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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2024

Abenteuer mit Pinguin

Einstein, der kleine Pinguin
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Als die Familie Stewart an einem kalten Winterabend nach einem Tag im Londoner Zoo zuhause sitzt, rechnet eigentlich niemand mehr mit Besuch. Aber dann steht auf einmal dieser süße Pinguin wie eingeladen ...

Als die Familie Stewart an einem kalten Winterabend nach einem Tag im Londoner Zoo zuhause sitzt, rechnet eigentlich niemand mehr mit Besuch. Aber dann steht auf einmal dieser süße Pinguin wie eingeladen vor der Tür – und bezaubert bald die ganze Familie. Vor allem die beiden Kinder Imogen und Arthur finden sich bald in einem spannenden Abenteuer wieder.
Nachdem mich eine Leseprobe sehr begeistert hatte, musste ich dieses Buch einfach zum Vorlesen für meine Kinder besorgen. Schon nach dem ersten Kapitel war klar, dass die beiden genauso hingerissen waren. Jetzt nach knapp zwei Wochen, in denen wir jeden Abend ein Kapitel gelesen haben, fiel es uns wirklich schwer, uns von Einstein und die Familie Stewart zu verabschieden – weil es wirklich durchweg und bis zum Schluss eine tolle Geschichte war!
Das Buch bringt einfach alle wichtigen Zutaten mit: Humor, Spannung, ein süßes und schlaues Tier, zwei Kinder zum Identifizieren – und dann auch noch tolle Illustrationen! Zum Vorlesen war es wirklich perfekt, auch wenn die Kapitel schon ordentlich lang sind.
Inhaltlich hat es sowohl unsere 7jährige als auch unseren 4jährigen komplett begeistert. Zum Selberlesen tendiere ich eher zu fortgeschritteneren Leseprofis, gerade weil auch einige englische Begriffe, Namen, Städte etc. vorkommen.
Insgesamt war Einstein für uns auf jeden Fall ein Familienhighlight und ich würde eine absolute Leseempfehlung aussprechen. Da im Englischen bereits zwei weitere Bücher rund um Einstein erschienen sind, hoffen wir ganz schwer darauf, dass es bald ein Wiedersehen mit dem schlauen Pinguin gibt.

Veröffentlicht am 11.01.2024

Wirklich tolle Mischung

Sikander gegen die Götter, Band 2: Der Zorn der Drachengöttin (Rick Riordan Presents: abenteuerliche Götter-Fantasy ab 10 Jahre)
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Sikander hatte eigentlich vorgehabt, einfach nur ein paar Tage Urlaub in London zu machen und sämtliche Konflikte mit irgendwelchen Göttern sein zu lassen. Aber innerhalb kürzester Zeit stecken er und ...

Sikander hatte eigentlich vorgehabt, einfach nur ein paar Tage Urlaub in London zu machen und sämtliche Konflikte mit irgendwelchen Göttern sein zu lassen. Aber innerhalb kürzester Zeit stecken er und seine Freunde wieder mitten drin in einem neuen Abenteuer, bei dem eine antike Steintafel nichts Geringeres als den Lauf des Schicksals zu verändern droht.

Bei diesem Buch habe ich gegen meine eiserne Regel verstoßen, bei Reihen immer mit Band 1 zu beginnen. Ich hatte schon etwas Bedenken, hatte aber die Hoffnung, dass es aufgrund der Altersangabe nicht zu verwirrend werden würde. Und: Ich freue mich riesig, dass ich es gewagt habe, denn sonst hätte ich diese tolle Geschichte verpasst.

Auch wenn das Buch grundsätzlich bereits ab 10 Jahren empfohlen wird, muss ich sagen, dass ich auch als Erwachsene voll und ganz auf meine Kosten gekommen bin. Die Erzählweise des Autors hat mir so gut gefallen – er trifft genau die richtige Mischung aus Spannung, Humor und interessante Informationen über die mesopotamische Mythologie und den arabischen Kulturkreis.

Außerdem bekommt man als Leser am Anfang nicht, wie sonst oft üblich, eine geballte Ladung an Informationen darüber, was bereits geschehen ist, sondern der Autor lässt diese Details geschickt an relevanten Stellen nach und nach einfließen, so dass ich nicht das Gefühl hatte, dass mir wirklich etwas fehlt. Auch die Figuren sind so schön geschrieben, dass man sie schnell liebgewinnt – einschließlich einer gewissen Dämonin, die mich regelmäßig zum Lachen gebracht hat.

Mich konnte die Geschichte rundum begeistern und auch wenn mir an Hintergrundinfos nichts gefehlt hat, werde ich mir definitiv noch Band 1 holen, um noch ein wenig mehr Zeit mit Sik und seinen Freunden zu verbringen. Unbedingte Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 11.01.2024

Highlight

Der Spurenfinder
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Marc-Uwe Kling und seine Töchter erschaffen eine eigene Welt mit sehr vielen witzigen Momenten. Mich hat die Geschichte, auch wenn die ersten knapp 50 Seiten etwas behäbig daherkamen, am Ende voll gefangen.

Der ...

Marc-Uwe Kling und seine Töchter erschaffen eine eigene Welt mit sehr vielen witzigen Momenten. Mich hat die Geschichte, auch wenn die ersten knapp 50 Seiten etwas behäbig daherkamen, am Ende voll gefangen.

Der Protagonist Elos von Bergen hat zwei Kinder, Zwillinge, die in ein verschlafenes Dorf ziehen. Man muss wissen, Elos ist ein sehr bekannter, wenn nicht der bekannteste Spurenfinder - "Spuren suchen kann ja jeder, es kommt aufs finden an" - und er möchte einfach etwas zur Ruhe kommen. In diesem anfänglich ruhigen Dorf geschieht recht schnell ein Mord und diesem geht es auf dem Grund zu gehen.

Die Geschichte hat einige Wendungen und die fantasievolle Welt wird sehr spannend und einfallsreich beschrieben. Ein kleines Beispiel ist beispielsweise die Stimmonade - ein leckeres Getränk mit verschiedenen Geschmacksrichtungen, die die eigene Stimme dementsprechend auch vorübergehend verändern kann. Insbesondere das Necken der Zwillinge untereinander empfand ich immer wieder als nachvollziehbar und humorvoll zu lesen, insbesondere wenn man Kinder hat, waren diese Unterhaltungen einem sehr bekannt.

Ich bin mir nicht sicher ob man den Humor des bekannten Autors unbedingt kennen muss, um sich in der (abgeschlossenen) Geschichte wohl zu fühlen ¬– meines Erachtens jedoch nicht. Ich habe das Buch nahezu verschlungen und freue mich auf mögliche weitere Teile.

Veröffentlicht am 11.01.2024

Authentisch und emotional mitreißend

GUY'S GIRL
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Ginny wirkt bodenständig und ist scheinbar meistens gut drauf, ihre Essstörung weiß sie zu verbergen – als sie zurück nach New York und in die WG ihrer männlichen Freunde zieht, scheint das perfekt zu ...

Ginny wirkt bodenständig und ist scheinbar meistens gut drauf, ihre Essstörung weiß sie zu verbergen – als sie zurück nach New York und in die WG ihrer männlichen Freunde zieht, scheint das perfekt zu funktionieren. Doch dann funkt es zwischen ihr und Adrian, dem vorherigen Mitbewohner der WG, gewaltig. Wenn den beiden nur nicht ihr jeweiliges Päckchen im Weg stünde …

„Guy’s Girl“ ist definitiv kein Wohlfühlbuch, das mal gleich vorneweg. Ja, es ist auch eine Liebesgeschichte – zumal eine richtig gut geschriebene, wie ich finde –, aber gerade Ginnys Kampf mit ihrer Essstörung wird schonungslos ehrlich beschrieben und auch sonst wird wenig beschönigt. Aber gerade das fand ich toll in diesem Buch, denn es macht die Geschichte zwischen Ginny und Adrian definitiv authentischer. Beide Charaktere sind sehr sorgfältig herausgearbeitet und lassen sich in ihrer Originalität nur schwer in eine Schublade stecken.

Trotz der schwierigen Themen gelingt es der Autorin mit ihrem schnörkellosen und doch irgendwie poetischen Schreibstil, dass die Seiten beim Lesen nur so dahinfliegen. Sicherlich haben auch ihre eigenen Erfahrungen dazu beigetragen, dass man als Leser so sehr von der Geschichte eingenommen wird. Besonders schön und wirklich interessant fand ich auch das Setting von New York City bis Budapest.

Insgesamt hat dieses Buch alle meine Erwartungen erfüllt und sogar noch ein bisschen was oben drauf gesetzt. Deswegen gibt es von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle, die sich für authentische, emotional mitreißende Geschichten interessieren.

Veröffentlicht am 13.12.2023

Emotionales Highlight

How to Make Friends with the Dark
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Als Tigers Mutter sehr plötzlich verstirbt, bricht die Welt des jungen Mädchens völlig in sich zusammen – alles, was bislang selbstverständlich war, scheint nun unerreichbar. Wie soll es ihr in diesem ...

Als Tigers Mutter sehr plötzlich verstirbt, bricht die Welt des jungen Mädchens völlig in sich zusammen – alles, was bislang selbstverständlich war, scheint nun unerreichbar. Wie soll es ihr in diesem Chaos gelingen, ihre Trauer zu bewältigen und weiter mit ihrem Leben zurechtzukommen?
Die Inhaltsangabe zu diesem Buch klang definitiv nicht nach einer einfachen Lektüre, aber ich hatte bisher nur Gutes über die Autorin und insbesondere dieses Buch gehört, und wollte mich daher gerne daran wagen. Gottseidank, denn sonst wäre mir diese berührende Geschichte entgangen.
Natürlich bringt die Geschichte um den Tod von Tigers Mutter eine ordentliche Portion Dramatik mit sich, aber an keiner Stelle des Buchs hatte ich das Gefühl, dass es dabei um bestimmte Effekte beim Leser ging, nie fühlten sich die Entwicklungen künstlich aufgebauscht an. Es gibt zahlreiche Wendungen, die einen auch immer wieder emotional mitnehmen, aber für mich nie vorhersehbar waren. Auch die Figuren – von der Protagonistin bis hin zu kleinere Nebenfiguren – empfand ich als besonders und einzigartig, was das Leseerlebnis nur noch bereicherte.
Trotz der über 400 Seiten und der emotionalen Achterbahnfahrt liest sich das Buch im Nu weg, blieb mir aber in vielen Einzelheiten sehr im Gedächtnis, weil es eben doch eine besondere Geschichte ist. Von mir gibt es daher eine absolute Leseempfehlung. Ich werde die Autorin definitiv im Auge behalten.