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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.06.2021

unterhaltsame Urlaubslektüre

Die kleine Inselbuchhandlung
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Greta Wohlert arbeitet als Stewardess bei der Lufthansa bis eines Tages eine Angstattacke sie außer Gefecht setzt. Erholung sucht sie während ihrer Krankschreibung bei Tante Hille – ihrer Lieblingstante, ...

Greta Wohlert arbeitet als Stewardess bei der Lufthansa bis eines Tages eine Angstattacke sie außer Gefecht setzt. Erholung sucht sie während ihrer Krankschreibung bei Tante Hille – ihrer Lieblingstante, die auf einer kleinen Nordseeinsel wohnt. Greta hilft ihrer Tante die durch Hille und deren Vater über Jahrzehnte angesammelten Bücher zu entrümpeln und dabei kommt ihr eine Idee…
Das Buch ist eine echt unterhaltsame und kurzweilige Urlaubslektüre. Die Charaktere sind liebevoll beschrieben und als Leser kann man das Inselleben, die einzigartige Natur wunderbar nachempfinden. Kleine und große Probleme müssen Greta und ihre Lieben bei der Umsetzung ihres Plans lösen und immer wieder kommt zwischen den Zeilen zum Ausdruck, dass das Leben auf der Insel seine eigene (langsamere) Zeitrechnung hat. Und ganz wichtig: Geheimnisse bleiben nicht lange geheim. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, wenn ich auch fand, dass erst zum Ende des Buchs etwas mehr Dramatik zu spüren war. Von mir gibt’s 4 Lese-Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2021

lesenswert, spritzige Dialoge,

Vom Ende der Stille
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Nik Pohl, der ehemalige Kripobeamte, ist schon sehr speziell. Auf der einen Seite brilliert er durch seinen wachen Verstand, den er aber auf der anderen Seite sich mit Alkohol vernebelt. Denn auch wenn ...

Nik Pohl, der ehemalige Kripobeamte, ist schon sehr speziell. Auf der einen Seite brilliert er durch seinen wachen Verstand, den er aber auf der anderen Seite sich mit Alkohol vernebelt. Denn auch wenn er seine Gefühle nicht zeigt, gehen ihm manche Fälle unter die Haut. So auch dieser, bei dem Rachel Preuss Leiche unter einem anderen Grab entdeckt wird, als dieser Tote umgebettet werden sollte. Zum Verschwinden vom Rachel (bereits 2013) hatte er damals erfolglos ermittelt und war das Versprechen gegenüber Rachels bester Freundin, sie zu finden, noch immer schuldig geblieben.
Umso mehr verbeißt er sich jetzt in den Fall. Dabei bekommt das eingespielte Team um Nik Unterstützung durch Lia Essing, Rachels bester Freundin.
Auch wenn die Art wie Nik die Polizei erpresst, um an Interna zu gelangen, mir recht realitätsfremd erscheint, fand ich auch diesen Band wieder sehr unterhaltsam. Der Krimi lebt in meinen Augen durch die so unterschiedlichen und mitunter auch gewöhnungsbedürftigen Charaktere. Kindlich, spielerisch necken sie sich, hecken Pläne aus und nehmen sie gegenseitig auf die Schippe. Die ironischen Dialoge zwischen Balthasar und Nik, lassen das Buch so lebendig erscheinen. Vom Schmunzeln beim Lesen mal ganz abgesehen. Überzeugt hat mich dann der unvorhersehbare Schluss des Buchs. Ich habe mich jedenfalls wieder sehr gut unterhalten gefühlt und gebe 4 Lese-Sterne

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.05.2021

absolut gelungener Thriller

Der Blutkünstler
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Mich hatten Titel und Cover neugierig gemacht. Und bin nicht enttäuscht worden! Allerdings das gleich vorweg: das Buch ist nichts für schwache, blutleere Leser.
Denn gleich am Anfang wird die Düsseldorfer ...

Mich hatten Titel und Cover neugierig gemacht. Und bin nicht enttäuscht worden! Allerdings das gleich vorweg: das Buch ist nichts für schwache, blutleere Leser.
Denn gleich am Anfang wird die Düsseldorfer Galeristin Senta van Darten selbst zum Ausstellungsobjekt in ihrer eigenen Galerie. Das Vorgehen wird recht genau und abschreckend beschrieben. Selbst die ermittelnden Beamten der neu gegründeten Sonderkommission III sind beim Anblick der zur Schau gestellten Leiche geschockt. Nur den Leiter der Abteilung, Tom Bachmann, kann das nicht beeindrucken. Er ist speziell auf die Aufklärung von grausamen Serienmorden ausgebildet.
Das Buch hat mich voll überzeugt. Das liegt zum einen daran, dass mir Tom Bachmann, den ja selbst ein kindliches Trauma immer wieder mit Albträumen weckt, sympathisch ist. Dieser Mann, der in Polizeikreisen auch der Seelenleser genannt wird, setzt sein Können so gezielt ein, arbeitet so analytisch – er hat mich überzeugt. Dabei fehlt ihm aufgrund seiner kindlichen Erfahrungen die Fähigkeit sich Menschen gegenüber zu öffnen oder gar zu lieben. Ich fand es auch interessant, wie dem Leser, wenn Tom mal wieder gedanklich alte, aufgeklärte Fälle durchging, die kranke Psyche der Täter vermittelt wird.
Der Autor geht bei den Beschreibungen von Toms grausamer Kindheit nicht zu sehr ins Detail, so dass da immer noch Spannung bleibt und der Wunsch mehr darüber zu erfahren. Denn damals war sein einziger Freund Aaron, von dem Ton nun nichts mehr wissen will. Bleibt die Frage warum, denn Aaron sucht noch immer seine Nähe.
Chris Meyer ist es (bei mir) sehr gut gelungen, mich mit dem Serienkiller, der Rückblende in Toms Kindheit und den Ausführungen zu den Taten des Beobachters total zu verwirren. Immer wieder spekulierte ich, wie und wo da ein Zusammenhang ist. Toll gemacht, darum auch 5 Lese-Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2021

Starke Frau – unterhaltsame, gelungene Fortsetzung

Palais Heiligendamm - Stürmische Zeiten
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Elisabeth steht vor neuen Herausforderungen. Die Inflation erschwert das Betreiben des Hotels. Dabei ist sie wie immer auf sich gestellt, ihr Bruder Paul ist keine Hilfe. Dabei hat Elisabeth noch andere ...

Elisabeth steht vor neuen Herausforderungen. Die Inflation erschwert das Betreiben des Hotels. Dabei ist sie wie immer auf sich gestellt, ihr Bruder Paul ist keine Hilfe. Dabei hat Elisabeth noch andere Sorgen. Ihr Verhältnis zu Julius steht auch nicht zum Besten. Doch diese Sorgen sollen nicht die Einzigen bleiben, denn mit dem wachsenden Einfluss der Nazis steht das Hotel vor weitreichenden Entscheidungen….
Wieder ist es Elisabeth, die die Geschichte des Palais fest in Händen hält, sogar über die Inflationszeit rettet. Für alles übernimmt sie Verantwortung, bezieht Stellung und behält dabei das Menschliche, Soziale stets im Auge. Eine starke Frau, die dabei für sich selbst und ihre Liebe zu Julius anfangs keinen glücklichen Weg findet. Trotzdem bewundere und mag ich sie. Kam mir Julius bisher immer vor wie der Goldesel der Familie Kuhlmann, so wird er in diesem Teil zum Felsen in der Brandung. Ein Mann der vorbehaltlos hinter Elisabeth steht, der Schwierigkeiten als Herausforderung sieht und angeht, mit anderen Worten: ein Macher. Ganz im Gegenteil zu Paul, Elisabeths Bruder, der immer nur mit sich seiner Veranlagung hadert, von seinen Gefühlen getrieben wird. Es sind die kleinen und großen Sorgen der Familie Kuhlmann und ihres luxuriösen Hotels, die das Lesen so abwechslungsreich und unterhaltsam machen. Es wird nie langweilig in und mit dieser Familie. Von mir gibt’s 5 Lese-Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung. Natürlich freue ich mich auch schon auf die Fortsetzung (Jan. 2022).

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2021

gebrochene Seele

Dein böses Herz
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Ein Toter ohne Herz, zu diesem Tatort wird Sandra Rehbein, Leiterin der Mordkommission, gerufen. Doch der Fall wird noch bizarrer, denn die Ehefrau des Opfers erhält zeitgleich per Post ein Video, das ...

Ein Toter ohne Herz, zu diesem Tatort wird Sandra Rehbein, Leiterin der Mordkommission, gerufen. Doch der Fall wird noch bizarrer, denn die Ehefrau des Opfers erhält zeitgleich per Post ein Video, das ihren Mann beim Sex mit einer anderen Frau zeigt. Es bleibt auch nicht bei diesem einen Toten.
Ja, die Geschichte hat es in sich. Dabei bleibt der Leser recht lange im Unklaren darüber, was hinter diesen bestialischen Morden steckt. Hauptkommissarin Rehbein erkennt zwar recht schnell, was die Opfer verbindet und ahnt auch wer die nächsten Opfer sein könnten, aber wer hinter den Morden stecken könnte bleibt unklar. Gleichzeitig deckt sie aber auch ein dunkles Geheimnis aus der Vergangenheit auf. Das liest sich alles sehr spannend und wird noch angeheizt durch die Frage, wer ist von solch religiösen Wahn befallen? Denn immer wieder werden kleinere Kapitel mit Einblicken in die kranken Gedanken des Täters gewährt, ohne dass man erraten könnte, wer es ist. Der Krimi ist darum in meinen Augen recht spannend geschrieben. Gut hat mir auch gefallen, wie Ronny Schäfer, Sandras Kollege, immer wieder stichelt und es zu regelrechten Schlagabtauschen zwischen den beiden kommt. Das gibt der Geschichte zusätzlichen Pep. Jetzt kommt noch ein aber. Mit der Arbeitsweise von Sandra, gut sie ist alleinerziehende Mutter, konnte ich an einigen Stellen nichts anfangen. Wenn Druck bei der Aufklärung herrscht, kann man doch als Chefin nicht einfach stundenweise nach Hause fahren und dringende Arbeit delegieren!?
Insgesamt betrachtet erhält der Krimi von mir 4 Lese-Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere