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Veröffentlicht am 04.08.2020

Anders als ich erwartet hätte

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Worum geht es?

Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt ...

Worum geht es?

Not macht erfinderisch: Tiffy braucht eine günstige Bleibe, Leon braucht dringend Geld. Warum also nicht ein Zimmer teilen, auch wenn sie einander noch nie begegnet sind? Eigentlich überhaupt kein Problem, denn Tiffy arbeitet tagsüber, Leon nachts. Die Uhrzeiten sind festgelegt, die Absprachen eindeutig. Doch das Leben hält sich nicht an Regeln ...

Gestaltung von Schreibstil

Ich will ehrlich sein: Das Cover hätte mich in der Buchhandlung nicht angesprochen. Doch als es durch Bookstagram kursierte, bin ich neugierig geworden. Im Mai vergangenen Jahres war "Love to Share" in der Bücherbüchse und es hat über ein Jahr gedauert, bis ich danach gegriffen habe. Die Gestaltung ist schlicht und simpel. Die Seitenzahlen sind immer rechtsbündig, was mich anfangs irritierte, aber irgendwann achtet man gar nicht mehr darauf. Die Geschichte wird wechselweise aus der Sicht von Tiffy und Leon erzählt. Während Tiffy gerne in ihren Gedanken versunken ist und auch Dinge beschreibt, ist bei Leon alles kurz und knapp. Manchmal hatte ich das Gefühl, dass er sich in Gedanken Notizen macht, um nichts zu vergessen oder seinen nächsten Schritt zu erklären. Anfangs hatte ich mit seiner Sichtweise schwer zu kämpfen. Sie ist teilweise stumpf und emotionslos, aber irgendwie passt es auch zu seinem Charakter.
Hinzu kommt, dass einige Kapitel recht kurz sind. Und dabei spiele ich vor allem auf die von Leon an, weil sie teilweise nur aus drei Seiten bestehen. Deswegen hat das Buch an sich auch über 70 Kapitel.

Charaktere

Tiffy ist frisch getrennt und sucht eine neue Unterkunft. Nachdem ihr Ex-Freund Justin sie betrogen hat, wohnt sie noch einige Zeit bei ihm mit in der Wohnung. Leons Inserat schien komisch, aber ihre einzige Ausweichmöglichkeit, um nicht bei ihren besten Freunden oder ihrem Chef unterkommen zu müssen. Es hat sie viel Mut gefordert und dennoch merkt man, dass die Entscheidung bei ihm zu wohnen, die richtige war. Dass sie es braucht, nicht nur um alleine klar zu kommen, sondern ernsthaft über ihre vergangene Beziehung nachzudenken. Sie lebt ihren Traum ist Lektorin bei einem DIY-Buchverlag, auch wenn sie unterbezahlt arbeitet, liebt sie es. Es ist ihre Berufung und lässt sie ihre Kreativität entfalten. Sie ist ein kleines Plappermaul, was sie auf Anhieb sympathisch macht, denn welche Frau redet nicht gerne. Und sie hat einen eigenen und sehr individuellen Modegeschmack, aber alle sagen, dass er zu ihr gehört, wie die Tatsache, dass sie groß ist. Durch Justin hat sie sich immer klein gefühlt, weil er sie während der Beziehung versucht hat zu manipulieren, was er auch ansatzweise geschafft hat, aber womit er und vielleicht auch Tiffy niemals gerechnet hat, dass sie einen Wandel durchläuft und sich selber heilt. Und dabei sind ihre Freunde und Leon eine große Hilfe.
Leon ist ein Gewohnheitsmensch. Er liebt die Routine in seinem Leben, weshalb es für seine Freundin Kay eine kleine Überraschung ist, dass er sich eine Mitbewohnerin sucht. Zwar wohnen sie zu unterschiedlichen Tageszeiten in der Wohnung, dennoch ist sie nicht begeistert. Er steckt all seine Energie in die Verhandlung seines Bruders Richie, der unschuldig im Gefängnis sitzt, und die restliche Zeit arbeitet er als Pfleger in einem Palliativkrankenhaus. Jeder liebt in, vor allem auch weil er mit Leib und Seele seiner Arbeit nachgeht. Ein Beweis dafür ist, dass er seine letzte freie Zeit dafür opfert um die verschollene Liebe eines Patienten zu suchen, die er nach dem Krieg aus den Augen verloren hat. Und auch wenn er der stille Part, der beiden ist, so ergänzt er sie durch seine Taten. Tiffy lockt in immer wieder aus seiner Komfortzone, aber nicht auf negative Weise. Es kommen andere Seiten zum Vorschein, die man vorher gar nicht von ihm kannte, da er sonst in seinen Äußerungen und Gedanken kurz und knapp war. Dennoch zeigt er, dass er ein loyaler und geduldiger Mensch ist, vor allem den Personen gegenüber, die er schätzt und liebt.
Meine Meinung

Puh... Wo soll ich anfangen?
Ich bin an das Buch ein wenig voreingenommen gegangen. Nicht nur das mich das Cover zunächst abgeschreckt hat, sondern auch die vielen negativen Meinungen. Nur selten habe ich eine positive Rezension zu diesem Buch gelesen, was vor allem daran zu verschulden ist, dass viele Leons Sichtweise kritisieren und ja ich verstehe es. Wie bereits erwähnt ist sie kurz und bündig. Mir persönlich haben die Emotionen gefehlt. An einigen Stellen hätte ich mir mehr Gefühle gewünscht, vor allem weil es die Geschichte hergibt. Tiffy hat so viel durchmachen müssen, wegen Justin. Sie ist allgemein ein Mensch der gerne Mal aus dem Herzen heraus entscheidet, was ihre Freunde nicht immer glücklich macht, aber was zu ihrem Charakter gehört. Es wäre schön gewesen, wenn man noch mehr begriffen hätte, wer sie die Manipulationen beeinflusst haben und wie genau sie dazu fähig war Leon in ihr Herz zu lassen. Natürlich kriegt man die Schattenseiten mit, besonders weil sie bei den ersten Malen nicht die letzte Schwelle übertreten konnte, aber dennoch wundert es mich, dass sie es am Ende ohne Probleme konnte.

Die Nebencharaktere waren ganz nett, wobei man meiner Meinung nach nicht allzu viel von ihnen mitbekommen hat. Mo und Gerty spielen so wichtige Rollen im Leben von Tiffy, sodass mir mache Dialoge einfach zu kurz kamen, vor allem wenn es um ihre Gefühle geht. Mich haben die beiden neugierig gemacht und am liebsten hätte ich erfahren, was ihre Geschichte bereithält. Wenn es ein Buch oder eine Novelle über die beiden geben würde, würde ich sie auf jeden Fall lesen, weil sie zwei interessante Charaktere sind. Wahnsinnig intelligent, aber auch loyal gegenüber ihren Freunden. Sie scheuen keine Mühen, um Tiffy zu helfen, auch wenn sie manchmal glauben wie wissen, was das Beste für sie ist. Sie meinen es immer gut.

Eine zentrale Rolle spielen die Post-it’s. Es ist das Mittel zu Kommunikation zwischen Leon und Tiffy, was meiner Meinung nach sehr originell ist, vor allem weil sie nie gleichzeitig in der Wohnung sind. So lernen sie einander kennen, ohne sich je begegnet zu sein. Die Idee an sich fand ich sehr innovativ und einmalig. Wer teilt sich schon ein Bett mit einem Menschen, den man nicht kennt? Und bis zum Schluss spielen die Zettel diese wichtige Rolle, was ich als schönen roten Faden werte.

Ich muss dem Buch 3,5/5 Sterne geben, weil mir die Gefühle gefehlten haben und ich den Einstieg in die Geschichte schwer fand, allerdings finde ich die Geschichte auf neu und erfrischend. Deswegen würde ich es dennoch jedem empfehlen. Man soll sich durch das Cover und die Rezensionen nicht abschrecken lassen, sondern seine eigene Meinung bilden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2020

Habe leider mehr erwartet

Wildflower Summer – In deinen Armen
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Worum geht es?

Ein Himmel, der unendlich erscheint, Berge, deren schneebedeckte Spitzen in der Sonne glitzern, Wildblumen, die sich im Wind wiegen. Dieser Anblick erwartet Nate Roldan, als er die Wildflower ...

Worum geht es?

