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Rebecca1493

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Veröffentlicht am 04.04.2017

Ernst ist es eher selten, meistens unglaublich schön und manchmal krachts gewaltig!

Mauerblümchen - Café au Lait und ganz viel Liebe 2
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Journalistin Melina zieht sich nach einem unerwartet Nervenzusammenbruch immer mehr zurück. Sie nimmt nur noch Aufträge an die sie von Zuhause aus bearbeiten kann und pflegt außer Telefonaten keinen Umgang ...

Journalistin Melina zieht sich nach einem unerwartet Nervenzusammenbruch immer mehr zurück. Sie nimmt nur noch Aufträge an die sie von Zuhause aus bearbeiten kann und pflegt außer Telefonaten keinen Umgang mit ihren Mitmenschen mehr. Das ändert sich jedoch schlagartig als sie Thomas, der im nahegelegenen Café Anderson kellnert, mit Ruhe und Besonnenheit aus einer Geiselnahme befreit. Dieser kann nur langsam das Geschehene verarbeiten und fühlt sich wie magisch zu seiner Retterin hingezogen. Der sture Thomas und die introvertierte Melina geraten mehr als einmal aneinander. Ob die beiden trotz aller Probleme zueinander finden werden?



Der zweite Teil der Reihe rund das Café Anderson hat mich noch mehr überzeugt als der erste. Das Thema unterdrückte Schüchternheit, das wunderbar in das Buch eingeflochten ist und bereits am Anfang des Buches erläutert wird, war in meinen Augen sehr gut dargestellt. Da ich auch ab und zu, vor allem wenn es um Telefonanrufe bei fremden Personen geht, damit zu kämpfen habe, hat es mich sehr gefreut, dass die Thematik das Buch beherrscht hat. In diesem Zusammenhang passt der Titel "Mauerblümchen" wunderbar zu dieser Geschichte, die anderen Menschen vielleicht die Möglichkeit gibt, ihre Scheu zu akzeptieren und als Teil ihrer Selbst zu betrachten.

Schon das Titelbild hatte mich gepackt. Die beiden Personen auf dem Bild vermitteln das Vertrauen zueinander, das Melina und Thomas nach und nach zueinander aufbauen. Auf den ersten Blick scheinen die beiden Charaktere viel zu verschieden um aneinander Gefallen zu finden. Erst der Vorfall im Supermarkt bringt Thomas Melina näher. Diese Nähe führt dazu, dass er unter anderem auch durch seine Sturheit, Seiten an Melina entdeckt, die sie krampfhaft zu verbergen versucht.

Die Schilderung Melinas Verhaltens sind meiner Meinung nach sehr gut gelungen: Sie bemüht sich jedermann zu gefallen um den Preis ihres eigenen Glücks und ihrer Zufriedenheit mit sich selbst. Es tat mir während des Lesens wirklich weh zu sehen, wie sie sich im Laufe ihres Lebens immer mehr verstellen musste, um ihrem Umfeld ihre vermeintliche Stärke zu suggerieren. Auf Knopfdruck wird aus dem Gruftie Melina, die taffe, sexy Melina, die der Männerwelt den Kopf verdreht und nichts von sich selbst preisgibt.

Aber hinter diese Fassade blickt Thomas immer wieder und diese liebenswerte Melina lässt ihn nicht mehr los. Er beginnt um sie zu kämpfen, sie zu umwerben was für ihn sonst nie nötig war und wird im Gegenzug von ihr aus seiner posttraumatischen Belastungsstörung befreit. Für mich einer der liebenswertesten Charaktere in einem Liebesroman auch wenn er am Anfang noch ein kleiner Rüpel war.

Ich habe mich auch sehr darüber gefreut, dass Personen aus dem vorangegangenen Buch um Jo und Mike vorgekommen sind. So langsam schreit die Geschichte um Sophia nach einer Auflösung und ebenso gespannt bin ich darauf zu erfahren wie es mit Christin und Laura weitergeht. Ich würde mich sehr über eine Fortsetzung freuen :)

Fazit: "Ernst ist es eher selten, meistens unglaublich schön und manchmal krachts gewaltig!" Dieses Zitat bringt die Erzählung um Thomas und Melina voll und ganz auf den Punkt. Wirklich berührende Geschichte, die Mut macht sein Leben wieder in die Hand zu nehmen!

Veröffentlicht am 04.04.2017

Was lange währt wird endlich gut

Ein Kuss für Clara
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Clara Fontaine, die neue Bürgermeisterin des beschaulichen Ortes Greenwater Hill, steckt in der Klemme: Bis zum Ende des Jahres soll sie ihren Heimatort nicht nur attraktiver machen, sondern auch für einen ...

Clara Fontaine, die neue Bürgermeisterin des beschaulichen Ortes Greenwater Hill, steckt in der Klemme: Bis zum Ende des Jahres soll sie ihren Heimatort nicht nur attraktiver machen, sondern auch für einen Anstieg der Einwohnerzahl sorgen. Leider sieht es in der Gemeindekasse alles andere als rosig aus. In dieser schwierigen Zeit trifft sie unverhofft auf ihren einstigen Klassenkameraden Aiden Fletcher, der nicht nur freundschaftliche Gefühle in ihr auslöst. Als Clara auch noch einen Investor findet, der für die Sanierung der Stadt Geld aufbringen möchte, scheint ihr Glück perfekt, doch da muss sie erkennen, dass Aiden ihr nicht die ganze Wahrheit erzählt hat...

Erst einmal vorweg: "Ein Kuss für Clara" ist der zweite Teil der Greenwater Hill Reihe. Außerdem spielt ihre Schwester Chloe in der Erzählung "A Place to Remember" die Hauptrolle. Ich hatte den ersten Band nicht gelesen, allerdings konnte ohne weiteres in die Geschichte eintauchen ohne Vorwissen mitzubringen. Aber bestimmt ist es schön, Charaktere aus bereits gelesenen Büchern wiederzuentdecken!

Das Cover hat es mir besonders angetan: Die beiden Menschen auf dem Bild wirken sehr glücklich und strahlen. Ein Lob hat es aber besonders deswegen verdient, weil es tatsächlich zwei Personen zeigt, die zur Beschreibung von Clara und Aiden im Buch passen!

Da ich schon im Vorfeld die Leseprobe zu Gemüte geführt hatte, wusste ich, dass Sarah Saxx einen angenehmen Schreibstil hat, der es einem leicht macht sich in das Geschehen einzufinden. Umso mehr habe ich mich auf das Buch gefreut und wurde nicht enttäuscht! Es wirkt nicht gestelzt sondern sehr flüssig und kann dadurch das Buch kaum noch aus der Hand legen. Mein einziger Kritikpunkt: Mir ist nur gelegentlich die Häufung von Worten wie S... aufgefallen. Nicht ganz mein Fall, aber das ist natürlich Geschmackssache.

Was mir besonders gut gefallen hat mir der Wechsel der Perspektiven: Es wurde immer jeweils ein Kapitel aus der Sicht Claras und dann aus der Aidens erzählt. Die Geschichte im selben Buch auch einmal aus der Sicht des männlichen Protagonisten geschildert zu bekommen, war wirklich spannend. Man hat Aiden von Beginn an angemerkt wie sehr er schon seit seiner Schulzeit in Clara verliebt ist! Wirklich mal erfrischend, wenn nicht nur die Frau unsicher und nervös wird, wenn ihr die Liebe des Lebens begegnet! Die beiden passen wirklich wunderbar zusammen. Positiv fand ich auch, dass sich die Geschichte nach einer gewissen Zeit nicht nur um das Sexleben der beiden drehte, sondern nach ausführlichen Schilderungen, das Zwischenmenschliche wieder in den Vordergrund gerückt ist. Die liebevolle Beziehung zwischen Aiden und seinem Großvater wurde ebenfalls gut in Szene gesetzt, besonders die Szene zu Beginn des 2. Kapitels, in der sich Aiden über die Tischmanieren seines Opas wundert, hat mich zum Schmunzeln gebracht!

Alles in allem eine schöne Geschichte über die Liebe, Vertrauen und den Mut etwas zu wagen!

Veröffentlicht am 04.04.2017

Super Auftakt!

Emba - Bittersüße Lüge
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Gegen den Wunsch ihres Vaters Elias, seines Zeichens Inhaber von Industria, einer der reichsten Firmen der Welt, bewirbt sich Emba an der Jägerschule Pantreás. Dort wird jungen Menschen gelehrt Runare ...

Gegen den Wunsch ihres Vaters Elias, seines Zeichens Inhaber von Industria, einer der reichsten Firmen der Welt, bewirbt sich Emba an der Jägerschule Pantreás. Dort wird jungen Menschen gelehrt Runare zu fangen, Wesen aus purer Energie ohne die das alltägliche Leben nicht möglich wäre. Mit ein wenig Glück besteht die junge Frau die Aufnahmeprüfung und bekommt die Chance sich zu beweisen. Doch Emba wird immer häufiger Opfer mysteriöser Zwischenfälle und muss um ihren Platz an der Akademie bangen. Wer steckt hinter diesen Anschlägen? Zur gleichen Zeit kommt es vor den Toren der Jägerschule immer häufiger zu Demonstrationen. Die Aufständischen fordern Energie für alle. Langsam beginnt Emba zu begreifen, dass ihre Welt auf bittersüßen Lügen aufgebaut ist...

"Emba - Bittersüße Lüge" ist der vielversprechende Auftakt zu einer Dilogie, die in einer Welt spielt, die unserer sehr ähnelt. Das war auch der Grund dafür, dass ich ohne Probleme in die Geschichte einsteigen konnte. Der flüssige Schreibstil und die Ich-Perspektive, aus der Embas Abenteuer erzählt wird, tuen ihr Übriges, um zu einem stimmigen Lesevergnügen beizutragen. Zu Beginn war das Buch zwar noch ein wenig zäh, aber das ist bei Fantasyromanen oft der Fall bis alle Details geklärt sind. Aber im Gegensatz zu vielen anderen Büchern, die in eine erfundene Welt einladen, habe ich nicht lange gebraucht, um zu verstehen wie sie aufgebaut ist.

Die Energie spielt wie in unserer Welt der Strom, eine sehr wichtige Rolle. Ebenso wie in unserer heutigen Zeit in der die Kohlestoffe als Brennstoffe dienen und versiegen, scheint die Energiequelle in Form der Runare sich langsam aber sicher zu erschöpfen. Alternative Ideen werden kritisch beäugt und nicht weiter verfolgt. Gute Idee diese Parallele zu ziehen. Industria steht als diejenige Firma, die die Energie zur Verfügung stellt und von Embas Vater geleitet wird, für die Industriestaaten unserer Welt, die sich schwer tun umzudenken und alternative Energien zu nutzen.

Besonders hervorheben möchte ich das gelungene Cover: Zum einen ist Emba hervorragend getroffen wie ich finde. Ihre pinken Jahre passen sehr gut ins Bild. Zum anderen ist es ein Titelbild, das den Leser anregt das Buch aufzuschlagen und die Inhaltsangabe zu lesen. Auch die Idee mit den zunächst geschlossenen Augen, die Embas Leben mit der Lüge symbolisieren, finde ich super.

Emba hat mir als Charakter gut gefallen: Sie ist aufgeweckt, lässt sich Dinge nicht einfach über sich ergehen und hinterfragt Unstimmigkeiten im System, das sie seit ihrer Geburt zu kennen glaubt. Sie lässt sich nicht verbiegen und in eine Rolle pressen, in der ihr Vater sie gerne sehen würde.

Auch die Beziehung zwischen Emba und Elias wurde einfühlsam geschildert. Elias ist ein treusorgender Vater, der seine Tochter mit seiner Liebe fast schon erdrückt. Im Verlaufe des Buches lernt man ihn aber auch von einer anderen Seite kennen: Als knallharter Geschäftsmann, der trotz der sinkenden Runarenzahl, die Welt mit Energie versorgen möchte.

In Coco findet Emba ihre erste richtige Freundin. Das Mädchen lebt im Gegensatz zu Emba allerdings sehr angepasst und sieht zwischen den Unfällen, die Emba passieren, keinen Zusammenhang.

Ganz im Gegensatz zu Fynn, der Emba mit seiner Tatkraft zur Seite steht. Er ist ein junger Mann, der es nicht immer leicht hatte im Leben und in einen Aufstieg bei Industria mit Wohlstand und Unabhängigkeit verknüpft, all das, wofür Emba nie kämpfen musste. Bin sehr gespannt, ob ihre junger Liebe eine Chance hat.

Fazit: Leider war das Buch viel zu schnell zu Ende und lässt mich als Leser atemlos zurück. Der Abschluss dieses ersten Teils der Geschichte war für in dieser Form nicht vorauszusehen und war ein absolutes Highlight! Der Schreibstil, die Charaktere und die Erzählung als solche haben mich überzeugt! Absolute Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 04.04.2017

Wenn die Liebe nur so einfach wäre

Ausgerechnet du
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In Jennies Leben läuft es gar nicht rund: Vor Kurzem wurde sie von ihrem jetzt schwulen Freund verlassen, ihre Gesangskarriere ist ins Stocken geraten und ihr Vater hat ihr ohne zu fragen einen Job bei ...

In Jennies Leben läuft es gar nicht rund: Vor Kurzem wurde sie von ihrem jetzt schwulen Freund verlassen, ihre Gesangskarriere ist ins Stocken geraten und ihr Vater hat ihr ohne zu fragen einen Job bei einem seiner Freunde besorgt. Dort begegnet sie zu allem Überfluss ihrer einstigen großen Liebe Tobi, der sie vor vielen Jahren einfach sitzen gelassen und ihr Herz gebrochen hat. In ihrer Verzweiflung konsultiert Jenny eine Wahrsagerin, um zu Erfahren wie es mit ihrem Liebesleben weitergehen wird. Diese prophezeit ihr, dass Jenny am 14. Februar ihrem wahren Seelenverwandten begegnen wird. Und tatsächlich: Am Valentinstag macht sie Bekanntschaft mit Gregor. Ob er ihr Traummann ist?

Bereits im Vorfeld hatte ich die Leseprobe dieses Buches gelesen, ich wusste also auf was ich mich einlasse, denn schon auf den ersten Seiten merkt man, dass vor allem Humor, eine Brise Ernsthaftigkeit und die Liebe eine Rolle spielen. Perfekte Zutaten für einen Liebesroman.

Es geht unter anderem um Tobi, der bereits im ersten Teil "Nicht auch noch der" beteiligt ist. Das Buch kann aber unabhängig davon gelesen werden. Allerdings spielen einige der Charaktere aus Band 1 wieder eine Rolle, was aber kein Problem darstellt, da sie nochmals detailliert vorgestellt werden.

Lena Marten hat einen mitreißenden Sprachstil, der mich als Leser von der ersten Seite an abgeholt hat. Zum einen wirken die Dialoge nicht gestelzt, sondern authentisch, zum anderen sind die Charaktere nicht nur oberflächlich gehalten, sondern haben Tiefgang. Immer wieder wird ein Teil der Geschichte um den Tod Jennies Bruder gelüftet, was eine gewisse Spannung erzeugt hat und den Leser u.a. zum weiteren Schmökern einlädt. Was sich wirklich in der Nacht des Todes abgespielt hat, habe ich so nicht erwartet. Ein weiterer positiver Aspekt für mich war, dass die Geschichte sowohl aus der Sicht von Jenny als auch aus der von Tobi erzählt wird. Dadurch fühlte man sich den beiden Charakteren näher und man konnte ihre Beweggründe besser nachvollziehen.

Auch die Romanzen der ebenfalls im Buch vorkommenden Männer und Frauen z.B. Dominik, Chad, Pia oder Aida haben die Geschichte aufgelockert und den Lesern eine Pause von den Problemen in der Beziehung zwischen Jenny und Tobi gegeben. Ich würde mich sehr freuen, wenn es einen weiteren Teil geben würde, der von Nick und Aida handelt. Nach der Szene in Nicks Auto, die mich zum Lachen gebracht hat, würde ich gerne erfahren wie es mit den beiden weitergeht.

Tobi und Jennies Geschichte war wirklich ein Wechselbad der Gefühle. Kaum hatte man das Eindruck gewonnen, dass alles gut werden würde zwischen den beiden, kam Schlag für ihre aufkeimende Beziehung. Die beiden haben es sich wirklich nicht leicht gemacht! Am liebsten hätte ich den beiden an der ein oder anderen Stelle den Kopf gewaschen ;)

Mich als frischgebackene 23-Jährige hat es sehr gefallen, dass ich mal wieder ein Buch lesen konnte, dessen Charaktere meinem Alter entsprechen. Ebenso die Tatsache, dass das Buch in Nürnberg spielt, da ich schon einige Male dort zu Besuch war und mir die Stadt ausnehmend gut gefällt. Hab sogar den ein oder anderen Ort in der Erzählung wiedererkannt.

Fazit: Ein gelungener Liebesroman, der mich wirklich überzeugen konnte und in diesem Sommer nicht fehlen darf.

Veröffentlicht am 04.04.2017

Sommerkrimi für Zwischendurch

Mord in San Vincenzo
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Krimiautorin Francesca hat die Nase voll: Ihr Freund hat mit einer Jüngeren angebandelt und mit dem Schreiben klappt es auch nicht so recht. Als hätten ihre Verwandten ihre Verzweiflung gespürt, wird sie ...

Krimiautorin Francesca hat die Nase voll: Ihr Freund hat mit einer Jüngeren angebandelt und mit dem Schreiben klappt es auch nicht so recht. Als hätten ihre Verwandten ihre Verzweiflung gespürt, wird sie kurzerhand nach San Vincenzo, einer kleinen Stadt im Herzen der Toskana, eingeladen, um ihre Tante nach einer Verletzung bei der Leitung ihres Hotels zu unterstützen. Kaum dort angekommen überschlagen sich die Ereignisse: Signor Pierini, Besitzer der hiesigen Strandbar, wird ermordet aufgefunden. Francescas Neugier ist sofort geweckt und sie beginnt zusammen mit ihren Verwandten Nachforschungen anzustellen - sehr zum Missfallen von Commissario Monte.

Als großer Fan der Toskana, eine Region in Italien, der ich schon so manchen Besuch abgestattet habe, musste ich natürlich sofort zugreifen als ich das Cover des Buches gesehen habe. Wirklich eine wunderschöne Kulisse, die auf der Titelseite dargestellt wird.

Insgesamt hat mich der Schreibstil der Autorin überzeugen können: Über weite Strecken wurde die Geschichte sehr flüssig erzählt. Die Dialoge waren allerdings einige Male etwas steif, so würde man normalerweise nicht miteinander sprechen. Etwas irritiert hat mich auch, dass es keine Unterteilungen innerhalb des Buches gegeben hat bis auf gelegentlich vorkommende Absätze. Dadurch konnte ich als Leserin manchmal nur schwer erkennen, wann die eine Szene zu Ende und die andere begonnen hat.

Das Buch wird aus der Sicht der Kriminalautorin Francesca erzählt, die eigentlich aus Florenz stammt (übrigens auch eine wunderschöne Stadt, die über kurze Strecken Schauplatz des Krimis wird). Sie ist eine lebenslustige, engagierte Persönlichkeit, die gerne den Ton angibt und sich von niemandem, auch nicht von Monte, vorschreiben lässt, was sie zu tun und zu lassen hat. Ihre forsche Art bringt sie mehr als einmal in Schwierigkeiten, was mir immer wieder ein Schmunzeln entlocken konnte.

Auch ihre Verwandten habe ich ins Herz geschlossen. Sie entsprechen dem Stereotyp einer typisch italienischen Familie, die es nicht lassen kann sich in die Angelegenheiten der jungen Francesca einzumischen. Dass sie immer noch Single ist, können sie nicht fassen. Sehr amüsant waren vor allem die Kurzgeschichten von Onkel Pepe und der Whatsapp-Dialog der Familiengruppe.

Sehr positiv war für mich die Tatsache, dass ich als Leserin nicht wirklich erahnen konnte, wer der Täter war. Immer wieder wurde ein weiteres Geheimnis rund um Francescas Familie und die übrigen Charaktere der Geschichte gelüftet, das man so nicht erwartet hatte. Allerdings ist in meinen Augen der dritte Mord etwas untergegangen.

Fazit: Insgesamt ein Krimi, der nicht nur ernst sondern auch heiter ist und damit ausgezeichnet zur Region Toskana passt - Sommerlektüre für zwischendurch.