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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.06.2021

Herzlich und unterhaltsam

Die kleine Strandboutique im Sanddornweg
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Bei den herrlichen sommerlichen Temperaturen war ich mehr als bereit für einen entspannten Ausflug ans Meer. Da kam der Reihenauftakt „Die kleine Strandboutique im Sanddornweg“ von Kerstin Garde grade ...

Bei den herrlichen sommerlichen Temperaturen war ich mehr als bereit für einen entspannten Ausflug ans Meer. Da kam der Reihenauftakt „Die kleine Strandboutique im Sanddornweg“ von Kerstin Garde grade recht.

Das niedlich gezeichnete Cover verspricht wunderschöne Ostseeatmosphäre und deutet, zusammen mit dem Titel, darauf hin dass ein kleines Bekleidungsgeschäft eine Rolle spielen wird.

Die Geschichte wird aus Luisa Sicht erzählt wodurch ich sie gut kennen lernen konnte. Luisa, auch Lou genannt, ist eine herzensgute junge Frau für die die Familie an erster Stelle steht. Besonders mit ihrer Mutter und ihrer Oma hat sie eine enge Bindung.

Lou hat in ihrem Leben in Berlin einiges zu bewältigen. Als sie dann zu ihrer Oma fahren muss, um diese zu unterstützen, stellt sie fest, dass diese schlimme Probleme mit ihrer Änderungsschneiderei hat. Also heißt es anpacken, um die Katastrophe abzuwenden. Als Lou dann auch noch Henrik kennenlernt ist die Aufregung komplett.

Die Aufregung ist ein Punkt, auf den ich gerne näher eingehen möchte. Kerstin Garde hat es geschafft Wendungen einzubauen,die ich so nicht erwartet hatte. Dadurch gab es auf jeden Fall eine gewisse Spannung, die aufrechterhalten wurde.

Es gab jede Menge Aufregung und jede Menge Probleme die bewältigt werden mussten. Einerseits gab es dadurch viele Dialoge und ein Miteinander. Andererseits gab es häufig Worte und Szenen, die für mich eher negativ besetzt sind.

So kam es in den Momenten, in denen ich mich gerade anfing zu entspannen, plötzlich dazu dass die Stimmung wieder aufgewirbelt wurde und (An-)Spannung entstand. So zumindest die lange Erklärung. Kurz gesagt: ein paar mehr Meermomente hätten mir gut getan

Trotzdem ist es ein schöner Roman, der sich schnell weggelesen hat und mir ein paar unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Zeitweise kam mir Lou wie eine Freundin vor, die mir von ihren Abenteuern des Alltags berichtet.

Einen Cliffhanger gab es nicht und auch sonst kein Hinweis darauf wie es im nächsten Buch weiter geht. Deshalb rätsel ich schon ein wenig, was da kommen könnte. Vielleicht geht’s dann um Lous Freundin Kim, oder ihre Freundin Gina? Vielleicht entwickelt sich die Geschichte um Lou aber auch weiter? Mal sehen…
Ich bin jedenfalls gespannt darauf.

Fazit:

In diesem Roman findest du eine Protagonistin, die aus mehreren schwierigen Situation etwas Schönes erschafft, jede Menge Familienmomente und natürlich Liebe
Überrascht wird man mit, fürs Genre eher untypischen, unvorhersehbaren Wendungen, was ich ganz spannend fand.
Das Buch eignet sich auf jeden Fall für ein paar kurzweilige und unterhaltsame Stunden für zwischendurch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.05.2021

Ein schöner Trip in eine vergangene, fantastische Welt

Der Lehrling des Feldschers
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Nachdem dieser Roman für mich etwas schwerfällig und schleppend begann, mauserte er sich dann zu einem sehr spannenden Buch. Es handelt sich hierbei um eine interessante Mischung aus historischem Roman ...

Nachdem dieser Roman für mich etwas schwerfällig und schleppend begann, mauserte er sich dann zu einem sehr spannenden Buch. Es handelt sich hierbei um eine interessante Mischung aus historischem Roman mit Fantasy, in der Zeit des 30 jährigen Krieg, genauer in der Endphase des 30 jährigen Krieges.

Der Roman begann erstmal wie ein ganz normaler historischer Roman. Die ersten Seiten waren so wie erste Seiten an und für sich sind - ein Einstieg in die Geschichte, man bekommt ein erstes Gefühl für den Schreibstil und fängt an sich ein Bild zu machen. Es gab hier jetzt keine Besonderheiten, nicht extrem packend aber auch nicht total öde. Eine Beschreibung einer Szenerie aus dem Jahre 1618, die als Einführung das Ereignis des Winterkometen beschreibt. Durch altertümliche Sprachfärbung kommt man schön in dem Zeitalter des Barock an, doch dann – !!!! Was ist da los?!?! – plötzlich entsteht ein Ungeheuer aus einem Splitter des Kometen, welcher auf der Erde landete. Dieses Ungeheuer wird so richtig typisch teuflisch/dämonisch beschrieben und schreitet nach dem Erwachen sofort zur Tat und frisst die grade erst frisch eingeführten Charaktere. Bäm! Weg sind sie....

Das war der Moment in dem ich erstmal das Buch weg lag und verstört ein anderes las. Darauf war ich nicht eingestellt. Was daran lag, dass ich den Klappentext lange Zeit vorher las und schon längst wieder verbannt hatte. Ich war schön auf historischer Roman eingestellt und dann ziemlich geplättet von diesem Prototyp eines Dämons.

Nachdem ich mich an den Gedanken gewöhnt hatte, las ich weiter in dem Buch und kam nach und nach immer besser in die Geschichte. Es gab vor allem in den ersten Kapiteln sprachlich ein paar Momente, die mir unpassend und etwas holperig erschienen. Zum Bsp. Redewendungen die mir zu modern wirkten inmitten der altertümlichen Sprache oder einzelne Wörter unglücklich gewählt. Ebenso waren die ersten Dämonen irgendwie zu übertrieben und dennoch nicht ausreichend beschrieben. Sie klangen nach den typischen Monstern aus der Unterwelt und der Gruselfaktor war eher gewollt als gekonnt.
Nach ein paar Kapiteln wurde es aber besser so dass ein gleichmäßiger Lesefluss entstand und ich dann mitten drin in einer sehr packenden Geschichte war, die sogar einige lustige Stellen parat hielt. Die Wesen wurden individueller und bekamen sogar eine Persönlichkeit. Aber ich möchte nicht zu sehr auf den Inhalt vorgreifen, nur so viel, dass die Dämonen ein wesentlicher Teil des Krieges sind und mit den Menschen in unmittelbarer Verbindung stehen. Die politischen Verstrickungen und die Ausbildung der Lehrlinge stehen im
Vordergrund und bilden eine fantastische Geschichte, allerdings mit einem Cliffhanger.
Man sollte sich also bewusst sein, dass das Buch nicht ganz rund endet.

Auch wenn der Start für mich holprig war, kann ich das Buch empfehlen. Denn insgesamt war es überzeugend. Ein schöner Trip in eine vergangene fantastische Welt. Wer gerne mal in die Weiten der Fantasywelten abtaucht und dazu noch historische Romane liebt, wird hier voll bedient. Wer bisher nur eines der Genre gelesen hat kommt auch auf seine Kosten und wird dabei auf interessante Weise an das andere Genre herangeführt. Neben Schlachten, ein paar historischen Hintergründen und schaurigen Momenten, gibt’s zusätzlich ab und zu was zum Schmunzeln.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Eine herzliche und kurzweilige Romantikkomödie

Die Liebe ist ein dicker Hund
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Mit „Die Liebe ist ein dicker Hund“, hat Elizabeth Horn eine herrlich komische Liebesgeschichte erschaffen, die ein paar vergnügliche Stunden bringt. Man steckt von Anfang an und ohne Umschweife in Franzis ...

Mit „Die Liebe ist ein dicker Hund“, hat Elizabeth Horn eine herrlich komische Liebesgeschichte erschaffen, die ein paar vergnügliche Stunden bringt. Man steckt von Anfang an und ohne Umschweife in Franzis Leben und begleitet sie durch ihren aus den Fugen geratenen Alltag.

Denn Franzis Mutter verschwindet ohne viele Worte nach Spanien und lässt den Vater allein zurück. Urplötzlich wird Franzi auch noch von ihrem Mann Manolito verlassen, der auf einem Selbstfindungstrip ist. Dazu lässt er ohne Absprache seine große Leonberger Hündin Andromedar bei ihr, obwohl sie von Hunden gar keine Ahnung hat.
Um ihr neues Haus nicht zu verlieren, zieht kurzerhand ihr Vater bei ihr ein und eine spannende Zeit bricht an, in der Franzi ihr Leben neu sortiert.

Elizabeth Horn hat ein Händchen dafür einfache Alltagskomik einzufangen, wodurch das Buch von vorn bis hinten mit einem wunderbar feinen Humor gespickt ist. Die Handlung ist, wie eigentlich typisch für dieses Genre, etwas unrealistisch, alles passt nahezu perfekt. Nach dem Schicksalsschlag sind die richtigen Menschen zur Stelle, die aufopferungsvoll helfen. Die Umstände fügen sich wie magisch. Doch genau das macht, neben dem tollen Humor, die Geschichte so lesenswert. Man fühlt sich einfach gut und weiß schon vorher, dass die Dinge laufen werden.
Was mich beim Lesen etwas ins Stolpern brachte, war ein recht auffälliger Fehler im zeitlichen Ablauf. Das führte leider dazu, dass ich gedanklich immer wieder zur Stelle hüpfte und auch mehrmals nachschaute, ob ich evtl. etwas überlesen habe.
Allerdings reißt der Hund das locker raus. Andromeda ist einfach besonders herzig und sehr gelungen ins Geschehen integriert.

Fazit:
Eine herzliche, kurzweilige Romantikkomödie mit Gute-Laune-Garantie. Hier bekommt man ein paar vergnügliche Stunden, mit leisem und lautem Lachen, die ein angenehmes Gefühl hinterlassen. Wer etwas Leichtigkeit im Leben braucht und dazu noch tierlieb ist, wird hier voll bedient. Lesenswert

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Humor
Veröffentlicht am 26.04.2021

Durchdachte Handlung mit einer ausgeprägten Liebe zum Detail

Die Katze und die Leiche in der Scheune
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Clarice lebt getrennt von ihrem Mann Rick auf einem großen Hof. Sie ist Künstlerin und Tierschützerin mit Herz und Seele. Als der Kater Walter, einer ihrer vermittelten Schützlinge, von seinem Zuhause ...

Clarice lebt getrennt von ihrem Mann Rick auf einem großen Hof. Sie ist Künstlerin und Tierschützerin mit Herz und Seele. Als der Kater Walter, einer ihrer vermittelten Schützlinge, von seinem Zuhause abhaut, macht sie sich auf die Suche nach ihm und findet ihn schlussendlich in einer verlassenen Scheune. Beim Einfangen, stürzt sie und landet direkt auf einer Leiche und so nimmt das Schicksal in Castlewick seinen Lauf...

Bei diesem Kriminalroman handelt es sich um einen sogenannten Cosy-Krimi und es ist mein erstes Buch aus diesem Genre (soweit es mir bewusst ist). Deshalb habe ich keine direkte Vergleichsmöglichkeiten.

Das Cover des Buches macht schon mal was her. Die Haptik des Einbands ist schön griffig mit seiner geriffelten Struktur und auch die Optik passt wirklich gut zum gesamten Buch. Der stilisierte Frauenkopf über dem Titel, findet sich über jedem Kapitel wieder. Das Coverbild ist mit Liebe zum Detail ausgearbeitet und passend zum Roman trifft auch hier die Idylle aufs blutige Grauen. Dieser erste Eindruck macht viel Lust aufs Lesen.

Vollgepackt mit einer ausgeprägten Liebe zum Detail wird immer wieder ein gewisses Gemütlichkeitsgefühl geweckt, welches dann im nächsten Moment durch schaurige Gruseleinlagen und menschliche Abgründe unterbrochen wird. Das ist eine ganz gelungene Mischung, die mir gut gefallen hat.

Was es mir allerdings schwer gemacht hat in einen guten Lesefluss zu kommen, waren eine Flut an Charakteren was erst im letzten Viertel nachließ und eine für meinen Geschmack zu große und detaillierte Fülle an nebensächlichen Themen. Dadurch war es für mich, als ich schon kurz vor dem Schlafen gehen war oder als ich mich etwas angeschlagen gefühlt hatte, ziemlich schwer mich auf den Inhalt zu konzentrieren. So war ich sehr oft damit beschäftigt Absätze mehrfach zu lesen um alles zu erfassen.

Die Handlung an sich ist trotzdem sehr schön und gut durchdacht und es bleibt bis zum Schluss spannend. Ich mag auch sehr die gelungen dargestellten Gegensätze zwischen der angenehmen Idylle und dem schaurigen Gräuel.

Fazit:
Eine schöne, gut durchdachte Kriminalgeschichte, eingebettet in eine idyllische Umgebung.
Durch eine Fülle an diversen Charakteren und Informationen braucht man eine gute Konzentration.
Ich gebe dreieinhalb Sterne, weil für mich das Lesevergnügen doch recht oft gemindert war durch den fehlenden Lesefluss. Dies machte es mir auch schwer mich voll und ganz in die Geschichte und Charaktere einzufühlen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 28.05.2021

Hält nicht was es verspricht

Im Licht der Korallenblüte
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Cassandra Holloway braucht dringend eine Auszeit, nachdem sie sich jahrelang in einer unbefriedigenden Lebenssituation befunden hat. Als sie sich von ihrem ehebrecherischen Mann getrennt hat, hängt sie ...

Cassandra Holloway braucht dringend eine Auszeit, nachdem sie sich jahrelang in einer unbefriedigenden Lebenssituation befunden hat. Als sie sich von ihrem ehebrecherischen Mann getrennt hat, hängt sie auch ihren Job an den Nagel und verlässt die Stadt Sydney um in einem kleinen Küstenort zur Ruhe zu kommen und sich über ihre Zukunft klar zu werden.

Hier trifft sie schnell sehr nette Menschen, verliebt sich neu und entwickelt eine neue Idee für ihren beruflichen Weg.
Ihre neue Liebe, der Tierarzt Michael, ist Teil einer großen und bekannten Fischerfamilie, die ihren Ursprung beim Einwanderer Guiseppe d‘Aquino hat, welcher nach dem ersten Weltkrieg aus Italien nach Australien übersiedelte. Guiseppe baute sich mit viel Fleiß eine hohe berufliche Anerkennung als Fischer auf und gründete eine Familie, die über die Jahrzehnte zu einer großen Sippe anwuchs.
Eines Tages erbt Cassandra unerwartet von Michaels Großonkel eine viertel Million und wird von Michaels Verwandten der Erbschleicherei beschuldigt.
Da die Familie noch immer sehr beliebt und anerkannt ist, droht Cassandra der Verlust ihrer neuen Existenz.
Bei der Suche nach einer Erklärung, warum ausgerechnet sie, von einem für sie Fremden, so eine hohe Geldsumme erben soll, stößt sie auf überraschende Informationen, die ihre Welt erschüttern.



Phasenweise musste ich mich ziemlich durch das Buch quälen. Obwohl es eigentlich eine schöne Familiengeschichte ist.
Die Erzählung beginnt im Jahr 1906 und dreht sich ausgesprochen ausführlich und teilweise mit Wiederholungen über sehr viele Seite um das Leben von Guiseppe d‘Aquino. Es dauerte bestimmt fast ein Viertel des Buches, ehe das erste Mal Cassandras Name auftauchte.

Und das ist auch der Punkt, der mir persönlich nicht gefällt. Der Klappentext wirbt mit einer Liebesgeschichte einer Frau, die sich nach einer Krise neu sortiert. Aber über die Hälfte des Buches geht es dabei um die längst vergangene Familiengeschichte der d‘Aquinos. Und auch wenn es am Ende eine Verbindung gibt, ist es für meinen Geschmack zu sehr ausgeschmückt, künstlich in die Länge gezogen und hält in meinen Augen nicht das, was es versprochen hat.

Das Buch ist deswegen nicht schlecht, doch es hätte um einige Stellen gekürzt sein können ohne die Zusammenhänge in der Geschichte dadurch zu verändern.

Der Schreibstil ist ganz angenehm. Ich konnte mir die beschrieben Orte und Charaktere ganz gut vorstellen. Trotzdem passierte es immer mal wieder, dass ich während des Lesens gedanklich woanders war und nicht richtig gefesselt. Dies lag aber möglicherweise auch an dem Langziehen der Story. Das nächste Buch von Di Morrissey habe ich grade begonnen und ich bin gespannt, wie es sich da verhalten wird.

Fazit:

Eine eigentlich schöne Geschichte, aber zu sehr in die Länge gezogen und der Fokus lag eher auf der Familiengeschichte der d‘Aquinos statt wie im Klappentext beschrieben bei Cassandra Holloway. Dies fand ich doch etwas enttäuschend, da ich aufgrund des Klappentext eine schön ausgeschmückte Erzählung einer Frau, die sich neu definiert erwartet hatte. Diese blieb aber,nach meinem Empfinden, ziemlich oberflächlich dargestellt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere