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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2020

Düster. Beängstigend. Fesselnd.

Das wirkliche Leben
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Story:
In einem Wohnhaussiedlungsprojekt der 70er Jahre lebt ein junges Mädchen gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem vier Jahre jüngeren Bruder Gilles. Die Familie bewohnt sogar das größte Haus der Siedlung, ...

Story:
In einem Wohnhaussiedlungsprojekt der 70er Jahre lebt ein junges Mädchen gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem vier Jahre jüngeren Bruder Gilles. Die Familie bewohnt sogar das größte Haus der Siedlung, direkt am Waldrand. Familienidylle mit gemeinsamen, gemütlichen Abendessen inklusive. Doch der schöne Schein trügt. Der Familienvater interessiert sich nur wenig für seine Familie, ist dafür aber der Jagd, dem Alkohol und dem Fernsehen sehr zugetan. Da die Jagd ein teures Hobby ist, kann er diesem nicht so oft nachgehen wie er möchte. Seinen Frust lässt er im Beisein seiner Kinder immer öfter an seiner Frau aus. Diese hat sich bereits in ihr Schicksal ergeben und verzichtet auf jegliche Gegenwehr.
Um dem Albtraum der eigenen vier Wände zu entkommen, spielen die Kinder meist draußen in der Siedlung und lenken sich ab. Bis ihnen eines Tages auch hier eine Tragödie den Boden unter den Füßen wegzieht und nichts mehr so ist, wie es einmal war...
Leseerlebnis :
Der Schreibstil von Adeline Dieudonné ist so vereinnahmend, das man sich wie eine Fliege im Spinnennetz fühlt. Man weiß es liegt Gefahr in der Luft und fühlt eine gewisse Bedrohung, gleichzeitig kann man sich nicht vonm Geschehen lösen.
Es gab selten ein Buch, das mich so gefangen nimmt. "Das wirkliche Leben" ist komplett anders als alles, was ich je gelesen habe und ich bin einfach nur restlos begeistert. Das Buch wird aus Sicht des Mädchens erzählt und obwohl sie als Ich-Erzähler die prägnanteste Rolle einnimmt, erfährt man nie ihren Namen. Auch von manchen Nebencharakteren erfährt man im kompletten Handlungsverlauf nicht ihre Namen. Man darf die Protagonistin fünf Jahre begleiten und ihre Gefühlswelt blicken und ihre Leben hautnah mit ihr bestreiten. Man fühlt sich ihr nahe, trotzdem bleibt ein gewisser Abstand. Es ist schwer zu beschreiben, man ist mitten in der Handlung und betrachtet alles trotzdem aus der Ferne. Eine wirklich hervorragende schriftstellerische Leistung!
Fazit:
Ein Buch, das man lesen MUSS! Adeline Dieudonnés Geschichte um ein heranwachsendes Mädchen in einer bedrückenden Umgebung lässt einen nicht mehr los... zu real und zu verstörend!

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2020

Neuartig. Futuristisch. Dramatisch.

Die Aschebringerin: Sprung zwischen den Welten
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Story:
Weit in der Zukunft ist unsere Erde nur noch eine Erinnerung in der fernen Vergangenheit. Die Menschheit ist auf den Planeten Alpha umgesiedelt, doch auch dieser hat Probleme die Ressourcenansprüche ...

Story:
Weit in der Zukunft ist unsere Erde nur noch eine Erinnerung in der fernen Vergangenheit. Die Menschheit ist auf den Planeten Alpha umgesiedelt, doch auch dieser hat Probleme die Ressourcenansprüche der Menschen zu erfüllen. Daher werden Portalläufer eingesetzt, die auf den umliegenden Monden die überlebenswichtigen Energien einsammeln. Eine dieser Portalläufer ist Yashira Willow. Während der alljährlichen Meisterschaften, in die Yashira als Favoritin startet, begegnet sie auf dem Mond Epsilon einem anderen Menschen und rettet ihm das Leben.
Danach ist nichts mehr, wie es einmal war. Zum einen hat die Portalläuferin eine der Regeln gebrochen, in dem sie Riley mit zurück nach Alpha  genommen hat und somit den Ärger der Regierung auf sich gezogen und zum anderen kommt sie einer beängstigenden und erschreckenden Wahrheit immer näher...
Leseerlebnis :
Direkt am Anfang wurde ich in die Geschichte um Yashira und die Portalläufer eingesogen. Der Spannungsbogen wird extrem gut aufgebaut und man ist sehr schnell mitten im Geschehen. Die genutzte Dramaturgie ist bestechend.
Yashira wird sehr gut und detailliert beschrieben. Auch dadurch das die Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt wird, bekommt man einen tiefen Einblick in ihre Gefühlswelt und kann sich gut in sie einfühlen. Auch Riley wird gut gezeichnet, allerdings deutlich zurückhaltender, was ihm und gewisse Mystik verleiht. Die anderen Nebencharaktere werden entsprechend ihrer Bedeutung in der Geschichte beleuchtet.
Ab einem gewissen Punkt in der Geschichte (ich möchte nicht spoilern) fühle ich mich sehr an Stephenie Meyers "Seelen" erinnert, was ich etwas schade empfinde. Da ich alles andere sehr originell und neuartig empfunden habe. Dies ist allerdings auch mein einziger Kritikpunkt.
P. J. Ried schreibt sehr fesselnd, gefühlvoll und flüssig. Man möchte, nein - man muss- einfach immer weiterlesen.
Fazit:
"Die Aschebringerin" hat mir sehr gut gefallen. Die Beschreibungen des Planeten Alpha und der dazugehörigen Monde war beeindruckend, fast malerisch. Die Idee der Portalläufer finde ich wirklich faszinierend. Ein gelungener Debütroman aus dem Science-Fantasybereich.

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Veröffentlicht am 06.04.2020

Traumhaftes Wohlfühlbuch mit Charme und Überraschungen

Mein kleiner Apfelhof zum Glück
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Story:
Nachdem Emma ihren Job verloren hat und von ihrem Freund betrogen wurde, flieht sie Hals über Kopf zu ihrer Oma. Diese lebt auf ihrem eigenen Apfelhof in der traumhaften Lüneburger Heide. Doch als ...

Story:
Nachdem Emma ihren Job verloren hat und von ihrem Freund betrogen wurde, flieht sie Hals über Kopf zu ihrer Oma. Diese lebt auf ihrem eigenen Apfelhof in der traumhaften Lüneburger Heide. Doch als sie dort ankommt, ist ihre Oma Luise verletzt und muss ins Krankenhaus. Das heißt Emma muss sich um den Hof kümmern, auf dem inzwischen Alpakas zu leben scheinen. Der dazugehörige Tierarzt Lukas, wenn auch sehr attraktiv, raubt Emma den letzten Nerv…
Doch trotz allem fühlt sich Emma hier viel wohler als die ganzen Monate zuvor und scheint endlich bei sich anzukommen…
Leseerlebnis:
Ich habe mit dem Lesen des Buches begonnen und einfach nicht mehr aufgehört. Sonja Flieder erschafft eine wunderschöne Welt mit dem Apfelhof und seinen süßen Alpakas im Zentrum. Man kann beinahe die Äpfel, das Heu und den Wacholder riechen. Emma wird als Protagonistin sehr gut dargestellt und auch die ganzen Nebencharaktere werden detailliert und liebevoll beschrieben. Die Detaillierung ist so gut, dass man das Gefühl hat alle zu kennen und mit ihnen zusammen im nächsten Moment am Kaffeetisch zu sitzen.
Vor allem im letzten Drittel legt das Buch nochmal richtig zu und hat mich mit ungeahnter Spannung überrascht und der kleinen Wohlfühllektüre eine ungeahnte Tiefe verliehen. Es gab auch viele Schmunzelmomente im Buchverlauf, die mir sehr gut gefallen haben und der Geschichte eine zusätzliche Leichtigkeit verliehen haben.
Fazit:
Alles in allem ein wirklich gelungener Feel-Good-Roman mit liebreizenden Charakteren, die man einfach gerne haben muss. Bei mir kamen richtig Frühlingsgefühle auf.  „Mein kleiner Apfelhof zum Glück“ konnte mich mehrmals überraschen, hat meine Vorstellungen übertroffen und mich damit von sich überzeugt.

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  • Gefühl
Veröffentlicht am 04.04.2020

Visionär. Bildgewaltig. Überzeugend.

Bis in alle Zeit
1

Story:
Zoe ist eine Medizinstudentin im ersten Semester. Sie lebt ein ganz normales Leben in Berlin und ihre größte Sorge ist, dass ihr bester Freund sich in sie verliebt hat.
Nach einer Aussprache mit ...

Story:
Zoe ist eine Medizinstudentin im ersten Semester. Sie lebt ein ganz normales Leben in Berlin und ihre größte Sorge ist, dass ihr bester Freund sich in sie verliebt hat.
Nach einer Aussprache mit ihm versucht sie zur Ruhe zu kommen und bevor sie sich versieht, befindet sie sich in den Armen eines anderen. Zac fasziniert sie, zieht sie magisch an. Es gibt nur ein Problem! Sie befindet sich nicht mehr in dem Berlin, das sie kennt. Plötzlich wird ihr bewusst, dass sie sich in der Zukunft befindet - 20 Jahre später.
Leseerlebnis :
Nach wenigen Seiten habe ich mich in der Handlung eingefunden. Zoe ist mir als Protagonistin sehr sympathisch und ich kann mich gut in sie hinein denken. Dadurch das die Geschichte von ihr als Ich-Erzählerin geschrieben ist, erhält am sehr tiefe Einblicke in ihren Charakter und in ihre Gefühlswelt. Auch die Nebencharaktere werden langsam lebendig und erhalten mehr und mehr Detaillierung. Vor allem Zoes beste Freundin Sofie ist mir ans Herz gewachsen.
Kayla Reads Schreibstil ist sehr angenehm flüssig, bildgewaltig und visionär. Man merkt dem Buch die gute Recherchearbeit seiner Autorin an, denn die Story kann sowohl mit viel Wissen als auch mit spannenden Zukunftsvisionen aufwarten. Beides wurde  unheimlich gut integriert.
Fazit:
Kayla Read hat mich mit "Bis in alle Zeit" in eine neue, faszinierende Welt entführt, our so detailliert gezeichnet ist, dass sie schwer von der Realität zu trennen ist. Ein wirklich fesselnder Auftakt für die Schicksals-Saga. Die Mischung zwischen Zeitreise, Romantik und Fantasy ist extrem gut gelungen. Ich bin sehr auf die folgenden Teile gespannt.

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Veröffentlicht am 03.04.2020

Westernreiten. Schwesternliebe. Freundinnen.

schleich® Horse Club™ – Eine gelungene Überraschung
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Story:
Die kleine Mia ist der größte Fan ihrer älteren Schwester Hannah. Doch diese ist im Moment nur mit dem Training für ein Westernreittunier beschäftigt und hat kaum noch Zeit für Mia. Als die Mädels ...

Story:
Die kleine Mia ist der größte Fan ihrer älteren Schwester Hannah. Doch diese ist im Moment nur mit dem Training für ein Westernreittunier beschäftigt und hat kaum noch Zeit für Mia. Als die Mädels des Horse Clubs feststellen, wie sehr die Situation Mia belastet, überlegen sie sich eine tolle Überraschung...
Leseerlebnis :
Das Buch ist für Leseanfänger geeignet. So konnte es mein 8jähriger Sohn auch gut seiner 6 jährigen Schwester vorlesen. Die beiden Stern dabei viel Spaß. Der Text war relativ leicht zu lesen und nicht zu anspruchsvoll. Das Quiz im Anschluss fanden meine beiden am Besten. Hilfreich ist auch das Bilderglossar am Ende, um die Mädels besser zuordnen zu können. Die Geschichte hat die optimale Länge für junge Leser und ist trotzdem sehr unterhaltsam.
Fazit :
Eine schöne Geschichte über Freunschaft, Geschwister, Pferdeliebe und die Freude am Reiten. Wir freuen uns auf weitere Teile der Reihe.

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