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Veröffentlicht am 10.06.2024

Ein Baumhaus und kein Bullerbü

Das Baumhaus
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"Das Baumhaus" von Vera Buck erschien (Thriller, 398 S., brosch. TB, 2024) im Rowohlt Verlag/Polaris. Das Buch hat einen farbigen, giftig-grünen Buchschnitt, der meine Wertung jedoch auch nicht nach oben ...


"Das Baumhaus" von Vera Buck erschien (Thriller, 398 S., brosch. TB, 2024) im Rowohlt Verlag/Polaris. Das Buch hat einen farbigen, giftig-grünen Buchschnitt, der meine Wertung jedoch auch nicht nach oben korrigieren konnte:

Vorausschicken möchte ich, dass Kriminalromane und (Psycho)thriller seit jeher zu meinen Lieblingsgenres zählen; die Autorin kannte ich zuvor nicht und musste feststellen, dass der umworbene Thriller eher ein Familiendrama mit Traumatas war denn ein gut geschriebener Thriller.


Worum geht's?


"Als Henrik und Nora mit ihrem fünfjährigen Sohn Fynn nach Vesternorrländ fahren, spüren sie gleich, dass die verlassene Ferienhütte etwas Bedrohliches umgibt. Fußabdrücke im Staub, Spuren überall im Haus. Jemand war hier. Während Henrik daraus Inspiration für sein neues Kinderbuch schöpft, versucht Nora, den idyllischen Familienurlaub zu retten und etwas wiedergutzumachen, von dem niemand erfahren darf...

Rosa Lindqvist ist frustriert: Statt ihre forensischen Forschungen voranzutreiben, wohnt sie wieder zu Hause, um ihren Bruder zu pflegen. Doch dann findet Rosa bei einer nächtlichen Grabung ein Kinderskelett. Und als ganz in der Nähe des Fundorts der kleine Fynn verschwindet, wird sie von der Polizei als Ermittlerin eingesetzt und kommt in den Tiefen des Waldes einem düsteren Geheimnis auf die Spur. Denn Rosa hat allen anderen etwas voraus: ein außergewöhnliches Gespür für den Tod."

(Quelle: Klappentext des Verlags)


Meine Meinung:


Da ich die Autorin nicht kannte, bin ich recht unbedarft an diesen Thriller herangegangen und musste feststellen, dass ich mich durch dieses Buch, das für mich erst ab Seite 200 ein wenig "Thrill" enthält, eher quälen musste als die Story zu genießen: Die Autorin spielt mit Klischees und Bilder, die "das Unheimliche, Beängstigende" erzeugen sollen, wie z.B. der Rabe, der gegen das Fenster fliegt, sorgten bei mir eher für Kopfschütteln denn Grusel.

Den Gruselfaktor "inne" hatte lediglich ein kompletter Irrer, der Kinder entführte (um sie zu retten) und seine "Spiele" mit ihnen trieb. So verschwindet eines Tages auch Fynn, der 5jährige Sohn von Henrik, einem Kinderbuchautor und Nora, die im Umweltschutz arbeitet: Sie hasst den Wald und beide durchsuchen mit Hilfe der Polizei jeden qm, erfolglos. Etwas Morbides, Krankhaftes und Bedrückendes zieht sich in der Beschreibung der Spiele "des Mannes" durch das gesamte Buch. Ängste und bedrückende Emotionen werden durch eingängige Bilder erzeugt; der Vergleich mit "Bullerbü" ist wie vieles andere an den Haaren herbeigezogen; die Nachvollziehbarkeit fehlte mir nicht nur, sondern auch die Logik: Polizeiarbeit wird eher schlampig beschrieben (wobei Lasse, der Hundeführer, die einzige Person war, die mir wirklich sympathisch gewesen ist) und Schweden wird als ein Land dargestellt, in dem es früher offene Türen gab - und in dem jährlich 1000e Kinder spurlos im Wald verschwinden. Solche Stereotypen mag ich leider überhaupt nicht. Die zwei Punkte gelten der Atmosphäre, die recht gut dargestellt ist, für Handlung und Verlauf des vermeintlichen Thrillers, der für mich eher ein Familiendrama ist, kann ich keine Punkte vergeben.

Auch sprachlich (der Stil ist äußerst einfach) hat mich der Thriller nicht angesprochen.


Fazit:


Die Spannung suchte ich bis Seite 200 vergebens; viele inhaltliche 'Patzer' und unlogische Handlungen sowie mangelhafte Nachvollziehbarkeit in einigen Punkten schmälerten meinen Lesegenuss beträchtlich. Unsympathische ProtagonistInnen (mit Ausnahme von Henrik und Rosa gegen Ende), ein sehr einfacher Schreibstil und Figuren, zu denen ich keinerlei Bezug aufbauen konnte (Ausnahme Lasse) und die sich oft widersprüchlich verhielten, sorgten dafür, dass vieles konstruiert wirkte und voller Klischees steckt.

Sorry - für meinen Geschmack einfach eher eine Art Familiendrama denn ein Thriller - not my style. Keine Empfehlung und 2* für Atmosphäre und Aufbau.

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Veröffentlicht am 06.09.2022

Idee zum Buch: sehr gut - Umsetzung: mangelhaft....

Acht perfekte Morde
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Peter Swanson "Acht perfekte Morde" erschien (tb, 2022, 348 S.) im blanvalet-Verlag.

(Gute) Kriminalromane und (Psycho)thriller gehören zu meinen Lieblingsgenres. Doch weder Peter Swanson noch die "Acht ...

Peter Swanson "Acht perfekte Morde" erschien (tb, 2022, 348 S.) im blanvalet-Verlag.

(Gute) Kriminalromane und (Psycho)thriller gehören zu meinen Lieblingsgenres. Doch weder Peter Swanson noch die "Acht perfekten Morde" konnten mich hier überzeugen: Leider konnte ich beim Lesen dieses Romans, der weder von einem guten Kriminalroman sonderlich viel hat (Spannung fehlte mir komplett!) noch von einem "Thriller", den man hinter den angekündigten Buchdeckeln vermuten sollte, keine positive Resonanz empfinden:

Ich habe selten einen solch' langweiligen, etwas stupiden "Krimi" gelesen. Ich nehme an, dass die anderen Bücher von Peter Swanson (die ich nicht kenne) wohl besser sind als dieses hier:

Am besten fand ich die Buchidee; schade fand ich das Spoilern anderer Werke aus der Kriminalliteratur und an der (etwas wirren) Umsetzung dieser für mich grottenlangweiligen Ich-Erzählung eines Bostoner Buchhändlers fand ich die Umsetzung "alles andere als perfekt". Von mir weder Lese- noch Kaufempfehlung - es gibt wesentlich Besseres im Genre bzw. den Genres Krimi/Thrill. Daher nur 40° und 2 Sterne. Sorry, nix für mich!

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