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Romana

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2021

Selbstbewusstes Huhn erzählt über seine Vorfahren

Die Wahrheit über Dinosaurier
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"Wann bringst du endlich wieder einmal das Hühnchenbuch mit?", so lautet immer wieder die Frage der Kinder im Kindergarten und das nun schon seit fast einem Jahr. Ja, es wird immer wieder eingefordert ...

"Wann bringst du endlich wieder einmal das Hühnchenbuch mit?", so lautet immer wieder die Frage der Kinder im Kindergarten und das nun schon seit fast einem Jahr. Ja, es wird immer wieder eingefordert und ist auch bei Nicht-Dinofans der absolute Hit.

Mit "Die Wahrheit über Dinosaurier" ist Guido von Genechten eine absolute lustige Kombination aus Sachbuch und Geschichte gelungen. Die Kinder begannen nicht nur über die Geschichte und Dinos zu diskutieren, sondern erweiterten dadurch auch ihren Horizont hin zu dem eher unbeachteten Tier "Huhn".

Nächstes Ziel ist das Anlegen einer Eiersammlung, damit mit den Dino-Eiern auf dem Vorsatzpapier verglichen werden kann.

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Veröffentlicht am 02.02.2021

Erste Liebe, Mord und mehr

Eine Leiche zum Tee
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Alexandra Fischer-Hunold ist als Autorin für Krimis- und Detektivgeschichten für Kinder und Jugendliche bekannt. Mit der Reihe "Eine Leiche zum Tee" bringt sie nun eine charmante Cosy-Crime-Reihe für Jugendliche ...

Alexandra Fischer-Hunold ist als Autorin für Krimis- und Detektivgeschichten für Kinder und Jugendliche bekannt. Mit der Reihe "Eine Leiche zum Tee" bringt sie nun eine charmante Cosy-Crime-Reihe für Jugendliche ab 14 heraus.

Sie greift dazu auf alle Klischees zurück, die zu so einer Reihe gehören: eine Hauptdarstellerin, die zum ersten Mal in einen jungen Mann verliebt ist, der auch gleich der Hauptverdächtige eines Mordes an seiner bösartigen Klavierlehrerin wird. Dann noch eine englische Kleinstadt, nebst aus dem Leben gegriffenen Bewohner_innen, ein Lord und eine Lady und eine Tante, deren Buchclub am liebsten über Krimis diskutiert und die auch noch eine Teestube betreibt. Was braucht man da noch mehr?

Also wirklich ein Tipp für junge Mädchen

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Veröffentlicht am 01.02.2021

Literaturbeilage trifft Autor

Das Wetter vor 15 Jahren
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Wolf Haas gelingt es in seinem Roman Das Wetter vor 15 Jahren durch das Gespräch zwischen einer Literaturkritikerin und seinem fiktiven Ich, sowohl den Prozess der Entstehung eines Romanes als auch die ...

Wolf Haas gelingt es in seinem Roman Das Wetter vor 15 Jahren durch das Gespräch zwischen einer Literaturkritikerin und seinem fiktiven Ich, sowohl den Prozess der Entstehung eines Romanes als auch die Gedankenwelt der interpretierenden Kritikerin bzw. Leser_in zum Leben zu erwecken.

Die nervende Literaturkritikerin mit Sprachfehler (ürgendwie, statt irgendwie) und der reflektierte Schriftsteller treffen einander an mehreren Tagen zu einem Interview. Es beginnt nicht nur im Text ein Ping-Pong-Spiel mit Klischees, Vorurteilen, Bildern und Metaphern immer mit dem Hintergrund eine Symmetrie aufrechtzuerhalten. Die gebildete Kritikerin interpretiert auf fachlicher Ebene, die Psychoanalyse im Hinterkopf oder mit naiven Erklärungen von „etwas Mystischem“. Der gekonnt parierende Autor, der überlegt, was er an welcher Stelle schreiben soll, in welchem Umfang und mit welchen Wörtern.

Die Hauptdarsteller des fiktiven Romans, der vom fiktiven Ich Vittorio Kowalski aus seiner Perspektive, erzählt wird und auf einer scheinbar wahren Geschichte basiert, werden lebendig, man kann sich in sie hineinfühlen. So wie in das Fühlen, welches an verschiedenen Stellen im Roman thematisiert wird. Und dann das Zählen des Herrn Kowalski. Ein Kunstgriff, den Wolf Haas an verschiedenen Stellen verwendet, um den Zeitablauf zu vermitteln, die Zeit beinahe anzuhalten, eine Art Zeitlupe um „eine Herzrhythmusstörung zu bekommen“, so der Text. Ein Zählen, welches sich auch aus dem fiktiven Roman, in den Roman zieht, bei dem ja auch das Interview ebenfalls über mehrere Tage geht „als wäre die Welt ein einfacher (mystischer) Kaugummi“. Im fiktiven Roman sieht der fiktive Haas Kowalski in bei Wetten, dass. Er beginnt sich dafür zu interessieren, warum ein junger Mann mit 30 Jahre, jeden Tag des Wetters eines österreichischen Bergdorfes, in den letzten fünfzehn Jahren kennt. Die Geschichte einer pubertären Liebe, eines Wetters (also eines Gewitters) und dessen Folgen, die das Leben des Mannes prägt.

Das Wetter vor 15 Jahren lebt – im Gegensatz zu den Brenner-Romanen – von der verwendeten Sprache von Wolf Haas, der Mündlichkeit. Auch hier schweift Wolf Haas immer wieder ab, im Gegensatz zum Brenner eröffnet dies aber neue Perspektiven und Gedankengänge. Es belebt und wird nicht langweilig, insbesondere dann, wenn es zu den Kontroversen mit der Kritikerin kommt. Beeindruckend ist auch das Spiel mit den Klischees, vor allem mit den Bildern zum Thema Romantik – eine Karikatur von Geschlechterrollen, einer „Vorausdeutungseierei“ wie den „Romance“ sein soll und über die „Doofheit der Leser“ – ein Ping-Pong-Spiel an der „Fair-Frechheit-Linie“. Eine Romantik-Polemik, welche der fiktive Wolf Haas in seinem Roman erklärt: „Im Gegensatz zu weiblichen Biografien ist bekanntlich alles, was mit Literatur zusammenhängt, tatsächlich im 19. Jahrhundert stecken geblieben.“ (S. 142). Ein klarer Hinweis darauf, dass Literatur viele neue Wege gehen kann und nicht in der Gedankenwelt früherer Jahrhunderte stecken bleiben muss.

Rahmen- und Binnenhandlung ergänzen einander perfekt, sie fließen ineinander über, springen wie Blitze hin und her, unerwartete Gedankengänge brechen hervor, ein Tock-Tock und Ping-Pong, ein Countdown fünf – vier – drei – zwei – eins bis zum überraschenden Ende (natürlich ein Kuss), welches schon zu Beginn erzählt wird. Ein wunderbarer und kurzweiliger Roman über das Leben, die Liebe, das Leiden und über Temperatur, Luftdruck und den Niederschlag.

Ja, so gefällt mir Wolf Haas

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Veröffentlicht am 11.01.2021

Ein Herzensbuch über Freundschaft

Die kleine Gruselfee
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Die Tiere im wilden Wald sind aufgeregt. ETWAS stürzt vom Himmel und macht Angst. Das ETWAS entpuppt sich als Gruselfee, die mit ihrer Teekanne im Wald landet. Selbstbewusst, unbekümmert und keck nimmt ...

Die Tiere im wilden Wald sind aufgeregt. ETWAS stürzt vom Himmel und macht Angst. Das ETWAS entpuppt sich als Gruselfee, die mit ihrer Teekanne im Wald landet. Selbstbewusst, unbekümmert und keck nimmt die Gruselfee gleich alles in Beschlag und zieht auch noch in die Höhle des Eichhörnchens. Die Tiere im Wald sind empört über so viel Frechheit. Einige Tiere, ganz besonders der Igel, wollen die Gruselfee wieder weg haben. Aber die Eule und der Bär helfen den anderen Tieren die kleine Gruselfee besser zu verstehen und der kleinen Gruselfee, wie wichtig es ist, auch auf andere zu sehen.

Die Hauptdarsteller der Geschichte sind liebenswerte Charaktere, die mit ihren Schwächen leben. Jana Bauer gelingt es eine Geschichte mit unterschiedlichen Charakteren zu erzählen, die einen Mitfühlen und manchmal auch richtig Lachen lassen. Und die wunderbaren, verträumten Bilder von Caroline Thaw, zaubern ein Lächeln in viele Gesichter.

Eine absolute Buchempfehlung zum Vorlesen und Selberlesen für Kinder ab 6 Jahren.

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Veröffentlicht am 07.01.2021

Wunderwelt Wald

Die kleine Waldfibel
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"Die kleine Waldfibel" der Autorin und Grafikerin Linda Wolfsgruber, mit der Buchgestaltung von Christiane Dunkel-Koberg ist eine kleine Schatzkiste über den Wald.

Die kleine Waldfibel ist zwar ein Sachbuch, ...

"Die kleine Waldfibel" der Autorin und Grafikerin Linda Wolfsgruber, mit der Buchgestaltung von Christiane Dunkel-Koberg ist eine kleine Schatzkiste über den Wald.

Die kleine Waldfibel ist zwar ein Sachbuch, aber nicht nur, es ist ein Buch, welches nicht nur mit seiner Grafik, zum Träumen einlädt. Es nimmt mit auf eine Reise in den Wald mit. Die einzelnen Jahreszeiten werden mit Gedichten eingeleitet und bietet Sachinformationen über den Wald, die Bäume, seinen Bewohnerinnen und Bewohnern und Nützliches für die Erhaltung des Schatzes Wald.

Die kleine Waldfibel ist eine Buch für die ganze Familie, für junge Leserinnen und Leser, aber auch für Erwachsene. Ein Buch zum Vorlesen, zum Selbstlesen und zum Träumen.

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