Profilbild von Schnuppe

Schnuppe

Lesejury Star
offline

Schnuppe ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Schnuppe über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.03.2024

für Erfolg im Garten

Einfach mehr ernten
0

Naturnahes gärtnern liegt im Trend, die Gründe dafür sind vielfältig: genau zu wissen, was auf den Teller kommt, Geld sparen, bei der Gartenarbeit entspannen, Vorratshaltung sind nur einige davon. Natürlich ...

Naturnahes gärtnern liegt im Trend, die Gründe dafür sind vielfältig: genau zu wissen, was auf den Teller kommt, Geld sparen, bei der Gartenarbeit entspannen, Vorratshaltung sind nur einige davon. Natürlich bedeutet das schlussendlich Arbeit, aber hier werden Methoden aufgezeigt, die Aufwand und Zeit minimieren.Der Autor erklärt in diesem Buch wie man einfach aber effektiv eine gesunde unbelastete Ernte aus dem eignen Garten einfahren kann.

Das Buch ist in übersichtliche Kapitel mit Unterthemen eingeteilt. Es beginnt mit guter Planung, neben dem Zeitfaktor wird auch der finanzielle Aufwand thematisiert. In einem weiteren Kapitel geht es um die Planung des Gartens an sich: Beete, Hochbeete, Fruchtfolgen, Mischkulturen sind hier einige der erläuterten Punkte. Danach geht es um das Bewässern des Gartens, verschieden Möglichkeiten werden vorgestellt. Danach geht es weiter mit Anzuchttips, Bodenkunde und Düngen, bevor der Autor seine eigenen Erfahrungen und gute Tipps preisgibt, von denen mir einige neu waren. Tomatenhaken kannte ich bisher z.B. noch nicht und auch auf die Idee Möhrensaat in einer Glasschale ankeimen zu lassen, bin ich vorher nicht gekommen. Gefahren für die Ernte, sei es über das Wetter, Tiere, Krankheiten werden besprochen. 23 Top Gemüsesorten werden kurz und kackig vorgestellt, bevor es zu dem Thema Ernte kommt. Kräuter, Obst, und Blumen runden das Buch in einem letzten Kapitel ab. Ein ausführliches Register mit Bezugsquellen für Saatgut, Ausstattung und Bücher schließen das Buch gelungen ab.

Mir gefällt der angenehme Erzählstil, in dem das Wissen hier vermittelt wird. Nicht jeder soll alles nachmachen, sondern das heraussuchen, was zu ihm passt. Es wird gut beschrieben wie man mit wenig Land, Geld und Zeit ein Maximum aus dem Einsatz herauswirtschaften kann. Denn das Hobby soll nicht nur Spaß machen, sondern auch Ernteerträge bringen. Experimentierfreudigkeit, Kreativität und der Blick über den eigenen Gartenzaun sollten neben der Planung immer im Spiel bleiben.

Das Buch ist ausreichende mit Bildern versehen, die den Text und das Verständnis unterstützen. Die Fotos sind nicht übermäßig professionell und "gelackt" sondern in einem Nutzgarten entstanden, mir gefällt das sehr gut. Es macht Spaß durch das Buch zu stöbern und immer Neues zu entdecken.

Ein tolles Buch für Einsteiger, aber auch fortgeschrittene Gärtner können hier noch einiges lernen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 19.03.2024

Zeitreise mal anders

Cato und die Dinge, die niemand sieht
0

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, ich hatte nicht mit einer so besonderen und schönen Geschichte gerechnet.
Das Mädchen Cato wächst ohne Mutter auf, diese ist bei der Geburt verstorben. Der Vater ...

Dieses Buch hat mich wirklich überrascht, ich hatte nicht mit einer so besonderen und schönen Geschichte gerechnet.
Das Mädchen Cato wächst ohne Mutter auf, diese ist bei der Geburt verstorben. Der Vater hat den Tod der Ehefrau bisher nicht verarbeitet und so ist Cato häufig sich selbst überlassen. Sie ist ein bisschen schräg und sich dessen auch bewußt. An dem Verlust der Mutter trägt sie ähnlich wie der Vater schwer. Eines Tages ergeben sich für sie ganz neue Möglichkeiten, sie lernt Frau Kano kennen. Bei ihr gibt es Filme, "die nirgends laufen, die du aber schon immer sehen wolltest". Cato gibt der Hoffnung, die sie hier findet, nach und begibt sich auf eine ganz besondere Reise.
Der Autor erzählt in einer eingängigen Sprache eine besondere und berührende Geschichte, die mich durchgehend gefesselt hat. Die Figuren sind allesamt sehr gut ausgestaltet. Die zu verfolgende Entwicklung der Hauptfiguren ist glaubhaft. Die Mischung der mysteriösen Ereignisse und der Entwicklung der Familie, die einen tragischen Verlust verarbeiten muss, ist hier gut gelungen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2024

Rückblicke

Mühlensommer
0

Maria ist alleinerziehende Mutter von zwei Teenager-Mädchen und erfolgreich in der Werbebranche. Eine Frau, die im Leben steht und dies meistert, auch wenn das mitunter ziemlich stressig ist. Sie freut ...

Maria ist alleinerziehende Mutter von zwei Teenager-Mädchen und erfolgreich in der Werbebranche. Eine Frau, die im Leben steht und dies meistert, auch wenn das mitunter ziemlich stressig ist. Sie freut sich auf den Ausflug mit ihren Mädchen und einer befreundeten Familie mit kleinen Kindern. Gerade an der Berghütte angekommen erreicht sie der Notruf der Mutter: der Vater hatte einen Unfall. Maria muss zur Unterstützung zurück auf den elterlichen Einödhof.
Martina Bogdahn erzählt in einem leichten angenehmen Tonfall. Die Geschichte ist gespickt mit vielen Rückblicken in Marias Kindheit. Jeder Schritt und jede Tätigkeit scheint eine Erinnerung wachzurufen. Die Kindheit von Bauernkindern war hart und arbeitsreich, es gibt aber auch viele schöne Anekdoten. Die Verbundenheit mit dem Bruder und der Familie ist Maria abhanden gekommen, das Verhältnis ist in eine Sprachlosigkeit abgerutscht. Nun gibt es Gelegenheit Dinge wieder zu Tage zu fördern und anzusprechen. Ob und wie dies gelingt, kann jeder für sich hier nachlesen. Es gibt eine anschauliche Gegenüberstellung von Großstadt- und Landleben, die gelegentlich in Klischees abdriftet.
Eine unterhaltsame Geschichte über die Selbstbesinnung einer Frau, die jedoch einige Stränge am Ende offen lässt. Einige Episoden fand ich unnötig und hätte statt dessen mehr über die Maria von heute erfahren, über ihr aktuelles Leben und ihre eigene kleine Familie. Die Autorin hat einen anderen Schwerpunkt gesetzt. Das Buch lässt sich leicht lesen und ist unterhaltsam. 3.5 Sterne, die ich aufrunde, wo es nötig ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2024

super Anleitung

Hoopers Agility
0

Hoopers ist eine neue Trendsportart für Hund-Mensch-Teams. Eigentlich sind wir Agility-Fans, aber aufgrund der Größe unseres neuen Hundes hatten wir Sorge um seine Gelenke und haben uns daher zum Hoopers ...

Hoopers ist eine neue Trendsportart für Hund-Mensch-Teams. Eigentlich sind wir Agility-Fans, aber aufgrund der Größe unseres neuen Hundes hatten wir Sorge um seine Gelenke und haben uns daher zum Hoopers umorientiert.

Beim Hoopers wird der Hund durch einen Parcours geführt, in dem sich unterschiedliche Geräte befinden, die er durchlaufen oder umrunden muss: Loops (kleine Tore), Tunnel, Tore, Tonnen. Der Mensch läuft jedoch nicht mit, sondern verbleibt in einem kleinen Führbereich, von dem er den Hund dirigiert. Der ausführende Mensch muss also nicht besonders sportlich sein, Handicaps oder auch Rollstühle sind hier kein Problem. Von Nöten ist eine gute Körpersprache, um den Hund aus der Distanz genau führen zu können. Zur Führung können Hör- und Sichtzeichen angewendet werden. Während der Hund diverse Meter im Parcours zurücklegt, bleibt sein Mensch also auf der Stelle und vollführt allenfalls mal eine angedeutete Drehung. Ein genaues Achten aufeinander und gutes Timing sind unerlässlich und vertiefen die Bindung im Team. Immer neue Anordnungen im Parcours sorgen für Abwechslung und Spaß.

