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Veröffentlicht am 11.03.2022

Eintauchen in eine magische Welt

Keeper of the Lost Cities – Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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Dass Sophie anders ist als die anderen Zwölfjährigen ihrer Schule weiss sie schon lange, denn sie kann die Gedanken der anderen hören. Doch sie hätte sich nicht gedacht, dass sie eine Elfe ist und eigentlich ...

Dass Sophie anders ist als die anderen Zwölfjährigen ihrer Schule weiss sie schon lange, denn sie kann die Gedanken der anderen hören. Doch sie hätte sich nicht gedacht, dass sie eine Elfe ist und eigentlich in eine Elfenwelt gehört, in der vieles ganz anders ist als es auf den ersten Blick scheint.

Am Anfang wird man gleich in Sophies Leben katapultiert und von einer Situation in die nächste gerissen, sodass es mir anfangs etwas schwer fiel, mich mit Sophie anzufreunden und mich auf die Geschichte einzulassen. Es passierte einfach so unglaublich viel, dass ich nicht wusste, worauf ich mich jetzt konzentrieren soll und was überhaupt wichtig ist. Zumindest ging es Sophie genauso und als die Anfangshürden überwunden waren, konnte ich mich ihr öffnen und habe die wundervoll magische Geschichte für mich entdecken können.
Seite für Seite taucht man weiter in Sophies neue Welt ein und lernt alles gemeinsam mit ihr kennen, genauso wie man an ihrer Seite ist, als sie neue Freundschaften schliesst und sich auch die ein oder anderen Romanzen anbahnen, über die jedoch noch nicht so viel gesprochen wird. Sophie und die meisten ihrer Freunde sind ja auch erst zwölf, aber man kann gut sehen, dass sich da etwas entwickeln wird und ich bin sehr gespannt, wer am Ende wohl mit wem zusammenkommt. Alle Charaktere sind recht verschieden, dafür aber alle herzlich gezeichnet und kommen mir sehr lebendig vor. Ich kann es nicht erwarten, alle noch besser kennenzulernen.

Eine tolle Geschichte ab 10 Jahren, die anfangs wirklich noch recht kindlich ist, später dann aber immer komplexer und vielfältiger wird, sodass auch mir teilweise der Kopf geraucht hat und ich aufpassen musste, um alle Informationen zusammenzuhalten. Sehr unterhaltsam und wirklich gut überlegt. Ich freue mich schon auf die vielen Folgebände.

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Veröffentlicht am 12.01.2022

Geschichte wie in einem Tanzfilm

Step into my Heart
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Step into my Heart entführt uns nach New York in eine Tanzschule und bringt uns das Leben einer Tänzerin näher, die ihren Traum verfolgt, obwohl sich ihr immer wieder Steine in den Weg legen.
Olivia war ...

Step into my Heart entführt uns nach New York in eine Tanzschule und bringt uns das Leben einer Tänzerin näher, die ihren Traum verfolgt, obwohl sich ihr immer wieder Steine in den Weg legen.
Olivia war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte gut mit ihr mitfühlen, auch wenn sie manchmal etwas unüberlegt handelte oder ihre Handlungen nicht so mit dem übereinstimmten, wie ich sie eingeschätzt habe. Sie hat mit den Vorurteilen ihrer Familie zu kämpfen, verliebt sich in den Choreografen ihres neusten Tanzjobs, möchte dadurch aber nicht ihre Freunde verlieren, da es böses Blut zwischen ihnen und dem Choreografen Dax gegeben hatte. Trotzdem bleibt sie grösstenteils aufgeweckt und verfolgt ihren Traum weiter, ohne aufzugeben.
Dax ist der typische Love Interest: mürrisch, lässt niemanden an sich heran und unglaublich attraktiv. Auch hat er mit seiner Vergangenheit zu kämpfen. Ich habe ihn immer mehr ins Herz geschlossen und hatte auch mit den Klischees keine Probleme.
Obwohl das der zweite Band der Reihe ist, habe ich schnell in die Geschichte hineingefunden und es brauchte nicht viele Erklärungen. Man hätte die einzelnen Nebencharaktere vielleicht besser einordnen können, wenn man den ersten Teil gekannt hätte, aber es beeinflusste das Lesevergnügen nicht besonders stark.
Das Tanz-Thema des Buches wurde super umgesetzt und spielte wirklich eine grosse Rolle im Buch, was ich toll fand. Man hat richtig gemerkt, dass Olivia und auch ihre Freunde fürs Tanzen lebten und ihre Leidenschaft auslebten. Obwohl ich keine Ahnung vom Tanzen habe, verstand ich fast alles und fühlte mich wie in einem Tanzfilm. Als solcher könnte ich mir die Geschichte auch super vorstellen, vor allem, weil man dann die Tanzschritte und die Choreografie vor sich sieht und sich nicht selbst vorstellen muss, wie das wohl aussehen könnte.
Der Schreibstil war locker und leicht und ich kam beim Lesen gut vorwärts. Ich hätte mir jedoch etwas mehr Spannung gewünscht, aber so war es ein angenehmes Lesevergnügen für die Zeit, in der man mal abschalten möchte. Definitiv eine Empfehlung für Tanz und Romantikfans.

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Veröffentlicht am 08.07.2021

Eine Liebesgeschichte nach Romeo und Julia Art und doch anders

Biker Tales 5
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Biker Tales - Geliebte des Feindes erzählt die Geschichte von Isa und Pat, die verfeindeten Bikerclans angehören. Isa, die Schwester des Presidenten des einen Bikerclubs verliebt sich in Pat, der zum anderen ...

Biker Tales - Geliebte des Feindes erzählt die Geschichte von Isa und Pat, die verfeindeten Bikerclans angehören. Isa, die Schwester des Presidenten des einen Bikerclubs verliebt sich in Pat, der zum anderen Club gehört. Für beide beginnt ein Versteckspiel, bei dem sogar ihre Leben auf dem Spiel stehen könnten.

Als Schwester des Pres ist Isa in die Machenschaften des Bikerclubs ihres Bruders integriert, auch wenn sie das nicht möchte. Sie wird zwar aus allen Angelegenheiten rausgehalten, bekommt aber trotzdem zwischen durch mal was mit und darf meist nicht für sich selbst entscheiden, sondern muss sich dem Willen ihres Bruders Nando beugen. Dieser erscheint mir oft sehr rückschrittlich. Er herrscht über seine Familie und seine Schwester und gewährt ihnen beinahe kein eigenes Leben mehr. Daher ist es verständlich, dass Isa sich einen Ausweg sucht. Sie ist jedoch zerrissen zwischen ihrer Treue zu ihrem Bruder und der neuen Liebe zu Pat.

Pat ist mal ein etwas anderer Love-Interest. Obwohl er ein Biker ist, ist er kein Bad Boy. Er sagt klar, was er denkt und was er fühlt. Was mir sehr gefallen hat. Er zeigt Isa von Anfang an, dass er sich in sie verliebt hat und sagt ihr das auch ganz klar. Es sollte mehr Männer wie ihn geben. Aber auch er ist seinem Club verpflichtet und kann Isa nicht in alles einweihen.

Die Clubs stehen immer zwischen ihnen und als dann auch noch ein dritter Club auftaucht, spitzen sich die Ereignisse zu und Isa und Pat müssen sich wohl oder übel entscheiden. Doch wofür? Für den Club oder für die Liebe?

Die Geschichte ist in sich nicht abgeschlossen, weshalb ich mich jetzt schon sehr auf den nächsten Teil freue. Die Biker-Szene wurde gut beschrieben, wenn auch etwas zu kompliziert. Ich hab schnell wieder vergessen, was für was steht. Doch am Ende des Buches gibt es ein Glossar, was ich anfangs nicht gewusst habe. Das erleichtert das Lesen bestimmt. Man merkt, dass sich die Autorin sehr mit dem Stoff beschäftigt hat.

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Veröffentlicht am 21.06.2021

Erschreckend realistisch

Anna
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Anna erzählt die Geschichte der gleichnamigen Protagonistin und ihrem jüngeren Bruder, die in Sizilien leben. Ein Virus ist ausgebrochen und tötet alle Erwachsenen. Anna und ihr Bruder müssen sich alleine ...

Anna erzählt die Geschichte der gleichnamigen Protagonistin und ihrem jüngeren Bruder, die in Sizilien leben. Ein Virus ist ausgebrochen und tötet alle Erwachsenen. Anna und ihr Bruder müssen sich alleine durchschlagen, was anfangs auch gut klappt, bis ihr Bruder entführt wird. Alleine macht sich Anna auf den Weg, um ihren Bruder zu finden und lernt nicht nur einen Hund, sondern auch einen neuen Freund kennen.

Die Geschichte ist tragisch und traurig, wirkt aber dennoch sehr realistisch. Der Überlebenskampf der Kinder ist gut nachzuempfinden, es gibt aber trotzdem Momente, in denen sie glücklich sind oder Spass haben können. Die Natur und die teilweise von Bränden zerstörte Landschaft ist sehr detailreich beschrieben und man bekommt sofort das Gefühl, als wäre man wirklich dort und würde die Hitze selbst auf der Haut spüren.

Ein tolles Buch, das nicht nur eine reine Freizeitlektüre ist und definitiv nicht nur für Jugendliche geeignet ist.

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Teuflische Geschichte

Des Teufels Jägerin (Die Teufel-Trilogie 1)
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Des Teufels Jägerin handelt von Toni, einer jungen Frau, die schon seit zehn Jahren im Dienste des Teufels steht. Sie ist eine seiner Kopfgeldjägerinnen. Sie fängt Unterweltler, die ihren Pakt mit dem ...

Des Teufels Jägerin handelt von Toni, einer jungen Frau, die schon seit zehn Jahren im Dienste des Teufels steht. Sie ist eine seiner Kopfgeldjägerinnen. Sie fängt Unterweltler, die ihren Pakt mit dem Teufel gebrochen haben und schickt sie zurück in die Hölle, damit Luzifer sie bestrafen kann. Sie ist eine der besten in ihrem Job, bis sie den Auftrag erhält, einen Nephilim (Sohn eines Engels) zu töten. Was eigentlich ein Klacks für Toni sein sollte, stellt sich als immer schwieriger heraus, als sich der Engel Alek immer wieder zwischen Toni und den Nephilim wirft. Noch komplizierter wird die Sache dann, als Luzifer einen zweiten Kopfgeldjäger auf die Sache ansetzt, aber diesmal wird Tonis Kopf gefordert (oder ihre Seele.)

Toni ist eine tolle Protagonistin. Sie ist leidenschaftlich, schlagfertig und wunderbar sarkastisch. Auch wenn nicht immer alles so rosig aussieht, verliert sie ihre Hoffnung nie ganz. Zwar möchte sie auch keine Zeit damit verschwenden, Umögliches möglich zu machen, aber sie versucht trotzdem, das zu schaffen, was möglich ist. Sie stösst diejenigen, die ihr wichtig sind, zwar oft von sich, aber im Grossen und Ganzen ist sie immer für ihre (wenigen) Freunde da und ist vor allem ihrem besten Freund Lestat gegenüber sehr loyal.

Aus Alek wird man nicht so ganz schlau, was wahrscheinlich daran liegt, dass er ein Engel ist. Menschliche Gefühle sind ihm unbekannt, weshalb alles neu für ihn ist, was er seit dem Zusammentreffen mit Toni empfindet. Er scheint ein gutes Herz zu haben und es ist interssant ihn bei seiner Entwicklung zu begleiten. Die menschlichen Gefühle in ihm brechen langsam durch die Oberfläche und seine neckende Art ist ganz zauberhaft, aber auch er hat mit so einigen Schwierigkeiten und inneren Konflikten zu kämpfen.

Tai tritt genauso unerwartet in Tonis Leben wie Alek und ruft bei ihr anfangs sogar ähnliche Gefühle hervor wie bei Alek, was auch ihn vor ein Dilemma stellt, denn sein Auftrag ist es, Toni zu töten. Da er sich aber in den störischen, vorlauten Rotschopf verliebt, fällt ihm sein Auftrag nicht gerade leicht. Zudem muss er noch auf seine kleine Schwester Vy Acht geben, die von seinem Job als Auftragsjäger ganz bestimmt nichts mitbekommen darf.

Tonis bester Freund Lestat ist ein echter Goldschatz, der durch die Geschichte hindurch stark über sich hinauswächst und all die Vorurteile, die man ihm gegenüber haben könnte, deutlich widerlegt. Auch wenn er lieber auf eine Party gehen würde, als in einen Kampf verwickelt zu werden, hält er Toni den Rücken frei und steht ihr bei allem bei.

Zu Beginn brauchte ich etwas länger, um in die Geschichte einzutauchen. Die Geschichte wird bis auf den Prolog und den Epilog immer aus der dritten Person erzählt, was mich anfangs etwas gestört hat, da ich normalerweise lieber Geschichten aus der ersten Person lese. Zudem war ich etwas verwirrt, da die Perspektiven immer wieder wechseln und ich keine Ahnung hatte, weshalb diese Personen für die Geschichte wichtig sein würden. Nachdem man aber mit all den Figuren vertraut war, mochte ich die Perspektivenwechsel ganz gerne. Die Geschichte aus verschiedenen Sichten zu verfolgen ist eines der Elemente, die ich an "Des Teufels Jägerin" schlussendlich am meisten gemocht habe. Alle Charaktere haben sich einen Platz in meinem Herzen erschlichen und ich freue mich schon riesig darauf den zweiten Teil zu lesen.

Die Geschichte an sich fand ich sehr spannend. Den Aspekt mit den Kopfgeldjägern fand ich sehr interessant und war neu für mich. Das Ende kam für mich persönlich aber nicht unebedingt überraschend (bis auf ein zwei Aspekte, auf die ich hier aber wegen Spoilergefahr nicht eingehen werde). So etwas in der Art habe ich schon erwartet, was es aber nicht schlecht macht. Ich bin sehr gespannt darauf, was sich daraus noch machen lässt.

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