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Veröffentlicht am 30.01.2025

Freundschaft, Liebe und Familie

Degrees of Engagement
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Xavier und Bianca kennen sich schon seit einigen Jahren, da sie auf der Uni einige gemeinsame Fächer haben. Bei vielen gemeinsamen Lernsessions hat sich auch eine Freundschaft entwickelt und so kommt es, ...

Xavier und Bianca kennen sich schon seit einigen Jahren, da sie auf der Uni einige gemeinsame Fächer haben. Bei vielen gemeinsamen Lernsessions hat sich auch eine Freundschaft entwickelt und so kommt es, dass er, bis auf Biancas Mentorin, die einzige Person ist, die zu ihrer Feier zum bestandenen Doktortitel kommt. Alle ihre Freundinnen, für deren Hochzeiten und Junggesellinnenabschiede sie um die halbe Welt geflogen ist, und sogar ihre Eltern sind nicht aufgetaucht. Zu Recht ist Bianca sehr enttäuscht und traurig und der Abend endet mit viel Alkohol. Und einem Verlobungsring am Finger.
Sie ist sich sicher, dass sie jetzt die Reaktionen bekommt, die sich gewünscht hat und soll Recht behalten. Doch das mildert ihre Enttäuschung nicht, denn es zeigt ihr nur, wie wenig Wert ihre Freunde und Familie auf Biancas beruflichen Meilenstein legen.
Die Tage und Wochen ziehen ins Land und zwischen Treffen mit den Freundinnen und Treffen mit den Eltern, kommen Gefühle zwischen den beiden an die Oberfläche, die so nicht geplant waren. Das ist doch alles nur zum Schein und außerdem ist Xavier bald beruflich für lange Zeit weg. Wie soll da eine Beziehung funktionieren? Beide können kein gebrochenes Herz gebrauchen und so reden sie sich jede Berührung und jeden Kuss als Übung ein, damit es vor allen anderen auch realistisch aussieht. Doch als sie dann miteinander im Bett landen, verschwimmen die selbst gesteckten Grenzen so stark, dass auf einmal alles anders ist.

Ich hatte so meine Probleme in das Buch reinzukommen, dabei haben mich Klappentext und Leseprobe direkt angesprochen. Aber je mehr Zeit ich mir gegeben habe, desto besser lief es. Ich finde die Mischung, worum es geht, wirklich gut. Freundschaften allein sind eben nicht alles, wenn man nicht jedes Ereignis teilen kann. Nicht immer läuft in einer Beziehung alles rund und manchmal merkt man erst viel zu spät, dass man den falschen Partner an seiner Seite hatte. Und manchmal müssen einem die Augen geöffnet werden. Bianca und Xavier sind tolle Charaktere, die hart für ihren Traum arbeiten. Der Schreibstil ist gut, manchmal mit längeren Sätzen etwas verworren, aber trotzdem kann man der Geschichte gut folgen.

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Veröffentlicht am 20.09.2024

Liebe die durch die Musik geht

Not Another Love Song
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„Das Lied handelt von einem Cello, das sich in eine Geige verliebt.“

Gwen spielt schon seit einigen Jahren Geige im Orchester und bekommt aus heiterem Himmel die Chance, die erste Geige zu werden. Die ...

„Das Lied handelt von einem Cello, das sich in eine Geige verliebt.“

Gwen spielt schon seit einigen Jahren Geige im Orchester und bekommt aus heiterem Himmel die Chance, die erste Geige zu werden. Die wichtigste Stelle, denn alle anderen Musiker werden sich nach ihr richten. Doch das bedeutet auch, dass sie Xander Thorne gegenübersitzt. Der erste Cellist und Mitglied ihrer Lieblingsband. Er hält nicht damit hinterm Berg, dass er Gwen nicht leiden kann. Doch schnell wird klar, dass etwas anderes dahintersteckt als Abneigung. Denn bei jedem zufälligen Aufeinandertreffen, fragt er sie nach einem Treffen, um sie kennenzulernen und mit ihr Musik zu machen.
Die beiden können die Anziehung zwischen Ihnen nicht leugnen, doch dann findet Gwen raus, wer Xander wirklich ist. Was er vor der Band gemacht hat und aus welcher Familie er kommt. Ab diesem Moment ändert sich langsam etwas bei Gwen. Und als sie dann nach einem Auftritt zusammen mit Xanders Band das Angebot ihres Lebens erhält, muss sie alles in Frage stellen. Ihre Beziehung und ihren Platz im Orchester.