Das Buch ist super für Einsteiger geeignet, alles wird sehr verständlich und nachvollziehbar von Anfang an erklärt. Auch Fortgeschrittene kommen hier auf ihre Kosten. Viele Bilder, Übungsaufgaben mit hilfreichen Zeichnungen und Parcoursvorschläge runden das Buch ab. Sowohl für den Hund als auch den Menschen gibt es Übungen, die hilfreich sind und zu einem korrekten Lauf führen. Tipps zur Fehleranalyse sind in jedem Kapitel zu finden.

Selten habe ich so ein ansprechendes ausführliches und praktisches Buch rund um die Hundebeschäftigung gelesen. Super.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2024

Was wäre, wenn?

Der Fluss der Erinnerung
0

Kelly Flanagan ist Psychologe, in diesen Debütroman lässt er viel Fachwissen aus seiner Arbeit einfließen. Dieses Wissen ist aber gut in die Handlung eingeflochten, so dass man nie das Gefühl hat ein Sachbuch ...

Kelly Flanagan ist Psychologe, in diesen Debütroman lässt er viel Fachwissen aus seiner Arbeit einfließen. Dieses Wissen ist aber gut in die Handlung eingeflochten, so dass man nie das Gefühl hat ein Sachbuch zu lesen oder belehrt zu werden. Der Erzählstil ist trotz teils ernster Themen leicht und führt gut durch den Roman. Ich brauchte ein wenig um in das Buch zu kommen, aber der Schreibstil hat mich zunehmen gefangen genommen.

Wir lernen Elijah Campbell kennen, der gerade mit einer Schreibblockade kämpft. Albträume und Panikattacken plagen ihn. Seine Frau ist mit der Tochter zu ihren Eltern gezogen, der Verlust trifft ihn schwer.

"Wer hat schon Zeit , seinem Schmerz zuzuhören, wenn er gleichzeitig seinen Träumen nachjagt?"

Mit Hilfe eines Therapeuten versucht Elijah seine Probleme aufzuarbeiten. Man erfährt, was in seiner Kindheit und der Ehe geschah, was zu seinem Verhalten geführt hat. Der Versuch Kindheitserfahrungen aufzubrechen und aufzuarbeiten gelingt hier, soviel kann man - aufgrund des Klappentextes - ohne Spoilern verraten. Einiges ist allerdings heftig und ich hätte eine Triggerwarnung wegen der suizidalen Gedanken für angebracht gehalten. Zumindest gibt es am Ende des Buches Kontaktangaben für seelisch kranke Menschen bzw mögliche Anlaufstellen für Menschen, die glauben an psychischen Erkrankungen zu leiden.

Der Protagonist begibt sich zurück an Orte der Kindheit und führt imaginäre Gespräche mit für ihn wichtigen Personen. Die Wirkungen seiner Handlungen und der Gespräche werden gut geschildert. Mir war diese Methode bisher völlig fremd. Die Auseinandersetzung und Versöhnung mit der eigenen Vergangenheit, aber auch das Annehmen können von Hilfe wirken realistisch. Das Elijah zunehmend wieder auf Gott vertraut und sich auf seine Hilfe und Gnade einlässt, ist authentisch in die Handlung eingeflochten. Dieser Aspekt gefiel mir.

Die Geschichte wirkt glaubhaft und hat mich nachdenklich zurückgelassen. Zwangsläufig fragt man sich auch: was wäre, wenn? Das eine oder andere Gespräch mit Menschen aus meiner Vergangenheit würde ich aus heutiger Sicht auch gerne nochmal führen. Das Verständnis für Menschen mit seelischen Problemen steigt durch diese Lektüre, ob man das Buch als Betroffener lesen sollte, kann ich nicht beurteilen, stelle es mir aber schwierig vor.

Lesenswert!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere