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Veröffentlicht am 11.01.2026

nicht ganz wie erwartet

The Secret of Secrets
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Robert Langdon verweilt zusammen mit Dr. Katherine Solomon in Prag, um dort ihrem Vortrag zu ihrem bald erscheinenden Buch zu lauschen. Er ist glücklich, scheint er mit Katherine endlich jemanden gefunden ...

Robert Langdon verweilt zusammen mit Dr. Katherine Solomon in Prag, um dort ihrem Vortrag zu ihrem bald erscheinenden Buch zu lauschen. Er ist glücklich, scheint er mit Katherine endlich jemanden gefunden zu haben, mit dem er den Rest seines Lebens verbringen kann. Doch dann hat Katherine einen seltsamen Traum und dieser scheint sich kurz darauf zu bewahrheiten. Katherine verschwindet und Robert sucht sie verzweifelt. Dabei erinnert er sich daran, was sie ihm schon über ihr Buch erzählt hat und welche brisante Entdeckung sie gemacht hat. Ihr Manuskript ist geheim und eben erst an den Lektor gegangen, doch Robert findet heraus, dass eine geheime Organisation so gar nicht mit der Veröffentlichung einverstanden ist. Denn Katherine hat etwas herausgefunden, was das Weltbild erschüttern würde, käme es an die Öffentlichkeit.

Wer an Robert Langdon denkt, denkt auch an Rätsel, Mystik, Verschwörungen, abenteuerliche Jagden durch die Stadt und daran, wie rational und logisch der Hauptcharakter an die Auflösung des Problems geht. Und das erwartet man auch von einem neuen Roman, in dem Robert Langdon die Hauptrolle spielt. Ich muss aber zugeben, dass mich diesmal das Abenteuer unseres Helden etwas enttäuscht hat.

Die Idee ist gut, die Umsetzung auch. Aber mir hat das Miträtseln gefehlt, die verzwickten Dinge, um ein Schloss zu öffnen oder in eine geheime Gruft zu gelangen, um dort auf ein neues Rätsel zu stoßen. Unser Indiana Jones der Moderne hat nichts mit uralten Geheimbünden zu tun gehabt, die mit kryptischen Rätseln einen Schatz versteckt haben. Auch fehlten die spektakulären Verfolgungsjagden quer durch die Stadt, um ja als erstes am neuen Schauplatz zu sein, um das Rätsel zu lösen.

Diesmal befinden wir uns in Prag, eine Stadt, die ja an sich schon viele Rätsel verbirgt. Doch wir bekommen nur einen Bruchteil der Sehenswürdigkeiten vorgestellt und pendeln immer wieder zwischen diesen hin und her.

Trotzdem war die Geschichte spannend, auch wenn sie uns nicht das bietet, was viele erwartet haben.

Mit Dr. Katherine Solomon wird ein neuer Charakter eingeführt, den ich gleich ins Herz geschlossen habe. Sie ist hochintelligent und hat mit ihren Ausführungen so manches Licht ins Dunkeln bringen können. Sie bietet Robert Paroli und gibt ihm aber gleichzeitig das Gefühl, dass er ihr Mittelpunkt ist. Und Robert weiß, dass er mit ihr verdammtes Glück hat und nichts aufs Spiel setzen darf. Sie bilden ein perfektes Team und ich kann mir gut weitere Abenteuer mit dem Duo vorstellen. Vielleicht dann aber wieder mehr mit Rätselraten als mit modernen Techniken.

Meggies Fussnote:
Nicht ganz wie erwartet, dafür eben anders.

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Veröffentlicht am 20.12.2025

cozy

The Morrisey Mysteries 1. Ein Mord in 3B
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Meg ist gerade frisch zurück ins Morrissey gezogen, in dem sie auch aufgewachsen ist. Das Haus besteht aus mehreren Appartements mit mehr oder weniger schrulligen Bewohnern. Meg will sich neu finden, denn ...

Meg ist gerade frisch zurück ins Morrissey gezogen, in dem sie auch aufgewachsen ist. Das Haus besteht aus mehreren Appartements mit mehr oder weniger schrulligen Bewohnern. Meg will sich neu finden, denn ihre Leidenschaft, die Kunst, scheint doch nicht das Richtige für sie zu sein. Ach ja, und sie sieht Geister. Zusammen mit ihrer Geisterfreundin Ripley und dem Bewohner Laurie stößt sie jedoch auf eine Leiche in Appartement 3B. Alle Zeichen stehen auf Mord und Meg macht es sich zur Aufgabe, diese aufzuklären. Dabei stößt sie auf einige Ungereimtheiten innerhalb sowie außerhalb des Morrisey. Und Laurie, in den Meg heimlich verliebt ist, macht ihr das Leben auch nicht gerade einfach.

Das Buch ist eine Mischung aus den Serien "Only Murders in the Building" und "Ghost". Meg lebt in einem Appartement-Komplex mit mehreren anderen mehr oder weniger schrulligen Bewohnern. Schon seit ihrer Geburt ist auch immer Ripley in ihrer Nähe. Sie ist ein Geist und Megs beste Freundin.

Die Story verspricht gut zu werden. Und das ist sie auch. Auf eine cozy-Weise. Denn es ist seicht, einfach, schön, emotional und leicht. Aber doch hat mir das gewisse Etwas gefehlt, um an der Story immer dranzubleiben.

Vielleicht, weil immer alles zu leicht ging. Wenn man einen Geist als beste Freundin hat, ist es eben einfach, bestimmte Sachen herauszubekommen. So kann mal im Polizeibericht gelesen werden, Ripley kann Wohnungen betreten und sich umsehen oder Gespräche belauschen.

Zwar hat sich die Autorin eine Schwierigkeit ausgedacht, damit Ripley nicht immer überall sein kann - sie kann nur Orte besuchen, die Meg vorher auch betreten hat -, aber gerade im Morissey ist das dann doch leicht, weil Meg dort als Kind fast überall gewesen ist.

Trotzdem hat es Spaß gemacht, Meg und Ripley zu begleiten. Vor allem, da Meg unsterblich in ihrem Kindheitsfreund Laurie verliebt ist und der mal so gar keine Anzeichen zeigt, dass er diese Gefühle erwidert. Meg ist aber in dieser Hinsicht sehr schüchtern, auch wenn sie sonst nicht gerade auf den Mund gefallen ist.

Die Story plätschert fröhlich vor sich hin. Es wird immer mehr aufgelöst und letztendlich ergibt sich das endgültige Bild, wobei am Ende dann doch noch kleine Überraschungen zutage treten.

Viele Personen aus der Story haben mich an die TV-Serie "Only Murders in the Building" erinnert, in der Selena Gomez, Steve Martin und Martin Short es sich zur Aufgabe gemacht haben, Morde aufzuklären, die in ihrem Appartement-Komplex "The Arcodia" in New York passieren. Dort sind es auch die Bewohner, die die Story ausmachen. Viele Eigenarten und Schrulligkeiten und vor allem die Neugier bestimmen das Bild. Dies ist auch hier im Buch so.

Und zu der Serie "Ghost" ziehe ich eben die Parallele, da Meg die Einzige ist, die Geister sehen kann. Wie Sam in der Serie, die ein altes Anwesen erbt, in dem es spukt. 8 Geister leben dort friedlich, bis Sam durch eine Nahtoderfahrung diese plötzlich sehen kann und es ab da sehr turbulent und aufregend wird.

Diese Mischung ist eigentlich ganz nett zu lesen, aber ich hatte während des Lesens immer das Gefühl, dass man hätte mehr daraus machen können.

Ich werde die Reihe aber mal im Auge behalten. Ein zweiter Teil ist schon angekündigt.

Meggies Fussnote:
Nett zu lesen. Für regnerische Tage geeignet.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Kann Valentine besiegt werden?

Die Chroniken der Unterwelt. City of Ashes
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Valentine hat Simon und Maia entführt, weil er sie für ein Ritual benötigt. Clary, Jace und ihre Freunde machen sich natürlich gleich daran, die beiden zu befreien. Allerdings ist dies nicht so einfach ...


Valentine hat Simon und Maia entführt, weil er sie für ein Ritual benötigt. Clary, Jace und ihre Freunde machen sich natürlich gleich daran, die beiden zu befreien. Allerdings ist dies nicht so einfach wie gedacht, denn Valentine hat Hilfe. Außerdem breitet sich Misstrauen unter den Freunden aus und Clary und Jace kämpfen immer noch mit ihren Gefühlen füreinander.

Auch hier muss ich leider anbringen, dass die ganzen Panels nicht in Farbe gehalten sind. So hat man doch einige Mühe, die Figuren auseinander zu halten, gerade bei Alec und Jace ist dies der Fall. Auch wenn es um einen Ortswechsel geht oder sich ein Zeitsprung ereignet, ist dies nicht gleich von Anfang an ersichtlich und ich musste diese Passagen dann nochmals lesen, weil mir einfach nicht aufgefallen ist, dass sich hier etwas in Ort und Zeit geändert hat.

Aber auch gerade bei Kampfszenen war es sehr schwer, dem Inhalt zu folgen. Hier würde ich auf der Floskel beharren: weniger ist mehr!

Ansonsten macht es allerdings sehr viel Spaß, die Geschichte zu verfolgen und ich denke, dass die Graphic Novels auf jeden Fall eine gute Ergänzung zu den Printbüchern sind.

Am Ende geht auch alles rasend schnell. Und wir bekommen einen Hinweis darauf, um was es sich wohl im nächsten Band drehen wird. Außerdem ergeben sich einige Wendungen. Das hält natürlich die Spannung hoch.

Band 3 und 4 der Graphic Novels behandeln den zweiten Band der Reihe der Chroniken der Unterwelt. Auch wenn ich nicht mit den Panels immer ganz einverstanden bin, freue ich mich doch auf eine Fortführung der Geschichte in Bildern und bin gespannt, wie Band 5 und 6, die dann im dritten Band der Printreihe abhandeln, gestaltet sind.

Meggies Fussnote:
Kann Valentine besiegt werden?


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Veröffentlicht am 18.10.2025

nicht alle müssen gerettet werden

Dornenhecke
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Eigentlich sollte Krötling bei der Taufe der Prinzessin Fayette einen Zauber sprechen, doch durch einen Versprecher läuft etwas schief und nun lebt sie am Hofe des Königs, um auf die Prinzessin aufzupassen. ...

Eigentlich sollte Krötling bei der Taufe der Prinzessin Fayette einen Zauber sprechen, doch durch einen Versprecher läuft etwas schief und nun lebt sie am Hofe des Königs, um auf die Prinzessin aufzupassen. Denn diese ist nicht so nett, wie alle denken. Sie ist launisch und grausam. Als eines Tages das Kindermädchen tot aufgefunden wird, muss das Königspaar eine Entscheidung treffen und Krötling wird dazu aufgefordert, die Prinzessin in einen ewigen Schlaf zu legen - was Krötling auch sogleich macht. Die Konsequenz daraus ist jedoch, dass Krötling nun allein am Hofe lebt, verlassen von allen anderen, die nach und nach die Burg verlassen haben. Um die Burg wächst eine Dornenhecke, dicht und schützend. Bis eines Tages Hamid auftaucht, ein Ritter, der genauso ungewöhnlich ist wie Krötling ...

Diese Adaption des Märchens Dornröschen hat mir alles in allem am Ende doch noch gut gefallen. Was eigentlich etwas lächerlich beginnt, geht später in etwas sehr Ernstes über, nur, dass die naive Note bleibt, die einem darüber hinweghilft, an der Geschichte zu bleiben. Mit 144 Seiten ist diese nicht lang, aber wenn die Naivität nicht gewesen wäre, hätte ich aufgegeben.

Die Autorin erzählt eher nüchtern die Geschichte von Krötling, die bei der Geburt vertauscht wurde und bei den Grünzähnen aufwächst. Dort hat sie ein erfülltes Leben, aber später auch die Aufgabe, einen Zauber über die mit ihr vertauschte Prinzessin zu legen. Das läuft aber schief und nun muss Krötling am Hofe bleiben. Von allen etwas gemieden, aber trotzdem geachtet.

Krötling erzählt uns und dem Ritter Hamid ihre Geschichte in Rückblicken. So lernen wir sie kennen und Hamid verstehen, warum sie noch auf der Burg weilt. Die Story, die dabei entsteht, ist interessanter als die eigentliche, die am Ende ihre Auflösung erhält.

Der Schreibstil der Autorin war mir zu flach, ich hätte mir mehr Ausführungen gewünscht, mehr Erklärungen und vor allem etwas mehr Emotionen. Vielleicht war dies beabsichtigt, um zu zeigen, dass Krötling dazu wahrscheinlich nicht fähig ist, aber sie hat ja auch Pflichtbewusstsein und eine bodenständige Ehrlichkeit in sich. Weitere Gefühle lässt sich jedoch nicht raus oder gar zu.

Der Ritter war mir etwas zu naiv. Und auch zu sehr auf seine Mutter fixiert. Aber er hat Gutes in sich und letztendlich kann man sich auch auf ihn verlassen.

Alles in allem war die Geschichte sehr solide und hat dann am Ende auch etwas Sinn ergeben, aber leider konnte sie mich nicht davon überzeugen, mehr von der Autorin zu lesen.

Meggies Fussnote:
Nicht immer muss die Prinzessin gerettet werden.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

eine Reise zu sich selbst

Professor Jordan und das Rauschen des Waldes im Spätwinter
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Meine Meinung:
Kurz nach Professor Jordans erstem Abenteuer betritt er sein Kellerbüro an der Technischen Hochschule in Darmstadt. Der Anblick lässt ihn jedoch innehalten. Sein Vorgesetzter Professor Fricke ...

Meine Meinung:
Kurz nach Professor Jordans erstem Abenteuer betritt er sein Kellerbüro an der Technischen Hochschule in Darmstadt. Der Anblick lässt ihn jedoch innehalten. Sein Vorgesetzter Professor Fricke liegt tot in seinem Büro. Jordan ist geschockt, vor allem, da es keine zwei Stunden her ist, dass er sein Büro verlassen hat. Um den Toten sind Kerzenleuchter aus Bronze und chinesische Vasen aufgebaut und deuten auf einen Ritualmord hin. Jordan wird in einen Strudel aus Verschwörung, dunkler Magie und uralten Geheimnissen gezogen. Und diesmal findet er die tiefsten Abgründe der Seele - und entdeckt unbequeme Wahrheiten über sich selbst.

Nachdem mich der erste Teil der Reihe so sehr in den Bann gezogen hat, war ich natürlich gespannt auf den zweiten Teil. Dieser jedoch konnte mich nicht so sehr abholen, denn es war langwierig zu lesen. Bis überhaupt mal einiges in die Gänge kam, war schon fast die Hälfte des Buches gelesen und alle tappten im Dunkeln, es gab immer mehr Geheimnisse und Ungereimtheiten und der Lösung kam man nicht näher.

Außerdem kam mir Professor Jordan zu kurz, gerade im ersten Drittel. Es wurde sich mehr auf die Polizeiarbeit konzentriert, wobei die junge Polizisten Bahire Dogan im Vordergrund stand. Sie ist zwar engagiert und hat auch viel zur Auflösung beigetragen, sie war sympathisch und ist auch mal mit außergewöhnlichen Mitteln vorgegangen, aber das Buch heißt schließlich "Professor Jordan und ...". Insoweit hatte ich nicht erwartet, aus seiner Sicht so wenig lesen zu dürfen.

Die chinesische Kultur an sich ist faszinierend. Die Erklärungen seitens des Professors waren wieder nachvollziehbar und unheimlich fesselnd. Mich selbst hat auch diese Kultur interessiert, doch je mehr ich davon erfahren habe, habe ich gemerkt, dass sie doch nicht so meins ist.

Die Story an sich ist schon packend. Es geht wieder rund um den Globus und wir finden uns unter anderem in Österreich und Großbritannien wieder.
Jordan ist wie üblich griesgrämig und trauert seiner verlorenen Liebe Victoria nach, die uns im ersten Teil begegnet ist. Dies war dann manchmal doch etwas nervig und zeitaufwendig.

Es erwarten uns Figuren aus dem ersten Band wieder, die Jordan eine große Hilfe sind.
Mir ist leider erst im zweiten Band aufgefallen, dass die Haushälterin Jordans so heißt, wie der Verlag: Casaubon. Ein schönes Gimmick wurde da eingebaut.

Der Schreibstil war - wie auch im ersten Teil - für mich einfach wunderbar. Die Sätze sind ausgefeilt, die Szenen richtig ausgeschmückt und es kommen Wörter zum Einsatz, die teilweise schon in Vergessenheit geraten.

Gerne hätte ich das Buch mit mehr Begeisterung gelesen, aber leider haben hier einige negative Dinge mitgewirkt und mir das Vergnügen etwas geschmälert. Wer jedoch die chinesische Kultur und die Mythologie sowie undurchsichtige Geheimnisse mag, kommt voll auf seine Kosten.

Meggies Fussnote:
Eine Reise zu sich selbst.

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