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Veröffentlicht am 06.08.2019

Solider Auftakt mit nicht so prallem Ende

Mitternacht
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Ich habe schon recht viel von Christoph Marzi gehört, allerdings noch nichts von ihm gelesen. Zumindest bis jetzt und ich muss sagen, dass ich mir etwas unsicher bin, was ich von "Mitternacht" halten soll.

Der ...

Ich habe schon recht viel von Christoph Marzi gehört, allerdings noch nichts von ihm gelesen. Zumindest bis jetzt und ich muss sagen, dass ich mir etwas unsicher bin, was ich von "Mitternacht" halten soll.

Der Autor verfügt definitiv über einen tollen Schreibstil, der mich begeistern konnte. Er versteht es wunderbar die jeweilige Stimmungrüber zu bringen, so dass es auch leicht fällt sich auf die Geschichte einzulassen. Einfach auch, weil man das Gefühl hat am Ort des Geschehens zu sein.

Die Storyidee fand ich mega interessant und das Setting dazu schrie gerade zu nach perfekt. Im Großen und Ganzen ist es das stellenweise auch, aber gerade das Ende war .....Puh.

Der Anfang läuft es seltsam aber spannend an und hat auch ein bis zwei Wiederholungen in sich versteckt. Es passte aber durchaus und störte mich, seltsamerweise, eigentlich nicht im Lesefluss. Auch der doch teilweise etwas trockene Humor ist Geschmackssache, aber eben passt es halt zur Story und den Charakteren.

Die Story findet in London statt. Ich liebe diese Stadt einfach und finde es auch richtig toll dargestellt. Gerade die Nebelstadt, also das London der Geister, fand ich absolut beeindruckend und passend von der Atmosphäre her. Grau und nebelig passt ja irgendwie meistens zur Stadt an der Themse, da passt die Geisteridee ideal rein.

Mit Nicholas James hat der Autor einen sympathischen Charakter geschaffen. Der in London lebende gebürtige Schotte genießt es in gewisser Weise seinen Traum als Schriftsteller leben zu können. Derzeit hat er allerdings ein Tief, welches sich fast schon im Traum erledigt. Denn plötzlich ist das ein Anfang und einen neue Idee. Doch seine neue Idee kommt nicht von ungefähr. Welche Rolle spielt aber der Regenschirmverkäufer Peter Chesterton, der Nicholas überhaupt erst die Stadt der Geister zeigt?

Bis so ziemlich vor Schluss, fand ich das Buch absolut interessant. Das Ende, die letzten 3% um genau zu sein, waren ... Ich hab keine Ahnung wie ich das Ende finden soll. Es ist so, als hätte der Autor einfach alles noch in ein paar Kapiteln untergebracht, was ihm durch den Kopf ging. Das ist ja an sich okay, passt aber hier nicht zum Rest. Ob es mit der Krankheit des Autors zu tun hat weiß ich nicht, aber enttäuschend ist es trotzdem. Ich bin gespannt, wie sich das Alles in Band 2 weiter spinnen wird.


Fazit

Eine wirklich faszinierende und in traumhaftem Setting inszenierte Story mit einer super Grundidee. Ich fand es spannend in die Geisterwelt Londons abzutauchen. Bei den Charakteren ist nich Luft nach oben, aber die Anfänge waren vielversprechend. Ich freu mich auf den zweiten Teil und werde mir bestimmt auch mal eins der anderen Bücher von Marzi zu legen.

Veröffentlicht am 05.08.2019

Wirklich Lesenswert

Das Labyrinth des Fauns
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"Wir alle erschaffen uns unsere eigenen Märchen."

Ich war ja sofort verliebt als ich von diesem Buch hörte. Dann noch das Cover dazu und ich wusste, dass ich es haben muss. Ich liebe die Illustrationen ...

"Wir alle erschaffen uns unsere eigenen Märchen."

Ich war ja sofort verliebt als ich von diesem Buch hörte. Dann noch das Cover dazu und ich wusste, dass ich es haben muss. Ich liebe die Illustrationen im Buch und war erfreut festzustellen, dass sich diese auch im Inneren des EBooks finden lassen.

Cornelia Funke kann definitiv schreiben, denn seit der Tintenreihe ist dies mein erstes Buch von ihr. Warum auch immer. Wahrscheinlich, weil mich das Düstere angezogen hat, wie die Motte das Licht.

Nach dem Schließen des Buches war ich einfach nur hin und weg von dessen Inhalt. Es war düster, traurig und grausam, aber auch magisch. Auch wenn die Story nicht rosa rot ist, war sie einfach von Anfang bis Ende gut gemacht. Vielleicht stellenweise etwas zu fix abgehandelt, aber trotzdem spannend gemacht. Das Alles in die Zeit während des Krieges gesetzt. Auch ohne die entsprechenden Bilder, fand ich die Beschreibungen sehr bildgewaltig und lebhaft.

Diese Reise mit Ofelia zu machen war grandios. Ziemlich gruselig und brutal stellenweise, aber dennoch grandios. Ganz zu schweigen davon, dass man dieses Mädchen nur gern haben kann. Sie Hat ein hartes Los. Ihr Vater ist gestorben und ihre Mutter klammert sich an die Liebe einer Bestie. Dazu kommt die doch ziemlich beklemmende neue Umgebung für Ofelia, denn um ihr neues Zuhause, eine alte Mühle, ranken sich ziemlich schaurige Mythen. Als sie einer Der begegnet und anschließend dem Faun im Labyrinth wird es richtig spannend.

In die Realität in Ofelias Leben mischen sich immer wieder kleine Rückblenden, die am Ende zum Gesamtbild beitragen. Toll und spannend gemacht. Kurz vor Schluss gerät das Herz noch einmal kurz ins Stolpern, ob es anschließend ungebrochen weiterschlagen kann, verrate ich natürlich nicht. Also selbst zum Buch greifen, wenn ihr mehr wissen wollt.


Fazit

Für mich ein absoluter Lesegenuss, denn ich mag düstere Märchen. Für mich absolut lesenswert, aber meiner Meinung auch nix für zartbesaitete Leser. Es ist stellenweise brutal und keine typische Heldengeschichte. Von mir allerdings gibt es trotzdem eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 28.07.2019

Absolute Geschmackssache

Das Reich der zerbrochenen Klingen
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Ich bin mir etwas unsicher was dieses Buch betrifft. Es war stellenweise absolut genial, aber auch manchmal zäh. Es ist auch kein Buch, das jeder mögen wird, denn es glänzt auch durch eine Menge Brutalität ...


Ich bin mir etwas unsicher was dieses Buch betrifft. Es war stellenweise absolut genial, aber auch manchmal zäh. Es ist auch kein Buch, das jeder mögen wird, denn es glänzt auch durch eine Menge Brutalität (was durchaus zur Story passte) und ist für zarte Gemüter eher weniger geeignet.

Die Autorin hat einen wahnsinnig bildgewaltigen Schreibstil, der einen direkt ins Geschehen katapultiert. Spannend, actionreich, aber auch ziemlich blutig und brutal sind wir auf den Seiten unterwegs. Auch die Übersetzerin hat ihr ganze Arbeit geleistet. Es wird nicht viel rosa rot dargestellt, eher das genaue Gegenteil. Manchmal ist es ziemlich detailreich (gerade auch in den Schlachten, was eben einfach mögen muss). Richtig genial gemacht wie gesagt. Einen faden Beigeschmack hatte die Sache allerdings. Die Liebesgeschichte bekommt von mir bisher nur ein Schnauben, denn meins ist sie bisher noch nicht. Vielleicht ändert sich das aber auch noch.

Die Story läuft über 2 Handlungsstränge, die sich irgendwann kreuzen, nur um dann wieder einzeln weiter zu gehen. Zu Beginn sind beide wirklich spannend, aber einer der Beiden verliert seinen Reiz etwas. Spannend blieb es für mich trotzdem durchweg. Aber dem einen folgte ich irgendwie lieber, obwohl es auch da einen Punkt gab, der mich genervt hat. Interessant fand ich die immer mal wieder vorkommenden Wendungen. Sie waren gespickt mit Intrigen, Verrät, Kampf, Mord und Flucht. Zwischendrin hatte ich auch mal kurz den Faden verloren, allerdings gab sich das dann wieder.

Im Großen und Ganzen dreht sich der Großteil der Handlung um Marith und Thalia. Beide keine lieben netten Charaktere, sondern eher das Gegenteil. Wie im Buch so schön beschrieben, erinnern sie an Licht und Schatten. Wer was widerspiegelt müsst ihr natürlich selbst herausfinden. Auf dem Kerbholz haben beide genug.

Marith ist ein ziemlich interessanter Charakter, der Interesse erweckt. Rein menschlich ist er allerdings eine Vollkatastrophe, bei der man sich die ganze Zeit fragt: Was verdammt noch mal, stimmt eigentlich nicht mit dir?
Er ist absolut kein Sympathieträger, aber es ist spannend ihn bei seinem Feldzug zu beobachten.

Thalia ist stellenweise ziemlich naiv, bildet aber noch den sympathischen Teil. Sie hat ihr Los als Kind gezogen und es stellt sich die Frage, wie sie ohne großen psychischen Schaden ihr bisheriges Leben Leben konnte. Dafür blinzelt stellenweise absolut ihre Naivität durch und das Rückgrat fehlte gewisse Sachen durchzuziehen.


Fazit

Das Gesamtpaket kann mich überzeugen, gerade durch diese bildhafte Schreibweise. Bei der Liebesgeschichte hoffe ich echt noch auf einen ziemlichen Knall, denn jetzt gerade finde ich ich sie etwas nervig. Ebenso wünsche ich mir etwas mehr Action für den 2ten Handlungsstrang. Ich empfehle das Buch Leuten, die gern Dark Fantasy lesen und kein Problem mit Blut und verbrannten oder abgehackten Körperteilen haben. Ich bin gespannt, was in Teil 2 so kommen wird.

Veröffentlicht am 24.07.2019

Der Funke sprang leider nicht ganz über

Idol - Gib mir deine Liebe
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Ich war ziemlich gespannt auf den 3ten Teil der IDOL Reihe. Schließlich geht es ja um Jax. Den Leadesänger von Kill John, der Alles andere als immer Glück hatte in seinem Leben und an dem auch der Ruhm ...

Ich war ziemlich gespannt auf den 3ten Teil der IDOL Reihe. Schließlich geht es ja um Jax. Den Leadesänger von Kill John, der Alles andere als immer Glück hatte in seinem Leben und an dem auch der Ruhm nicht spurlos vorbei ging. Es ist halt nicht immer Alles Gold, was glänzt.

Leicht, flüssig und emotional passend beschreibt die Autorin die Geschichte, die John/ Jax Leben verändert wird. Es hat Spaß gemacht Stella und John zu erleben, aber es gab auch an Gefühlen einiges zu bieten.

Es war klar, dass es in diesem Teil um Auf Probleme und Hintergründe gehen würde. Der Junge Mann hat Depressionen, was schon einmal dazu geführt hat, das Jax beinah gestorben wäre. Hier ist es schwierig dieses Thema angemessen an den Leser zu bringen. Meiner Meinung nach, hat die Autorin das wirklich toll geschafft.

Von ersten Kennenlernen, das mich mehrmals zum Lachen gebracht hat, bis zum Schluss ist die Story schön durchdacht und toll umgesetzt. Das Treffen im Supermarkt muss man erlebt haben. Auch die restliche Entwicklung war interessant zu verfolgen und zaubert einen mehrfach ein Lächeln ins Gesicht.

Jax wird erfolgreicher und talentierter, aber auch innerlich zerrissener Mann dargestellt. Was sehr gut zu dem passte, wie man ihn in den Vorgängerteilen kennengelernt hat. Man fühlt die Höhen und Tiefen in seinem Leben und durchlebt sie stellenweise mit ihm. Man merkt auch, in welchen Situationen er an seine Grenzen stößt. Ich fand es auch authentisch dargestellt, obwohl mir manchmal etwas Emotionen fehlten.

Stella habe ich sofort geliebt. Die Minzeisdiebin mit ihrer tollen schwungvollen Art. Sie ist das Gegenstück zu Jax und ich habe es geliebt, die Beiden zusammen zu sehen. Doch wer denkt, die junge Frau hätte es immer einfach und leicht gehabt, irrt. Auch Stella trägt ihr Päckchen mit sich herum.

Auch die anderen Mitglieder von Kill John haben wieder ihren geniale Momente und kommen ebenso vor, wie Scottie, der weltbeste Bandmanager. Wenn das Rudel nicht auftauchen würde, wäre es echt schade. Aber neben ihnen, soll natürlich nicht die Liebe Maddy fehlen, die einen Narren an Jax und Stella als Pärchen gefressen hat. Und ich gebe ihr Recht. Die beiden ergänzen sich toll.

 

Fazit

Im Großen und Ganzen hat mir der Teil wirklich gut gefallen, aber so 100 Prozent sprang der Funke nicht über. Einiges ging mir gerade gegen Ende einfach zu fix, aber das ist ja Geschmackssache. Auch der 3te Teil der Reihe macht Spaß zu lesen und bringt Licht in Jax Dunkelheit. Von mir gibt es eine Leseempfehlung. Positiv ist auch, dass man die Vorgänger nicht unebdingt kennen muss. Ich denke man kommt auch so sehr gut zu Recht

Veröffentlicht am 21.07.2019

Überraschend toll

Dark Elements 4 - Glühende Gefühle
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Ich war etwas überrascht, als heraus kam, dass die Dark Elements Reihe fortgesetzt wird. Die Trilogie hatte ein tolles Ende gefunden, also worüber sollte man da jetzt noch schreiben? Richtig. Über Zayne. ...

Ich war etwas überrascht, als heraus kam, dass die Dark Elements Reihe fortgesetzt wird. Die Trilogie hatte ein tolles Ende gefunden, also worüber sollte man da jetzt noch schreiben? Richtig. Über Zayne. Doch ob das eine so gute Idee war?

Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig mit Spannung und einer ordentlichen Portion Humor versetzt. Ich fand es toll. Nur der Anfang war mir etwas zu holprig und langatmig. Allerdings wurde das schnell besser. Das hat, denke ich zumindest, den Hintergrund, dass wir erst einmal Trinity und den Wächterclan kennenlernen bei dem sie lebt.

Mit dem Auftauchen von Zayne in der Siedlung, wird es dann richtig interessant und die Story nimmt Fahrt auf. Es gibt unterhaltsame Treffen, spannende Kämpfe und wirklich witzige Situationen. Die einfach dafür sorgen, dass man die beiden ins Herz schließt.

Auch die Entwicklung zwischen Trinity und Zayne gefällt mir gut. Es entwickelte sich nicht hoppla hopp. Sondern schön langsam, so dass man selbst auch stellenweise ein kleines Kribbeln im Bauch hat und mitfiebert. Auf jeden Fall bieten die beiden eine tolle Show.

Trinity fand ich eine starke Persönlichkeit, die mir auch sofort sympathisch war. Ebenso wie Layla ist sie etwas Besonderes, was sie natürlich vom Rest in der Siedlung unterscheidet. Keiner weiß allerdings, was ihr Geheimnis ist und vermutlich ist auch genau das besser so. Denn wenn es rauskommt, könnte Trinity selbst unter den Wächtern in großer Gefahr sein. Trintiys Makel, der wahrscheinlich mit ihrer gab einher geht, kommt ziemlich realistisch rüber, was wohl daran liegt, dass die Autorin das gleiche Problem hat und daher aus eigener Erfahrung beisteuern kann. Hab ich allerdings auch nur aufgeschnappt.

Zayne ist ein Charakter, den ich zwar schon in den Vorgängerteilen mochte, der aber trotzdem nicht so ganz mein Interesse weckte. Nun hat er es bekommen. Ich mochte ihn in diesem Teil wirklich gern, auch wenn ich die Beschreibung von ihm mit einem Dutt gern aus meinem Hirn streichen möchte. Ich mag das bei Männern einfach nicht. Ist ja aber Geschmackssache.

Super fand ich auch das Wiedersehen mit Layla, Roth und Cayman. Ich wusste gleich wieder, warum ich die Drei so mochte. Die Dialoge mit ihnen sind einfach der Hammer und das Schmunzeln ist vorprogrammiert.

Fazit

Ich kann mir vorstellen, dass man der Story auch folgen kann, ohne die Vorkenntnisse zu den Teilen 1 bis 3 zu haben. Da ich diese aber liebe, plädiere ich für vorher kaufen und lesen. Es lohnt sich. Sonst entgeht einem ja das Kennenlernen mit dem Kronprinzen, der sich auch wieder von seiner Schokoladenseite zeigt. Alles in Allem ein solider Auftakt, den ich als lesenswert empfinde und weiterempfehlen würde.