Ich muss gestehen, dass ich nicht erwartet habe, dass die Musik tatsächlich in fast jeder Lebenslage eine Rolle bei den Protagonisten spielen wird. Das hat mich zwischendurch etwas an meiner Bewertung überlegen lassen. Doch am Ende kamen so viele tolle Wendungen, dass es zwar nicht die volle Punktzahl ist, aber nah dran. Die Charaktere fand ich beide sehr sympathisch. Gwen kam manchmal vielleicht etwas naiv rüber, aber sie hat sich eben nur auf ihren Traum fokussiert und wollte die eventuellen Schattenseiten nicht wahrhaben. Xander hat damals quasi den gleichen Fehler gemacht, was ihm seinen Traum manchmal etwas madig macht. Aber sie haben beide Menschen an ihrer Seite, die ihnen die Augen geöffnet haben. Der Schreibstil ist sehr angenehm und bis auf einige Stellen, wo es sich etwas gezogen hat, trotzdem gut zu lesen.

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Veröffentlicht am 11.09.2024

Was möchte man im Leben erreichen?

Sterne, die im Sommer tanzen
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Was erwarte ich von meinem Leben? Was möchte ich erreichen? Wo möchte ich es erreichen?
Das sind Fragen, die sich Sage und Fisher beide stellen, auch wenn ihnen das erst nach und nach bewusst wird.
Fisher ...

Was erwarte ich von meinem Leben? Was möchte ich erreichen? Wo möchte ich es erreichen?
Das sind Fragen, die sich Sage und Fisher beide stellen, auch wenn ihnen das erst nach und nach bewusst wird.
Fisher ist (Sterne)Koch und von seiner Chefin dazu verdammt worden, den Sommer in Spunes zu verbringen, um dort den Ausbau eines neuen Restaurants zu bewachen und in der Zeit die Speisekarte zu entwerfen. Doch ihm will einfach nichts einfallen.
Da kommt ihm seine Nachbarin Sage gerade recht. Sie ist Lehrerin, gerade aber in den Ferien und kümmert sich um ihre Tiere und Pflanzen. Die beiden treffen zunächst immer in lustigen und peinlichen Situationen aufeinander, doch schnell entwickelt sich eine Freundschaft zwischen ihnen. Und ein weiterer Pluspunkt ist, dass sie ihm bei seiner Nichte Indy Tipps geben kann.
Fisher und Sage inspirieren sich gegenseitig bei ihren Hobbys und Jobs und weil sie viel Zeit zusammen verbringen, kommt schnell das Gerücht auf, dass die beiden zusammen wären. Doch Fishers Zeit in Spunes ist begrenzt und zudem haben er und seine Nichte nur schlechte Erfahrungen mit Kleinstädten gemacht. Ob das Sommerfest seine Meinung ändern wird? Denn die beiden werden dort zusammen antreten. Doch dann kommt das Schicksal dazwischen.

Eine tolle sommerliche Geschichte, die gemütliche Lesestunden verspricht. Die beiden Charaktere waren mir sehr sympathisch und ich habe es geliebt ihnen bei ihren Unternehmungen und Unterhaltungen zuzusehen. Nicht selten muss ich auch mal Schmunzeln. Sehr schön fand ich auch, wie sich das Verhältnis zwischen Fisher und Indy am Ende gebessert hat. Doch das war wirklich ein langer Weg. Sage und Fisher haben am Ende beide ihre Bestimmung gefunden, wenn man es so nennen möchte, und es war ein schöner aber teilweise auch schwieriger Weg dorthin. Der Schreibstil ist schön locker und angenehm, bloß manchmal hat es sich für mich etwas gezogen. Aber es gibt trotzdem eine große Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 26.08.2024

Liebe zu dritt

Everything Under the Sun
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Kat arbeitet als Barkeeperin in der Bar von Jonas Vater. Nach Feierabend nimmt sie oft einen der Gäste mit nach Hause, denn sie muss sich ablenken. Ablenken von ihren Gedanken die um alles und nichts kreisen. ...

Kat arbeitet als Barkeeperin in der Bar von Jonas Vater. Nach Feierabend nimmt sie oft einen der Gäste mit nach Hause, denn sie muss sich ablenken. Ablenken von ihren Gedanken die um alles und nichts kreisen. Sie hat ihre Mutter früh verloren und seitdem nur noch sporadischen Kontakt zu ihrem Vater, von ihrem Bruder ganz zu schweigen. Der ist mit seinem besten Freund auf Reisen gegangen. Kat weiß nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Eigentlich ist sie glücklich, aber trotzdem fehlt ihr etwas. Ob Jonas ihr das geben kann? Gerade als sie sich dazu entscheidet es rauszufinden, taucht Rafael überraschen auf. Bester Freund ihres Bruders und irgendwie auch von ihr, bis da vor knapp einem Jahr mal mehr war. Zunächst versucht Kat sich von ihm fernzuhalten, zu sehr hat er sie damals verletzt. Doch die Gefühle sind noch da. Aber da ist auch noch Jonas, mit dem sie viele schöne Stunden verbringt. Wen von beiden soll sie wählen? Denn man kann doch nicht zwei Menschen gleichzeitig lieben, oder? Das ist doch unnormal.

Eine schöne Geschichte, die uns die Polyamorie näherbringt. Manchmal braucht man einen Stupser in die richtige Richtung und in diesem Falle hat Kat das Tagebuch ihrer Mutter geholfen. Kat hat am Ende einige Lösungen für sich gefunden und ich fand es toll, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Und auch die Chemie zwischen Rafael und Jonas fand ich von Anfang an bemerkenswert. Der Schreibstil war sehr angenehm, aber es gab Stellen, da hat es sich für mich etwas gezogen.

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Veröffentlicht am 09.08.2024

Spannung auf Sylt

Vor uns das Rauschen des Meeres
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Sophie kehrt nach vielen Jahren auf die Insel Sylt zurück, weil sie das Ferienhaus ihrer Familie geerbt hat. Zuletzt hat ihr Vater darin gelebt, der nach einer Verhaftung einfach aus ihrem Leben verschwand. ...

Sophie kehrt nach vielen Jahren auf die Insel Sylt zurück, weil sie das Ferienhaus ihrer Familie geerbt hat. Zuletzt hat ihr Vater darin gelebt, der nach einer Verhaftung einfach aus ihrem Leben verschwand. Sie ist sich sicher, dass das damals ein Missverständnis war und ihr Vater nichts mit der Sache zu tun hatte. Oder dass er reingelegt wurde. Ein „Verdächtiger“ ist Leopold, ihr Onkel, bester Freund der Familie und Maximilians Vater. Maximilian spielt eine große Rolle bei ihren Recherchen, denn irgendwie muss sie ja an die Familie rankommen und eventuell auch ins Haus gelangen. Schon an ihrem ersten Abend läuft sie ihm am Strand über den Weg und der restliche Abend verläuft anders, als sie geplant hatte. In den nächsten Tagen verbringt sie viel Zeit damit, weiter zu recherchieren, doch immer wieder kommt ihr Max dazwischen. Manchmal in Person, manchmal in ihren Gedanken. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, aber wie kann sie dem nachgeben, wenn sie quasi dabei ist seine Familie und somit auch ihn zu zerstören?
Max genießt jede Minute mit Sophie, denn bei ihr sind seine Gedanken still. Keine Ängste, keine Sorgen, keine Panik. Da kann er einfach sein, wie er ist. Im Gegensatz zu seinem Elternhaus und dem Hotel seiner Familie. Doch genau dort findet er einen Verbündeten -Tim -, um seinem Traumjob als Koch näher zu kommen. Bis er herausfindet, wer Tim wirklich ist.

Max fand ich richtig sympathisch. Nicht nur von seinem ganzen Charakter und dass er sich irgendwann durchsetzen konnte, sondern auch dass er hochsensibel ist und das mal thematisiert wurde. Hatte ich bis jetzt noch in keinem Buch. Er geht wirklich gut damit um, hat sich auch Hilfe gesucht und ich finde es schrecklich, wie er – teilweise auch deswegen – von seinem Vater behandelt wird. Die Liebe zwischen ihm und Sophie baut sich nur langsam auf, aber das passt perfekt zu der Story. Der Schreibstil ist an sich sehr angenehm, aber manchmal hat es sich ziemlich gezogen. Trotzdem eine tolle Geschichte!

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