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Veröffentlicht am 05.11.2020

Weg zur Selbstfindung

Ada
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Weg zur Selbstfindung

Ada von Christian Berkel

Ada ist ein Roman der dem Leser viel Zeit- und Familiengeschichte näher bringt.
Die Bundesrepublik steckt fast noch in den Kinderschuhen. Vieles an geschichtlicher ...

Weg zur Selbstfindung

Ada von Christian Berkel

Ada ist ein Roman der dem Leser viel Zeit- und Familiengeschichte näher bringt.
Die Bundesrepublik steckt fast noch in den Kinderschuhen. Vieles an geschichtlicher Bedeutung wird bald geschehen oder findet bereits statt.
Ada führt uns Leser durch diesen Roman. Sie wurde 1945 in Leipzig geboren. Se verbringt die erste Zeit nach ihrer Geburt in Argentinien und kehrt erst mit 9 Jahren zurück. Für Ada ist dies schwer, da sie niemanden kennt, alle politischen Ereignisse für sie gar nicht verständlich. Noch dazu die Sprachbarriere. Das einzig positive an der ganzen Wiederkehr scheint die Vereinigung mit dem Vater zu sein. Ada, ihre Mutter, und ihr Vater Otto ziehen in eine gemeinsame Wohnung und werden eine Familie.
Wichtig fürs Verständnis ist noch, dass Ada jüdische Wurzeln hat.
Der Roman befasst sich mit Adas Weg sich selbst und ihren Platz zu finden. Ein interessanter Blickwinkel auf ein Leben eines Menschen, vor dem Hintergrund der Mauer usw.
Mir hat der Roman gut gefallen, spiegelt er doch auch einen großen Teil deutscher Geschichte wider. Leider möchte man sich nicht an alles erinnern, dennoch ist es gut, sich alles mal wieder vor Augen zu führen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.10.2020

Unterwegs zu den Sternen

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
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Unterwegs zu den Sternen

Die Menschheit circa 300 Jahren. Der Überlichtantrieb ist entdeckt, nicht nur unser Sonnensystem, auch weit entfernte Planeten sind erreichbar und werden besiedelt. Damit dies ...

Unterwegs zu den Sternen

Die Menschheit circa 300 Jahren. Der Überlichtantrieb ist entdeckt, nicht nur unser Sonnensystem, auch weit entfernte Planeten sind erreichbar und werden besiedelt. Damit dies nicht mit großen Gefahren verbunden ist werden potentiell geeignete Planeten von speziellen Forscherteams untersucht.
Kira ist als Xenobiologin mit an Bord einer dieser Touren. Zum Ende des Auftrages soll sie noch eine ungewöhnliche Sache überprüfen. Und damit nimmt ihr Schicksal einen anderen Lauf. Sie kommt in Kontakt mit einem Außerirdischen Artefakt und verändert sich.
Doch damit nicht genug, plötzlich kommen Außerirdische ins Spiel.

Infinitum, das neue Werk von Christopher Paolini, behandelt ein anderes Thema als Eragon. Keine Fantasy der gehobenen Klasse, nein. Es ist wirklich gute Sci Fi.
Mit gut 900 Seiten ist es doch sehr umfangreich, doch einem Liebhaber des Genre sollte das nicht abschrecken.
Persönlich fehlen mir zwar ein paar Dinge, nur tut dies nichts zur Sache das es mir Spaß bereitet hat das Buch zu lesen.
Gut ausgearbeitete Charaktere, kaum Längen und man merkt, dass dem Autor das Schreiben und recherchieren wichtig ist.
Nach den Büchern über Eragon ein neues, gelungenes Werk von Christopher Paolini. Der 1983 geborene Autor lebt in den USA und sagt das er im Wechsel Fantasy und Sci Fi liest. Für ihn sind die Genres wie Geschwister. Mit Infinitum beweist er das er beide als Autor beherrscht.
Von mir gibt es eine absolute Empfehlung für die Liebhaber der Genre.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.10.2020

Regt zum nachdenken an

How To Be an Antiracist
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How to be an antiracist von Ibram X. Kendi

Regt zum nachdenken an

Kendi ist Historiker und Professor an der Boston University, und er behauptet von sich, selbst ein Rassist gewesen zu sein. Eine mutige ...

How to be an antiracist von Ibram X. Kendi

Regt zum nachdenken an

Kendi ist Historiker und Professor an der Boston University, und er behauptet von sich, selbst ein Rassist gewesen zu sein. Eine mutige Aussage und wenn man das Buch gelesen hat, auch nachvollziehbar. So erklärt er nämlich darin, dass auch Schwarze rassistisch gegenüber Schwarzen sein können. Und zwar liegt da der Geburtsort zugrunde. Ein in Amerika geborener Farbiger kann dementsprechend rassistisch gegenüber dem aus Afrika stammenden sein und umgekehrt.
Er erklärt aber in seinem Roman ebenso, dass jeder sich von diesen Vorurteilen lösen kann, und das Rassismus sich aufhäuft andere Dinge als die Hautfarbe beziehen kann.
Alles schlüssig argumentiert und eindringlich beschrieben, regt das Buch auf jeden Fall zum nachdenken an, vor allem jetzt, da durch den schlimmen Vorfall um George Floyd einiges im Umbruch ist.
So löblich und wichtig diese Botschaft auch ist, stieß mir des Öfteren der Ton ein wenig auf, der dem Leser in meinen Augen bewusst ein Schuldbewusstsein einimpfen möchte. Ich sehe mich nicht als Rassist, und möchte es mir auch nicht suggerier lassen, doch schuldig zu sein in diesem Punkt.
Alles in allem ist das Buch wirklich mutig, zeitgemäß und bringt viele politische Debatten mit ein. Das Thema Polizei findet ebenso Platz, und auch die eigene Geschichte des Autors fließt mit ein. Es ist ein Werk, wie ich es in der Form bisher noch nicht gelesen habe, und was ich trotz der genannten Kritikpunkte auch nicht bereut habe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.09.2020

Tolles Krimiflair

Mord in Highgate
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Tolles Krimiflair

Mord in Highgate von Anthony Horowitz

Daniel Hawthorne ermittelt

Der Clou des Romans ist und bleibt die Tatsache, dass der Autor die Rolle eines Hauptcharakters selbst verkörpert. ...

Tolles Krimiflair

Mord in Highgate von Anthony Horowitz

Daniel Hawthorne ermittelt

Der Clou des Romans ist und bleibt die Tatsache, dass der Autor die Rolle eines Hauptcharakters selbst verkörpert. Mehr als ein Schmunzler ist dieser Situation geschuldet. Doch das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf dem Kriminalfall, der sehr spannend konzipiert ist.

Ein wenig fühlt man sich in das Flair versetzt, wenn Agathe Christie damals in den aristokratischen Kreisen ermittelte. Natürlich sind wir hier im Buch nicht in dieser Zeit, aber die Art der Spannung die aufgebaut wird, erinnert mich stark an das Gefühl, welches ich beim lesen damals hatte.
Das Grundkonzeption, jemand wird offensichtlich verdächtigt, es stellt sich heraus, dass es jemand anders sein könnte, und schon rückt der nächste in den Fokus ähneln auch dem alten Konzept, das zeitlos gefühlt immer wieder funktioniert und die Leser immer aufs neue raten lässt, wer denn nun der Täter ist.
Das Ende, die Auflösung ließ sich dann zwar schon erahnen, es wurde kein Überraschungskandidat aus dem Ärmel geschüttelt, aber das war nicht weiter tragisch. Ich habe mich auf dem Weg bis zur Klärung des Falls köstlich amüsiert und bin dem Autor mehr als einmal auf den Leim gegangen.
So sollen Krimis sein, daher uneingeschränkte Leseempfehlung von mir für " Mord in Highgate"!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.09.2020

Eine Reise durch Raum u d Zeit

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Eine Reise durch Raum und Zeit

Vortexe, eine nicht zu beschreibende Energie auf der Erde. Entstanden im Jahr 2020 nach der großen Vermengung.
Gut 80 Jahre später spielt die Handlung des Buches
Elaine ...

Eine Reise durch Raum und Zeit

Vortexe, eine nicht zu beschreibende Energie auf der Erde. Entstanden im Jahr 2020 nach der großen Vermengung.
Gut 80 Jahre später spielt die Handlung des Buches
Elaine ist eine angehende Vortexläuferin. Nach der großen Vermengung haben die Menschen gelernt sich in den Vortexen durch den Raum zu bewegen. Ziel ist es dabei die Vermengten zu fangen.
Dies sind Menschen die während der Vermengung mit den Elementen verbunden wurden. Erde, Luft, Wasser und Feuer wurden Teil von ihnen.
Es gab lange Kriege zwischen den beiden Parteien bis das Kuratorium es schaffte sich zu behaupten.
Elaine ist Teil davon. Sie ist einer der besten Läufer und wird Teil eines Plans alles rückgängig zu machen. Doch sie lernt Bale kennen und erkennt das nicht alles so gut ist wie es aussieht.

Mit Vortex, der Tag an dem die Welt zerriss, hat Anna Benning ihren ersten Roman veröffentlicht. In einem leichten und spielerischen Stil schreibt sie über eine Zukunft die sein könnte und das ist ihr gut gelungen. Ohne das es langatmig wird folgt man ihren Charakteren durch Zeit und Raum und es ist nicht einfach nur ein Gedanke der geschrieben worden ist.
Es ist eine eigene interessante Welt.
Die Geschichte ist als Trilogie konzipiert und wer sci fi mag kann sich daran erfreuen.
Ich werde den 2 Band lesen und gehe nicht davon aus enttäuscht zu werden

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