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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.06.2021

Ein nicht ganz perfekter Roman

Die verschwindende Hälfte
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Bennett glänzt nicht nur mit einem vieldeutigen Titel, aktuellen Themen und einem interessanten Plot, sondern auch mit einer umfangreichen Geschichte, die durch ihre vielseitigen, durch Vergangenheit und ...

Bennett glänzt nicht nur mit einem vieldeutigen Titel, aktuellen Themen und einem interessanten Plot, sondern auch mit einer umfangreichen Geschichte, die durch ihre vielseitigen, durch Vergangenheit und Erfahrung geprägten Charaktere komplexer ist als gedacht. Die Autorin beschreibt ganz raffiniert, wie sich die Generationen untereinander (manchmal unbewusst) beeinflussen und wie bzw. wodurch sich Identität bilden kann. Aber ich muss auch eingestehen, dass mich der Schreibstil aufgrund weniger Längen manchmal nicht ganz abgeholt hat. Trotzdem ein gelungener und empfehlenswerter Roman.

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Veröffentlicht am 06.06.2021

Eine Geschichte, die Ihresgleichen sucht...

Schicksal
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Eine komplexe und sehr intensiv erzählte Familiengeschichte von der Verstaatlichung Israels bis in die heutige Zeit.



Inhalt:

In “Schicksal“ geht es um die 90-jährige Rachel, die mit 15 Jahren ihr Elternhaus ...

Eine komplexe und sehr intensiv erzählte Familiengeschichte von der Verstaatlichung Israels bis in die heutige Zeit.



Inhalt:

In “Schicksal“ geht es um die 90-jährige Rachel, die mit 15 Jahren ihr Elternhaus verließ, um sich dem radikal-zionistischen Widerstand Lechi anzuschließen, sowie um die ca. 50-jährige Atara, eine zum zweiten Mal verheiratete Architektin, die die Geschichte ihres verstorbenen Vaters, der erste Mann Rachels, rekonstruieren möchte. Aus diesem Grund sucht Atara Rachel auf.



Hörbuch:

Das Hörbuch wurde von Maria Schrader und Eva Meckbach eingesprochen. Ich kannte die beiden Sprecherinnen bislang nicht, fand beide Stimmen aber angenehm.



Meinung:

Ich werde mir auch das Buch (Piper Verlag) kaufen, weil ich es sicherlich zusätzlich lesen werde. Ich fand den Roman wirklich sehr gut, obwohl die Geschichte manchmal sehr qualvoll erzählt wurde. Denn:

Wer an der Entstehungsgeschichte Israels interessiert ist, kommt hier auf seine Kosten. Es wird über den Lechi geschrieben, der damals Anschläge auf die Briten verübte- während des britischen Mandats auf palästinänsischem Gebiet. Und insbesondere durch Ataras Sohn Eden (Elitesoldat) wird die aktuelle politisch militärische Situation samt möglicher Auswirkungen auf die Psyche thematisiert. Auch der Glaube der Unorthodoxen wird benannt, da einer der beiden Söhne Ataras unorthodox geworden ist.

Shalev schreibt staatskritisch, reflektiert und sehr intensiv. Und allem vorangestellt ist die Familiengeschichte: Eine, die durch eine sadistische und gewalttätige Vergangenheit geprägt ist. Glücklicherweise gibt es neben allen Konflikten auch schön beschriebene Kulissen.



Fazit:

Ich kann sowohl das Buch als auch das Hörbuch wärmstens empfehlen, insbesondere denjenigen, die an der Geschichte Israels interessiert sind.



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Mein besonderer Dank gilt dem Verlag für die Bereitstellung des Hörbuchs als Rezensionsexemplar.

Das Buch wurde von Anne Birkenhauer übersetzt und am 31.05.21 vom OSTERWOLDaudio Verlag (Hörbuch Hamburg) unter der ISBN 9783869524801 als Audio CD veröffentlicht.

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Veröffentlicht am 03.06.2021

Eine Sammlung ungewöhnlicher Kurzgeschichten

Die einsame Bodybuilderin
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Asiatische Literatur brilliert insbesondere mit grotesken Geschichten, die zumeist unterschwellig gesellschaftskritisch ausgerichtet sind. Diese Sammlung an Kurzgeschichten, geschrieben von der Autorin ...

Asiatische Literatur brilliert insbesondere mit grotesken Geschichten, die zumeist unterschwellig gesellschaftskritisch ausgerichtet sind. Diese Sammlung an Kurzgeschichten, geschrieben von der Autorin Yukiko Motoya, erfüllen ebenfalls diese Erwartung ans Groteske und Surreale.

Eingeleitet wird das Buch mit der titelgebenden Kurzgeschichte „Die einsame Bodybuilderin“, die mir als unerwartet landläufig erschien und dessen Ende und Botschaft ich sehr schön fand. Aber schon mit der zweiten Kurzgeschichte wurde mir aufgezeigt, wohin mich dieses Buch führen könnte: In eine surreale Welt, voller ungewöhnlicher und grotesker Geschichten, wie sie vielleicht auch nur aus asiatischer Feder stammen könnten.

-> Apropos asiatische Feder: Die Autorin hat in ihrer über 20-jährigen Karriere verschiedene Preise für ihre Werke erhalten. (Diese Sammlung wurde von der Japanologin Ursula Gräfe ins Deutsche übersetzt.)

Fazit:

Ich habe mich auf das Buch gut einlassen können, was nicht zuletzt auch an der klaren Sprache lag. Ich habe mich durch die verschiedenen Welten tragen lassen und Unerwartetes „erlebt“. Durch die Vielfalt an Geschichten wurde stets gewährleistet, dass ich nicht wusste, wohin die Reise geht. Außerdem hat es Spaß gemacht, über den Inhalt zu sinnieren, ihn zu interpretieren und Gleichnisse in Bezug auf (Sub-) Kulturen und Gesellschaften zu erkennen.

Es ist vielleicht kein Buch, das man unbedingt lesen muss, aber wer sich auf diese spezielle Form von Literatur einlassen kann oder sogar nach ihr sucht, wird mit dieser Sammlung an Kurzgeschichten definitiv nicht enttäuscht werden.



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Mein besonderer Dank gilt dem aufbau digital Verlag (Imprint Blumenbar), der mir ein Rezensionsexemplar als eBook zur Verfügung gestellt hat.

Veröffentlicht wurde dieses Buch als fester Einband (mit 240 Seiten) unter der ISBN 9783351050757 sowie als eBook unter der EAN 9783841225559.

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Veröffentlicht am 01.06.2021

Ein gesellschaftskritischer Roman, der ein bisschen skurril ist, aber definitiv prägnant!

Die Ladenhüterin
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Es geht um Keiko, Mitte 30, die versucht, in der „normalen“ Welt als „normale“ Frau zurechtzukommen. Allerdings ist diese „normale“ Welt für sie schwierig zu verstehen, da sie eine Form von Autismus hat ...

Es geht um Keiko, Mitte 30, die versucht, in der „normalen“ Welt als „normale“ Frau zurechtzukommen. Allerdings ist diese „normale“ Welt für sie schwierig zu verstehen, da sie eine Form von Autismus hat (dies ist zwar nicht wortwörtlich aufgeführt, meiner Ansicht nach ist eine ASS aber eindeutig).
Keiko ist schlau und passt sich, soweit es ihr möglich ist und logisch genug erscheint, an die Gesellschaft an. Hier hilft ihr ihre Anstellung als Aushilfe in einem Konbini, da es klare Regelungen gibt, wie man sich zu verhalten und was man wann zu tun hat.

Der Roman ist aus Keikos Perspektive geschrieben, was der Autorin hervorragend gelungen ist. Es ist daher (krankheitsbedingt) nicht emotional geschrieben worden, dafür aber logisch und sprachpragmatisch, was ich als sehr authentisch empfand. So konnte ich mich relativ schnell auf Keiko einlassen und habe sie schnell wertgeschätzt.

Skurril wird die Geschichte durch den Mann, der im Laufe der Geschichte in ungewöhnlicher Weise in ihr Leben tritt.

Es ist ein 145-seitiger Roman, aber derartig prägnant, dass ich ihn nur mit 5 Sternen bewerten kann. Hat mir sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 01.06.2021

Ein für Lonley Planet typischer Bildband

Lonely Planet Bildband Weltreise
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Kompakt und wunderschön gestaltet:
Dieses Buch habe ich mir selbst geschenkt, um mein Fernweh in COVID-19-Zeiten zu mildern. Und was ist passiert? Es war absehbar, ich habe selbstverständlich größeres ...

Kompakt und wunderschön gestaltet:
Dieses Buch habe ich mir selbst geschenkt, um mein Fernweh in COVID-19-Zeiten zu mildern. Und was ist passiert? Es war absehbar, ich habe selbstverständlich größeres Fernweh bekommen und kann nicht aufhören, darin zu stöbern und zu lesen... doppelt, dreifach! Es ist ein wunderbares Buch, um sich einen Überblick der Länder zu verschaffen, die man noch bereisen möchte und in Erinnerung der Länder zu schwelgen, die man bereits bereist hat.

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