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Veröffentlicht am 24.02.2021

Steinroller, Weichhaar und Otterfang ermitteln

Steinroller. Der Steinzeit-Kommissar
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Gut eingelesenes Hörbuch mit ungewöhnlichem Setting und witzigen Charakteren. Viele Klischees werden verarbeitet, neben Malern, Erfindern, Modedesignern und Kommissaren gibt es auch die üblichen schlimmen ...

Gut eingelesenes Hörbuch mit ungewöhnlichem Setting und witzigen Charakteren. Viele Klischees werden verarbeitet, neben Malern, Erfindern, Modedesignern und Kommissaren gibt es auch die üblichen schlimmen Typen, sei es als Mörder oder Clanoberhaupt, das sich über Regeln hinwegsetzt. Der erste Kriminalfall in der Weltgeschichte wird nach einigem Hinrunde her natürlich aufgeklärt. Hier steht eher die lustige Unterhaltung im Vordergrund, nicht so sehr der Kriminalfall. Das Hörbuch lebt unter anderem von Boris Aljinovics toller Vortragsweise.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2021

von Menschen und Affen

Sprich mit mir
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Ein Experiment mit fatalen Folgen: Der Schimpanse Sam wächst bei der Familie eines Professors wie ein Kind auf. Er kann sich mit Gebärdensprache kommunizieren und wird dort wie ein Mensch behandelt. Eine ...

Ein Experiment mit fatalen Folgen: Der Schimpanse Sam wächst bei der Familie eines Professors wie ein Kind auf. Er kann sich mit Gebärdensprache kommunizieren und wird dort wie ein Mensch behandelt. Eine junge Studentin sieht den Affen in einer Fernsehsendung und ist fasziniert. Sie hat Glück und darf mit ihm arbeiten.
T.C. Boyle schreibt in seinem neusten Werk über einen Professor, der ein Experiment beginnt, weil er an das Menschliche im Tier glaubt. Er möchte herausfinden, wie ähnlich uns die Tiere sind.
Die Geschichte geht nicht gut aus, - in meinen Augen zu Recht, denn das Vorhaben ist verwerflich und so kommt es zu einem bitterbösen Ende, aber der eigentlich Leidtragende konnte von Beginn an keine Wahl treffen.
Der Autor hat hier ein wichtiges Thema aufgegriffen. Die Umsetzung hat mich leider nicht begeistern können, der Plot war mir zu ungenau angelegt, Gegebenheiten erschienen nicht glaubhaft und der Zufall musste auch ab und an bemüht werden, teilweise gab es Längen.
Von einem namhaften Autor hatte ich mehr erwartet. Mir blieb das Ganze zu diffus und auch die Sprache konnte mich nicht begeistern.
Die 2,5 Sterne vergebe ich für das schöne Cover und die gute Idee.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.02.2021

Fredenbüll in Hamburg

Mörder mögen keine Matjes. Ein Küstenkrimi
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Tatje und Lasse finden eine Leiche in einem gestrandeten Container. Thies wittert gleich wieder Großes. Da der Container aus Hamburg kommt, muss das Verbrechen auch dort begangen worden sein. Thies ist ...

Tatje und Lasse finden eine Leiche in einem gestrandeten Container. Thies wittert gleich wieder Großes. Da der Container aus Hamburg kommt, muss das Verbrechen auch dort begangen worden sein. Thies ist froh, schließlich hat sich Nicole dorthin versetzen lassen. Sie wohnt dort mit ihrer neuen Liebe, dem Tischler Andrew. Thies macht sich auf in die große Stadt, um gemeinsam mit ihr zu ermitteln. Die Belegschaft der Hidde Kist folgt alsbald, um einen Krankenbesuch und ein Musical zu besuchen. Außerdem möchte Antje in den Imbissen Hamburgs die neusten Trends erspüren. Auch diesmal werden wieder einige Klischee verballhornt. Es gibt den altehrwürdigen Konsul mit Butler und Gangstern fürs Grobe, den Detektiv mit Ethos, den Dealer und die Junkies und natürlich viele Imbissbuden. Nebenbei tummelt sich eine Affenfamilie durchs Geschehen, Susie wird angeschossen, Thies Nase aufgeschlitzt und Tote hängen im Restaurant vom Haken oder sitzen in der Geisterbahn. Der Autor liest seine Geschichte gekonnt selber vor und unterstreicht die Eigenheiten der einzelnen Charaktere gut. Thies und Nicole haben einen Wiedererkennungswert hinsichtlich ihrer Lieblings-Aussagen und Tonlagen. Die Beiden tummeln sich mit dem Fall und den privaten Problemen durch das Stück. Gewohnt leicht und lustig zu hören.

Veröffentlicht am 20.02.2021

Mafia in Fredenbüll

Pannfisch für den Paten. Ein Küstenkrimi
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In Fredenbüll soll ein Windpark entstehen, dies würde das Aussterben der seltenen Froschart im Deichland mit sich bringen. Der Ort spaltet sich in zwei Fronten, Thies bekommt den Kuhblick, wenn er an die ...

In Fredenbüll soll ein Windpark entstehen, dies würde das Aussterben der seltenen Froschart im Deichland mit sich bringen. Der Ort spaltet sich in zwei Fronten, Thies bekommt den Kuhblick, wenn er an die Ausschreitungen denkt, zu denen es kommen könnte. Aber bis es soweit ist, gibt es ein Wiedersehen mit allen bereits lieb gewordenen Einwohnern von Fredenbüll. Als eine schlecht einbetonierte Leiche bei der Baustelle zu einem Windrad gefunden wird, zieht Thies sofort erste Schlüsse: Die Mafia ist vor Ort! Schließlich ist da eine neue Familie im Haus des Professors untergekommen, da stehen immer Autos mit Wiesbadener Kennzeichen vor, BKA und Zeugenschutz sind naheliegende Vermutungen. Der Neue im Ort ist ein New Yorker mit italienischen Wurzeln, der bald allen Frauen im Ort den Kopf verdreht. Diesmal gibt es besonders viele Verwicklungen und Anekdoten. Sehr schöne lustige Unterhaltung vom Autor selber eingelesen, der es schafft alle Figuren mit dem gewissen Etwas auszustatten.

Veröffentlicht am 20.02.2021

Familienrealität

Der Vorname
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Das Stück geht auf das französische Theaterstück „Der Vorname“ zurück, es wurde von Sönke Wortmann für einen deutschen Kinofilm adaptiert. Dies ist ihm gut gelungen, es ist ein herrlicher Klamauk, der ...

Das Stück geht auf das französische Theaterstück „Der Vorname“ zurück, es wurde von Sönke Wortmann für einen deutschen Kinofilm adaptiert. Dies ist ihm gut gelungen, es ist ein herrlicher Klamauk, der hier die Grundlage für das Filmhörspiel liefert. Abgehandelt wird hauptsächlich ein gemeinsames Familienessen, bei dem vieles zu Tage tritt, was eigentlich im Verborgenen bleiben sollte. Über die Diskussion welchen Vornamen das noch ungeborene Kind von Thomas tragen soll entspinnt sich ein Streitgespräch. Schnell geht es nicht mehr nur um den untragbaren Vornamen Adolf, sondern auch um Rangeleien und Befindlichkeiten untereinander, um Verletzungen, die mehr oder weniger ins Gewicht gefallen sind und nun doch nochmal aufgekocht werden. Lange aufgestautes bricht den Damm und in dem aufgekommenen Sturm ist man bereit härter zuzutreten als unter anderen Umständen. Der Alkohol tut sein übriges die Zungen zu lösen und so jagen die Spitzfindigkeiten und Pointen einander. Als Außenstehender kann man herrlich lachen und beobachten wie die Parteien sich abwechselnd beistehen und bekriegen, was wer unternimmt um das Thema zu wechseln, um aus der Schusslinie zu gelangen. Christoph Maria Herbst und Caroline Peters als intellektuelles Ehepaar, Justus von Dohnányi als Ziehbruder und bester Freund, Florian David Fitz und Janina Uhse als werdende Eltern liefern ein Feuerwerk ab, bei dem man wirklich kurzweilig und lustig unterhalten wird. Wir haben das Hörspiel spontan zur Überbrückung eines Staus heruntergeladen und hatten als Familie viel Spaß damit. An das französische Original (Theaterstück) reicht es für mich nicht ganz heran, aber das ist auch eine andere Kategorie und war vermutlich nicht Intention der Macher. Wir werden es bestimmt nochmal hören.