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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.06.2025

Nur eingeschränkt zu empfehlen

Women
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Chloé Caldwells Roman „Women“ gilt als Kultbuch der queeren / sapphic Literatur. Dementsprechend hoch waren natürlich auch meine Erwartungen. Und obwohl das Buch sehr beeindruckt hat,  kann ich den Hype ...

Chloé Caldwells Roman „Women“ gilt als Kultbuch der queeren / sapphic Literatur. Dementsprechend hoch waren natürlich auch meine Erwartungen. Und obwohl das Buch sehr beeindruckt hat,  kann ich den Hype nicht so ganz nachvollziehen.
In „Women“ schildert die Autorin, wie sich zum ersten Mal in eine Frau verliebte. Daraufhin hinterfragt sie ihre eigene Sexualität und entdeckt diese mit Finn ganz neu. Während dieser Zeit sind Chloés Gedanken und Verhalten von Selbstzweifeln, Depressionen und Maßlosigkeit geprägt. Immer wieder erkannte ich mich selbst in ihren Gedankengängen wieder, wurde zum Innehalten und Nachdenken angeregt.
Zwischen den beiden Frauen entwickelt sich eine toxische Beziehung, die bei mir als Leser*in ein Gefühl der Beklemmung auslöste. Der Autorin gelingt es wirklich eindrucksvoll, den Teufelskreis von einer „unausweichlichen“, „unrettbaren“ Verliebtheit und gegenseitigen Verletzungen zu schildern. Bedenklich finde ich jedoch, dass es Roman immer wieder impliziert wird, dass Beziehungen zwischen Frauen generell toxisch seien: „So ist das eben zwischen Frauen.“ Aus diesem Grund kann ich das Buch leider nur eingeschränkt weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 31.05.2025

Unterhaltsam

Von Blut und Furcht
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Mit „Von Blut und Furcht – Die Spiegel-Chroniken 1“ ist Laura Misellie ein guter Reihenauftakt gelungen.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist flüssig und mitreißend, auch wenn sich hin und wieder ...

Mit „Von Blut und Furcht – Die Spiegel-Chroniken 1“ ist Laura Misellie ein guter Reihenauftakt gelungen.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Er ist flüssig und mitreißend, auch wenn sich hin und wieder ein paar kleine Fehler eingeschlichen haben.
Jo war mir von Anfang an sympathisch. Sie ist eine willensstarke Protagonistin, teils morally grey aber mit dem Herzen am rechten Fleck.
Leider konnte mich die Handlung nicht so ganz überzeugen. Die Storyline hat man gefühlt schon tausendmal gelesen, wodurch das Buch für mich nach dem ersten Drittel an Spannung verlor. Die Geschichte einer jungen Protagonistin, die plötzlich erfährt, dass sie über seltene magische Fähigkeiten verfügt und nun an einer Academy den Umgang damit lernen soll, während sie sich eigentlich nur in ihr altes Leben zurücksehnt, wird hier leider nicht neu erzählt, sondern folgt eher dem berühmten Schema F. Wen dies jedoch nicht stört, wird von der kurzweiligen Geschichte gut unterhalten.

Fazit:
Ein gutes Buch für zwischendurch mit bewährter Storyline und einer sympathischen Protagonistin.

P.S.: Spoiler vermeiden:
Bitte lest euch die „Produktbeschreibung des Verlages“ (auf Amazon) erst durch, nachdem ihr das Buch gelesen habt, da diese einen Großteil des Worldbuildings und der Handlung vorwegnimmt.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Anders als erwartet

The Island - Auf der Flucht
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Dieser „Thriller“ war ganz anders als ich erwartet hatte…
Gerade zu Beginn gab es viele rätselhafte Anspielungen und kleine Teaser. Ich war so gespannt, welche Geheimnisse die Charaktere verbergen und ...

Dieser „Thriller“ war ganz anders als ich erwartet hatte…
Gerade zu Beginn gab es viele rätselhafte Anspielungen und kleine Teaser. Ich war so gespannt, welche Geheimnisse die Charaktere verbergen und warum Lola „auf der Flucht“ ist. Doch leider blieb das Geschehen im Buch weit hinter meinen Erwartungen zurück, denn es gab keinen wirklichen Nervenkitzel. Die wenigen Spannungsmomente waren so schnell wieder vorbei, dass sie fast untergingen. Zudem reagierten die Charaktere nicht wirklich auf die Ereignisse und Enthüllungen. Lolas Verhalten war für mich nicht immer ganz nachvollziehbar. Im Gegenteil: Die Protagonistin, sowie die Handlung, wirkten auf mich nicht authentisch, so dass ich mich auch nicht mit Lola identifizieren konnte. Auch das paradiesische Setting und die damit verbundene Atmosphäre waren wenig spürbar.
Was mir jedoch gut gefallen hat, waren die teils schrulligen Gäste des Luxushotels. Sie lockerten die Handlung auf und hätten für meinen Geschmack ruhig etwas mehr Raum bekommen können.

Fazit:
Wer auf der Suche nach einer sommerlichen Lektüre für Zwischendurch ist, wird hier auf jeden Fall fündig und kann sich auf eine schnelllebige und unterhaltsame Lesezeit freuen. Allerdings kommen dabei der Thrill und die (im Untertitel angekündigte) Flucht etwas zu kurz.
Für war „The Island – Auf der Flucht“ daher leider kein Highlight.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Anders als erwartet

Verliebt in Stockholm
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Ich bin ein großer Schweden-Fan und liebe Stockholm. Für mich ist es eine der sehenswertesten und freundlichsten Städte der Welt. Daher haben mich der Titel und das Cover des Buchs direkt angesprochen. ...

Ich bin ein großer Schweden-Fan und liebe Stockholm. Für mich ist es eine der sehenswertesten und freundlichsten Städte der Welt. Daher haben mich der Titel und das Cover des Buchs direkt angesprochen. Meine Erwartung: Eine schwedische Lovestory voller Leichtigkeit, Sommervibes und Musik.
Ich war dann doch etwas überrascht über die teils ernsten Sorgen der Protagonistin: Mira ist Violinistin und hat schwer mit einer Schulterverletzung zu kämpfen. Auch in Sachen Liebe läuft nicht (mehr?) alles rund, als sie ihre Jugendliebe William wiedertrifft. Denn eigentlich führt Mira eine recht oberflächliche Beziehung mit dem Stargeiger Alessandro. Und so bestimmen Alltagsprobleme und eine unspektakuläre Love-Triangle das Geschehen. Dabei wird die Handlung aus Miras Sicht auf zwei Zeitebenen erzählt, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Leider konnten weder der Schreibstil noch die Handlung mich so ganz in ihren Bann ziehen. Besonders schade finde ich, dass das Setting – Stockholm – kaum eine Rolle spielt.
Zwar ist „Verliebt in Stockholm“ für mich persönlich kein Must-Read, doch insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 15.02.2025

Verschenktes Potential

Our Infinite Fates
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Meine Erwartungen an das Buch waren wirklich hoch, da sich der Klappentext sehr spannend angehört hat. Doch leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen:
Der Schreibstil ist recht einfach und ...

Meine Erwartungen an das Buch waren wirklich hoch, da sich der Klappentext sehr spannend angehört hat. Doch leider konnte mich die Umsetzung nicht ganz überzeugen:
Der Schreibstil ist recht einfach und so konnte ich gut in die Geschichte eintauchen. Allerdings zogen sich die ersten 300 Seiten (was 3/4 des Buchs ausmacht!) sehr. Die Protagonistin Evelyn stellt sich immer wieder die gleichen Fragen, ohne auf Antworten oder Hinweise zu stoßen. Alles dreht sich im Kreis und die Handlung geht einfach nicht voran. Zudem sind die Charaktere nur wenig ausgearbeitet und haben kaum Tiefe. Ich konnte nicht mit ihnen mitfiebern, was zum Teil auch daran gelegen hat, dass sich Evelyn und Arden nicht verlieben sondern sich magisch anziehen. Von der unsterblichen Liebe der beiden, habe ich leider nichts gespürt.
Was mir dagegen gut gefallen hat, waren die Rückblenden, in denen die vergangen Leben der beiden Hauptcharaktere im Ansatz geschildert wurden. Leider kamen auch hier kaum Emotionen rüber und das Mysterium rund um ihre verbundenen Schicksale blieb bestehen. Erst auf den letzten 100 Seiten nimmt die Geschichte an Fahrt auf. Das Ende kam dann doch etwas überstürzt und hätte für meinen Geschmack mehr ausgearbeitet werden können.
Fazit:
Insgesamt hat die Geschichte viel Potential, welches leider zu oft nicht genutzt wurde. Die Handlung wirkte dabei zu konstruiert und es gelang der Autorin nicht, den Charakteren Tiefe zu verleihen, so dass ich nicht mit ihnen mitfiebern konnte. Zudem zieht sich das Buch durch die ständigen Wiederholungen und die stagnierende Handlung. Da wäre echt mehr drin gewesen…

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