders, schon zu Beginn betrügt Nathan sie mit der Hotelbesitzerin ...

Emmy reist mit ihrem Freund Nathan für 2 Wochen nach Frankreich in ein Landhaus. Dieser Urlaub soll ihre Beziehung beleben. Leider kommt es ganz anders, schon zu Beginn betrügt Nathan sie mit der Hotelbesitzerin und beiden reisen ab. Rupert, der Besitzer erleidet einen Herzanfall und einen Beinbruch. Emmy hilft Rupert bei den täglichen Arbeiten im Hotel, sie putzt, kauft ein und hilft beim Kochen. Dabei lernt sie neben Ruperts Freunde auch den attraktiven Gärtner Ryan und Alain kennen. Wie wird ihr Leben aber nach dem Urlaub weitergehen?
Die Geschichte liest sich gut, hätte an manchen Stellen aber etwas kürzer sein können. Gut geschildert war die Verbundenheit Ruperts mit seinen Freunden, die Emmy sehr offen gegenüberstanden.
Emmy fand ich zu naiv. Da wird sie von ihrem Freund verlassen, macht sich aber kaum Gedanken, wie es nach ihrer Rückkehr weitergehen soll. Rupert verlässt sich auch sehr auf Emmy, nur widerwillig trifft er Vorkehrungen, wie es nach Emmys Abreise im Landhaus weitergehen soll. Lieber wäre ihm, Emmy bliebe gleich in Frankreich.
Ruperts Freund Ryan und Alain, der eine sehr sexy, der andere ein "langweiliger" Buchhalter kommen Emmy in der Zeit etwas näher. Entwickelt sich daraus ein neue Liebe für Emmy?
Erst als Emmy wieder in England ist, macht sie sich ernsthaft Gedanken, was aus ihr und Nathan wird. Man kann schon erahnen, wie ihre Entscheidung ausfällt.
Das Buch hat mich nur zum Teil überzeugt und deshalb bekommt es auch nur 3 Punkte. Von der Idee her fand ich es gut, aber Emmy war mir einfach zu unentschlossen und ließ sich zu sehr von Rupert beeinflussen. Von einer gerade verlassenen Frau hätte ich etwas anders erwartet. Das lockere französische Flair und die offenen Art der Freunde Ruperts war schön und dieses hat auch Emmy empfunden.

  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 27.06.2018

Der 1. Fall für Kate Shackleton

Mord nach Strich und Faden
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Kate Shackleton ist eine 31 jährige Kriegerwitwe. Sie kann sich nicht mit dem Tod ihres Mannes abfinden und hilft anderen Frauen bei der Suche ihrer vermissten Männer. Tabita Braithwaite, eine Freundin, ...

Kate Shackleton ist eine 31 jährige Kriegerwitwe. Sie kann sich nicht mit dem Tod ihres Mannes abfinden und hilft anderen Frauen bei der Suche ihrer vermissten Männer. Tabita Braithwaite, eine Freundin, bittet Kate ihren Vater Joshua zu suchen. Der Vater wird seit 6 Jahren vermisst. Nach einem missglückten Suizidversuch ist er aus der Klinik verschwunden. Kate übernimmt den Fall und bittet Mr. Sykes, einen ehemaligen Polizisten ihr bei der Suche zu helfen.
Joshua Braithwaite ist ein Webereibesitzer und in diesem Umfeld ermittelt Kate. Nicht alle sind davon begeistert, besonders Tabitas Mutter hat kein Interesse an der Aufklärung. Dann geschehen in dem Ort 2 weitere Morde an Mitarbeitern der Weberei.
Kate befragt in dem Ort und der Fabrik die Leute, dieses geschieht ziemlich sachlich und nüchtern. Sykes übernimmt diese an Plätzen, die für Kate als Frau in den 1920 Jahren nicht zugänglich sind. Dabei bleibt seine Rolle allerdings klein. Nebenbei erfährt man noch das eine oder andere über die Webereien zur damaligen Zeit.
Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht so ganz mitreißen. Mir fehlte es an Spannung. Dann kam erschwerend hinzu, das relativ viele Personen vorkamen die mal mit Nachnamen, dann wieder mit Vornamen bezeichnet wurden. Die Idee hinter der Geschichte war gut, aber das Ganze hätte wesentlich interessanter geschildert werden können.

  • Cover
  • Atmosphäre
  • Figuren
  • Geschichte
  • Lesespaß