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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.08.2017

Ein brisantes Thema

Die verlorenen Kinder
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Es ist ein spannendes und trauriges Stück Vergangenheit und leider sind die Teile der Geschichte wahr.
Michael Seitz hat sich für seinen Krimi gleich an ein ganz dunkel Kapitel, der sogenannten "schwarzen ...

Es ist ein spannendes und trauriges Stück Vergangenheit und leider sind die Teile der Geschichte wahr.
Michael Seitz hat sich für seinen Krimi gleich an ein ganz dunkel Kapitel, der sogenannten "schwarzen Pädagogik" gewagt.
Schon der Prolog geht dem Leser unter die Haut.

Das Buch ist flüssig geschrieben und die Charaktere sind gut und glaubhaft ausgearbeitet. Man merkt an vielen Stellen, dass der Autor sich gut informiert hat und weiß worüber er hier schreibt.

Mir hat gefallen, dass in dem Buch viele gesellschaftliche Themen angesprochen werden.

Nach dem sehr spannenden Prolog ging es lange lange Zeit erst einmal etwas gedrosselt weiter. Man erfährt sehr viel über das Privatleben des Protagonisten. Mir persönlich hat hier die Spannung gefehlt.
Dazu gab es viele Namen und viele Geschichten, es dauerte bis ich den Durchblick hatte.
Beim Lesen war mir sehr schnell klar, wer der Mörder war auch wenn mir das Motiv lange Zeit unklar war. Ich hätte gerne etwas mehr rätseln wollen.

Die verlorenen Kinder ist ein interessantes Buch zu einem schrecklichen Thema und ich hoffe irgendwann noch einmal auf Falco Brunner zu treffen.

Veröffentlicht am 07.08.2017

Tolles Buch

Solo für Sophie
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Ich persönlich bin eigentlich kein Fan von Liebesgeschichten, aber als ich las, dass es sich um eine schwarze Liebeskomödie handelt, wollte ich die Geschichte unbedingt lesen.

Der Student Sebastian steht ...

Ich persönlich bin eigentlich kein Fan von Liebesgeschichten, aber als ich las, dass es sich um eine schwarze Liebeskomödie handelt, wollte ich die Geschichte unbedingt lesen.

Der Student Sebastian steht auf die Pianistin Sophie. Er besucht jedes erreichbare Konzert und schwärmt für sie aus der Ferne.
Laura schwärmt auch aus der Ferne und zwar für Sebastian, der hat davon allerdings keine Ahnung.
Man kann sich vorstellen, dass hier Spielraum für Verwicklungen vorhanden ist.

Der Schreibstil des Autors ist gut zu verstehen. Es ist flüssig und man kann ein Kapitel nach dem anderen verschlingen.
Die Geschichte steckt voller schwarzen Humor und es gab viele Stellen, an denen ich schmunzeln musste.
Weiterhin sind die Charaktere, in meinen Augen, alle sehr liebevoll ausgearbeitet, jeder von ihnen scheint glaubhaft.

Ich habe das Buch in einem durch gelesen und konnte es einfach nicht aus der Hand legen.
Man fiebert mit den Charakteren mit und erlebt, wie sie sich wandeln und wie sie wachsen und zum Ende hin wird es noch einmal richtig spannend.

Das Ende lässt ja die Möglichkeit einer Fortsetzung und Claudius mit mir hättest du auf jeden Fall eine Leserin.

Veröffentlicht am 07.08.2017

Sehr schönes Buch

Wilde Reise durch die Nacht
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In „Wilde Reise durch die Nacht“ schreibt Moers eine Geschichte zu den Illustrationen von Gustave Doré. Doré illustriete neben Dantes Inferno auch Raven von Edgar Alan Poe und Cervantes Don Quichote.

Eigentlich ...


In „Wilde Reise durch die Nacht“ schreibt Moers eine Geschichte zu den Illustrationen von Gustave Doré. Doré illustriete neben Dantes Inferno auch Raven von Edgar Alan Poe und Cervantes Don Quichote.

Eigentlich gib es zuerst eine Geschichte und dann schafft ein Illustrator die passenden Bilder dazu, Moers arbeitet, bei diesem Buch, anderes herum.

Moers schickt den 12 Jahren alten Gustave Dore auf eine außergewöhnliche Reise, um eine Wette gegen den Tod zu gewinnen und so seine Seele zu behalten.
Gustave bekommt vom Tod unglaubliche Aufgaben gestellt und macht sich in einer wilden Reise durch die Nacht daran sie zu erfüllen.

Walter Moers ist in meinen Augen ein fantastischer und außergewöhnlicher Autor.
Wie immer überzeugt Moers mich mit seiner Sprache, seinem Witz und seiner Ideenvielfalt.
Man wird von der Geschichte in einen Bann gezogen und ehe ich mich versah, war das Buch auch schon an seinem Ende.

Es ist eine Geschichte über die Geheimnisse von Leben und Tod. Alles mit einer Prise Humor und einer unglaublichen Fantasie.


Ein Buch, dass in keinem Bücherregal fehlen sollte.

Veröffentlicht am 07.08.2017

Ein fabelhaftes Buch

Rumo & die Wunder im Dunkeln
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Ein recht typischer Moers. Es ist fantasievoll, sprachlich mitreißend und die Geschichte fesselt einen ans Buch.

Am Anfang erhält der Leser Eindrücke in die Gedankenwelt eines jungen Wolpertinger, welcher ...

Ein recht typischer Moers. Es ist fantasievoll, sprachlich mitreißend und die Geschichte fesselt einen ans Buch.

Am Anfang erhält der Leser Eindrücke in die Gedankenwelt eines jungen Wolpertinger, welcher mit seiner Familie verschleppt wird und von nun an in Angst lebt.
Wir begleiten Rumo auf dem Weg ins Erwachsenleben und fiebern mit ihm um die erste große Liebe, die zusammen mit einer ganzen Stadt voll Wolpertinger, von einem König mit Sprachstörung, entführt wird.
Rumo ist wild entschlossen, sie und seine Freunde wieder zu bekommen.

Die Geschichte um Rumo wird zum Ende hin ziemlich brutal. So kannte ich die Geschichten aus Zamonien überhaupt nicht. Die fantastisch geschilderten Schlachten, zeigen was Moers für ein Talent ist und verleihen dem Buch etwas besonderes.

Ich habe einige Seiten gebraucht bis ich in die Geschichte reinkam, aber als ich drinnen war, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Das Schicksal dieses Wolpertinger fesselt einen ans Buch.
Dazu kommen noch die Illustrationen, die wie immer einfach nur perfekt sind.
Auch finde ich es fantastisch, was Moers für eine Fantasiewelt erschaffen hat. In Zamonien bin ich persönlich noch lieber als in der Welt von Harry Potter.


Dieses Buch ist, wie jedes andere Buch von Moers bisher, eine absolute Leseempfehlung und auch für Neueinsteiger in die zamonische Welt geeignet. Allerdings ist es kein Buch für Kinder.

Veröffentlicht am 07.08.2017

Es bleibt im Gedächtnis

Die Hölle im Kinderheim
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In dem Buch lernen wir ein Kinderheim in Luxemburg kennen. In der Nachkriegszeit wurden viele Kinder von ihren Familien oder auch von Nachbarn in ein Heim gesteckt. Die Eltern dachten ihren Schützlingen ...

In dem Buch lernen wir ein Kinderheim in Luxemburg kennen. In der Nachkriegszeit wurden viele Kinder von ihren Familien oder auch von Nachbarn in ein Heim gesteckt. Die Eltern dachten ihren Schützlingen würde es hier gut gehen, aber das war leider nicht der Fall. Dieser Abschnitt nennt sich schwarze Pädagogik und nicht nur in Luxemburg wurden die damaligen Heimkinder so behandelt.

Ich habe zu diesem Thema schon einige Bücher gelesen, da ich mich beruflich als Erzieherin häufig mit dem Thema auseinandersetzte.

Die Kinder waren damals nichts wert und das vermittelte man ihnen auch. Wum schildert ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen den damaligen Missbrauch durch die katholische Kirche. Ich möchte nichts genaueres wiedergeben, da das Thema nicht für jeden was ist.

Der Schreibstil des Buches ist sehr angenehm zu lesen. In dem Buch erzählt ein ehemaliges Heimkind, Dutz, von seinen erlittenen Quallen. Zwischenzeitlich werden auch die Schicksale von anderen Kindern, sowie von einigen Erwachsenen, beleuchtet.

Ich musste das Buch zwischenzeitlich immer mal wieder an die Seite legen und tief durchatmen. Es ist keine leichte Kost. Ab und zu hatte ich Tränen in den Augen und eine unfassbare Wut in meinem Bauch. Ich konnte einfach nicht verstehen, wie die Menschen so handeln konnten, dass es so böse Menschen unter uns gibt.


Das Buch wird mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben.

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