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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.07.2019

...interessanter Schreibstil ...

Schlüssel 17
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Der Kirchenpianist - der anscheinend erst kürzlich außerehelichen Sex auf dem Altar hatte, findet eine Nonne aufgehängt im Dom bestialisch zugerichtet. Um den Hals eine Kette mit Schlüssel mit der Ziffer ...

Der Kirchenpianist - der anscheinend erst kürzlich außerehelichen Sex auf dem Altar hatte, findet eine Nonne aufgehängt im Dom bestialisch zugerichtet. Um den Hals eine Kette mit Schlüssel mit der Ziffer 17. Die Szene schwenkt um zu LKA Mann Tom Babylon, dessen Schicksal genau mit einem solchen Schlüssel verwoben ist. Seine jüngere Schwester verschwand genau mit diesem Schlüssel und er macht sich immer noch Vorwürfe. Drumherum wird seine Lebenssituation erklärt und es gibt auch Rückblenden zu seiner Jugend. Als er 14 war, hat er mit Freunden einen Toten entdeckt. Was dieser mit dem Schlüssel oder den Vorkommnissen zu tun hat, erfährt man noch nicht. Ich finde den Schreibstil gut, obwohl mich die Rückblenden doch ein wenig stören, weil sie meinen Lesefluss unterbrechen. Aber dass ist meine persönliche Meinung. Denke, dass es ein guter, verschachtelter Thriller ist, mit vielen Überraschungen und einem sehr interessanten Ermittler mit persönlichem Antrieb.

Veröffentlicht am 28.07.2019

Interessant

Blind Date
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Am Anfang beginnt der Einstieg in den Roman mit einem Date in einer Privatwohnung. Die beiden haben sich über ein Internetportal kennengelernt. Die Konversation erscheint zunächst ganz harmlos, bis ein ...

Am Anfang beginnt der Einstieg in den Roman mit einem Date in einer Privatwohnung. Die beiden haben sich über ein Internetportal kennengelernt. Die Konversation erscheint zunächst ganz harmlos, bis ein Anruf eingeht und er seinem Date sagt, wenn sie sich bemerkbar macht, sticht er ihr das Auge aus und diese gefesselt ist. Die Szenerie schwenkt zu Paige, Single, verlassen vom Freund, den sie mit ihrer Cousine Heather erwischt hat. Da sie anscheinend einem Familientreffen nicht entgehen kann, sucht sie auf der letzten Seite der LP im Internet nach einer attraktiven Begleitung und findet "IHN"! Spannung kam jetzt noch nicht so wirklich auf, aber das liegt glaub ich nur daran, dass die Situation von Paige, Cousine und sonstiger Familie und deren Zusammenhänge ausführlich erklärt wird.

Veröffentlicht am 27.07.2019

Fast wie erwartet ....

Victorian Rebels - Das Versprechen einer Nacht
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Ich werde mich jetzt hier bei all den Liebhabern des Genres wohl etwas unbeliebt machen, aber ich bin einfach nur ehrlich. War skeptisch anfangs, ob ich mich überhaupt auf diese Leserunde bewerben soll, ...

Ich werde mich jetzt hier bei all den Liebhabern des Genres wohl etwas unbeliebt machen, aber ich bin einfach nur ehrlich. War skeptisch anfangs, ob ich mich überhaupt auf diese Leserunde bewerben soll, da es einfach nicht mein Genre ist. Der Klappentext und Leseprobe hat sich für mich aber relativ spannend angehört und daher hab ich es getan.

Es geht um die Geschichte von Cole und Imogen. Die Situation ihres ersten Treffens war nicht sehr romantisch. Er war betrunken, sie noch Jungfrau und wurde an ihn verkauft. Da war schon mein erstes kritisches Stirnrunzeln. Imogen hatte da schon Gefühle (erotische!) für ihn und hat es ja sozusagen freiwillig gemacht. Aber wie jeder weiß, ist es beim ersten Mal meist nicht so lustvoll wie dort beschrieben wurde. Er hat auch nicht gemerkt, dass sie noch Jungfrau war. Auch soll er so betrunken gewesen sein, dass er sich an nicht mehr viel erinnert. Tja, der allgemeinen Meinung nach sollte da bei einem normalen Mann kein Sex mehr möglich sein. Vielleicht hab ich das Buch nur mit dem Kopf gelesen und nicht mit dem Herz...! Mein nächster Aufreger war, dass er sie aus nächster Nähe inkl. miteinander sprechen, berühren, küssen nicht erkannt hat. Für mich total unrealistisch. Der Schluss war für mich dagegen fast eine Überraschung mit Jeremy. Etwas skurril fand ich die Sache mit der Schizophrenie. In der einen Rezension stand beim Schluss-Sex wäre es eher einer Vergewaltigung gleichgekommen. Muss ich zustimmen - sehe ich auch so. Da hätte wiederum mehr Romantik und Liebe dabei sein können.

Am besten gefallen hat mir unter anderem das Cover. Bei Cole, dass er vor allem im Krankenhaus ein wenig widerspenstig in Denken und Handeln war. Vom Krieg gezeichnet und in eine Frau verliebt die er nicht mehr auffinden konnte. Da kann man schon mal wütend werden. Fand es sehr menschlich. Imogen hat sich zur starken Frau entwickelt, die sich selbst in der gehobenen Gesellschaft (in der man sie eigentlich nicht wollte) behauptet hat. Das waren für mich die besten Szenerien. Der Mord, mit Jeremy als Mörder war für mich nur mäßig spannend.


Mein Fazit:

Ein eigentlich unterhaltsamer Roman, der flüssig geschrieben und durchaus an manchen Stellen tiefgründig und spannend ist. Die Story an sich war aber oftmals gleichmäßig dahinplätschernd mit einem - bei diesen Romanen zwangsläufig - vorhersehbaren Ende.

Veröffentlicht am 21.07.2019

..bestimmt gute Fortsetzung

Die Unvollkommenen
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Ich war bei der LR des ersten Buches dabei und war hin- und her gerissen. Die Leseprobe der Fortsetzung liest sich gleich von Anfang an spannend. Lila die Samson vertraut hatte, wurde verhaftet, weil Samson ...

Ich war bei der LR des ersten Buches dabei und war hin- und her gerissen. Die Leseprobe der Fortsetzung liest sich gleich von Anfang an spannend. Lila die Samson vertraut hatte, wurde verhaftet, weil Samson mittlerweile zu einem Roboter gemacht wurde und sie verraten hat. Nun ist sie in einem Internat untergebracht. Die Alternative dazu, ist nicht gerade schön. Also eine Fortsetzung die ich mir wohl kaufen werde...interessiert mich schon wie es weitergeht.

Veröffentlicht am 08.03.2019

Krimi "light"

Mord braucht keine Bühne
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Der zweite Fall von Kate Shackleton und ihrem Partner Skyes. Diesmal handelt es sich gewissermaßen um drei Fälle - ein Raub beim Pfandleiher und der Mord an einem Theaterbesucher und die fingierte Entführung ...

Der zweite Fall von Kate Shackleton und ihrem Partner Skyes. Diesmal handelt es sich gewissermaßen um drei Fälle - ein Raub beim Pfandleiher und der Mord an einem Theaterbesucher und die fingierte Entführung nicht zu vergessen. . Beim ersten Buch war ich ebenfalls in der Leserunde mit dabei und hatte gehofft, dass mich diesmal Inhalt, Schreibstil und die Story mehr begeistern und fesseln würden.

Leider ist dies nur teilweise eingetroffen. Die Geschichte an sich hatte schon etwas mehr Potential als der Vorgänger aber nichtsdestotrotz zogen sich manche Kapitel wie Gummi. Ich mag normalerweise, wenn Gegenstände, Orte und Personen detailgetreu dargestellt werden aber um es in ironischer Weise auszudrücken: Jeder Strauch am Wegesrand wird von der Autorin dermaßen explizit erklärt und in Szene gesetzt mit zig Adjektiven versehen und füllt - etwas übertrieben - eine halbe Seite. Ebenfalls die Sprünge in die Vergangenheit mancher Personen störten mich im Leseablauf und ich fand es oftmals schwer mich wieder in die Gegebenheiten der Gegenwartsstory einzufinden. Positiv daran war, dass es viele kleine Irrwege gab und man wirklich miträtseln konnte, wer der oder die Täter sind. Begrüßt hätte ich, wenn Skyes eine etwas größere Rolle eingenommen hätte. Dies hätte die Geschichte auflockern und auch spannender machen können- wie z. B. Kate und Skyes ermitteln gleichzeitig in verschiedene Richtungen, tauschen sich aus und teilen Ermittlungserfolge ....aber Skyes ist nur ein kleiner Handlanger der im Hintergrund mal ein Fax schicken darf. Man nehme da nur mal wieder den Vergleich mit Mrs. Marple .... Sie hatte ihren Mr. Stringer (wenn auch nur in den Filmen - in den Büchern kommt er nicht vor) .... oder Sherlock Holmes und Dr. Watson.... diese Teams ergänzen sich ... diese Facette fehlt mir bei Kate und Skyes.

Ich bleibe bei den Charakteren: Es fehlt bei den Personen einfach an Tiefe...natürlich erfährt man stückchenweise etwas aus dem Vorleben/Leben der Hauptprotagonistin aber nichts, was einem wirklich ans Herz geht oder eine Marotte die einen besonders stört. Die Nebenfiguren sind und bleiben im Verlauf der Geschichte ebenfalls blass..... nicht nur Skyes auch Täter, Randfiguren etc. werden im Vergleich zu den doch manchmal ausschweifenden Beschreibungen von "Dingen" relativ klein gehalten....bei mir kam selten richtige Spannung auf und wie bereits im ersten Teil war wenig vom schwarzen britischen Humor zu spüren.

Das Ende ist etwas unrealistisch gestaltet aber da kann man drüber wegsehen - ist ja schließlich eine fiktive Geschichte!

Fazit:

Ein netter überschaubarer Krimi mit spannenden Momenten aber auch einigen Längen bei denen die Hauptprotagonistin und auch Randfiguren relativ unscheinbar und zuweilen etwas langweilig rüber kommen.
Positiv ist - wie auch im ersten Roman - dass man sich aufgrund der ausschweifenden Beschreibung der Orte, Räume, dem Tatort ein inneres Bild erschaffen kann. Die Auflösung zum Schluss war für mich ebenfalls schlüssig und gut umgesetzt
Dass manche Personen mit der Tat davonkommen ist sehr unrealistisch - bei einer fiktiven Geschichte für mich persönlich nicht weiter schlimm.
Wer Gänsehautfeeling erwartet, ist bei diesem Roman an der falschen Adresse. Leider kann ich bei dem durchwachsenen Lesevernügen nur 3 Sterne vergeben.