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Veröffentlicht am 04.08.2018

...einer der besten Thriller den ich in den letzten 2 Jahren gelesen hab

Das Morpheus-Gen
1

Anwalt David Berger, beschäftigt in einer großen Anwaltskanzlei - der Tag müsste für ihn mehr als 24 Stunden haben. Nie ist genug Zeit - auch nicht für seine Freundin Sarah, die ihn mit einem knapp verfassten ...

Anwalt David Berger, beschäftigt in einer großen Anwaltskanzlei - der Tag müsste für ihn mehr als 24 Stunden haben. Nie ist genug Zeit - auch nicht für seine Freundin Sarah, die ihn mit einem knapp verfassten Brief verlässt. In dieser Situation erhält David von seinem Freund Alex Tabletten, die ihm ermöglichen sollen, länger wach und fit zu sein. Mit Einnahme dieser Tablette fängt das Mysterium und auch sein Leidensweg an. Zufällig (denkt er) stösst er bei angeordneten Recherchen seiner Kanzlei auf eine wissenschaftliche Erfindung seines Vaters. Um was es genau geht, erfährt er aus den Unterlagen nicht. Er fängt an auf eigene Faust zu recherchieren. Schlafen kann er seit der Tablette nicht mehr. Was er nicht weiß ist, dass er schon lange überwacht wird und nichts ist wie es scheint. Er muss lernen, dass es Dinge gibt, die er sich vorher nicht einmal vorstellen konnte und er muss um sein eigenes und um das Leben seiner Liebsten kämpfen um einer übermächtigen Geheimorganisation das Handwerk zu legen.


Fazit:

Ein wirklich sehr gelungener Thriller. Am Anfang kam ich recht schleppend in die Geschichte rein. Dies lag aber nicht am Schreibstil oder einer mangelnden Spannung sondern weil ich einfach keine Zeit hatte. An einem Sonntag hab ich mich dann ganz bewusst hingesetzt und ab dem zweiten Leseabschnitt angefangen...und Sonntag mittag hatte ich den Roman durch, weil ich nicht mehr aufhören konnte zu lesen, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Der Schreibstil war nicht einfach, aber auch nicht schwierig...flüssig zu lesen, die Spannung nahm mit jedem Detail und Wendung zu. Es gab wissenschaftliche aber auch mysteriöse Momente. Mit jeder Wahrheit und Wendung, die man sich als Leser erklären konnte, kam eine neue unerklärbare Komponete hinzu. Gerade wie die Sache mit Nina, dem sogenannten Sandmann. Man ahnte dass sie nichts Gutes vorhatte, aber zweifelte dann selbst irgendwann, ob sie die Seiten wechseln wollte. Gut gefallen hat mir der Abschnitt mit der "geheimen" Bank, wie das sein Vater eingefädelt hatte und was er mit der Bruderschaft zu tun hatte, besser gesagt für sie. Die Zeitsprünge von Gegenwart in Vergangenheit z.B. mit der alten Gräfin und dem Verlangen bzw. Bedürfnis nach Blut fand ich gut gewählt, lockerte den Roman auf, erklärte einige Hindergründe und erhöhte die Neugier noch mehr. Innovativ fand ich die Geschichten über die "berühmten" Schlaflosen wie Napoleon und der Präsident der USA. Für mich muss ein Thriller nicht immer jede Menge Blut und Folter beinhalten, um mich zu fesseln. Das hat dieser Roman geschafft. Die Charaktere waren alle für mich super herausgearbeitet und der Autor hat ihnen Leben eingehaucht. Ich konnte mir die Personen richtig vorstellen vor meinem geistigen Auge. Der Roman hat mich abgeholt und mitgenommen....mehr kann man von einem Roman nicht verlangen.

Am besten fand ich, dass es nicht hunderte von Charakteren gab. Es war genau die richtige Anzahl, die man sich mit allen persönlichen Eigenarten merken kann.... na gut im Laufe der Geschichte reduziert sich sowieso noch die Anzahl.

Am wenigsten hat mir das Happy End gefallen...da hätte es bei mir etwas dramatischer sein können. Damit meine ich nicht die Verfolgungsjagd etc. sondern die Schlussgeschichte mit dem Baby und der glücklichen Zukunft.

Erwähnen möchte ich außerdem die Polizisten Millner und Henry. Sie haben ausgezeichnet in den Roman gepasst, haben den Humor reingebracht in angemessenem Rahmen.

Gebe dem Roman und dem Autor 5 Sterne - für mein Empfinden durchaus gerechtfertigt.

Grund dafür ist, dass ich genauso begeistert gewesen wäre, wenn ich mir in einer Buchhandlung den Roman gekauft hätte. Ich wäre nicht enttäuscht gewesen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Spannungsbogen
  • Thema
  • Umsetzung
Veröffentlicht am 03.10.2017

Historie meets moderne Heldin

Das blaue Medaillon
1

Hauptprotagonistin Alessa, eine auf den ersten Blick, hübsche, junge, alltägliche Frau hat von ihrem Großvater die Kunst des Stehlens erlernt. Kein Schloss, keine Tür bleibt verschlossen, wenn sie es nicht ...

Hauptprotagonistin Alessa, eine auf den ersten Blick, hübsche, junge, alltägliche Frau hat von ihrem Großvater die Kunst des Stehlens erlernt. Kein Schloss, keine Tür bleibt verschlossen, wenn sie es nicht möchte. Die Handlung spielt im Jahr 1676 (zunächst) in Venedig.

Am Sterbebett ihrer Tante ändert sich jedoch eines Tages ihr bisheriges Leben. Ihre Tante vermacht ihr ein blaues Medaillon, um welches sich ein dunkles Geheimnis der Mächtigen in Venedig rankt. Nach dem Tod der Tante findet Alessa ihren Großvater ermordet vor. Der Auftragsmörder ist nun auch auf der Jagd nach ihr und dem Medaillon. Kurzentschlossen schließt sich Alessa auf der Flucht der Gauklertruppe an, die ein enges Verhältnis zu ihrer Tante Zenobia hatten. Die Reise geht nach Deutschland an den Hof von Herzog Georg Wilhelm. Dort lebt der uneheliche Sohn von Zenobia und dem Herzog, von dem sich Alessa Unterstützung und Hilfe erhofft. Heikel wird es, als einer der Gaukler Alessas Schmuck, unter anderem das blaue Medaillon stiehlt und weiterverkauft. Da die Schausteller am Hofe für Aufführungen geordert wurden und Alessa als Harlekina dort sozusagen „mitgebucht“ ist, sieht sie überraschenderweise am Hofe ihr Schmuckstück am Hals einer Adligen wieder. In der Zeit am Hofe lernt sie den Leibgardisten des Herzogs, Arthur, näher kennen. Bereits bei der ersten Begegnung besteht eine gewisse Anziehungskraft. Es entflammt eine zarte Romanze. Zur nicht anerkannten Herzogin Eleonore entwickelt sich eine zurückhaltende Freundschaft. Doch um das Medaillon wieder in ihren Besitz zu bringen, muss Alessa ihre Künste einsetzen und die neuen „Freunde“ hinters Licht führen. Dabei kommt es zu der ein oder anderen spannenden oder auch komischen Szene. Erst als der Mörder des Großvaters sie erwischt und ihr Leben in Gefahr ist, sieht Alessa ein, dass sie nun doch zumindest Arthur einweihen und ihm die Wahrheit gestehen muss. Um den Mörder dingfest zu machen, wird ein ausgeklügelter Plan entwickelt, der zunächst erfolgreich zu sein scheint, aber dann schlussendlich dem Roman eine nicht vorhersehbare spannende Wendung gibt.

Fazit:
Der Roman ist meines Erachtens hinsichtlich Orte, Personen und damaliger Gebräuche, Rangfolgen, Königshäuser sehr gut recherchiert. Es gibt spannende, lustige und ebenso romantische Szenarien. Am Anfang hab ich sehr schlecht in die Geschichte reingefunden. Ich muss gestehen, ich fand die Handlung zunächst etwas langweilig. Erst als die Handlung in Deutschland spielte, die Romantik, die Ränkespiele am Hof, Intrigen und die Diebeszüge um das Medaillon wiederzubeschaffen hinzukamen, kam bei mir auch eine gewisse Leselust auf. Die Story an sich ist nicht besonders außergewöhnlich. Die Autorin hat sich aber keinen männlichen Helden rausgesucht, sondern eine smarte Heldin. Das empfand ich wirklich mal als Abwechslung.
Der Schlussteil des Romans ist mir persönlich zu kurz gehalten, was die Auflösung um das Geheimnis des Medaillons angeht, die Zukunft von Alessa und Arthur oder der Gauklertruppe. Dafür hätte man einige Passagen im mittleren Teil des Romans durchaus streichen können, die mir etwas zu langatmig geraten sind. Alles in allem war der Schreibstil flüssig, lebendig und daher leicht zu lesen.

Schön war vor allem die Autorin mit dabei zu haben. Sie hat immer mal wieder eine Anmerkung zu einer Diskussion hinzugefügt und Fragen sehr ausführlich und nett beantwortet. Vielen Dank dafür.

  • Cover
  • Figuren
  • Atmosphäre
  • Spannung
  • Thema
Veröffentlicht am 27.09.2020

Gleich zu Anfang spannend

Die Spur des Schweigens
0

Robert, der Bruder von Julia verschwindet nach einer Reise plötzlich. Die Leiche wird nie gefunden. Dann aber nach einem Besuch bei ihrer - etwas vergesslichen - Mutter sagt diese, dass Robert angerufen ...

Robert, der Bruder von Julia verschwindet nach einer Reise plötzlich. Die Leiche wird nie gefunden. Dann aber nach einem Besuch bei ihrer - etwas vergesslichen - Mutter sagt diese, dass Robert angerufen hätte. Unmöglich? Dass würde ich gerne wissen. In der Leseprobe wird ebenfalls erzählt, dass Julia bei einer Pressekonferenz einen interessanten Journalisten kennen lernt. Das auf dieser Konferenz angepriesene Wunderpulver zum abnehmen überzeugt beide nicht. Da spürt man schon den Willen von Julia Dinge aufzudecken und nicht alles für bare Münze zu nehmen, was erzählt wird. Der Charakter von Julia spricht mich sofort an. Über die Zusammenhänge vom Verschwinden Roberts und den im Klappentext erwähnten Experimenten erfährt man noch nichts aber ich denke, dass der Roman noch sehr spannend wird und viele dunkle Seiten der Medizin und vielleicht auch von ihrem Bruder aufdeckt. Hat mich sofort in den Bann gezogen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2020

Verspricht Spannung!

Die Tinktur des Todes
0

Die Leseprobe erinnert mich ein wenig an den Schreibstil wie bei Jack the Ripper. Ein junger angehender Arzt findet eine tote Dirne - in gewisser Hinsicht waren die beiden befreundet. Was mir gleich aufgefallen ...

Die Leseprobe erinnert mich ein wenig an den Schreibstil wie bei Jack the Ripper. Ein junger angehender Arzt findet eine tote Dirne - in gewisser Hinsicht waren die beiden befreundet. Was mir gleich aufgefallen ist, dass beschrieben wird, dass die Tote im Mundwinkel Schaum hatte und grotesk gewunden da lag, was Zeichen für Gift ist. Danach trifft er seinen Freund Henry in der Kneipe und auf dem Heimweg lauern ihm düstere Gestalten auf. Man erfährt kurz angerissen, dass Will anscheinend sein Temperament nicht immer kontrollieren kann und in Schlägereien gerät. Diese Art Thriller - auch wegen der Epoche - mag ich gerne...kommt bei mir ins Regal.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2020

SiFi pur

Inversion
0

Es geht um Helward, einen Volontär, der nun genügend "Meilen" hat um in eine der vorhandenen Gilden aufgenommen zu werden. Dafür ist ein Schwur notwendig, der einen auf ewig daran bindet, für die Zukunft ...

Es geht um Helward, einen Volontär, der nun genügend "Meilen" hat um in eine der vorhandenen Gilden aufgenommen zu werden. Dafür ist ein Schwur notwendig, der einen auf ewig daran bindet, für die Zukunft und für die Erde Sorge zu tragen. Bei der gleichen Zeremonie wird auch gleich die Verlobung mit Victoria bekanntgegeben. Wie viele Meilen in diesem Roman ein Jahr ist, erfährt man noch nicht, aber ich gehe davon aus, dass er noch sehr jung ist. Ein anderer Volontär nimmt ihn unter seine Fittiche und Helward gelangt so zum ersten Mal außerhalb der Stadt. Wie man im Klappentext lesen kann, werden die Städte auf Schienen bewegt um anscheinend den herrschenden Klima- und Schwerkraftverhältnissen auszuweichen. Die übrigen Bewohner kennen diese Tatsache nicht. Ich muss ehrlich gestehen, dass mit der Lesestoff sehr gefesselt hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere