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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2016

Amüsant

Neuschweinstein - Mit zwölf Chinesen durch Europa
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Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Christoph Rehage hat ein amüsantes und unterhaltsames Buch geschrieben. Schöne Idee, sich unter eine chinesische Reisegruppe, die Europa im Schnelldurchlauf bereisen ...

Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht: Christoph Rehage hat ein amüsantes und unterhaltsames Buch geschrieben. Schöne Idee, sich unter eine chinesische Reisegruppe, die Europa im Schnelldurchlauf bereisen möchte, zu mischen. Keine absolute Billigtour, deshalb auch keine Reiseleiterfahne, was der Ich-Erzähler sehr bedauert. Wie auch, dass weder Überfälle noch Taschenräuber die Reise interessanter machen. Dafür wird sie lustig, es wird viel gelacht. Kleine Überraschungen wie Lakritz anbieten, um sich für Hühnerfüße und Entengedärm zu revanchieren, sind originell. Stets respekt- und liebevoll werden die Mitreisenden geschildert: statt chinesische Namen zu benutzen, werden sie nach Äußerlichkeiten benannt: Schicke Mutter, Schicke Tochter, Riesenjunge, die Kunststudentin, ... Klischees werden bedient: Selfies schießen und einkaufen stehen im Vordergrund. Überwiegend erfährt man die Reisenden aber als freundliche, begeisterungsfähige und liebenswürdige Personen, die ihre Schnelltour durch Frankfurt, Venedig, die Schweiz und Venedig genießen und ausgesprochen sympathisch rüberkommen.
Unbedingt lesen, es erweitert die Weltsicht und macht Spaß.

Veröffentlicht am 30.09.2016

Abgründe

Am Abgrund seiner Seele
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In einer Stadt in Deutschland sterben Andreas Eltern und ihr Bruder bei einem Autounfall. Diesen Erinnerungen möchte sie entgehen und beginnt in Norwich ein Psychologiestudium. Ihr Berufswunsch: Profilerin. ...

In einer Stadt in Deutschland sterben Andreas Eltern und ihr Bruder bei einem Autounfall. Diesen Erinnerungen möchte sie entgehen und beginnt in Norwich ein Psychologiestudium. Ihr Berufswunsch: Profilerin. Schneller, als ihr lieb ist, bekommt sie Gelegenheit, sich darauf vorzubereiten: ein Triebtäter vergewaltigt Studentinnen auf dem Universitätsgelände. Andrea wird Zeugin, als Caroline überfallen wird und verprügelt den Täter mit einem Ast. Gedemütigt und wütend steigert sich der Rapist in einen Rausch und tötet seine Opfer jetzt grausam. Sein am meisten gewünschtes Ziel: Andrea.
Sie unterstützt die Polizei auf der Suche nach dem Verbrecher und erstellt ein wirklichkeitsgetreues Profil. Immer mehr wird sie in den Fall hineingezogen. Darunter leidet nicht nur ihre Psyche, sondern auch die Beziehung zu ihrem Freund Greg. Und das Morden geht weiter...
So packend geschrieben, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Die Gedanken des Rapisten bekommen breiten Raum, unvorstellbar, wie krank diese sind. Spannend, wie ein Profil erstellt wird, welche Fakten eine Rolle dabei spielen, wie ein Täter eingekreist wird.
Ein tolles Buch ohne Klischees und erschreckend, wie leicht es ist, Opfer zu werden.

Veröffentlicht am 30.09.2016

Gefühlvoll

Die Tage, die ich dir verspreche
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Gwen sollte glücklich sein, ein passendes Spenderherz wurde gefunden, die Transplantation ist geglückt. Glücklich ist sie aber nicht: ein Mensch musste sterben, um ihr zu helfen. Dessen Angehörige werden ...

Gwen sollte glücklich sein, ein passendes Spenderherz wurde gefunden, die Transplantation ist geglückt. Glücklich ist sie aber nicht: ein Mensch musste sterben, um ihr zu helfen. Dessen Angehörige werden leiden.
Jeder weiß, was für sie am besten ist und die "Alles wird gut"-Sprüche kann sie nicht mehr hören. In einem Internetforum findet sie gedanklichen Austausch und beschließt, das neue Herz, das sie nur belastet, zu verschenken. Dieser gut gemeinte, aber sehr naive Gedanke bringt den Forenmoderator dazu, Gwen für ein Fake zu halten. So antwortet er, dass er das Organ gern selber hätte und löscht ihr Profil. Gwen sieht darin allerdings einen Hilferuf und fährt überstürzt nach München. Noah fällt aus allen Wolken, als sie abgehetzt vor ihm steht und er bemerkt, dass es ihr völlig Ernst ist. Er kann Gwen hinhalten, indem er ihr vorspielt, dass er sich auf seine OP vorbereiten muss und sie keine Verzweiflungstat begehen kann, um das Herz zu schonen. Das Mädchen willigt ein, zwei Wochen durchzuhalten...
Sehr glaubhaft werden Gwens Ängste und Depressionen geschildert. Dinge, die man so nicht erwartet, werden angesprochen. Warum, verflixt, ist Gwen nicht glücklich? Feinfühlig schildert Lily Oliver die Schuldgefühle, die Zerrissenheit und die winzigen Fortschritte, die Gwen in den Tagen mit Noah macht. Aber immer droht ein Rückfall.
Gelungen, wie die Autorin zwischen Noahs und Gwens Gedanken wechselt. Ein bisschen zu sehr Gutmensch ist mir dieser Noah. Ansonsten ein tolles Buch, das neue Blickwinkel eröffnet und die Idee der Organspende von ungewöhnlichen Aspekten beleuchtet. Regt sehr zum Nachdenken an.

Veröffentlicht am 14.01.2026

Nichts ist, wie es scheint

The Jewel Secrets (1). Um dieses Spiel zu gewinnen, musst du dich in deinen größten Feind verlieben
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Darcy ist abgebrannt, wird vom Freund belästigt, weiß nicht, wohin. Ein Notar bringt ihr eine Einladung zu einer Art Schatzsuche, um ein riesiges Erbe zu bekommen. Doch eine weitere Bedingung ist zu erfüllen ...

Darcy ist abgebrannt, wird vom Freund belästigt, weiß nicht, wohin. Ein Notar bringt ihr eine Einladung zu einer Art Schatzsuche, um ein riesiges Erbe zu bekommen. Doch eine weitere Bedingung ist zu erfüllen …
Es geht geheimnisvoll und spannend zu. In luxuriöser Umgebung treffen sich verschiedenste Charaktere. Eine packende Rätseljagd nimmt ihren Lauf. Eine bedeutende Rolle spielen Gemälde, Bilder, Zeichnungen. Schöner Gedanke, eine Bilderreihe „Facets of Age“ zu nennen.
Die Gedanken der Hauptfigur sind nachvollziehbar, ihre Traumata sind emotional beschrieben. Zudem die ständige Frage: wem kann man trauen?
Locker und flüssig geschrieben, eine abenteuerliche Schatzsuche verknüpft mit einer Liebesgeschichte - liest sich einfach gut.
Klar, dass Teil 1 der Romantasy mit einem fiesen Cliffhanger endet. Fortsetzung bitte bald!

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Veröffentlicht am 18.12.2025

Eine neue Zeitreise

A Spark of Time - Ein Treffen in den Highlands
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Lilly arbeitet wieder daheim, studiert. Damien forscht verbissen nach Hinweisen auf seinen intriganten Vater und merkt nicht, wie sehr er Lilly verletzt und die Umwelt vergisst. Dann taucht Collin, ebenfalls ...

Lilly arbeitet wieder daheim, studiert. Damien forscht verbissen nach Hinweisen auf seinen intriganten Vater und merkt nicht, wie sehr er Lilly verletzt und die Umwelt vergisst. Dann taucht Collin, ebenfalls Zeitreisender, auf, erpresst Lilly und Damien zu einem Ausflug in ein schottisches Anwesen.
Kira Licht schickt dieses Mal ihre Protas in die wilden Highlands. Wider Erwarten ist dort nicht alles eisig und rau, die Bewohner verstehen es zu feiern, besonders der Burgherr ist ein beeindruckender Highlander. Schottische Bräuche werden aufgezeigt, ein wenig Landeskunde gibt einen passenden Rahmen. Andere Figuren werden schwarz-weiß gezeichnet, da fehlen Hintergründe. Collins Verhalten ist wechselhaft, er gibt Rätsel auf.
Diese neue Reise in die Vergangenheit ist spannend und unterhaltsam.
Aber Vorsicht: ein fieser Cliffhanger treibt den Blutdruck hoch!

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