Nur eingeschränkt zu empfehlen
WomenChloé Caldwells Roman „Women“ gilt als Kultbuch der queeren / sapphic Literatur. Dementsprechend hoch waren natürlich auch meine Erwartungen. Und obwohl das Buch sehr beeindruckt hat, kann ich den Hype ...
Chloé Caldwells Roman „Women“ gilt als Kultbuch der queeren / sapphic Literatur. Dementsprechend hoch waren natürlich auch meine Erwartungen. Und obwohl das Buch sehr beeindruckt hat, kann ich den Hype nicht so ganz nachvollziehen.
In „Women“ schildert die Autorin, wie sich zum ersten Mal in eine Frau verliebte. Daraufhin hinterfragt sie ihre eigene Sexualität und entdeckt diese mit Finn ganz neu. Während dieser Zeit sind Chloés Gedanken und Verhalten von Selbstzweifeln, Depressionen und Maßlosigkeit geprägt. Immer wieder erkannte ich mich selbst in ihren Gedankengängen wieder, wurde zum Innehalten und Nachdenken angeregt.
Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine toxische Beziehung, die bei mir als Leser*in ein Gefühl der Beklemmung auslöste. Der Autorin gelingt es wirklich eindrucksvoll, den Teufelskreis von einer „unausweichlichen“, „unrettbaren“ Verliebtheit und gegenseitigen Verletzungen zu schildern. Bedenklich finde ich jedoch, dass es Roman immer wieder impliziert wird, dass Beziehungen zwischen Frauen generell toxisch seien: „So ist das eben zwischen Frauen.“ Aus diesem Grund kann ich das Buch leider nur eingeschränkt weiterempfehlen.