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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.01.2020

Ein Roman, der auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient hat!

Schneeflocken in Afrika
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Auf der Suche nach Romanen über Tansania bin ich auf "Schneeflocken in Afrika" gestoßen. Schon mein erster Blick auf das Cover sowohl die kurze Einleitung auf dem Buchumschlag ließen mich nicht mehr los.

Zum ...

Auf der Suche nach Romanen über Tansania bin ich auf "Schneeflocken in Afrika" gestoßen. Schon mein erster Blick auf das Cover sowohl die kurze Einleitung auf dem Buchumschlag ließen mich nicht mehr los.

Zum InhaltDie bisher wenig erfolgreiche Reporterin Maya Solís bekommt den Auftrag, über die Sonnenbrillenspende eines amerikanischen Unternehmens an ein Kinderheim in Tansania zu berichten. Ohne Vorahnung was sie zu erwarten hat, tritt die junge Frau die Reise an.  
Doch das vermeintliche Kinderheim stellt sich nach Ankunft schon bald als Schutzhaus für junge Menschen mit Albinismus heraus. In vielen afrikanischen Ländern werden Albinos nämlich verfolgt, mit dem grausamen Ziel der Verstümmelung. Es existiert der Aberglaube, dass die weißen Körperteile dem Käufer Glück und Gesundheit bescheren würden.Bei ihrem Aufenthalt kommt Maya besonders der Fall eines verschwundenen Jungen zu Ohren. Die Reporterin spürt, wie ihr nicht nur die Kinder ans Herz gewachsen sind, sondern sie immer weiter in einen Kampf rückt: den Kampf gegen den uralten, leidbringenden Aberglauben.  
Meine Meinung"Schneeflocken in Afrika" ist ein Roman, der sich vor allem durch zwei Aspekte auszeichnet. Als Einstieg in die Handlung wird die Dienstreise einer Reporterin nach Tansania gewählt. Ab der Ankunft in dem afrikanischen Land übernimmt der Roman jedoch immer mehr eine informierende Rolle, ohne dabei belehrend zu wirken. Die Autorin erzählt somit nicht nur eine spannende Geschichte über eine fremde Kultur, sondern leistet mit "Schneeflocken in Afrika" selbst ein Stück Aufklärungsarbeit. Ich persönlich hatte vor dem Lesen noch nie etwas über diese grausame Verfolgung von Menschen mit Albinismus gehört. Das Buch regte mich jedoch stark dazu an, weiter über die Problematik zu recherchieren und selbst darüber nachzudenken, auf welche Art und Weise Aufklärung auch ich zu Aufklärung beitragen könnte.  

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2020

Außergewöhnliche Umsetzung eines aktuellen Themas

Alles außer fern
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Die junge Frau Ksensia Konrad gibt als für MigrantInnen sehr einfühlsamen und kreativen Deutschunterricht. Denn da sie selbst einmal in der Rolle der Deutschlernenden war, kennt sie die Tücken der Sprache ...

Die junge Frau Ksensia Konrad gibt als für MigrantInnen sehr einfühlsamen und kreativen Deutschunterricht. Denn da sie selbst einmal in der Rolle der Deutschlernenden war, kennt sie die Tücken der Sprache nur zu gut. Doch sie weiß auch genau, wie sie das Maximum aus dem Sprachpotential jedes einzelnen ihrer Schüler herausholen kann. 
Somit besteht dieses autobiographisch angehauchte Buch aus zahlreichen Kurzepisoden aus Ksenias Unterricht, die uns auf humorvolle Art und Weise aufzeigen, was genau unsere Sprache für andere Menschen so äußert kompliziert und schwer begreiflich macht. 

Insgesamt möchte ich nochmal hervorheben, dass "Alles außer fern" eine ganz andere, aber trotzdem sehr interessante Seite von Migration beleuchtet, als ich es in anderen Büchern über diese Thematik gelesen habe. 
Ein Buch, welches informativ und unterhaltsam ist, und ich daher sehr gerne an Leser jedes Alters weiterempfehle!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2020

Unvorhersehbar bis zum bitteren Ende

ATME!
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Kurzer Einblick in die Handlung des Thrillers: 

Nile hat endlich ihre große Liebe gefunden: Ben. Doch als dieser beim Anprobieren eines Kleides plötzlich spurlos verschwunden ist, beginnen für die junge ...

Kurzer Einblick in die Handlung des Thrillers: 

Nile hat endlich ihre große Liebe gefunden: Ben. Doch als dieser beim Anprobieren eines Kleides plötzlich spurlos verschwunden ist, beginnen für die junge Frau schwierige Tage voller Verzweiflung, Hoffnung und alter Bekanntschaften. Auch Bens Ex-Frau Flo beginnt sich an der Suche zu beteiligen. Doch für uns Leser bleibt stets die gleiche Frage im Raum wie auch für die Protagonistin Nile: Wem können wir wirklich vertrauen? 

Eigene Meinung zum Buch: 
Besonders positiv finde ich den sehr prägnanten Schreibstil, der zumeist von recht kurzen Sätzen geprägt ist. Dieser schafft einen sehr flüssigen Lesefluss und ließ mich nur so von Kapitel zu Kapitel fliegen. 
Ein wichtiger Bestandteil des Buches ist die Thematik "Vertrauen". Passend dazu wurde mir als Leserin mit der Zeit immer unklarer, welcher Figur wirklich noch Glauben zu schenken ist. Dies spricht natürlich einerseits für einen guten und spannenden Thriller, andererseits fehlte mir irgendwann die Möglichkeit zu Identifikation mit einer der Figuren. Jede der Figuren ließ mir früher oder später einen Schauer über den Rücken jagen. Selbst die anfangs recht sympathische Protagonistin Nile verunsicherte mich mit den tiefen Einblicken in ihre Gedankenwelt immer mehr.
Des Weiteren war mir der Handlungsausgang bis zum Schluss des Buches unklar, sodass ich oft über die Lösung am Rätseln war und es bis zur letzten Seite unglaublich spannend blieb. 
Über den letztendlichen Ausgang lässt sich meiner Meinung nach streiten: 
Natürlich möchte ich an dieser Stelle auf keinen Fall zu viel verraten, ich muss jedoch zugeben, die letzten 30 Seiten noch ein zweites Mal gelesen zu haben, da ich beim ersten Mal etwas irritiert war. 

Alles in allem empfehle ich diesen wirklich spannenden Thriller, mit dem es sich wunderbar unter der Bettdecke verstecken lässt, gerne weiter!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere