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Veröffentlicht am 10.10.2025

magisches Lesevergnügen

Das vergessene Museum
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Liam arbeitet als Fahrradkurier und hält sich damit über Wasser. Als er jedoch ein Paket zustellen soll, wird er in etwas hineingezogen, von dem er nie zu träumen gewagt hatte. In einem Privatmuseum ist ...

Liam arbeitet als Fahrradkurier und hält sich damit über Wasser. Als er jedoch ein Paket zustellen soll, wird er in etwas hineingezogen, von dem er nie zu träumen gewagt hatte. In einem Privatmuseum ist er Zeuge, wie der dortige Kurator stirbt. Kurz vor dessen Tod überträgt er Liam ein Symbol aus schwarzer Tinte auf die Haut und macht ihn so zum Siegelwahrer des Museums. Liam ist dezent überfordert, nimmt dann jedoch seine neue Bestimmung an. Nichtahnend, dass kurz darauf sein komplettes Weltbild auf den Kopf gestellt wird. Denn ein gefährlicher Gegner bedroht das Museum, die darin lagernden Artefakte und das Leben der Siegelwahrer.

Ich bin großer Fan des Autors, der mich mit seinen Geschichten immer wieder zu überraschen weiß. Schon bei der Flüsterwald-Reihe hat er großes Potenzial bewiesen, hat mich mit Magic Island noch mehr überzeugen können und auch seine Reihe „Das Erbe der Macht“ ist absolut lesenswert. Nun begeben wir uns in ein Museum mit den unterschiedlichsten magischen Artefakten und lernen Liam kennen.

Liam hatte eine schreckliche Kindheit, hat sich jedoch davon nicht beirren lassen und sich ein eigenes, gutes Leben aufgebaut. Zwar ist er als Fahrradkurier immer knapp bei Kasse, doch das ändert sich schlagartig, als er eigentlich nur ein Paket ausliefern will und am Ende als Siegelwahrer verantwortlich für ein komplettes Museum mit magischen Artefakten ist. Zusammen mit seinem besten Freund Harry macht er sich an die Aufgabe, dieses Museum zu beschützen. Natürlich ist dies nicht so einfach, denn ein mächtiger Gegner hat es genau auf diese Artefakte abgesehen.

Die Idee finde ich mal wieder großartig. Historische Artefakte magisch zu machen, damit der Siegelwahrer damit verschiedene „Zaubersprüche“ zur Verfügung hat, fand ich genial. So gibt es zum Beispiel das Schild des Herakles oder einen „Blitzwerfer“ von Tesla. So kann man verteidigen und angreifen. Aber es gibt auch Artefakte, die nicht sehr sinnvoll in der Anwendung sind, wie z. B. Oppenheimers Brille. Radioaktivität sollte nicht unkontrolliert angewandt werden.

Man fliegt durch das Buch, dass mit 400 Seiten schon eine Zeitlang großen Lesespaß verspricht. Ich hatte diesen auf jeden Fall. Denn die Charaktere sind unheimlich sympathisch. Liam ist wunderbar sarkastisch, sein bester Freund Harry ist ihm eine große Stütze und die weiteren Charaktere, die im Laufe des Buches auftauchen, unterstreichen allesamt die Idee, die hinter der Geschichte steckt.

Ich bin sehr gespannt, wie es mit Liam und Co. weitergeht und welche Ideen der Autor noch einsetzen wird. Denn gerade mit den magischen Artefakten gibt es hier ein großes Potenzial auszuschöpfen.

Meggies Fussnote:
Magisches Lesevergnügen.

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Veröffentlicht am 09.10.2025

zauberhaft düster

Die Papierprinzessin
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Amelia May lebt eher zurückgezogen, scheut es, Menschen kennenzulernen und möchte einfach in Ruhe gelassen werden. Bis ein Anruf sie dazu zwingt, in ihr Elternhaus zurückzukehren, weil ihre Schwester im ...

Amelia May lebt eher zurückgezogen, scheut es, Menschen kennenzulernen und möchte einfach in Ruhe gelassen werden. Bis ein Anruf sie dazu zwingt, in ihr Elternhaus zurückzukehren, weil ihre Schwester im Krankenhaus liegt. Amelia weiß jedoch, dass sie dort auf ihre Vergangenheit treffen wird. Zusammen mit dem Bücherdetektiv Aaron Holmez macht sie sich auf die Suche nach einer Geschichte und findet dabei nicht nur Worte, sondern auch sich selbst.

Was für eine zauberhafte Geschichte. Die Autorin stellt uns am Anfang Amelia vor, eine ruhige, zurückgezogen lebende junge Frau, die sich nichts sehnlicher wünscht als ihren Frieden. Doch dieser wird gestört, weil ihre Schwester im Koma liegt. Aus Liebe macht sie sich auf in ihre Heimat, eine große Haus, verbunden mit vielen Erinnerungen - und keinen guten.

Doch Amelia möchte ihre Schwester retten, indem sie zu verstehen lernt, was damals passiert ist und vor allem, um die Geschichte wiederzufinden, die sie für ihre Schwester in ihrer Kindheit geschrieben hat.

Denn diese Geschichte ist ein großer Bestandteil dessen, was mit ihrer Schwester passiert ist. Amelie bekommt Hilfe von dem Bücherdetektiv Aaron Holmez, der in meinen Augen eigentlich keine so große Hilfe bei der Suche ist, sondern eher zuhört und damit Amelia allmählich aus ihrem Schneckenhaus herauslockt.

Die Geschichte ist so schön aufgebaut. Zuerst lernen wir Amelia kennen, dann nach und nach die anderen Charaktere. Während Amelia auf der Suche nach den Bruchstücken der Geschichte ist, bekommen wir immer wieder Einblick in eben diese Geschichte. Wir haben also eine Geschichte in der Geschichte.

Und so fiebert man mit, bis Amelia die nächsten Seiten findet und wir die Papierprinzessin auf ihrem Abenteuer begleiten können. Gleichzeitig findet Amelia aber nicht nur die alte Geschichte, sondern auch sich selbst und den Hintergrund für den Krankenhausaufenthalt ihrer Schwester. Und was zu Anfang noch zauberhaft und schön war, wird dunkel und düster.

Die Story hat mich sehr eingenommen, was nicht zuletzt an dem packenden Schreibstil der Autorin lag. Sie hat mich mitgerissen und mir gezeigt, dass nach außen nicht immer alles so heile Welt ist, wie man denkt. Man muss zeitweise auch hinter die Maske, hinter die Kulisse schauen und zwischen den Zeilen lesen.

Die Geschichte ist immer wieder unterbrochen von Zitaten von anderen Autoren, die mitteilen, was für sie Geschichten bedeuten. Eine sehr schöne Unterbrechung, da die Autoren allesamt anders an das Thema herangehen, aber die Kernaussage immer bleibt: Geschichten sind einfach wunderbar. Und dem kann ich mich nur anschließen.

Meggies Fussnote:
Zauberhaft düster.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Aufstieg und Fall König Williams

Das zweite Königreich
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Cædmon von Helmsby wird von seinem Vater zu Herzog William in die Normandie geschickt, um dort als Dolmetscher zu fungieren. Jedoch gegen seinen Willen. Cædmon fügt sich, um zwei Jahre später mit dem Herzog ...

Cædmon von Helmsby wird von seinem Vater zu Herzog William in die Normandie geschickt, um dort als Dolmetscher zu fungieren. Jedoch gegen seinen Willen. Cædmon fügt sich, um zwei Jahre später mit dem Herzog und einem Heer zurückzukehren. Denn William will die englische Krone. Nach der Schlacht von Hastings bekommt er diese auch und Cædmon wird zum Mittler zwischen den Eroberern und den Besiegten. Eine Position, die ihm sehr viele Feinde bringt. Cædmon bleibt dem König treu, schon allein, weil er eine Frau liebt, der er nur so nahe sein kann. Bis der König herausfindet, um wen es sich handelt ...

Diesmal befinden wir uns in England im Jahr 1064. Die Dänen überfallen das Land, es herrscht Angst und Schrecken. Bei einem dieser Überfälle wird Cædmon verletzt und dies beschert ihm ein taubes Bein. Um nicht unnötig zur Last zu fallen, schickt ihn sein Vater in die Normandie, die Heimat seiner Mutter. Und dies ändert in Cædmons jungem Leben einfach alles.

Die Autorin erzählt uns nun Cædmons Geschichte, sein unfreiwilliger Umzug in ein anderes Land, seine Bemühungen, neue Freunde zu finden und beim König nicht in Ungnade zu fallen, sein Finden einer Liebe, die nicht sein darf und die ständige Angst, in einen Kerker geworfen zu werden und dort zu sterben.
Wie wir die Autorin kennen, wissen wir, dass sie es ihrem Protagonisten nicht leicht macht. Und auch hier muss sich Cædmon so einigem stellen, bis er sich endlich so weit positioniert hat, dass er gehört und respektiert wird.

Dies tut die Autorin wieder mit ihrer unnachahmlichen Art des Erzählens. Auch wenn uns viele Ereignisse bevorstehen, wird es nicht langweilig und wir fiebern wieder mit, ob sich Cædmon etablieren kann und vor allem, mit welchen Mitteln.

Dabei liegt immer wieder der Fokus auf Helmsby, der kleinen Burg, die Cædmon sein Zuhause nennen darf. Die Entwicklung ist faszinierend und wird in dem Folgeband "Hiobs Brüder" noch weitergeführt.

Die Helmsbys sind tapfere und zähe Personen, die stolz auf ihr Land sind und dieses bis aufs Letzte verteidigen.

Aber auch die Entwicklung der anderen Charaktere ist spannend zu lesen. So zuforderst der Herzog William, der im Laufe der Geschichte zum König gekrönt wird und aus dessen Leben wir natürlich sehr viel erfahren. Er wirkte auf mich zeitweise gerecht, zeitweise impulsiv und dadurch auch etwas naiv, aber vor allem selbstsicher, machtgierig und zielstrebig.
Die Sitten und Bräuche der damaligen Zeit waren rau und für uns heute natürlich nicht mehr nachvollziehbar. Meist hatte ich doch staunend eine Augenbraue erhoben, mit welch vehementer Kraft die Machtspielchen ausgeübt wurden und vor allem Erziehung, Zukunftspläne und Krieg als selbstverständlich hingenommen wurden. Auch wenn alles auf dem Rücken der Unschuldigen ausgetragen wurde.

Meggies Fussnote:
Aufstieg und Fall König Williams.

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Veröffentlicht am 10.09.2025

Cosy Fantasy vom Feinsten

The Enchanted Greenhouse
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Terlu weiß zwar, dass zaubern verboten ist, aber sie hat es trotzdem getan - und wurde erwischt. Zur Strafe wird sie in eine Statue verwandelt. Aber sechs Jahre später wird sie wieder aufgeweckt und findet ...

Terlu weiß zwar, dass zaubern verboten ist, aber sie hat es trotzdem getan - und wurde erwischt. Zur Strafe wird sie in eine Statue verwandelt. Aber sechs Jahre später wird sie wieder aufgeweckt und findet sich auf einer Insel wieder, schneebedeckt und allein. Kurz darauf findet sie Gewächshäuser, unendlich viele und dort trifft sie auf Yarrow, einen Gärtner, der sich um die Pflanzen in den Häusern kümmert. Doch die Gewächshäuser verlieren ihre Kraft und die darin befindlichen Pflanzen sterben. Terlu findet Aufzeichnungen eines Zauberers und auch wenn sie weiß, dass sie wieder verurteilt werden kann, macht sie sich an das Entschlüsseln der Zaubersprüche, um die Pflanzen zu retten und vielleicht auch das Herz des Gärtners zu gewinnen.

Mit "Spellshop" hatte die Autorin mein Herz schon gewinnen können und nun legt sie mit "The Enchanted Greenhouse" noch einen drauf. So cosy, so romantisch, so herzerweichend schön - die Charaktere sind so liebevoll ausgearbeitet, die Story so wunderbar geschrieben, die Gefühle so achterbahnfahrend vielfältig.

Terlu ist eine Bibliothekarin, die es jedoch nicht so leicht hat in ihrem Beruf. Sie liebt Worte und redet deshalb auch gerne etwas viel, was die sonst eher schweigsamen Kollegen nicht so gerne sehen. Aufgrund dessen hat Terlu keine Freunde und schafft sich selbst durch Zauberei einen. Sie erweckt ein Spinnenkraut zum Leben und nennt es Caz. Und dieser Caz ist uns bekannt aus dem Buch "Spellshop", wo er mit Kiela zusammen aus der Hauptstadt flieht und auf einer kleinen Insel ein neues Leben beginnt.

Terlu hat auch eine Erwähnung in "Spellshop", denn Kiela spricht dort von einer Statue, die vorher eine lebende Bibliothekarin war und so schließt sich ein bisschen der Kreis.

Die Bücher gehören zwar zusammen, weil sie im selben Universum spielen, sind aber unabhängig voneinander lesbar, weil alles erklärt wird.

Der Schreibstil der Autorin ist einzigartig. Sie schafft es, so sehr das Kopfkino anzuregen, dass ich mir alles bildlich vorstellen konnte. Ich bin mit durch die Gewächshäuser gelaufen, habe die Blumen gesehen, teilweise konnte ich mir sogar die Gerüche vorstellen oder ob es warm oder kalt war. Ich habe die Pflanzen sprechen und singen gehört, habe mir die Tierwelt vorstellen können (kleine Drachen, geflügelte Katzen, silberne Libellen und vieles mehr).

Und die Story ist so wunderschön warm, romantisch, spannend, liebevoll und vor allem eins: absolut lesenswert. Ich kann Euch dieses Buch wirklich ans Herz legen, denn es ist wie einer lauer Herbstabend im Winter. Wie ein Sonnenaufgang in tiefster Nacht.

Terlu ist so wunderbar gestaltet. Sie nimmt sich alles zu Herzen, denkt nach, macht sich Sorgen, überwindet Ängste und fängt an, sich selbst zu finden. Yarrow, der Gärtner, ist brummig, zuckt gerne mit den Schultern und kocht wie ein Weltmeister. Die von ihm kreierten Speisen hätte ich zu gerne mal probiert.

Und dann ist da noch Lotti, eine sprechende Pflanze, die sich in mein Herz geschlichen hat.

Die Story ist wie sein Vorgänger abgedreht, aber liebevoll und herzerwärmend.

Meggies Fussnote:
Cosy Fantasy vom Feinsten.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

spannende Ermittlungen

Professor Jordan und das Geräusch von nassem Herbstlaub im Sommer
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Professor Jordan ist griesgrämig, stellt alles in Frage und mit Menschen kann er nicht so gut. Ihn interessiert eher das Vergangene, Mythische und nicht Erklärbare. Als er auf einer Tagung die gewagte ...

Professor Jordan ist griesgrämig, stellt alles in Frage und mit Menschen kann er nicht so gut. Ihn interessiert eher das Vergangene, Mythische und nicht Erklärbare. Als er auf einer Tagung die gewagte These verkündet, dass es Vampire wirklich gibt, tritt eine geheimnisvolle Frau auf ihn zu und erzählt ihm, dass das gerade von ihm Erzählte der Wahrheit entspricht. Sie lädt ihn in die Ukraine ein, um dort mit ihrer Großmutter zu reden, die vor Jahrzehnten einem Vampir begegnet ist. Jordan lässt sich darauf ein, nur um kurz darauf unverrichteter Dinge, aber mit jeder Menge Fragen und neuen Geheimnissen wieder nach Hause zurückzukehren. Als dann noch ein Tote vor seinem Bürofenster liegt, ist Jordan mittendrin in einem Fall um alte Mythen, Verrat und etwas, dass man Liebe nennen könnte ...

Ich habe viel erwartet, aber nicht, dass mich das Buch so sehr in seinen Bann ziehen kann. Dies liegt nicht nur am dem griesgrämigen, aber doch irgendwie bezaubernden Professor Jordan, sondern auch an dem Schreibstil, der mich unheimlich fasziniert. Der Autor hat eine unvergleichliche Art, Worte lebendig werden zu lassen.

Mit vergessenen Wörtern, einem grammatikalisch perfekten Stil, der Art, Dinge zu umschreiben und dem Wissen, welches uns der Professor vermittelt, kann ich gar nicht anders, als so schnell wie möglich die Story zu lesen, aber auch so langsam als möglich in der Geschichte voranzuschreiten, weil es ansonsten zu schnell vorbei ist.

Ich habe schon einige kleine Juwele bei Verlagen gefunden, die abseits vom Mainstream unterwegs sind, und die Reihe um Professor Jordan gehört da eindeutig hinzu.

Die Charaktere sind so unterschiedlich, mehr geht gar nicht. Vorneweg natürlich Professor Thomas Jordan, der an der Technischen Uni in Darmstadt eigentlich lieber in seinem kleinen Kellerbüro alleine vor sich hin brütet, als Studenten zu unterrichten. Er ist griesgrämig, Einzelgänger, liebt das Okkulte und Mythische, erschreckt gerne Fahrradfahrer und lebt ansonsten auch eher in der Vergangenheit als in der Moderne. Er hat kein Handy, steht mit dem Computer auf Kriegsfuß und wenn er mit anderen Menschen zu tun hat, grummelt er gerne vor ich hin und beleidigt auf manchmal sehr charmante, aber auch übelste Weise.
Und trotzdem kann man nicht anders, als ihn zu mögen. Denn - so lässt es der Autor durchblicken - Professor Jordan ist auch nur ein Mensch, der ab und zu etwas Liebe braucht.

Diese kommt in Form von Victoria, der Professor Jordan ganz und gar verfällt. Doch die junge Frau ist vollauf damit beschäftigt, einem Geheimnis hinter die Spur zu kommen. Ob dieses mit den von Professor Jordan für wahr gehaltenen Vampiren zu tun hat, kann ich nicht verraten, aber ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass es sich lohnt, dies nachzulesen.

Es wird urkomisch, spannend, unheimlich, sarkastisch, grummelig, fies und auch gefühlvoll. Und vor allem eins: fesselnd bis zum letzten Wort.

Der Autor hat es perfekt geschafft, mich zu faszinieren und die Reihe zu meinen Lieblingen hinzuzufügen. Denn Professor Jordan ist einfach ein Hit.

Die Kapitel sind teilweise unterbrochen durch ein sog. "Intermezzo" - kurze Einschübe, die nur aus Dialogen bestehen. Hier weiß man teilweise nicht, wer gerade spricht. Manchmal werden Namen genannt, aber so richtig zuzuordnen sind nur manche und auch erst im Laufe des Buches. Was diese "Intermezzi" vorbereiten, ergibt sich am Ende. Ich fand diese Einschübe interessant und mal ein etwas anderes Stilelement.

Noch etwas zur Haptik des Buches: Diese hat mir sehr gut gefallen. Das Hardcover an sich fühlt sich griffig an und liegt gut in der Hand. Und die Seiten sind etwas dicker als normale Seiten bei Hardcovern oder Taschenbüchern. Alles in allem hatte ich das Gefühl, etwas sehr Hochwertiges in Händen zu halten.

Meggies Fussnote:
So macht Lesen einfach Spaß.

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