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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2016

Ein tolles Spiel witzig zusammengefasst

7:1 – Das Jahrhundertspiel
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Zum Autor:
Christian Eichler ist Sportredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und wurde bisher schon mehrmals mit diversen journalistischen Preisen für seinen Sportjournalismus ausgezeichnet. ...

Zum Autor:
Christian Eichler ist Sportredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und wurde bisher schon mehrmals mit diversen journalistischen Preisen für seinen Sportjournalismus ausgezeichnet. Aufgewachsen ist er im Ruhrgebiet, wo der Fußball dank zahlreicher erstklassiger Vereine einen hohen Stellenwert hat. Er hat bereits verschiedene andere Bücher zum Thema "Fußball" geschrieben, darunter auch Jugendbücher wie "Zuckerpass". (Quelle: Klappentext)

Zum Cover:
Das Cover zeichnet sich für mich durch sein fröhliches grün aus, das meine Aufmerksamkeit schnell erhascht hatte, sowie das große Ergebnis des Fußballspiels Brasilien gegen Deutschland bei der WM 2014. Zudem zeigt es eine Kicker-Stange mit einem sich die Hände vors Gesicht schlangendem brasilianischen Spieler und zwei eher glücklich schauenden Deutschen am Rand. Alles in allem passt das Cover zum Buch und weckt durch die Farbwahl und die große Schriftgröße der Zahlen die Aufmerksamkeit des Käufers.

Zum Buch:
Bei diesem Buch handelt es sich um ein nicht fiktionales Buch. Es basiert auf den wahren Begebenheiten des Halbfinal-Fußballspiels Brasilien gegen Deutschland bei der Herren-Fußball WM 2014 in Brasilien. Es geht das Spiel minutiös durch - jede Minute ist sozusagen ein Kapitel - und beschreibt teils sachlich, teils humorvoll die Geschehennisse auf und nebem dem Platz. Man erfährt nicht nur was zu dem besagten Zeitpunkt im Spiel passiert ist, welcher Spieler welchen Pass oder Schuss abgegeben hat, sondern auch wie die Spieler wirkten, wie die Atmosphäre im Stadion war und auch viele kleine Hintergrundinformationen. All das ist mit dem Humor eines Weltmeisters hinterlegt und wird Menschen, die dieses Spiel selbst irgendwo verfolgt haben sicherlich auch an den persönlichen Abend und die eigenen Gefühle erinnern.

Das Buch ist leicht und locker geschrieben, kein Fußballfachbuch oder Nachschlagewerk, sondern eine nette, gut zu lesende Wiedergabe eines historischen Fußballspiels. Es sammelt alle möglichen Erinnerungen auf 285 Seiten und versetzt einen zurück in den Sommer, in dem Deutschland Fußballweltmeister geworden ist.

Fazit:
Dieses Buch ist eine lustige Lektüre für Fußballfans, die das Spiel verfolgt haben und sich damals schon gefragt haben, was denn dort auf dem Feld gerade passiert, denn genau diese Ungläubigkeit - die auch ich damals empfunden hatte - wird hervorangend in dem Buch wiedergegeben. Es hat mich selbst an meinen Abend im Pub erinnert und hat mich schmunzeln lassen, wie gut der Autor die vielen einzelnen Momente wieder gegeben hat. Klar, ist es an der einen oder anderen Stelle vielleicht etwas zu lang oder die eine oder andere Minute hätte man theoretisch auslassen können, aber das Gesamtwark ist eine Art kleines Kunstwerk. Eine schöne Erinnerung an ein wirklich eindrucksvolles Spiel.

Leseempfehlung:
Leser, die fußballbegeistert sind, aber das Spiel und das Leben nicht zu ernst nehmen, die für Deutschland gejubelt haben und Spaß an dem Halbfinalspiel hatten, die werden sehr wahrscheinlich auch Spaß an dem Buch haben.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Mehr brav als filthy, aber leicht zu lesen

Sweet Filthy Boy - Weil du mir gehörst
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Zum Autor:
Christina Lauren ist ein Pseudonym der beiden amerikanischen Autorinnen Christina Hobbs und Lauren Billings. Bereits seit 2009 schreiben sie gemeinsam Bücher und dieses hier ist das erste Buch ...

Zum Autor:
Christina Lauren ist ein Pseudonym der beiden amerikanischen Autorinnen Christina Hobbs und Lauren Billings. Bereits seit 2009 schreiben sie gemeinsam Bücher und dieses hier ist das erste Buch ihrer neuen "wild"-Reihe. Bekannt geworden ist das Duo durch die erfolgreiche "beautiful"-Reihe, die mit "Beautiful Bastard" beginnt und vier Bücher umfasst.

Zum Cover:
Das Cover cover ist orange und zeigt einen Mann von der Seite in schwarz-weiß. Das Gesicht ist, wie auf allen Covern dieser Autorinnen, nicht zu sehen. Alles in allem ist es ein simples Cover, das meine Aufmerksamkeit nicht erregt hätte, wäre es nicht von diesem Autoren-Duo geschrieben.

Zum Buch:
Bei dem Buch handelt es sich um einen erotischen Roman, der zwar ins Detail geht, aber es irgendwie doch noch halbwegs unschuldig darstellt.

Der Roman beginnt in Las Vegas, wechselt aber sehr schnell nach Pairs wo bis auf das Ende die gesamte Handlung spielt. Die eine oder andere Straße wird erwähnt, auch die eine oder andere Sehenswürdigkeit, jedoch würde ich meinen, dass Paris-Liebhaberinnen diese Beschreibung viel zu kurz kommen, daher sollte man in den Schauplatz nicht zu viel Hoffnung setzen.

Die Hauptcharaktere sind ein junger Geschäftsmann/Anwalt und ein etwas jüngeres Mädchen, dass gerade in Las Vegas mit ihren Freundinnen ihren Abschluss gefeiert hat und nun hin und hergerissen ist, was sie studieren möchte. Ihre Leidenschaft zum Tanzen wurde vor einigen Jahren durch einen Unfall jäh beendet und nun möchte ihr Vater sie in einem BWL Studiengang sehen, wo sie sich jedoch noch nicht sehen kann. Als sie den französischen Schönling trifft, kommt es zu einer typischen Las Vegas Aktion aus Büchern: Sie gefallen einander, sie trinken, sie gehen miteinander ins Bett und ooops, am nächsten Morgen ist da ein Ring am Finger. Verheiratet. Es ist ganz nett dargestellt und nicht so übel, wie es hätte sein können, trotzdem, nachdem ich selbst dieses Jahr in Las Vegas gewesen bin, finde ich es sehr cliché-haft. Aber nun gut, ich werde mich damit nicht länger aufhalten. Er reist wieder nach Paris und möchte, dass sie mitkommt. Hals über Kopf tut sie dies auch.

Dann folgt ihre Zeit in Paris, die sie wie ein Tourist verbringt, plus die Zeit mit ihm. Bis sie auf einer Party auf eine seiner Ex-Freundinnen trifft und einiges erfährt, was sie wohl besser früher gewusst hätte.

Die erotischen Teile der Geschichte sind, wie bereits angedeutet, zwar durchaus explizit, kommen aber meiner Meinung nach nicht an einige vorhergehende Romane der Autorinnen heran. Irgendwie scheint alles ein wenig schüchtern, zurückhaltend, verspielt zu sein. Zwar findet viel Rollenspiel statt, aber wenn es dann zum Sex kommt, ist dieser kurz beschrieben und nicht so richtig mitreißend. Es liest sich zwar gut, es scheint nicht aufgesetzt oder lächerlich, aber es hätte ruhig mehr ins Detail bzw. in die Länge geschrieben werden können. Auch habe ich den Funken zwischen den beiden nicht so richtig gespürt.

Fazit:
Die Geschichte ist rund, auch wenn von einigen Clichés behaftet. Sie ließ sich leicht lesen, hatte ein paar Höhepunkte, der einen oder anderen Art, hätte aber noch viel intensiver sein können. Das Buch ähnelt eher einem Liebesroman der heutigen Zeit, plus ein wenig Erotik. Mir hat das Buch trotzdem gut gefallen, da die Autorinnen einen gewissen Stil haben, der sich gut lesen lässt, auch auf Deutsch, was mir bei diesem Genre sonst schwer fällt. Bisher sind sie die einzigen, die mich in diesem Bereich auf Deutsch überzeugen konnten. Da der nächsten Band dieser Reihe wohl noch länger auf sich warten lassen wird, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, ob ich ihn mir anschaffen werde.

Leseempfehlung:
Ein erotisch inspirierter Liebesroman mit einer guten Mischung Liebe und Erotik. Wer mehr das eine oder andere Thema bevorzugt, sollte sich lieber wo anders umschauen. Für mehr Erotik empfehle ich das Buch "Beautiful Bastard" des Autorinnen Duos. Dieses hier ist der Einstieg in die neue "wild" Reihe, obwohl ich das Buch nicht wirklich als solche bezeichnen würde. Wer die Autorinnen gerne liest, kann dem Buch guten Gewissens einen Versuch geben, als Einstieg würde ich es jedoch nicht empfehlen. Außer ihr mögt es eher etwas gemäßigt.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Kurzkrimis als Adventskalender - gute und weniger gute Geschichten

Türchen, Tod und Tannenbaum
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Zu den Autoren:
In diesem Buch versammeln sich 24 verschiedene, deutschsprachige Autoren, die jeweils eine Kurzgeschichte beitragen. Unter anderem sind Autoren wie Friedrich Ani, Daniel Holbe und Veit ...

Zu den Autoren:
In diesem Buch versammeln sich 24 verschiedene, deutschsprachige Autoren, die jeweils eine Kurzgeschichte beitragen. Unter anderem sind Autoren wie Friedrich Ani, Daniel Holbe und Veit Etzold vertreten.

Zum Cover:
Das Cover ist hauptsächlich in schwarz-weiß-rot gehalten, benennt keinen Autor, sondern nur den Titel und den Hinweis, dass es sich um 24 Krimis handelt, also eine Sammlung an Kurzgeschichten. Abgebildet ist eine Weihnachtskugel, die aus kleinen Totenköpfen besteht. Alles in allem ein zu Weihnachten passendes Titelbild.

Zum Buch/Fazit:
Dieses Buch besteht aus mehreren Kurzgeschichten, die alle mehr oder weniger spannend sind. Sie spielen an verschiedenen Orten in Deutschland und sind hier und da auch in der jeweiligen Mundart geschrieben bzw. lassen die Charaktere entsprechend sprechen. Auch werden einige Traditionen angesprochen und platzieren die kurzen Geschichten somit noch deutlicher in die entsprechenden Regionen. Die Geschichten umfassen jeweils mehr oder weniger 20 Seiten.

Man bekommt einen kurzen Einblick in verschiedene Schreibstile und die Chance Autoren zu lesen, zu denen man sonst vielleicht nicht gegriffen hätte oder die man bisher nicht kannte. Für mich waren diese Eindrücke jedoch zu kurz. Ich bin kein Typ für Kurzgeschichten, fand aber diese Idee eines Lese-Adventskalenders letztes Jahr schon toll, hatte da aber nicht rechtzeitig ein Buch gefunden. Dieses Jahr habe ich mich daher sehr gefreut so ein Buch zu lesen, auch wenn es im Großen und Ganzen nicht mein Fall gewesen ist und ich somit nicht weiß, ob ich mir 2016 wieder weihnachtliche Kurzkrimis anschaffen werde.

Leseempfehlung:
Wer einfach gerne einene Lese-Adventskalender haben möchte - so wie ich - oder Kurzgeschichten mag, der wird an diesem Buch bestimmt Freude haben. Die Geschichten sind schnell gelesen und eignen sich daher wirklich gut, um sie schnell mal zwischendurch zu lesen und die Adventskalender-Taktung einzuhalten.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Rückwärts aufgezogen und für mich zu verwirrend

Blinder Feind
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Zum Autor:
Jeffery Deaver ist ein amerikanischer Autor, der sich nach dem Erfolg seiner zahlreichen Bücher aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurück gezogen hat. Seine Bücher sind mittlerweile in 150 Ländern ...

Zum Autor:
Jeffery Deaver ist ein amerikanischer Autor, der sich nach dem Erfolg seiner zahlreichen Bücher aus seinem Beruf als Rechtsanwalt zurück gezogen hat. Seine Bücher sind mittlerweile in 150 Ländern erschienen und in 25 Sprachen übersetzt worden. Sowohl Leser als auch Kritiker sind von seinen Thrillern begeistert.(Quelle: RandomHouse)

Zum Cover:
Das Cover zeigt einen schwarz-roten Schmetterling, der von Stacheldraht umgeben ist. Der Hintergrund ist in schwarz gehalten. Dadurch dass der Schmetterling foliert ist, setzt er sich etwas vom übrigen Teil ab. Das Cover ist ansprechend, setzt sich in der Masse der Bücher in einer Buchandlung aber nicht ab.

Zum Buch:
Vorweg muss gesagt werden, dass dieses Buch ein stand-alone ist und zu keiner der berühmten Reihen des Autors gehört. Zu Beginn jedes der kurzen Kapitel steht ein schwarz-weiß Foto, dav vom Autor selbst geschossen wurde. Dies hat in der Buchhandlung direkt meine Aufmerksamkeit geweckt. So etwas sieht man in Thrillern selten und die Idee gefällt mir gut.

Zudem ist das Buch rückwärts aufgezogen. Zu Beginn erfährt man wie der Fall ausgegangen ist und in den folgenden Kapiteln wird erzählt, wie es dazu gekommen ist. Gegen des Eindrucks, dass es langweilig sein würde, wenn man den Ausgang schon kennt, hat der Autor die Geschichte so aufgebaut, dass man immer wieder etwas neues erfährt und das Buch mit einer Überraschung beend. Mir ist es jedoch sehr schwer gefallen rückwärts zu denken und mich immer daran zu erinnern, dass die neuen Geschehennisse vor denen liegen über die ich bereits gelesen habe. Dies hat mir persönlich viel abverlangt, so dass ich das Buch kaum genießen konnte.

Die Geschichte an sich handelt von einer Frau und einem Mann, die sich erst kürzlich kennengelernt haben und nun gemeinsam versuchen ein Rätsel zu lösen, um die Forderung eines Erpressers zu erfüllen und ein Kind zu retten. Dabei begegnen sie verschiedenen Menschen von denen der Leser nie weiß, wer gut und wer böse ist.

Der rückwärtige Aufbau der Geschichte hat es mir auch erschwert mit den Charakteren warm zu werden. Zwar fand ich sie beide im Laufe der Geschichte sympathisch, kann aber nicht sagen, dass sie mir besonders ans Herz gewachsen sind. Besonders das Ende des Buches in dem man dann sozusagen erfährt wer wirklich welche Rolle auf den voran gegangenen Seiten gespielt hat, hat mir bezüglich der Personen viel genommen. Mir ist Ehrlichkeit in Menschen im Leben sehr wichtig und in diesem Buch fühlte ich mich am Ende etwas hinters Licht geführt, was die Charaktere der einzelnen Personen betraf. Das hat keinen guten Eindruck hinterlassen.

Fazit:
Die Aufmachung des Buches ist toll und der Aufbau der Geschichte definitiv einmal etwas anderes. Jedoch konnte ich mich nur schwer hineindenken und war am Ende auch eher verwirrt, musste einiges noch einmal nachblättern oder habe es schlicht nicht nachvollziehen können. Auch die Sache mit den Charakteren hat eher einen negativen Eindruck hinterlassen.

Leseempfehlung:
Leser, die sich gerne der Herausforderung des Ungewöhnlichen stellen oder diejenigen, die gerne mal etwas anderes lesen oder ausprobieren möchten, sind hier wohl genau richtig. Auch Leser, die auf der Suche nach mehr Komplexität in Thrillern sind, könnten diesem Buch eine Chance geben, da es sich vom allgemeinen Aufbau sehr von übrigen Thrillern unterscheidet.

Veröffentlicht am 15.09.2016

Leichter Thriller, habe mir mehr erwartet

Der Valentinsmörder
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Zum Autor:
Alastair Gunn ist ein britischer Journalist, der für verschiedene Magazine und Zeitschriften schreibt. Das vorliegende Buch ist das zweite in der Reihe um die DCI Antonia Hawkins. (Quelle: RandomHouse)

Zum ...

Zum Autor:
Alastair Gunn ist ein britischer Journalist, der für verschiedene Magazine und Zeitschriften schreibt. Das vorliegende Buch ist das zweite in der Reihe um die DCI Antonia Hawkins. (Quelle: RandomHouse)

Zum Cover:
Das Cover ist ähnlich dem des ersten Bandes gehalten, was ich immer als positiv ansehe. Mir gefällt es gut, wenn eine Buchreihe auch optisch zusammenpasst. Auch dieses Buch ist in weiß-blau gehalten, zeigt die Skyline von London im Hintergrund und hat eine Kleinigkeit in rot abgebildet - dieses Mal Blütenblätter - die die Aufmerksamkeit des Auges im Buchladen auf sich ziehen. Der Autor sowie der Titel sind ebenfalls wieder in einem rot-Ton gehalten. Alles in allem ein stimmiges Cover, das durch die Optik die Aufmerksamkeit der Leser des ersten Bandes auf dieses Buch aufmerksam macht, aber durch den Titel auch neue Leser anspricht.

Zum Buch:
Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Band in der Reihe um die DCI Antonia Hawkins und ihr Team. Die Geschichte spielt im heutigen London und schließt direkt an den ersten Band an. Antonia Hawkins kommt nach ihren schweren Verletzungen vorzeitig zurück in den Dienst und hängt sich direkt voll rein, da sie befürchtet jemand würde ihr ihre neue Position streitig machen. Gegen ihre Erwartung befasst sich ihr Team jedoch wieder mit einem Serienmörder. Dieser macht Jagd auf frisch entlassene Strafgefangene, welche sich aber so kurz nach ihrer Entlassung scheinbar nicht von der Polizei schützen lassen wollen, so dass Hawkins Team nicht nur auf der Suche nach dem Mörder ist, sondern zugleich auch verdeckt mehrere Exhäftlinge beobachten und schützen muss.

Die gesamte Geschichte folgt einem roten Faden und ist gut aufgebaut, kann aber nicht durch irgendeine Besonderheit herausstechen. Es ist ein schlüssiger Thriller ohne großartige Überraschungen. Die Idee für das Ende ist gut gewählt und tatsächlich mal etwas Anderes, war für mich nach einiger Zeit jedoch vorhersehbar und dadurch leider nicht gut umgesetzt. Es hätte mir besser gefallen, wenn dieses Ende mit einem Überraschungseffekt gekommen wäre.

Die Charaktere DCI Antonia Hawkins und ihr Partner Mike Maguire, die neben ihrer beruflichen auch eine private Beziehung pflegen, gefiehlen mir im ersten Band noch ausgesprochen gut, konnten nun jedoch nicht die Neugier aufrecht erhalten. Sie lasen sich zwar weiterhin einfach, aber der Funke sprang einfach nicht über. Im Moment interessiert es mich leider nicht sonderlich, wie es mit den beiden weiter geht. Den Pepp den beide noch im ersten Band hatten, konnten sie dieses Mal nicht verbreiten. Dies mag an den Verletzungen von Hawkins liegen, was durchaus schlüssig ist, aber dieses Beziehungsproblem im gesamten Buch nicht zu lösen und im Grunde nur Spannungen zu beschreiben, machte die Charaktere nicht wirklich interessanter. Schade.

Das erste Buch "Der Adventkiller" spielte in der Vorweihnachtszeit und bezog die Adventsonntage ganz klar in die Geschichte mit ein. Dies weckt natürlich die Erwartung, dass ein Buch mit dem Titel "Der Valentinsmörder" den Fokus auch stark auf den Valentinstag legt. Hier zeigt sich aber schon das erste Problem: Der Valentinstag findet nun einmal nur einmal im Jahr statt, nicht so regelmäßig wie die Adventsonntage, somit ist es schwieiriger eine Geschichte um dieses Datum aufzubauchen. Und genau darüber ist der Autor auch gestolpert. Der Titel passt nicht wirklich zum Buch. Es geschieht zwar zu Beginn ein Mord um dieses Datum rum und die Presse stürzt sich drauf, aber das wars dann auch. Der Rest der Geschichte hat nichts mehr mit dem Valentinstag zu tun und der Mörder bekommt im Laufe der Geschichte auch einen anderen Namen. Somit sehe ich die Notwendigkeit dieses Buchtitels nicht und denke, dass ein anderer Titel dem Buch gut getan hätte.

Fazit:
Ein leicht zu lesender Thriller, der jedoch meinen Erwartungen hinterher hinkt. Weder der Titel noch die Entwicklung der Charaktere konnte mich überzeugen. Die Geschichte ist zwar rund, aber eben auch nicht mehr. Falls es einen dritten Band geben sollte, wäre mein Wunsch, dass der Autor den Titel nicht wieder an ein besonderes Datum anlehnt, sondern tatsächlich an die Geschichte. Außerdem sollte die persönliche Beziehung zwischen den Hauptcharakteren wieder mehr an Fahrt aufnehmen, um das Interesse des Leser auch in Bezug auf diesen Aspekt weiterhin an die Reihe zu binden.

Leseempfehlung:
Wer einen leicht nachzuvollziehenden Thriller sucht, der auch nicht großartig brutal wird, ist hier richtig aufgehoben. Wer jedoch speziell etwas zum Thema Valentinstag sucht, wird enttäsucht werden. Auch Komplexität oder Tiefe dürfen hier nicht erwartet werden.