Ein Himmel, der unendlich erscheint, Berge, deren schneebedeckte Spitzen in der Sonne glitzern, Wildblumen, die sich im Wind wiegen. Dieser Anblick erwartet Nate Roldan, als er die Wildflower Ranch erreicht. Im selben Moment wird ihm klar, dass er nicht hierhergehört. Mit seinem Motorrad und seinen Tattoos sticht er an diesem schönen, friedlichen Ort heraus wie ein hässlicher Ölfleck.
Nur scheint das Olivia Cattenach nicht zu stören.
Ihretwegen ist Nate hier. Er hat ihrem sterbenden Bruder geschworen, auf sie aufzupassen. Und diese Aufgabe wird er erfüllen, egal was es ihn kostet. Er hätte nur nicht gedacht, dass der Preis sein Herz ist …

Gestaltung und Schreibstil

Das Cover ist ein Traum. Augenblicklich assoziiert man Frühling, Wohlgefühl und Idylle damit. Es lädt einen dazu ein, in eine Welt einzutauchen und zu erkunden, was ich persönlich für die Charakteristik von den Kelly Moran Bücher halte.
Der Schreibstil war ähnlich wie bei der Redwood-Reihe. Abwechselnd konzentriert sich der Erzähler auf die beiden Protagonisten Olivia und Nate. Dabei ist der Schreibstil vollkommen flüssig und sorgt dafür, dass man ohne Probleme in die Geschichte einsteigen kann. Die malerische Landschaft und das gesamte Setting haben mich auf Anhieb gefallen. Kelly Moran kreiert eine Atmosphäre, die einem ein gutes Gefühl gibt. Sie lässt einen träumen und dennoch gibt es viele erotische Szenen, die hier in dem Buch beschreiben werden. Sie nehmen viel Raum und Präsenz ein, was nicht jedem gefällt.

Charaktere

Olivia Cattenach lebt gemeinsam mit ihrer Tante Mae auf der riesengroßen Ranch und unterhält viele Mitarbeiter. Man lernt sie als offenen, selbstlosen und liebeswerten Menschen kennen, dabei hat sie in ihrem Leben viele Verluste einstecken müssen. In ihrer Kindheit verlor sie ihre Eltern und später ihren kleinen Bruder, der zugleich ihr bester Freund war, durch den Krieg. Er hatte sich verpflichten lassen. Olivia hat mit der ständigen Angst gelebt, dass ihm eines Tages etwas zustoßen könnte. Und trotzdem lässt sie sich dadurch in kein schwarzes Loch ziehen. Doch ihre Selbstlosigkeit wird ihr oft zum Verhängnis. Die Menschen, die sie liebt, gibt sie alles von sich, ohne auch nur ein Gedanken an sich selbst zu verschwenden. Für sie stehen immer alle anderen an erster Stelle. Zudem ist sie Stur und Wagemutig, was vor allem Nakos und später auch Nate gegen den Strich geht. Sie hat ihren eigenen Willen und lässt sich dabei von keinem Mann die Meinung sagen, was in meinen Augen mutig ist.
Nate Roldan ist ein typisches Kind aus dem Pflege- und Sozialsystem. Er hat bei mehreren Familien gewohnt, wobei er nie die schöne Seite einer Familie genießen durfte. Hat wurde mit Essensentzug bestraft und musste sich selber durchs Leben kämpfen, was ihn sogar auf die schiefe Bahn gebracht hatte. Doch die Army sollte sein Ticket in die Freiheit sein. Er wollte sein altes Leben hinter sich lassen. Doch womit er am wenigsten gerechnet hat, war einen Freund wie Justin bei der Army zu finden. Auch wenn er nie richtig Freunde hatte, und um viele Menschen einen großen Bogen gemacht hat, schließt er Justins ins Herz. Kurz vor seinem Tod nahm er ihm das Versprechen ab, sich um seine Schwester Olivia zu kümmern. Er personifiziert das Klischee eines jeden Bad Boys, der sich mit Selbsthass bestraft. Er ändert sich zwar im Laufe der Geschichte, aber da macht es irgendwie auch vorhersehbar.

Meine Meinung

Nachdem ich die Redwood-Reihe heiß und innig verschlungen habe und sie jetzt liebe, war ich natürlich sehr gespannt, auch das neue Buch von Kelly Moran. Doch ich bin ehrlich, es hat mich enttäuscht. Meiner Meinung nach hätte man viel mehr aus der Thematik rundum Nate herausholen können. Man hatte eine bedeutendere Message hinterlassen können, doch zu meinem Bedauern wurde es vernachlässigt. Die Erotik ist immer mehr in den Vordergrund gerutscht, wodurch einige tiefgründige Szenen durch ihre Leidenschaft und Luft im Keim erstickt wurde. Es ist schade, dass Kelly Moran diesen Weg gegangen ist, vor allem weil mir die vorherige Reihe schon so gut gefallen hat. Olivias und Nates Liebesgeschichte hat sich viel zu schnell entwickelt. Auch wenn er sich immer wieder eingeredet hatte, dass es schlecht wäre, sich auf sie einzulassen, hat er ihre Berührungen und Küsse toleriert, was in meinen Augen keinen Sinn ergeben hat. Das er lediglich die letzte Stufe nicht überschreiten wollte, hat seinen klischeehaften Charakter nur verstärkt. Die wenigen Chancen um der Geschichte noch mehr Tiefe zu verleihen wurden nicht genutzt, sondern durch Erotik fast schon ein wenig zerstört.

Und trotz meiner Kritikpunkte hat es Kelly Moran durch ihren Schreibstil wieder wettgemacht. Sie hat ein Setting und Charaktere kreiert, die ich persönlich selber kennengelernt hätte. Amy und Nakos sind zwei unglaublich interessante Nebencharaktere, auf die ich mich schon im zweiten Teil freue. Beide sind komplett unterschiedlich und dennoch macht es das gerade spannend. Man fühlt sich wohl und auch wenn ich am Ende einige Abschnitte oder Seiten übersprungen habe, ist es ein Pageturner. Man liest weiter, obwohl es meiner Ansicht nach vorhersehbar ist. Die Emotionen, die ich mir erhofft hatte, bleiben leider aus, aber dafür hoffe ich, dass das Potential für den zweiten Band aus dem ersten genutzt wird, um eine grandiose Geschichte daraus zu machen, denn nichts anders haben die Charaktere verdient.

Das Buch bekommt von mir solide 3/5 Sterne, da es kein Highlight ist und meiner Meinung nach nicht das geboten hat, was ich von Kelly Moran aus der Redwood Reihe liefert. Ich hätte mir so sehr gewünscht eine andere Bewertung abgeben zu können, aber es war nun mal durchschnittlich. Mehr kann man nicht dazu sagen, also, dass ich hoffe, dass „Wildflower Summer 2“ besser wird.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.07.2020

Katie Weber schreibt authentische New Adult Romane

Play me viciously
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Worum geht es?

Um ihr Herz zu gewinnen, setze ich alles auf eine Karte
Nash Leighton ist ein Gewinner. Dank seiner durchtriebenen Gerissenheit und Intelligenz ist er es gewohnt, aus jedem Spiel, jeder ...

Worum geht es?

Um ihr Herz zu gewinnen, setze ich alles auf eine Karte
Nash Leighton ist ein Gewinner. Dank seiner durchtriebenen Gerissenheit und Intelligenz ist er es gewohnt, aus jedem Spiel, jeder Wette und aus jeder Lebenslage als Sieger hervorzugehen. Nur ein Spiel konnte er bisher nicht gewinnen: das gegen sich selbst. Denn seit Jahren kämpft er nicht nur vergeblich gegen seine Spielsucht, sondern auch gegen die Dämonen aus seiner Vergangenheit. Als seine Glückssträhne ein jähes Ende findet und alles droht, wie ein Kartenhaus einzustürzen, stolpert ausgerechnet Sutton Blakeley wieder in sein Leben. Die einzige Frau, an die er je etwas verloren hat - nämlich sein Herz. Sie hat es gestohlen und in tausend Teile zerbrochen. Aber seit damals hat sich einiges verändert - nur die Gefühle scheinen noch immer dieselben. Doch gilt wirklich: Pech im Spiel, Glück in der Liebe?

Um ihn zu retten, gehe ich »all in«
Sutton Blakeley ist eine Verliererin. Im Spiel des Lebens hatte sie schon immer schlechte Karten und musste im Gegensatz zu anderen für alles, was sie erreicht hat, hart kämpfen. Um ihre Pechsträhne zu besiegen, wagt sie einen Neuanfang in ihrer alten Heimat Florida. Doch kaum angekommen, trifft sie ausgerechnet auf Nash Leighton: den einzigen Mann, der sie je fasziniert, aber mit seinem Geld und dem perfekten Schein gleichzeitig abgeschreckt hat. Ausgerechnet er muss ihr jetzt aus einer gefährlichen Lage helfen. Dabei muss sie feststellen, dass Nash sich mit der Zeit verändert hat - das Kribbeln, das sie in seiner Gegenwart immer schon gespürt hat, hingegen nicht. Um hinter seine Fassade sehen zu können, muss sie einen hohen Einsatz wagen. Doch entpuppt sich Nash als Hauptgewinn oder wird er ihre größte Niederlage?

Hierbei handelt es sich um den vierten Band der Wrecked-Reihe. Natürlich kann man die Teile unabhängig von einander lesen, dennoch könnte zu anderen Paaren gespoilert werden.

Gestaltung und Schreibstil

Das Cover ist mal wieder ein Traum. Außerdem hat sie einen Blick für liebevolle Details, was nicht nur die Covers zu einem wahren Hingucker macht, sondern auch Innengestaltung. Bei jedem neuen Kapitel gibt es ein kleines Symbol, das sich wie ein roter Faden durch das ganze Buch zieht.
Der Schreibstil ist flüssig und fesselnd.
Die Geschichte wird abwechselnd aus Suttons und Nashs Sicht erzählt, was ich persönlich an der Reihe liebe, weil dabei keine Sichtweise überwiegt, sondern ausgeglichen ist. Der Einblick in die Köpfe, der Protagonisten, sorgt dafür, dass man die Handlungen nachvollziehen kann. Man versteht die Gefühle und merkt, wie sich alles wieder aufs Neue entwickelt. Ähnlich wie bei den Vorgängern und wie es für New Adult Romane üblich ist, nutzen die Protagonisten Kraftausdrücken, die der Geschichte mehr Authentizität verleihen.

Charaktere

Nash ist einem als der bunte Hund der Clique aus den vorherigen Teilen bekannt. Er ist derjenige, der komische Hemden trägt, über die sich die anderen lustig machen. Und auch derjenige, mit der Spielsucht, die vor allem seine Freunde zur Sorge bringt. Mit seinem Charme und der Lockerheit, viel er besonders auf, und hat mich damit umso mehr überrascht, als ich in seine Welt und vor allem seinen Kopf eingetaucht bin. Die Leere, der Verlust und der Schmerz sind ein großer Teil von ihm und dennoch kriegt kaum einer diese Seite von ihm zu sehen. Man kennt die Oberfläche. Das, was er den Leuten bereit ist zu zeigen. Sutton weckt alte und verborgene Seiten in ihm. Er kümmert sich um sie voller Liebe und Fürsorge. Bisher konnte ich kaum etwas mit ihm anfangen, aber dann hat er mich doch in seinen Bann gezogen, und wie fast jeder von den Wrecked-Männern ist auch er ganz besonders.
Sutton ist unglaublich ehrlich und schlagfertig, was ich persönlich liebe. Sie ist stark, trotz ihrer Vergangenheit, auf die sie im Nachhinein nicht stolz ist. Sie fühlte sich innerlich sehr zerrissen, vor allem wegen der gemeinsamen Vergangenheit mit Nash. Wodurch ihre Gefühle ihm gegenüber auch gemischt sind. Einerseits erinnert sie sich an die Gemeinheiten und die Spielsucht und andererseits fühlte sie sich noch wie das gleiche Mädchen, was sich damals in ihn verliebt hat. Das ist es, was es meiner Meinung nach interessant macht. Aber sie bleibt stark und tough. Nicht einmal bei Nash weicht sie zurück, sondern bietet ihm die Stirn.

Meine Meinung

Nachdem ich "Crush me Tenderly" von Katie Weber beendet habe, musste ich unbedingt mit Nashs Geschichte weitermachen. Es hat mich neugierig gemacht, was hinter ihm steckt. Der Mann, der bisher nur als Spielsüchtiger bekannte war. Der, der sonst immer am gelassensten war und mit seinem schrägen Kleidungsstil auffiel. Und was soll ich sagen...
LEST ES!
"Play me Viciously" ist eine bewegende, packende und ergreifende Liebesgeschichte. Sutton und Nash kennen sich von früher und verborgene Gefühle flammen wieder auf. Nash spielt sich als Held auf und rettet seine Pocahontas aus einem schäbigen Laden, in dem er seiner Sucht nachgeht. Aber hier geht es nicht um ihre Rettung, sondern sie hilft ihm. Gemeinsam kämpfen sie gegen ihre Dämonen an und auch ihre Vergangenheit wird wieder aufgearbeitet. Sutton erfährt, dass Nash sie schon früher beschützt hat, während die anderen Männer sie fertigmachen wollten. Dabei wird ein Tiefgang erzeugt, der mich teilweise so gerührt hat, dass es mich zu Tränen gerührt hat. (Vielleicht lag es auch an meinem Hormonenhaushalt und der Periode, aber wir sagen, dass es Katies grandiose Geschichte geschuldet ist.)
Ich habe das Buch inhaliert und kaum aus der Hand gelegt. Neben einer spannenden Entwicklung und feurigen Wortgefechten kam die Liebe nicht zu kurz, was der Geschichte noch mehr Authentizität verliehen hat. Außerdem gab es nicht diesen typischen, kritischen Punkt, wo alles ins Wanken geraten ist. Die Gefühle der beiden haben sich nicht aus dem Nichts entwickelt, sondern nachvollziehbar.
Mal wieder konnten mich die 5 Männer von sich überzeugen. Die Clique, die wie eine Familie für einander sorgt, wenn einer in Schwierigkeiten ist. Das liebe ich so sehr an der ganzen Reihe. Die Momente, wo alle zusammen sind, und nicht nur mit Sprüchen um sich werfen, sondern auch zeigen, dass sie keinen hinter sich lassen. Sie stehen für einander ein. Sind da.
Das Ende hat mich neugierig gemacht. Am liebsten würde ich jetzt sofort mit dem letzten Teil anfangen. Weston ist ein Charakter, den man vor allem in den letzten beiden Bänden besser kennengelernt hat.

Ich gebe dem Buch 5/5 🌟, weil es nichts anderes verdient hat. Mal wieder hat mich Katie Weber in die Welt von der Wrecked-Reihe gezogen. Ich bin darin versunken und wollte sie nicht mehr verlassen. Ein Teil von mir, wird immer an der Reihe hängen, weil sie authentisch und grandios ist. Ein Muss für alle New Adult Fans und für Leute, die sich bisher noch nicht an Selfpublisher getraut haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2020

Spannender Anschluss an den ersten Band

Bourbon Sins
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Worum geht es?

Liebe und Verrat, Lügen und Geheimnisse

Nach dem Tod des Familienoberhaupts hängt die Bourbon-Dynastie der Bradfords am seidenen Faden. Der Patriarch hat nicht nur das Unternehmen hoch ...

Worum geht es?

Liebe und Verrat, Lügen und Geheimnisse

Nach dem Tod des Familienoberhaupts hängt die Bourbon-Dynastie der Bradfords am seidenen Faden. Der Patriarch hat nicht nur das Unternehmen hoch verschuldet hinterlassen, nun entpuppt sich sein vermeintlicher Selbstmord auch noch als Mord. Unter Verdacht gerät der älteste Sohn Edward, den sein Vater um alles gebracht hat, was die Zukunft für ihn bereithielt. Während sein jüngerer Bruder Lane alles daran setzt, das Familienunternehmen zu retten, liegt das Schicksal der Bradford Bourbon Company nun ausgerechnet in den Händen ihrer größten Konkurrentin, der Frau, die Edward über alles liebt, aber unerreichbar für ihn scheint ...

Gestaltung und Schreibstil

Der Roman ist anders, als die meisten des Genre Contemporary Romance aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben, allerdings konzentriert sich dieser wechselweise auf die wichtigsten Protagonisten, sodass man einen Eindruck von den Hauptpaaren gewinnt, aber auch von der Welt in der sie leben und den Machenschaften, die eine zentrale Rolle spielen. Der Schreibstil ist leicht, bildhaft und fesselnd, was mich persönlich überrascht hatte, denn irgendwie hatte ich etwas Dunkles erwartet.
Das Cover passt vom Design her zu den am ersten Band. Es ist wieder ein Mann abgebildet, doch dieses Mal wurde es in grün gefärbt. Außerdem passt das Emblem zu der Geschichte und dem Bourbon-Unternehmen.
Zudem gibt es in diesem Band ganz zu beginn eine Charakterübersicht mit kurzen Beschreibungen, was einem ein guten Überblick gibt.

Charaktere

Wie bereits im vorherigen Teil steht Lane besonders im Zentrum. Er hält die Fäden in der Hand und versucht seine Familie zu reden. Dabei zieht er alle Register, um das Unternehmen zu retten, gleichzeitig muss er die Beerdigung seines Vaters organisieren. Ich liebe ihn vor allem mit Lizzy zusammen. Sie sind das Traumpaar dieser Reihe, allerdings gibt es noch weitere Paare bei denen man mitfiebert. Lizzy schlüpft in eine neue Rolle, neben der Arbeit als Gärtnerin ist die Frau an Lanes Seite, was für einige ein Problem darstellt.
Zum anderen haben wir Edward, der große Bruder von Lane und derjenige, der nichts mit seinem Vater am Hut haben will. Nach seinem "Unfall" in Südamerika hat er sich aus der gehobenen Gesellschaft zurückgezogen. Sutton, die Frau die er schon seit Jahren liebt, ist ein Traum und er glaubt nicht gut genug für sie zu sein. Es macht ein verrückt die beiden zu beobachten, aber man fiebert die ganze Zeit mit ihnen.
Dann gibt es noch Samuel T. und ja er ist einfach unfassbar heiß und liebevoll. Ich hätte ihn gerne einmal zum Mitnehmen. Er ist der Anwalt von der Bradford Familie und gleichzeitig ein Geliebter von Gin, doch diese musst aus Zwang ein Arschloch heiraten. Zudem muss sie sich endlich zu einer Mutter entwickeln, weil Amelia vom Internat heimkehrt. Und zu guter Letzt lernen wir Mack den Destillateur kennen.

Meine Meinung

Ich bin wieder einmal vollkommen überrascht. Die Geschichte wird von dem Punkt aufgegriffen, an dem sie im letzten Band geendet hat. Man taucht in die Welt ein, die man schon zuvor kannte. Die Kentucky Elite. J. R. Ward hat eine Begabung für Intrigen, Drama und Spannung, wobei alles authentisch und nicht überspitzt dargestellt wird.
Jeder einzelne Charakter durchlebt einen Wandel, wenn man auf den Anfang des ersten Band zurückdenkt, merkt man, dass jeder von ihnen mehr Verantwortung übernimmt.
Eine Tatsache, die mich immer wieder verwirrt hat, sind die Nachnamen "Bradford" und "Baldwine", aber da stehe ich mittlerweile drüber. Eine weitere Sache, die mich etwas gestört hat, ist, dass die ganze Story innerhalb kurzer Zeit passiert. Beim Lesen denkt man es verläuft alles über 1-2 Monate, aber nein es sind höchstens zwei Wochen. Es passiert somit alles Schlag auf Schlag.
J. R. Ward wirft einem immer wieder kleine Puzzelteile zu, damit man miträtseln kann und am Ende spitzt sich alles zu einem Cliffhanger zu. Natürlich kriegt man gleich Lust weiterzulesen, um herauszufinden, wie es mit den Charakteren weitergeht und vor allem, ob es Lane wirklich schafft das Unternehmen zu retten.

Insgesamt bekommt das Buch von mir 4,5/5 Sterne, denn es hat mich mal wieder umgehauen und überrascht. Deswegen kann ich es auch kaum erwarten endlich "Bourbon Lies" zu lesen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2020

Perfekter Abschluss der Reihe

The Something About Him
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Worum geht es?

Sie sind so verschieden wie Tag und Nacht – und doch perfekt füreinander
Dillon Baptiste hat es geschafft: Sie führt die Sterneküche eines der angesagtesten Restaurants in der Stadt – und ...

Worum geht es?

Sie sind so verschieden wie Tag und Nacht – und doch perfekt füreinander
Dillon Baptiste hat es geschafft: Sie führt die Sterneküche eines der angesagtesten Restaurants in der Stadt – und merkt schnell, dass sie total überfordert ist. Da kann sie es gar nicht gebrauchen, dass der große Bruder ihrer besten Freundin ständig auftaucht und versucht, den Ritter in glänzender Rüstung zu spielen. Dillon braucht niemanden, der sie rettet, und schon gar nicht Vann Delane, der glaubt alles zu wissen. Und doch schlägt ihr Herz jedes Mal schneller, wenn sie ihm begegnet …

Gestaltung und Schreibstil

Von der Covergestaltung fügt sich perfekt an die vorherigen Teile an, die sich alle in ihrer Farbe und den Männern unterscheiden. Der Schreibstil ist wieder einmal locker, leicht und fesselnd. Durch die Schlagfertigkeit der Charaktere gibt es die ein oder andere Szene, in der man lachen muss. An einer Stelle musste ich sogar das Buch beiseite legen, um ausgiebig zu lachen. Und dennoch schafft Rachel Higginson Tiefe in die Geschichte mit einfließen zu lassen. Gefühle, die einen umhüllen und einen so packen, sodass man es kaum aus der Hand legen kann.

Charaktere

Dillion Baptiste ist die kleine Schwester - Halbschwester - von Ezra, den wir bereits aus The Difference between Us kennen. Während er bereits in Molly die Liebe seines Lebens gefunden hat, geht Dillion allen Männern nach einem Date aus dem Weg. Denn keiner von ihnen war es jemals wert ein zweites Mal zu treffen. Außerdem tritt Dillion die Küchenchefstelle im Bianca an, eines der Restaurants von Ezra. Nachdem sie Souschefin bei Wyatt im Lilou war, stellt sie sich ihrer größen Herausforderung. Die Leitung einer Küche. Aber sie zeigt viele Seiten von sich, die man anfangs gar nicht erwartet hätte. Sie mag anfangs wie ein "Richgirl" wirken, aber in Wahrheit hat sie viel durchgemacht.
Vann Delane ist der Bruder von Vera, die wir bereits aus The Opposite of You kennen. Während sie glücklich mit Killian ist, hatte Vann immer Probleme mit den Frauen, weil er manchmal zu offen und direkt sein kann, was Frauen abschreckt. Allerdings wurde er von seiner Schwester und Molly als schwierig und geizig bezeichnet. Doch in diesem Band wird sein wahres Gesicht gezeigt. Der Mensch, der hinter all den ganzen Sticheleien seiner geliebten Menschen steckt.

Meine Meinung

Ich war besonders gespannt auf die Geschichte von Dillion und Vann, weil man sie aus den vorherigen Bändern als Nebencharaktere kennt, sich aber anfangs nicht vorstellen kann, dass die beiden als Paar zusammenpassen. Doch mit dem Buch wurde ich weder enttäuscht, noch hat Rachel Higginson mir das Gefühl gegeben, dass sie wirklich nicht für einander geschaffen sind. Denn Mal wieder ist es der Beweis dafür, dass zwei Menschen, die anfangs unterschiedlich wirken, das perfekte Paar sind. Mit viel Witz, Charm und Hilflosigkeit (besonders auf Dillions Seite) haben mich die beiden um den Finger gewickelt.
Eine wahre Kunst, die wie ein roter Faden durch die Reihe gezogen wird, ist die Fähigkeit kein künstliches Drama zu erzeugen. Man verliebt sich mit den Charakteren mit. Spürt das Kribbeln der Schmetterlinge im Bauch. Fällt einfach in die Geschichte hinein, ohne die Macht zu haben sie auch nur beiseite zu legen. Denn der Ort Durham bietet nicht nur eine kulinarische Reise für alle Hobbyköche, sondern auch einen Wohlfühlort, denn man am liebsten niemals verlassen will. Deswegen ist es umso schwerer für mich die Reihe mit dem Band abzuschließen, allerdings werde ich es nicht das letzte Mal gelesen habe. Ich werde es auf jeden Fall Rereaden.
Dillion und Vann zeigen uns eine andere Seite, die ich so nicht erwartet hätte. Denn gemeinsam Harmonien sie perfekt und trotz ihrer Arbeitszeiten und den vielen Problemen der Vergangenheit ergänzen sie sich im positiven Sinne. Im Zentrum steht ebenfalls die Hochzeit von Vera und Killian, die dafür sorgt, dass die beiden sich näher kommen. Und das ist das Tüpfelchen auf dem "I". Man erfährt wie es mit den anderen Paaren weitergeht. Ob sie glücklich sind und wie sie alle zusammen eine große Freundesgruppe bilden, die sich gegenseitig unterstützen. Die Clique ist mir über das vergangene Jahr ans Herz gewachsen.

Es ist der Lieblingsband meiner Reihe geworden, weshalb es wohlverdiente 5/5 🌟 bekommt. Rachel HIgginson schreibt Liebesgeschichten, die einem ans Herz gehen. Sie schaffen Raum, bis man sich Seite um Seite mehr in die Charaktere verliebt. Ich hoffe das wird nicht das letzte Buch von ihr sein, was ich lese.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere