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Rebecca1120

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Narben brechen auf

Fuchskind
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Gesine Cordes ist als Friedhofsgärtnerin wieder einmal die Erste auf dem Ostfriedhof. Doch heute ist etwas anders. Abgesehen von der Kälte ist niemand im Pförtnerhäuschen und dann hört sie auch noch das ...

Gesine Cordes ist als Friedhofsgärtnerin wieder einmal die Erste auf dem Ostfriedhof. Doch heute ist etwas anders. Abgesehen von der Kälte ist niemand im Pförtnerhäuschen und dann hört sie auch noch das Greinen eines Babys. Wer hat ein Baby im kalten, nassen November ausgesetzt und dann noch auf einem Friedhof? Wer das erfahren will, sollte selbst dieses Buch lesen.
Auch in diesem Krimi hat Annette Wieners wieder sehr gefühlvoll beschrieben welche Gedanken und Widersprüche in Gesines Kopf miteinander ringen. Gesine kann eben ihren alten Beruf als Kriminalkommissarin nicht ganz ablegen. Dies hat sie mir bereits im ersten Roman „Kaninchenherz“ sympathisch gemacht . Emotional wird sie ja in diesem Teil voll auf die Probe gestellt. Auch in diesem Buch werden wieder giftige Garten- und Wiesenpflanzen an einigen Stellen beschrieben. Aber in diesem Krimi haben sie nicht wirklich einen direkten Bezug zur Handlung gefunden. Außerdem empfinde ich die Zusammenhänge zwischen Aussetzen des Säuglings und den Verbrechen etwas zu global angelegt.
Für alle, die emotionale Krimis mögen, ist dieser hier durchaus eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Vom Kind zur Frau in den Wirren des Krieges

Wiedersehen in Dorset
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Polly Brown wird zu Kriegsbeginn gemeinsam mit anderen Londoner Kindern aufs Land verschickt, um so vor den drohenden deutschen Bombenangriffen sicher zu sein. Dreizehn Jahre, fast noch ein Kind, aber ...

Polly Brown wird zu Kriegsbeginn gemeinsam mit anderen Londoner Kindern aufs Land verschickt, um so vor den drohenden deutschen Bombenangriffen sicher zu sein. Dreizehn Jahre, fast noch ein Kind, aber mit Sicherheit noch keine Frau, steht sie am Zielort und bangt um ihre Zukunft. Wird sie freundliche Aufnahme in ihrer neuen Heimat finden? Wird sie bald ihre Eltern wiedersehen und zurückkehren können?

Wer die Antworten wissen will, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Ich habe mich jedenfalls beim Lesen gut unterhalten gefühlt. Der Autorin ist es gut gelungen die Ängste und Zweifel die Polly während dieser Kriegsjahre durch litten hat zu schildern. Schließlich war sie nicht nur von ihrer Familie getrennt, sie kam auch in eine neue, für sie äußerst vornehme Familie und musste auch noch mit den pubertären Gefühlen klar kommen. Kein leichtes Unterfangen. Ich hätte mir dabei aber Theatralik gewünscht. Das hätte der Geschichte mehr Tiefe gegeben. Polly wird in meinen Augen als ausgesprochen gutmütig, die Fehler und Intrigen der anderen ihr gegenüber immer wieder verzeihend und absolut selbstlos beschrieben. Nicht immer konnte ich mich mit ihren Entscheidungen anfreunden, sie kamen mir unrealistisch vor. Berechnend wie manche Menschen sind (so auch in Pollys Familie) erschien mir dies mehr wie ein Märchen.

Wer eine Geschichte über Jugendliebe in den Wirren des 2. Weltkriegs lesen möchte, dem kann ich dieses Buch durchaus empfehlen.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Wenn Liebe umschlägt

Wald der Toten
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Nachdem die 21 jährige Franny nach deinem Kneipenbesuch nicht nach Hause kommt, denkt die Polizei erst einmal, sie ist aus ihrem bisherigen Leben ausgebrochen und macht sich eine schöne Zeit. Einzig die ...

Nachdem die 21 jährige Franny nach deinem Kneipenbesuch nicht nach Hause kommt, denkt die Polizei erst einmal, sie ist aus ihrem bisherigen Leben ausgebrochen und macht sich eine schöne Zeit. Einzig die Kripobeamtin Miriam glaubt dem besorgten Exfreund und den Eltern….
Der Titel des Buchs hat mich dazu bewogen es zu lesen. Aber so richtig nachempfinden konnte ich die im Buch genannte Begründung nicht.
Das Lesen des Buchs war sehr kurzweilig. Miriam als Hauptakteur in dem Krimi war mir gleich von Anfang an sympathisch, ihr Einfühlungsvermögen, ihre Fähigkeit sich auf neue Dinge einzulassen. Der etwas neugierige Nachbar ihrer Mutter wurde auf sehr schöne Weise mit seinen kautzigen Eigenheiten beschrieben – sehr gut gemacht. Hier fand ich auch die Beschreibung, wie er mittels seines Lehrwissens >ehemaliger Mathematiklehrer< die Funkdaten analysiert und dadurch den Ort des Verstecks ermittelt hat, bemerkenswert. Das fand ich glaubhaft und verständlich dargestellt.
Weniger gefallen hat mir, als auf Seite 79 der Täter ohne Ankündigung/Vorwarnung dem Leser der Täter bekanntgegeben wurde. Das fand ich etwas abrupt, wie ein Bruch beim Lesen und außerdem war da ab diesem Zeitpunkt bei mir die Spannung weg. Bis zum Ende war das dann nur noch die Beschreibung der polizeilichen Ermittlung und ich >der Leser< war außen vor. Schade.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mord oder Unfall?

Brennender Midi
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Strafversetzt in ein kleines Kaff in der Provence muss Capitaine Blanc den Absturz eines Militärflugschülers mitten in einen Olivenhain klären. War es ein Unfall? War es Mord?
Als kurz darauf auch noch ...

Strafversetzt in ein kleines Kaff in der Provence muss Capitaine Blanc den Absturz eines Militärflugschülers mitten in einen Olivenhain klären. War es ein Unfall? War es Mord?
Als kurz darauf auch noch ein Arbeiter im gleichen Olivenhain erstochen aufgefunden wird, glaubt Blanc nicht mehr an einen Unfall. Aber wie hängen diese beiden Toten zusammen? Gibt es überhaupt einen Zusammenhang? Wer das wissen möchte, sollte diesen Krimi unbedingt lesen.
Dem Autor merkt man beim Lesen an, dass er verliebt ist in diese französische Landschaft. In meinen Augen ist eer dabei aber etwas zu detailliert auf die Beschreibungen der Landschaft und der darin eingebetteten Ruinen eingegangen. Wenn ich ehrlich bin, habe ich diese Textpassagen überflogen, denn ich wollte ja wissen, wie die polizeilichen Ermittlungen vorangehen. Denn auf der anderen Seite ist es Cay Rademacher in meinen Augen sehr gut gelungen Spannung bei der Beschreibung der Ermittlungen und darin enthaltene Unklarheiten sowie Widersprüche aufzubauen. Capitain Blanc, auf’s berufliche Abstellgleis geschoben, handelt dabei nicht immer nach Dienstvorschrift. Geschickt manipuliert er Vorgesetzte, Verdächtige und Kollegen. Ich habe beim Lesen sein Tun bewundert und genossen, der Typ ist mir ans Herz gewachsen. Womit ich mich allerdings schwer getan habe, sind die französischen Namen wie auch die oftmals in Kursivschrift eingefügten französischen Vokabeln. Für die Namen gab es im Anhang ja eine Auflistung, für die Vokabeln hätte ich mir das auch gewünscht, denn oftmals hat sich mir deren Bedeutung beim Lesen nicht erschlossen. Gut gefallen hat mir die Komik in einigen Wortgefechten.
Insgesamt finde ich das Buch recht unterhaltsam und gebe 3 Sterne.

Veröffentlicht am 04.05.2021

konnte mich nicht überzeuigen

So wie du mich kennst
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Mich hatte die Leseprobe neugierig gemacht. Eine junge Frau (Karla) die die Urne ihrer kleinen Schwester aus Amerika in ihre fränkische Heimat bringt. Beide Schwestern waren zu Lebzeiten eng verbunden ...

Mich hatte die Leseprobe neugierig gemacht. Eine junge Frau (Karla) die die Urne ihrer kleinen Schwester aus Amerika in ihre fränkische Heimat bringt. Beide Schwestern waren zu Lebzeiten eng verbunden und darum fühlt sich Karla nun, da ihre 2. Hälfte für immer fehlt, sehr einsam, auch das Trauern fällt ihr schwer. Sie hofft diesen Verlust in Amerika, wo sie die Wohnung ihrer Schwester auflösen will, verarbeiten zu können…
Die Geschichte wird aus zwei Sichten erzählt. Die beiden Schwestern wechseln sich immer ab. Gut gefallen hat mir am Anfang, als Karla ihre jüngere Schwester in groben Zügen, aber nicht weniger aussagekräftig, dem Leser vorstellt. Doch danach werden die Ausführungen in meinen Augen leider sehr ausschweifend. Da verliert sich die Geschichte in Nebensächlichkeiten, was mir die Freunde am Lesen gedämpft hat. Auch die Beschreibungen zu Karlas innerer Pein über den Verlust wird so oft wie wortgewaltig ausgeführt, dass ich mich gefragt habe, kommt da noch was? Was will die Autorin mir vermitteln? Ich bin irgendwie mit der Geschichte nicht warm geworden. Darum gebe ich auch nur 2,5 Lese-Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere