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Veröffentlicht am 25.03.2022

Wenn der Körper ein Produkt ist

My Body
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„My Body“ ist Emily Ratajkowskis Debüt als Schriftstellerin und es ist ihr definitiv gelungen. Auf 233 Seiten, welche eingeteilt in 12 Essays sind beschreibt sie das Leben als Model, Frau und Vorbild. ...

„My Body“ ist Emily Ratajkowskis Debüt als Schriftstellerin und es ist ihr definitiv gelungen. Auf 233 Seiten, welche eingeteilt in 12 Essays sind beschreibt sie das Leben als Model, Frau und Vorbild. Wie der Titel schon verrät liegt der Fokus auf ihrem Körper, welcher natürlich in ihrem Berufsalltag eine gravierende Rolle hat. Von Unsicherheiten ihrem Körper gegenüber, bis zum Genießen ihres Aussehens ist alles erwähnt. Es wird ein Einblick in sämtliche Lebensperioden Ratajkowskis gewährt, welcher schon mit frühen Kindheitserfahrungen beginnt. Denn heute ist sie in ihren 30ern und Mutter. Der Druck der schon damals durch ihre Mutter auf ihren Körper ausgeübt wurde, wird gut und ausführlich behandelt und lässt uns als Gesellschaft hinterfragen, wie unsere aktuellen Erziehungsmethoden und Meinungen Kindern gegenüber zu interpretieren sind. Auf der anderen Seite haben wir die ständige Sexualisierung ihres Körpers, mit dem prominenten Beispiel ihres Karrierestarts im Musikvideo Blurred Lines von Robin Thicke. Es ist eine große Bandbreite an Themen.
Das Buch lässt sich sehr angenehm und schnell lesen. Durch die Einteilung von Essays lässt es sich auch gut in Abschnitten an mehreren Tagen lesen. An manchen Stellen merkt man, dass es aus dem Englischen übersetzt worden ist, was manchmal den Lesefluss einwenig stört.
Das Cover ist auch sehr schön, da es zum Inhalt des Buches passt: Nacktheit und Rohheit, ganz nach dem Motto „Back to basics“ und Minimalismus. Als Hardcover ist es auch ein sehr schönes Werk für den Bücherschrank.
Meine Meinung: Ich bin positiv überrascht. Es ist nicht das Genre welches ich normalerweise lesen würde, macht mich aber neugierig auf andere Bücher dieser Art. Ich war kein aktiver Fan Emily Ratajkowskis, fand aber das Thema des Buches äußerst interessant und bin froh das ich es gelesen habe. Es hat mir einen guten Einblick mit spannenden Fakten zur Unterhaltungsindustrie gegeben.
Nun kommen wir zur etwas negativeren Kritik. In einigen Situationen bin ich der Meinung, dass Emily noch nicht sehr reflektiert ist und viele Dinge noch sehr normalisiert und leicht nimmt (besonders Sexualität und das Verhalten ihrer Mutter in Sachen Körperbild). Am Ende des Tages ist es ihre Meinung und ihr Leben, nur ist mir dies aufgefallen.
Manchmal hat mir auch die Motivation zum gelesen gefehlt, da man sich nicht so gut in die Lage hineinversetzen konnte, wenn man Emily Ratajkowskis Lebensgeschichte mit ihrem Umfeld nicht kannte. Nach ein paar Seiten ging es aber wieder.
Das Buch kriegt aber definitiv eine Empfehlung von mir an alles die gerne sich selbst und die Gesellschaft hinterfragen, sich für Sexualisierung und Unterhaltungsindustrie interessieren. Es ist kein ausschließliches Emily Ratajkowski Fanbuch, sondern für jeden eigentlich gemacht. Deshalb gibt es 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 22.02.2022

Spannend und nervenaufreibend bis zum Schluss

Boston Belles - Villain
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Eventuelle Spoiler!
Bei diesem Roman handelt es sich um die Geschichte von Cillian Fitzpatrick und Persephone Penrose (Veitch). Persephone wird mit einem Berg von Schulden zurückgelassen, nachdem sich ...

Eventuelle Spoiler!
Bei diesem Roman handelt es sich um die Geschichte von Cillian Fitzpatrick und Persephone Penrose (Veitch). Persephone wird mit einem Berg von Schulden zurückgelassen, nachdem sich ihr Mann Paxton aus dem Staub gemacht hat. Zusätzlich zu dieser finanziellen und emotionalen Notlage wird sie auch noch von den Feinden ihres Ex-Mannes verfolgt, die das Geld, welches Paxton ihnen schuldet, von ihr sehen wollen. Sie ist bereit alles zu tun um zu überleben, selbst wenn sie dafür Cillian »Villian« Fitzpatrick heiraten muss. Dieser ist nämlich ein Milliardär auf der Suche nach einer Frau, die ihm einen Erben für sein Unternehmen gebären kann, als sein Ruf und seine Chancen dieses auf Dauer zu behalten schlechter werden. In der Öffentlichkeit spielen sie ein Ehepaar, hinter verschlossenen Türen ist Cillian ein skrupelloser, kühler und gefühlsloser Ehemann. Persephone aber ist verliebt in ihn, und das seit Jahren. Nie kam sie über ihn und die Art wie er ihr das Leben rettete hinweg. Doch schafft sie es auch diese Gefühle in ihm zu entfachen?
Das ist der zweite Teil der Boston-Belles-Reihe von L.J. Shen und ich habe ihn innerhalb von 2 Tagen durchgelesen. Den ersten Teil habe ich bisher noch nicht gelesen, kann aber sagen, dass sie sich somit unabhängig voneinander lesen lassen. Das Buch war stets spannend und ein absolutes Auf und Ab. Vielleicht war es zu spannend? Ich hätte nicht gedacht, dass sich die Geschichte so lang ziehen würde und es so lange dauern würde, bis sie sich lieben/mögen, also für jeden der auf der Suche nach einer netten Liebesgeschichte ist, ist das nichts. Wahrscheinlich hat mich dieses lange Warten aber trotzdem dazu motiviert es zu lesen und mich an das Buch gefesselt. Beide Protagonisten haben eine interessante Geschichte hinter sich, sind sehr unterschiedlich und haben trotzdem Gemeinsamkeiten. Der Schreibstil hat mich ebenfalls überzeugt, genauso wie die Idee der Handlung.
Wie gesagt, es ist nichts für eine lockere Liebesgeschichte für zwischendurch und erfordert einige Nerven. Trotzdem kann ich es empfehlen und werde eventuell die anderen Bücher der Autorin lesen.
Viel Spaß!

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Veröffentlicht am 12.07.2022

Ein bisschen langweilig und viel Hin und Her

The Feeling Of Forever
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„The Feeling of Forever“ ist der dritte und letzte Teil der St.Clairs-Reihe von Yvy Kazi.
Vorab möchte ich erwähnen, dass ich die anderen Teile der Reihe nicht gelesen habe und somit die Geschichte nur ...

„The Feeling of Forever“ ist der dritte und letzte Teil der St.Clairs-Reihe von Yvy Kazi.
Vorab möchte ich erwähnen, dass ich die anderen Teile der Reihe nicht gelesen habe und somit die Geschichte nur als Einzelnes bewerten kann.
Penelope Perez ist die Tochter eines erfolgreichen Selfmade-Millionärs, der moderne Autos produziert und verkauft. Jeder kennt sie und weiß wo sie herkommt, dadurch findet sie nie ihre Selbstständigkeit. Eines Tages beschließt sie einen Spontan Trip nach Los Angeles zu unternehmen, sie kann sich ablenken und eine Nacht mit einer fremden Person verbringen. Doch was ist wenn diese fremde Person plötzlich in ihrer Heimatstadt auftaucht?
Cameron ist Footballspieler am College und Vater einer kleinen Tochter. Aufgrund seiner Sportlerkarriere, zieht es ihn nach St. Clair ans College. Er muss seine Familie hinter sich lassen, und sich in dieser Stadt neu einfinden. Wie gut, dass seine spontane nächtliche Begegnung aus Los Angeles ihm dort über den Weg läuft, oder?
Dieses Buch war für mich ein spontan Kauf, da ich zufälligerweise das Buch als Neu-Erscheinung im Buchladen entdeckt habe. Mich hat der Inhalt des Buches total interessiert und sehr neugierig gemacht, wurde dann aber leider von der Ausführung enttäuscht. Ich finde es einerseits gut, dass an das Thema mit „Patchwork-Familien“ so realistisch rangegangen wird, ist aber eigentlich nicht meine Erwartung an romantischer Unterhaltungsliteratur. Ich hätte mir ein deutlich fröhlicheres Buch in dem Zusammenhang gewünscht, so dass die Vergangenheit nicht so eine extreme Belastung gewesen wäre. Eigentlich kann man aus der Konstellation der Protagonisten viel machen, was aber leider nicht erfüllt worden ist. Dennoch muss ich aber sagen dass der Schriftstil eigentlich ganz schön ist, auch wenn die Häkchen am Anfang des Kapitels immer ein wenig Spoilern.
Wie abhängig die Protagonistin von ihren Eltern ist und was sie sich alles gefallen lässt, ist ebenfalls in ihrem Alter fragwürdig. Wie kann man wenn man so extrem unzufrieden mit seiner Lebenssituation ist so wenig machen und viel mehr reden als handeln?
Ich kann mir zwar vorstellen, dass es einigen Leuten gefallen wird, mein Fall war es aber nicht. Das Ende hat mich nicht sehr überzeugt, dafür dass dies ein Finale einer Triologie sein soll. Es fühlt sich an als wäre das Ende so halb angefangen aber nicht ausgeführt und sehr offen. Dieses Offene begeistert den Leser aber trotzdem nicht zum weiterdenken und lässt es ihn nur mit weniger Befriedigung hinnehmen.
Ich kann deshalb diesem Buch keine volle Empfehlung aussprechen, wobei es aber bestimmt einige Fans finden wird. Es kriegt von mir drei Sterne weil es nett für Zwischendurch war und die Geschichte eigentlich einen guten Hintergedanken hatte.

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Veröffentlicht am 29.05.2022

Nett für Zwischendurch

Zwei Herzen unter acht Millionen
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Der Roman „Zwei Herzen unter acht Millionen“ von Kate Spencer erzählt von der turbulenten Liebesgeschichte zwischen Hayes Montgomery und Francesca „Franny“ Doyle. Ich kann zur Inhaltszusammenfassung den ...

Der Roman „Zwei Herzen unter acht Millionen“ von Kate Spencer erzählt von der turbulenten Liebesgeschichte zwischen Hayes Montgomery und Francesca „Franny“ Doyle. Ich kann zur Inhaltszusammenfassung den Klappentext empfehlen, damit ich nicht zu viel spoiler ;)
Im Grunde genommen ist es eine Geschichte voll mit Klischees und Zufällen. Man hat das Gefühl, man hat es schonmal gesehen/gehört, weiß aber nicht wo. Es beginnt schon damit, dass die finanziell schwächere Person (nicht arm) einen schlechten Tag hat und dann vom guten, reichen Mann gerettet wird. Das alles passiert natürlich wie es sich für eine New Yorker Geschichte gehört in der Subway. All dies konnte man sich bei dem Klappentext natürlich schon denken, ich hätte mich nur über ein paar Überraschungen und Änderungen gefreut. Franny hat eine bezaubernde und liebevolle Persönlichkeit, auch wenn sie besonders zum Schluss hin einige Entscheidungen sehr voreilig trifft. Hayes ist niedlich und fällt jetzt nicht besonders auf. Beide gehen einfach so umher wie einige Aspekte der Geschichte.
Deshalb muss ich auch sagen, dass sich das Buch sehr einfach lesen lässt. Es geht nie zu sehr in die Tiefe und würde von mir als ziemlich anspruchslos eingestuft werden. Alles passiert und für jedes Problem gibt es eine schnelle, einfache Lösung.
Es ist kein Buch mit absolutem „Wow-Effekt“ und lässt sich gut nebenbei lesen. Wer einfach nur ein Buch für die schönen Sommertage jetzt am See braucht, wird hier richtig sein.
Das Ganze geht auch mit dem Cover und Schriftstil einher, welche hübsch aber nicht sehr auffällig sind.
Es ist auf jeden Fall ein gutes Debüt, aber nichts besonderes. Wenn die Autorin dran bleibt, wird daraus bestimmt noch was.
Ich gebe dem ganzen 2,5 Sterne ⭐️

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Veröffentlicht am 22.03.2022

Anstrengend zu lesen

Madly
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Inhalt: June ist eine Studentin im ersten Semester am College. Sie stammt aus einem reichen Elternhaus, steht aber in schwierigen Verhältnissen mit ihnen, da sie ihren Ansprüchen der Perfektion nie gerecht ...

Inhalt: June ist eine Studentin im ersten Semester am College. Sie stammt aus einem reichen Elternhaus, steht aber in schwierigen Verhältnissen mit ihnen, da sie ihren Ansprüchen der Perfektion nie gerecht werden konnte, doch zum Glück hat sie Andie. Andie ist schon immer ihre beste Freundin, sie studieren zusammen, unterhalten sich und kennen ihre Geheimnisse, denn June hat etwas, was sie vor der ganzen Welt versteckt…
Mason ist ein wohlhabender Club-Besitzer, der sich zur Zeit aus den Fesseln seines Vaters lösen möchte. Er stammt ebenfalls aus einem reichen Elternhaus, ist aber wenig interessiert an dem Geschäftsmodell seines Vaters. Er zieht zusammen mit seinem besten Freund Cooper nach Seattle zum studieren. Cooper datet Andie, Junes beste Freundin. So lernen sich Mason und June kennen. Während sich Mason unsterblich in June verliebt und es nicht versucht zu verbergen, kann June sich diese Gefühle nicht eingestehen. Werden sie trotz alle dem und ihren Gemeinsamkeiten ein Happy-End erleben?
Meinung:
Wie im Titel bereits erwähnt, war es schwierig für mich dran zu bleiben. Die Geschichte zieht sich ins Unendliche und wird ab irgendeinem Punkt einfach nur nervig. Während Mason als Charakter total in Ordnung ist, ist June sehr nervtötend. Sie ist ständig unentschlossen und hat absolut gar kein Selbstbewusstsein. Wie ihre Eltern mit ihr umgegangen sind ist schrecklich, aber trotzdem hat sie nicht mal die Ansätze eines starken Charakters. Das finde ich schade, da sie ja auch so tolle Freunde wie Andie um sich hat. Ich habe den ersten Teil nicht gelesen und kenne Andies Macken dann vielleicht nicht so gut, aber June könnte sich deutlich mehr an ihr orientieren.
Es ist schade, da das Cover echt motivierend und vielversprechend gewirkt hat und die Story dann so ein Flop war. Die Autorin mag ich eigentlich, nur wird dies wahrscheinlich der letzte und einzige Teil bleiben, den ich aus dieser Reihe gelesen habe. Leser:innen die vielleicht sehr auf langsame Geschichten stehen die sich lange entwickeln, könnten aber vielleicht Freude an dem Buch finden.

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