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Veröffentlicht am 02.04.2021

Ein zauberhafter, lehrreicher Begleiter

Komm, ich erzähl dir eine Geschichte
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Der Autor, Jorge Bucay, ist ein angesehener Psychotherapeut, der mehrere Bücher verfasst hat. In „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ geht es um einen jungen Mann, der therapeutische Hilfe von Jorge ...

Der Autor, Jorge Bucay, ist ein angesehener Psychotherapeut, der mehrere Bücher verfasst hat. In „Komm, ich erzähl dir eine Geschichte“ geht es um einen jungen Mann, der therapeutische Hilfe von Jorge erhält.

Demian sucht seit Jahren erfolglos Hilfe in der Psychotherapie. Bis ihm, von einer Freundin, „der Dicke“ empfohlen wird. Die Therapie soll bei ihm aber sehr speziell sein.
Der Dicke heißt eigentlich Jorge und arbeitet mit allen möglichen Geschichten, die allesamt eine Botschaft enthalten.

Jedes Kapitel entspricht einer Therapieeinheit in der Demian vom Dicken immer eine lehrreiche Geschichte auf den Weg bekommt. Die Kapitel sind alle samt recht kurz und meiner Meinung nach eignet sich das Buch perfekt für eine kurze Lektüre zwischendurch, verteilt auf viele Tage. Quasi als kleine Impulse. Ich habe mich bspw. dazu entschieden jeden Abend vor dem Einschlafen ein oder auch mal zwei Kapitel zu lesen um dann hinterher darüber nachzudenken.
Ich gebe zu, dass ich die eine oder andere Botschaft noch nicht erfasst habe, aber ich bin mir sicher, dass sich das mit Fortschreiten des Lebens und Sammeln neuer Erfahrungen, ändert. Und dieses Buch wird eines der Bücher sein, die ich mehrmals lese. Ich bin auch überzeugt davon, dass bei wiederholter Lektüre neue Erkenntnisse gewonnen werden, andere kleine Details hervortreten und Passagen an Bedeutung gewinnen, die vorher unwichtig oder nicht relevant waren. Ein Buch das sich anpasst und ändert, so wie das Leben einem steten Wandel unterworfen ist.


Fazit:

In schönes Glanz-Leinen gehüllt, erhält man hier einen zauberhaften, lehrreichen Begleiter für den Alltag, der neue Impulse und Sichtweisen auf die kleinen und größeren Schwierigkeiten des Leben gibt.
Wer gerne nach Erklärungen und Sinn im Leben sucht, wird aus diesem Werk schöpfen können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.03.2021

Genialer Wortwitz trifft aufs Leben

Liebe treibt die schönsten Blüten
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Wer auf der Suche nach einer lockeren, leichten Geschichte für Seele und Herz ist, kann mit diesem Buch nichts falsch machen. Und anders als das Cover erstmal vermuten lässt, bekommt man hier keine rosarote, ...

Wer auf der Suche nach einer lockeren, leichten Geschichte für Seele und Herz ist, kann mit diesem Buch nichts falsch machen. Und anders als das Cover erstmal vermuten lässt, bekommt man hier keine rosarote, weiche Liebesgeschichte aufgetischt, sondern wird mit einer zeitgemäßen und lebensnahen Romantikkomödie beglückt.
„Liebe treibt die schönsten Blüten“ ist mein erstes Buch, welches ich von Valerie Korte gelesen habe und wird nicht das Einzige bleiben. Doch erstmal zum Inhalt:

Svea lebt mit ihrer Freundin Elisabeth in einer WG in Köln und ergänzt sich perfekt mit ihr. Die geradlinige und selbstsichere Elisabeth ist von der Polyamorie überzeugt und sucht ihr Glück in einer offenen Beziehung. Wogegen die harmonieliebende und schüchterne Svea von einer romantischen Partnerschaft träumt. Genauer: von einer Partnerschaft mit Lars.
Den Mann ihrer Träume lernte sie in einem Rückenkurs kennen. So richtig zeigt er aber kein Interesse.
Gemeinsam mit Elisabeth versucht Svea diesem Umstand beizukommen.
Als dann auch noch ihr Vater wegen Krankheit längerfristig ausfällt, muss Svea in seinem Gartenbaubetrieb aushelfen. Um diesen ist es allerdings gar nicht gut gestellt.
Durch einen Wettbewerb, ausgerechnet von Lars ausgeschrieben, winkt finanzielle Sicherheit. Nun scheint sich alles fügen.


Mit einem sehr lebendigen und bildlichen Schreibstil wird der Leser durch Sveas Alltag geführt.
Wie mitten aus dem Leben gegriffen, schafft es Valerie Korte die Figuren und Szenen sehr authentisch zu gestalten und dabei auch noch wichtige Themen unserer Zeit aufzugreifen. Wie bspw. Umweltschutz, Toleranz im Miteinander, Bodyshaming oder auch Umgang mit übergriffigen Verhalten ggü. Frauen. Dies klingt erstmal gar nicht nach locker und fröhlich. Aber Valerie Korte gelingt genau das, mit originellen Wortwitz und ihrer angenehm anschaulichen Schreibweise schafft sie eine Kombination aus Humor und Ernsthaftigkeit, die ein behagliches Gefühl von Leichtigkeit hinterlässt und dennoch zum Nachdenken anregt.

Die Figuren sind allesamt sehr trefflich gestaltet. Durch die Ich-Perspektive, lernt man Svea am intensivsten kennen, weiß was sie denkt, fühlt und erlebt. Aber auch die Nebenfiguren sind herrlich greifbar. Ebenso sind die Schauplätze sehr bildlich beschrieben. So dass man wunderbar in die Geschichte gezogen wird, als wäre man mittendrin.
Klitzekleines Manko sehe ich beim Spannungsbogen, was dem Gesamteindruck aber nicht schadet. Besonders im letzten Drittel überschlugen sich die Ereignisse plötzlich und die Geschehnisse nahmen sehr an Fahrt auf. Das war einerseits natürlich sehr spannend. Erschien mir andererseits etwas zu komprimiert.

Was ich gerne nochmal gesondert hervorheben möchte ist der raffinierte Aufbau der Kapitel. Ich mag die gewählten Ausschnitte aus Brehms Tierleben und den jeweiligen mehr oder weniger versteckten Bezug dazu in der Handlung.
Ebenso finde ich den Humor wirklich köstlich. Es gab viele Stellen zum Schmunzeln und Lachen. Das ist einfach schön. Mit Humor wird vieles leichter.

Fazit:
Genialer Wortwitz trifft aufs Leben.
Ich bewundere die gelungene Kombination aus Humor und Ernsthaftigkeit. Besonders spricht mich die Thematik des Natur- und Insektenschutz an. Aber ich mag auch sehr die greifbare und am Leben orientierte Darstellung der Figuren und Szenen und dass die Liebesgeschichte nicht zu stark dominierte. Ich vergebe gerne fünf Sterne für dieses Buch. Absolut lesenswert!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Humor
  • Cover
Veröffentlicht am 13.03.2021

Von Anfang bis Ende ein tolles Lesevergnügen

Die Blüten der Wüste
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Ein Buch, welches in Di Morrissey Manier die eigentliche Story mit viel Wissenswerten über Australien verknüpft. Wir erfahren viel Interessantes über Opale, die verschiedenen Arten von Opalen, das Schürfen ...

Ein Buch, welches in Di Morrissey Manier die eigentliche Story mit viel Wissenswerten über Australien verknüpft. Wir erfahren viel Interessantes über Opale, die verschiedenen Arten von Opalen, das Schürfen von Opalen und das Leben von den Schürfern.

Ansonsten handelt dieses Buch aber von drei Frauen aus verschiedenen Generationen. Jede einzelne bekommt ihren Raum in der Geschichte.

Den Beginn macht das Leben von Kerry, welche mit Anfang vierzig an einem Wendepunkt in ihrem Leben steht. Um sich klar zu werden wie ihre weiteren Lebensentscheidungen ausfallen werden unternimmt sie eine ereignisreiche Reise, die sie schlussendlich nach Opal Lake führt. Dort begegnet sie der 80 jährigen Shirley und die beiden Frauen schließen sofort Freundschaft.

Nach wiederholten Besuchen in Opal Lake ist die Freundschaft zwischen den Frauen so weit fortgeschritten, dass sich Shirley Kerry anvertraut und über ihr Leben berichtet.
Ab da beginnt, als Retrospektive, ein ausführlicher Teil, der sich um das bewegte und ergreifende Leben von Shirley dreht.

Zum Ende des Buches lernen wir noch die sehr introvertierte Anna kennen, eine junge Frau Anfang zwanzig, welche ebenfalls an einem Wendepunkt in ihrem Leben steht.
Um einen klaren Kopf für eine Entscheidung zu bekommen meldet sie sich, einer spontanen Eingebung folgend, auf eine Jobausschreibung in einer Zeitung.
Dieser Job führt sie ebenfalls nach Opal Lake. Nach einiger Zeit findet auch sie den Weg zu Shirley und freundet sich mit ihr an.

Zum Ende des Buches gibt es noch eine unerwartet dramatische Wendung. Schon davor war das Buch fesselnd, doch ab da war es mir quasi unmöglich es Beiseite zu legen.

Ich habe schon einige Bücher von Di Morrissey gelesen, aber das war das bisher Beste. Der Schreibstil war in einer wunderbaren flüssigen Art. Die Szenen waren so beschrieben, dass ich mir ohne weiteres vorstellen konnte ein Teil davon zu sein. Die wissenswerten Informationen rund um den Opal, wirkten nicht langatmig und störend, sondern waren wunderbar in die Geschichte eingebettet.

Die Freundschaft der Frauen hat mich sehr berührt und ist auch im Prinzip eines der zentralen Themen in diesem Buch. Es geht um die einzelnen Schicksale der Frauen, um ihre Persönlichkeiten und ihre Entwicklung, ihre Lebensgestaltung, um gegenseitige Fürsorge und Unterstützung und auch um ihre Lebensträume.

Fazit:


Di Morrissey hat mit diesem Buch, welches sich um das Leben und die Freundschaft dreier Frauen dreht, ein wirklich gelungenes Werk geschaffen. Wer auf der Suche nach Seelenkost ist, wird in diesem Buch fündig. Es ist von Anfang bis Ende ein tolles Lesevergnügen! Deshalb vergebe ich leichten Herzens fünf Sterne dafür

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.02.2021

Ein angenehmes, kurzweiliges Buch, welches sich lohnt zu lesen

Die Melodie der Traumpfade
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Dieser Roman spielt in Nordwest-Australien, in der Region Kimberley. Hier lebt Jacqui in dem Küstenstädtchen Broome und besitzt und führt einen Buchladen. Während ihr Sohn Jean-Luc in den Sommerferien ...

Dieser Roman spielt in Nordwest-Australien, in der Region Kimberley. Hier lebt Jacqui in dem Küstenstädtchen Broome und besitzt und führt einen Buchladen. Während ihr Sohn Jean-Luc in den Sommerferien zu seinem alljährlichen Besuch da ist, entwickelt sie nicht nur erste zarte Gefühle für den Dokumentarfilmer Damien, sondern es kommen erste Gerüchte auf, dass ein Großkonzern an der schönen Küste einen Erdgasumschlagplatz bauen will um Erdgas zu fördern. Dies möchten Jacqui und ihre Freunde unbedingt verhindern, da es ein besonderes Kulturerbe und eine bemerkenswert intakte Umwelt zu beschützen gibt. Zusammen mit den Gerüchten taucht auch Cameron, ein alter Bekannter aus Kindertagen, wieder auf und verheißt nichts Gutes...

Dieser Roman von Di Morrissey gefällt mir wirklich gut. Nachdem ich das letzte Buch, welches ich von ihr las („Im Licht der Korallenblüte“), als recht anstrengend und langatmig empfunden habe, ist dieses Buch hier schön flüssig zu lesen.

Die Geschichte befasst sich neben dem Leben rund um Jacqui auch mit einem für Australien wichtigen Thema, nämlich die Landrechte der indigenen Bevölkerung und damit auch um ihre Kultur.

Man erfährt interessante Dinge darüber wie die traditionelle Landnutzung aussieht und kommt u.a. mit Begriffen wie Songlines, Traumzeitwesen und Traumzeitland in Berührung.

Was ich auch sehr mag, sind die kleinen Verbindungen zu anderen Romanen, welche die Autorin vor Jahren schrieb. Da wird zum Beispiel die Buschuniviersität und ihr Initiator Ardjani oder auch die Künstlerkolonie in Bungarra, erwähnt. Beides findet man im Buch „Im Licht der roten Erde“, welches auch in der Kimberley spielt und in dem man noch intensiver geschichtliche und kulturelle Hintergünde vermittelt bekommt. Wer sich dafür interessiert, kann hier viel mitnehmen.

Nach diesem Buch hier habe ich auch angefangen ein bisschen zu recherchieren. Zum einem wollte ich wissen ob die Bücher quasi aus einer Reihe sind (sind sie nicht).

In dem Zusammenhang habe ich ein Buch entdeckt mit dem Titel „Die Perlenzüchterin“, das sich komplett um Lily Barton dreht, welche im hier vorliegenden Buch eine Nebenfigur ist.

Und zum anderen wollte ich herausfinden was Fiktion ist und was real. Die Künstlerkolonie in Bungarra bspw. ist Fiktion, aber Künstlerkolonien an sich sind real. Die Kunst der Aborigines ist ein wichtiges Kulturgut in dem Land. Die Regenbogenschlange, ein Traumzeitwesen, ist z.B. auch real.

Das Thema Landnutzungsrechte ist sowas von real. Es kommt immer wieder dazu, dass Kultur und Landschaft leiden sollen für die Gewinnung von Rohstoffen, wogegen dann vorgegangen und protestiert wird. Ich stell mir vor, dass es so ist wie in den „Kimberley-Büchern“ dargestellt.

Es ist sehr viel Unrechtes geschehen ggü. der indigenen Bevölkerung und es geschieht noch immer. Doch zumindest haben sie mittlerweile zum Glück Rechte.
Wenn man einmal anfängt in der Richtung zu recherchieren kann man viele tolle und interessante Informationen entdecken.


Fazit:
Es ist ein angenehmes kurzweiliges Buch, mit der gewohnt bildlichen Sprache der Autorin, bei der man sich wunderbar in die einzelnen Szenen einfühlen kann. Und auch in diesem Buch von Di Morrissey bekommt man, als Zusatz zur Story, interessantes Wissen vermittelt über die einzigartige Landschaft Australiens, die besondere Kultur der Aborigines (beides beschützenswerte Güter) und historische Hintergründe. Tolles Buch, welches sich lohnt zu lesen!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.01.2021

Generationsübergreifendes Familiendrama, mit dem Touch eines Krimis

Das Versteck am Ende der Klippen
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Als Dona MacLeod vom tragischen Tod ihrer Eltern erfährt muss sie zurück an den Ort ihrer Kindheit und Jugend, dem sie vor Jahren den Rücken gekehrt hatte.

Begleitet wird sie dabei von ihrer besten Freundin ...

Als Dona MacLeod vom tragischen Tod ihrer Eltern erfährt muss sie zurück an den Ort ihrer Kindheit und Jugend, dem sie vor Jahren den Rücken gekehrt hatte.

Begleitet wird sie dabei von ihrer besten Freundin und Geschäftspartnerin Amy, mit der sie bis vor kurzem, sehr erfolgreich, ein gemeinsames Restaurant führte.

Zurück in der alten Heimat wird sie von ihrer Vergangenheit, vor der sie geflohen war, eingeholt. So muss sie sich mit ihrem manipulierenden Exverlobten Gordon MacArran auseinandersetzen, als auch mit ihrem Erbe, dem herrschaftlichen Anwesen mit der Wiskybrennerei. In dem Zusammengang lernt sie den Brennmeister Alister Broun kennen, welcher im weiteren Verlauf noch eine wichtige Rolle für Dona einnimmt.

Parallel wird im Buch die Geschichte ihrer in Verruf geratenen Urgroßmutter Mairie erzählt, welche diverse biografische Ähnlichkeiten enthält. Mairie ist, laut Überlieferung, Hals über Kopf mit ihrem Liebhaber verschwunden um sich ein neues Leben aufzubauen und hat Mann und Sohn zurück gelassen.

Im Verlauf des Buches kommt es zu verschiedenen Enthüllungen und Entdeckungen, in der am Schluss das Versteck am Ende der Klippen besonders wichtig wird. Dies führt dazu, dass Dona sich endlich mit ihrer Vergangenheit aussöhnt, über sich selbst hinauswächst und zusammen mit Amy etwas Neues in ihrer alten Heimat aufbaut.


Bei meiner immer währenden Suche nach leichten Romanen für Herz und Seele, wurde mir dieses Buch empfohlen. Schon das Cover mit den schroffen Küstenfelsen und der dazugehörigen Ankündigung einen Schottlandroman in den Händen zu halten ließ mein Interesse wachsen. Und nach dem Lesen des Klappentext wollte ich auch sofort beginnen zu lesen.

Direkt im Prolog wurde es aber erstmal ziemlich düster, was mich verwundert das Buch zuschlagen ließ um nochmal abzuchecken ob Klappentext oder Cover darauf hindeuteten...aber nein, es ist ein Roman.
Natürlich dürfen Romane auch düster sein , doch hier hatte ich anfänglich das Gefühl eher einen Krimi unter die Augen bekommen zu haben.

Doch nach dem Prolog löste sich das recht schnell auf, hinterließ aber genug Fragen, wodurch meine Neugier angefacht war....Was war das für ein Ereignis zu Beginn? Wer steckt dahinter? Wem ist das passiert?

Beim Erreichen des nächsten Kapitels wurde die Sache zumindest schon mal soweit klarer, dass hier zwei Geschichten parallel erzählt werden und diese auch miteinander verwoben sind.

So springt man zeitlich von Kapitel zu Kapitel im Wechsel von 1920-1924 zu 2014-2015 und erlebt damit die ergreifenden Biografien zweier Frauen.

Der Wechsel zwischen den beiden Erzählsträngen hat mir sehr gut gefallen, da dadurch immer wieder die Spannung aufrecht erhalten wurde, so dass ich jedes Mal wissen wollte wie es denn nun mit der jeweils anderen weiter ging.

Ein Punkt möchte ich noch nennen, aber von meiner Warte aus eher wertfrei, da ich es nicht als störend empfand. Während des Lesens, hatte ich trotz der aufgebauten Spannung schon den weiteren Verlauf vor meinem inneren Auge und so geschah es dann auch. Es mag Leser geben, die sowas nicht mögen. Deshalb erwähne ich es an dieser Stelle.

Was mir weniger gut gefiel, war ein Nebenstrang bezüglich Amy am Ende der Geschichte. Er wirkte unausgereift.


Achtung! Spoiler!! Wer diesen vermeiden möchte, sollte erst beim Fazit weiter lesen! Ich gehe nun etwas näher auf diesen Kritikpunkt und somit auf die Szene ein.



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Was mir also weniger gut gefallen hat war die Szene, in der Amy verschwunden war und am Ende heraus kam, dass sie brutal überfallen wurde und im Koma lag.

Dies ist an sich ein so heftiges Ereignis, doch es schien mir hier einfach nur platt und ohne Tiefgang eingeflochten um eine Rechtfertigung zu haben weshalb Amy eine zeitlang von der Bildfläche verschwunden ist. Dazu dann der Verdacht, dass es Donas Exverlobter gewesen sein könnte und dann war es aber irgendein Fremder. Und wer, wo und wieso dieses Verbrechen begangen hat wird lapidar in einem Nebensatz geklärt.

Auch der kurze Besuch im Krankenhaus von Dona erschien mir nicht authentisch. Amy ist grade aus dem Koma erwacht aber das Gespräch war dargestellt als wäre sie sprudelnd lebendig und als wär das Unglück so ne Nebensache, kam kaum zur Sprache....

Nein, das passte so gar nicht zum ansonsten doch recht gut ausgearbeiteten Gesamtinhalt.



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Fazit:

Dieses generationsübergreifende Familiendrama, mit einem Touch eines Krimis ist ein recht spannendes und angenehm zu lesendes Buch. Intrigen, Verbrechen, Herzschmerz, Liebe, Freundschaft und Versöhnung machen das Buch aus.

Einziges Manko ist in meinen Augen ein etwas vernachlässigter Nebenstrang am Ende des Buches.

Deshalb gibt es von mir gesamt 4 1/2 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere