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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.12.2019

Eine anstregende Liebesgeschichte

Mayla & Mo - Einmal Unendlichkeit und zurück
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Mayla und Mo lieben sich und zwar in der Gegenwart, in der Vergangenheit und auch in der Zukunft finden, die beiden einen Weg um zusammen zukommen. Doch egal in welcher Zeit sie aufeinander treffen, es ...

Mayla und Mo lieben sich und zwar in der Gegenwart, in der Vergangenheit und auch in der Zukunft finden, die beiden einen Weg um zusammen zukommen. Doch egal in welcher Zeit sie aufeinander treffen, es gibt immer einen Grund das sie nicht zu ihrer Liebe stehen können.

Das Cover ist so toll und in einer Buchhandlung würde ich auf jeden Fall nach diesem Buch greifen.
Man lernt Mayla 1992 kennen. Mir gefällt die Umsetzung dieser Zeit sehr gut und es ist sehr authentisch, wie die Personen handeln und sprechen. Als Sohn ihres Chefs kommt Mayla nicht drumherum Mo kennen zu lernen. Die beiden verlieben sich, aber Mos Frau Katja erwartet ihr gemeinsames Kind und Mo steht deswegen nicht zu Mayla.

Obwohl ich Mayla eigentlich sehr gerne mag, finde ich es ganz schwer sie wirklich zu mögen. Ich finde Fremdgehen unmöglich. Mo fand ich von Anfang an unsmypathisch und anstregend. An Maylas Stelle hätte ich ihn schon längst zum Teufel gejagt. Ich habe die ganzen 600 Seiten nicht verstandenen, was sie an ihm findet. Im Jahr 1992 gehörten Scheidungen nicht so zum Alltag wie heute, aber sie waren okay und Kinder überleben das auch. Hätte ich gewusst, dass das Hauptthema des Buches, die Liebe der Beiden, so einen Beigeschmack hat, ich weiß nicht, ob ich das Buch gelesen hätte.

Neben der Liebesgeschichte erfahren wir auch ein wenig über Maylas besondere Fähigkeiten. Sie ist eine Zeitheilerin. Was immer das sein soll. Ich habe keine Ahnung, generell wurde ich mit ziemlich vielen ungeklärten Fragen zurückgelassen. Deswegen gibt es wahrscheinlich auch Teil Zwei.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir sehr gut. Sie schreibt authentisch, realistisch, bildhaft, witzig und während der etwas intimeren Szenen sind die Funken geflogen.

Dieses Buch schafft es nicht mich vollkommen zu überzeugen. Es gibt zu wenig Antworten.

Ich habe das Buch von der Autorin bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

Veröffentlicht am 20.11.2019

Oberflächlich, voller Fehler und schlecht Erklärt.

Im Schwarzen Loch ist der Teufel los
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Ulrich Walter ist Astronaut und Physiker. Er selbst war schon im All und kann deswegen viele Fragen beantworten, die sich die meisten Menschen im Leben stellen. Wie warm ist es im All und noch viele andere. ...

Ulrich Walter ist Astronaut und Physiker. Er selbst war schon im All und kann deswegen viele Fragen beantworten, die sich die meisten Menschen im Leben stellen. Wie warm ist es im All und noch viele andere.

Das Cover ist schön und schlicht. Mir gefallen besonders die ganzen Sterne. Es sieht wirklich gut aus, wenn man es in seiner Hand hält.
Das Buch ist 2016 in die vierte Auflage gegangen und ich war entsetzt dadrüber wie viele Fehler in diesem Buch sind. Rechtschreibfehler, Interpunktionsfehler und manchmal ist es einfach unlesbar und ich fragte mich, ob da ein Lektor am Werk war oder eben nicht.

Astronomie ist ein kleines Hobby von mir, aber ich lese gerne Bücher, in denen das Wichtigste kurz und gut erläutert wird. Einfach mal, wenn man was nachgucken muss oder es an Freunde ausleihen möchte.
Neben den ganzen Fehlern ist auch der Inhalt eine Enttäuschung. Es ist unlesbar und nach ungefähr der Hälfte des Buches geht es nur noch um Außerirdische. Sehr spekulativ und anstrengend.
Alles was hier erklärt wird gibt es besser und lustiger im Internet zu finden. Zum Beispiel von Florian Freistetter einem Astronom und Science Blogger. Erklärt sehr gut, einfach und witzig.
Einsteigern kann ich dieses Buch auch nicht empfehlen. Es lässt sich wirklich nicht gut lesen.

Schade das dieses Buch so eine Enttäuschung war.

Keine Leseempfehlung.

Ich habe das Buch von bloggerportal bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

Veröffentlicht am 15.11.2019

Verliert sich in Gedanken

Das Geheimnis von Shadowbrook
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Clara Waterfield war schon ihr ganzes Leben anderes als die Menschen in ihrem Umfeld. Sie leidet an einer Glasknochenkrankheit. Jeder Sturz kann tödlich enden, selbst ein Husten reicht aus, um ihr eine ...

Clara Waterfield war schon ihr ganzes Leben anderes als die Menschen in ihrem Umfeld. Sie leidet an einer Glasknochenkrankheit. Jeder Sturz kann tödlich enden, selbst ein Husten reicht aus, um ihr eine Rippe zu brechen. Bei dieser Krankheit ist es nicht weiter verwunderlich, dass sie ihre Kindheit in ihrem Haus verbringt. Als Claras Mutter stirbt ist sie gerade 18 Jahre alt und beschließt die Welt im Jahre 1914 zu erforschen. Sie lernt die für uns alltäglich erscheinenden Handlungen im Leben. Nach einer Busfahrt findet sie sich in einem Gewächshaus mit exotischen Pflanzen wieder. Hier lernt sie viel und schon bald wird sie von einem Mr. Fox eingeladen im Garten seines Anwesens, Shadowbrooks, ein neues Gewächshaus einzurichten. Clara nimmt das Angebot an und befindet sich kurz darauf in einem Haus voller Geheimnisse und Gefahren.

Das Cover ist so wunderschön und ich muss zugeben, dass ich dieses Buch hauptsächlich nur deswegen lesen wollte.
Der Klappentext klingt spannend und geheimnisvoll. Ich konnte es gar nicht erwarten die Geheimnisse von Shadowbrook zu erforschen.

Clara ist ein sehr netter und sympatischer Charakter. Ich mochte sie schnell leiden und sie ist sehr tough und sagt häufig unverblümt, was sie denkt. Es ist nicht weiter verwunderlich, dass Clara in Konversationen kein meister ist, sie hatte nicht viel Kontakt mit der Außenwelt. Ich mag ihre Art sehr gerne. Es ist sehr erfrischend.
Der Anfang der Geschichte hat mich auch wirklich begeistert. Clara ging in dem Gewächshaus auf, fand einen Freund und nahm, trotz Krankheit und obwohl sie eine Frau ist, eine Arbeit an. Dann kam sie nach Shadowbrook und ich erwartete auch hier von der Geschichte gefangen zu werden, aber sobald sie sich eingelebt hatte, war ich raus aus der Geschichte.

Das Tempo wurde auf einmal unsäglich langsam, jede Nacht wird gespukt und es steht mal wieder Glauben geben Wissen. Clara pragmatisch und realistisch bezweifelt, dass es einen Geist geben kann, aber das Haus hat genug erlebt um mehr als einen Geist hervorzubringen.
Clara beschließt herumzufragen und herauszubekommen, was das Geheimnis von Shadowbrook ist.

Klar ist man neugierig, was letztendlich hinter alle dem steckt, aber es ist vorhersehbar und es fällt schwer dem Geschriebenen zu folgen. Clara hat eine ganz schreckliche Angewohnheit, gedanklich, immer Kilometer weit von der eigentlichen Sache abzuschweifen.

Mich hat eigentlich ihre Arbeit mit den exotischen Pflanzen interessiert. Wie bekommt sie das mit dieser Krankheit hin?
Leider wurde beides schnell nebensächlich.

In diesem Buch verbirgt sich eine Familiengeschichte ohne rechtes Tempo.

Ich habe das Buch von vorablesen bereitgestellt bekommen und bedanke mich herzlich dafür.

Veröffentlicht am 02.11.2019

Weichgespült

Totenfeuer
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Eigentlich ist Kommissar Bodo Völxen nicht im Dienst. Gemeinsam mit seiner Familie besucht er das Osterfeuer in seinem Dorf, als auf einmal eine Leiche im Feuer gefunden wird. Wer ist die stark verbrannte ...

Eigentlich ist Kommissar Bodo Völxen nicht im Dienst. Gemeinsam mit seiner Familie besucht er das Osterfeuer in seinem Dorf, als auf einmal eine Leiche im Feuer gefunden wird. Wer ist die stark verbrannte Leiche und wer von den Verdächtigen hat den Mord begangen?

Ich finde das Cover recht langweilig. Dieses Buch ist nur bei mir gelandet, weil ich schon Werke von Mischke gelesen habe und weil ich in Hannover wohne. Da kommt man um die Hannover-Krimis schwer herum.
Wie schon bei den beiden Vorgängern liest sich die Geschichte leicht und flüssig. Es gab einige Stellen wo ich wirklich laut lachen musste.

Es hat mich glücklich gemacht, dass die Charaktere sich entwickeln, der eine kommt mir auf einmal nicht mehr so angeberisch vor und der andere will endlich ausziehen.

Die Autorin bietet verschiedenen Verdächtige und legt gekonnt Spuren. Ich musst schon ein wenig grübeln ehe ich die Lösung kannte.
Leider fehlt diesem Buch, wie auch den beiden anderen, das gewisse etwas. Es ist nicht wirklich spannend, es gibt keinen wirklichen "Bääm-Moment". Man wartet und liest und das war es auch schon. Das Buch ist einfach zu ruhig.

Der vierte Teil liegt auch schon ewig auf meinem SuB, den werde ich wohl noch lesen, aber wenn das auch kein Krimi sondern wieder so weich gespült, dann war es das für mich mit dieser Reihe.
Mich konnte das Buch nicht mitreißen. Einen gewissen Spannungsbogen darf ich in einem Krimi doch wohl erwarten.

Veröffentlicht am 01.11.2019

Ein spannender Gänsehaut-Thriller

Insomnia
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Zwei Tage bleibt die 17-jährige Mallory Knight spurlos verschwunden, ehe sie, völlig verstört und mit vielen Schnittwunden, in einer Biker Bar, wieder auftaucht. Sie erzählt, dass sie dem Hammermann entkommen ...

Zwei Tage bleibt die 17-jährige Mallory Knight spurlos verschwunden, ehe sie, völlig verstört und mit vielen Schnittwunden, in einer Biker Bar, wieder auftaucht. Sie erzählt, dass sie dem Hammermann entkommen ist. Der Hammermann hat schon viele Mädchen in ihrem Alter entführt und sie grausam getötet. Special Agent Bobby Dees ermittelt in diesem Fall. Als er Mallory im Krankenhaus besucht, fällt ihm schnell auf, dass sich das Mädchen in Widersprüchen verstrickt. Was ist in den zwei Tagen passiert und was wird der Hammermann als nächstes tun? Wir wissen nur, dass er mit dem Töten längst noch nicht aufhören kann.

Ich mag das Cover. Diese weiße Eule ist so unschuldig und man ahnt nicht, was für eine Geschichte zwischen den Buchdeckeln lauert.
Für mich ist jedes neue Buch aus der Feder von Hoffman Pflicht und ich bin erstaunt, wie lange dieses Buch auf meinem SuB lag. Ich wollte es immer mal wieder lesen, aber mir war immer nie nach Thriller. Nun bin ich allerdings sehr froh, dass ich dieses Werk gelesen habe.

Obwohl es der zweite Teil einer Reihe ist, kann man es auch gut ohne Vorkenntnisse lesen.
Ich habe am Anfang auch überhaupt nicht gerafft, dass Bobby Dees mir aus einem anderen Werk schon bekannt war. Das Buch "Mädchenfänger" ist bei mir schon soooo lange her.

Schon im Prolog schafft Jilliane Hoffman es mich zu fesseln. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig zu lesen. Die Geschichte ist aufregend, brutal und spannend.
Wie so häufig erzählt sie in ihrem Buch viel über das Justizsystem. Als ehemalige Staatsanwältin hat sie aber auch wirklich Ahnung von der Materie. Man kann diese Ausschweifungen interessant finden oder, wie ich, eher ein wenig langatmig.

Mallory steht die meiste Zeit im Mittelpunkt der Geschichte und sie musste lernen, "wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn er die Wahrheit spricht". Ich habe wirklich mit ihr mit gelitten, wollte die Menschen in ihrem Umfeld nehmen und schütteln. Trotz ihrer Vergangenheit fand ich sie sehr sympatisch.
Die gesamte Atmosphäre lädt sich immer weiter auf und man spürt die Gänsehaut auf den Armen und den Schauer auf dem Rücken. Irgendwann kann man die Explosion nicht mehr abwarten.
Gekonnt hat sie den Leser immer mal wieder mit kleinen Hinweisen geködert und ich dachte mehr als einmal, dass ich weiß wer hinter dem Hammermann steckt. Leider lag ich immer falsch.

Obwohl ich von Anfang an gefesselt war kann ich keine vollen Punkte vergeben, weil ich das Ende nicht ganz so gelungen finde.

"Insomnia" ist schauer-über-den-Rücken-jagen Thriller. Fesselnd und spannend.

Leseempfehlung.