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Veröffentlicht am 22.03.2020

Hat tolle Grundzüge, weist aber auch Kritikpunkte auf

The Grace Year
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Klappentext
„„Niemand spricht über das Gnadenjahr. Es ist verboten.“

In Garner County heißt es, dass junge Frauen die Macht besitzen, Ehemänner aus ihren Betten zu locken und Jungen in den Wahnsinn zu ...

Klappentext
„„Niemand spricht über das Gnadenjahr. Es ist verboten.“

In Garner County heißt es, dass junge Frauen die Macht besitzen, Ehemänner aus ihren Betten zu locken und Jungen in den Wahnsinn zu treiben. Um diese Kräfte zu verlieren, werden sie für ein Jahr in die Wildnis verbannt. Wer zurückkommt, wird verheiratet oder ins Arbeitshaus geschickt. Aber es kommen nie alle lebend zurück.
Nur in ihren Träumen ist Tierney James frei, umgeben von Rebellinnen. Doch als ihr Gnadenjahr beginnt, spürt sie erst, wie tief verwurzelt der Hass ist. Denn nicht die Natur oder die tödlichen Wilderer, die ihnen auflauern, sind die größte Gefahr. Es sind die Mädchen selbst.“

Gestaltung
Das wahre Highlight des Covers ist die Spotlackverzierung des Titels, der Blume und des Blutstropfen, denn diese Elemente schimmern in rotem Metalliclook, wodurch sie sich optisch sehr schön vom Cover abheben. Vor allem die intensive rote Farbe sorgt für die Betonung dieser Coverelemente. Ansonsten ist die Gestaltung eher schlicht durch die weißen und beigefarbenen Töne. Die Ranken erzeugen eine gewisse Tiefe, da sie auf verschiedenen Ebenen zu sehen sind.

Meine Meinung
Der Einstieg in die Geschichte ist meiner Meinung nach gut gelungen, denn ich war sofort gefesselt von dem Weltentwurf und der Handlung. Dies machte ich daran fest, dass ich teilweise geschockt oder tief bewegt vor dem Buch saß und die Seiten anstarrte, nicht ganz glauben konnte, was ich da gelesen habe. Ich fand es total heftig, wie sich die Gesellschaft hier entwickelt hat. Wie Frauen hier behandelt werden ist ganz schön krass. Ich fragte mich beim Lesen ja, ob die Autorin eventuell von Me too oder ähnlichen Debatten inspiriert wurde und diese Strömungen in ihrer Geschichte aufgegriffen hat.

Toll fand ich, dass mit Tierney ein Mädchen als Protagonistin vorhanden ist, welches das System hinterfragt. Das nachdenkt. Das nicht so handelt, wie das System sie indoktriniert hat. Vor allem dass ihr Vater sie so erzogen hat, rechne ich ihm hoch an. Gleichzeitig ist Tierneys Weg so natürlich auch schwer und hart, da die meisten anderen eben nicht so sind wie sie. Da muss sie einen starken Charakter haben, um das durchzuhalten. Und den hat sie auch, denn Tierney lässt sich trotz vieler harter Hürden und Gefahren nicht unterkriegen.

Etwas oberflächlich blieb für meinen Geschmack die Liebesbeziehung. Zeitlich gesehen entwickelt sie sich zwar über Monate hinweg, was ich als positiv empfand, aber trotzdem konnte sie mich nicht komplett von sich überzeugen. Dies lag meiner Meinung nach vor allem am männlichen Love Interest und seiner plötzlichen Entwicklung. Er verändert sich und sein Wesen von Grund auf, weil er sich in Tierney verliebt hat, was mich persönlich einfach gestört hat, weil es irgendwie nicht so recht passte. Auch fand ich es schade, dass die große Frage nach dem Warum es das Gnadenjahr gab nicht aufgeklärt wurde.

Beim Lesen ärgerte mich immer wieder, wie die Mädchen/Frauen miteinander umgehen. Ich fand es erschreckend mit eigenen Augen zu lesen, wie in dem Buch miteinander umgegangen wird, obwohl alle im selben Boot sitzen. Diesbezüglich fand ich es gut, dass sich im Buch eine Art Rebellion entwickelt, wobei ich diese gerne noch genauer verfolgt hätte und mehr davon mitbekommen hätte. Dennoch konnte mich die Geschichte gerade mit den letzten Seiten überraschen und aus den Latschen hauen, weil hier einige unvorhersehbare Entwicklungen auf den Leser warten.

Fazit
Insgesamt hat „The Grace Year“ viele gute Züge, aber auch kleinere Kritikpunkte. Für mich war dies beispielsweise dass der männliche Charakter sich sehr stark aufgrund der Liebe verändert hat und dass dies recht oberflächlich abgehandelt wurde. Auch fand ich es schade, dass das „Warum“ nicht geklärt würde. Dafür gibt es in der Geschichte einen spannenden und vor allem schockierenden Weltentwurf und viele Wendungen, die mich beim Lesen eiskalt erwischt haben.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband (?)

Veröffentlicht am 22.03.2020

Futuristisches Abenteuer der Extraklasse! Ich bin total geflasht!

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Klappentext
„Für Elaine ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: In Neu London findet das spektakuläre Vortexrennen statt, und sie ist eine der Auserwählten. Hunderte Jugendliche jagen bei dem Wettkampf ...

Klappentext
„Für Elaine ist es der wichtigste Tag ihres Lebens: In Neu London findet das spektakuläre Vortexrennen statt, und sie ist eine der Auserwählten. Hunderte Jugendliche jagen bei dem Wettkampf um den Globus – doch nicht zu Fuß. Sie springen in die Energiewirbel, die die Welt vor Jahrzehnten beinahe zerstört haben. Der Sprung in einen Vortex ist lebensgefährlich, doch gelingt er, bringt er einen wie ein geheimes Portal in Sekunden von einem Ort zum anderen. Elaine will das Rennen um jeden Preis gewinnen. Doch mitten im Vortex erwacht eine Macht in ihr, die die Welt erneut erschüttern könnte. Und der Einzige, der Elaine nun zur Seite stehen kann, ist ein Junge, der nichts mit ihr zu tun haben will …“

Gestaltung
Ziemlich cool finde ich den lilafarbenen Buchschnitt, da dieser in krassem Kontrast zu dem hauptsächlich weißen Hintergrund des Covers steht. Das Covermotiv besteht aus einem Kreis, in welchem ein gezeichnetes Mädchengesicht zu sehen ist. Ich persönlich mag es nicht so gerne, dass es wieder ein Mädchengesicht ist, finde es aber gut, dass es gezeichnet ist. Am unteren Rand des farbigen Kreises sieht man die Umrisse einer Stadt. Diese gefällt mir am besten.

Meine Meinung
An „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“ faszinierten mich direkt der Klappentext und die Idee des Buches. Es geht um Elaine, die in einer Welt lebt, in der ein Vortex die Welt verändert hat. Seitdem gibt es Menschen mit besonderen Fähigkeiten und das sogenannte Vortexrennen. An diesem nimmt auch Elaine teil. Doch im Vortex wird eine Kraft in ihr geweckt. Eine Kraft, die alles verändern könnte.

Die Idee von Energiewirbeln, die über die Erde zogen und diese sowie die Menschen verändert haben, fand ich richtig genial, weil es in meinen Augen eine total frische, unverbrauchte und neuartige Idee ist. Auch mochte ich all die Konsequenzen, die sich aus dem Vortex ergeben haben. Beispielsweise für den Weltentwurf und die Charaktere. So ist das Setting in „Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“ leicht dystopisch und auf jeden Fall futuristisch, was ich total gerne mochte. Es war einfach super spannend!

Auch die Handlung schließt sich perfekt an diese Grundidee an, denn auch hier erwartet den Leser einiges an neuen, kreativen Einfällen, die beim Lesen einfach Spaß machen. Die Geschichte ist fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite, was unter anderem an verschiedenen Geheimnissen liegt, die es zu entdecken gilt. Auch gibt es eine Art böse Macht, die unterschwellig agiert und die es zu besiegen gilt. Kurzum: die Handlung ist ein reines Abenteuer, das unberechenbar ist, da ich als Leser nie wusste, was als nächstes auf mich zukommen würde.

Die Machtverhältnisse und der Aufbau der Welt waren auch richtig toll erklärt und beschrieben. Nicht zu einfach und auch nicht zu komplex. Vielmehr mit genau dem richtigen Maß an Erklärungen und Beschreibungen. So konnte ich mir alles richtig gut vorstellen und gleichzeitig in die Welt eintauchen. Ich fühlte mich beim Lesen teilweise so, als würde ein Kinofilm vor meinem inneren Auge ablaufen, was meiner Meinung nach für den genialen Schreibstil der Autorin Anna Benning spricht. Einnehmend und mit knisternder, atmosphärischer Spannung beschreibt sie ein Zukunftsszenario, das beim Lesen eine riesige Anziehung ausübt.

Fazit
„Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss“ ist ein bombastischer Trilogieauftakt, welcher für enormen Lesespaß sorgt. Die Einfälle und Ideen dieser Geschichte sind frisch und unverbraucht und so macht es Spaß, alles zu entdecken. Der Schreibstil der Autorin malt dabei Bilder wie auf einer Leinwand in den Kopf hinein. Die Handlung ist dabei ein atemberaubendes Abenteuer bis zum Schluss. Ich kann es ehrlich gesagt nicht mehr abwarten, bis diese Reihe endlich weiter geht!
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
2. ???
3. ???

Veröffentlicht am 22.03.2020

Tolle Kombination aus Realität und Fiktion!

Land of Stories: Das magische Land 3 - Eine düstere Warnung
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Klappentext
„Die ganze Wahrheit über Dornröschen, Schneewittchen & Co: Chris Colfers große internationale Bestsellerserie!
In Alex und Conners drittem Abenteuer im Land der Märchen stoßen sie auf eine ...


Klappentext
„Die ganze Wahrheit über Dornröschen, Schneewittchen & Co: Chris Colfers große internationale Bestsellerserie!
In Alex und Conners drittem Abenteuer im Land der Märchen stoßen sie auf eine jahrhundertealte Botschaft, die von niemand anderem als den Brüdern Grimm persönlich stammt. Dahinter verbirgt sich ein großes Rätsel, das sie lösen müssen, um das Märchenland vor dem Untergang zu bewahren – und das das Leben der Geschwister für immer verändern wird …“

Gestaltung
Da rot meine Lieblingsfarbe ist, finde ich die Farbwahl des dritten Bandes natürlich besonders gelungen. Aber auch wenn ich rot nicht toll finden würde, würde mir die Farbwahl gefallen, weil die rote Farbe hervorragend zu dem Drachen auf der Covermitte passen. Diesen finde ich total cool und wie Alex und Conner in kämpferischer Pose davor stehen sowieso! Auch mag ich all die anderen Zeichnungen der Märchenfiguren auf diesem Cover echt gerne, weil sie realistisch und trotzdem märchenhaft aussehen. Die goldenen Rahmen überzeugen zudem durch ihre Optik.

Meine Meinung
Ich hab mich sehr gefreut als der dritte Band der magisch-märchenhaften Buchreihe von Chris Colfer ins Deutsche übersetzt wurde. Die „Land of Stories: Das magische Land“-Reihe ist eine Buchreihe, die die Märchenwelt lebendig werden lässt und die mich beim Lesen immer an die Abenteuer von früher erinnert, die ich in meiner Kindheit geliebt habe. Im Vorgängerband endete die Handlung mit einigen spannenden Fragen. So blieb Alex im Märchenreich, während Conner in unsere Welt zurückgekehrt ist.

Die Frage, ob die beiden Geschwister sich wiedersehen würden, schwebte so immer als Spannungsmagnet über der Geschichte, denn ich wollte gerne wissen, wie es mit ihnen weitergehen würde. In diesem Zusammenhang hat mir besonders gut gefallen, dass Chris Colfer seine Geschichte zunächst aus beiden Welten erzählte. So konnte ich in der Märchenwelt die Erlebnisse von Alex verfolgen und in der Realität Conner begleiten. Diese Kombination beider Welten war spannend und abwechslungsreich zu gleich, was mir gut gefallen hat.

Auch der Humor und der schöne Schreibstil vom Autor sind in diesem Band wieder unverkennbar und genauso schön wie in den Bänden zuvor. Besonders das Märchenland beschreibt er total anschaulich und märchenhaft. Aber auch die Orte in der Realität hat Chris Colfer toll aufgegriffen und beschrieben, denn Conner reist durch Europa. Hier schafft es der Autor die Sehenswürdigkeiten und Städte so zu beschreiben, dass ich sie mir richtig gut vorstellen konnte und mich teilweise so fühlte, als würde ich an Conners Seite stehen. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich noch lieber im Märchenland war, da dieses einfach magisch und bezaubernd ist!

Die Handlung hat mir in diesem Band aber auch gut gefallen, was nicht nur an den beiden Handlungsorten und der zuvor erwähnten, neugierig machenden Frage lag. Auch entwickelt sich die Geschichte durchaus spannend. Es gibt Überraschungen und für mich sogar noch viel wichtiger actionreiche Szenen, in denen es teilweise auch kämpferisch zugeht. Dabei folgt ein Ereignis dem nächsten. Es geht also Schlag auf Schlag zu, wodurch die Geschichte sehr rasant und temporeich wird. So liebe ich das!

Fazit
Genauso märchenhaft und spannend wie schon in den beiden ersten Bände geht es auch in „Land of Stories: Das magische Land 3 – Eine düstere Warnung“ zu! Mir hat besonders die Kombination aus Märchenwelt und unserer normalen Realität gefallen. Aber auch die Handlung war super rasant und spannend. So ist stets etwas passiert – entweder etwas Actionreiches oder Überraschendes. Auch der anschauliche Schreibstil und Humor des Autors fehlten keineswegs!
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Land of Stories: Das magische Land 1 – Die Suche nach dem Wunschzauber
2. Land of Stories: Das magische Land 2 – Die Rückkehr der Zauberin
3. Land of Stories: Das magische Land 3 – Eine düstere Warnung
4. Land of Stories: Das magische Land 4 – Ein Königreich in Gefahr (erscheint voraussichtlich im Herbst 2020)
5. An Author‘s odyssey (bereits auf Englisch erschienen)
6. Worlds collide (bereits auf Englisch erschienen)

Veröffentlicht am 15.03.2020

Die Autorinnen zeichnen mit ihrem tollen Schreibstil ein wunderbares Setting

12 - Das erste Buch der Mitternacht, Band 1
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Die Autorinnen zeichnen mit ihrem tollen Schreibstil ein wunderbares Setting

Klappentext
„Jeden Tag hofft Harper, dass ihr Freund Phoenix aus dem Koma erwacht. Sie ahnt nicht, dass seine Krankheit magischer ...

Die Autorinnen zeichnen mit ihrem tollen Schreibstil ein wunderbares Setting

Klappentext
„Jeden Tag hofft Harper, dass ihr Freund Phoenix aus dem Koma erwacht. Sie ahnt nicht, dass seine Krankheit magischer Natur ist: Phoenix wird in der Traumstadt Noctaris gefangen gehalten. Als der arrogante Cajus Harper anbietet, sie nach Noctaris zu führen, lässt sie sich notgedrungen darauf ein —und gerät in ein gefährliches Abenteuer voller verwirrender Gefühle. Denn in Noctaris kann niemand seine geheimsten Sehnsüchte verbergen ..."

Gestaltung
Das Cover finde ich insgesamt sehr schick, wobei mir am besten alles um das Mädchengesicht herum gefällt. Das dunkle Blau passt toll zur Nachtthematik des Buches und all die Sterne darauf sehen umwerfend aus. Auch mag ich, dass die große Zwölf etwas heller dargestellt ist und dass sie sich so abhebt. Die Blume am Bildrand und die Wolken sorgen für verspielt-verträumte Details. Am Mädchengesicht gefällt mir am besten, dass das eine Auge von der Zwei umrundet und so nochmal betont wird.

Meine Meinung
Tatsächlich gehöre ich wohl zu den wenigen Menschen, die bisher noch kein Romantasy-Buch von Rose Snow alias Carmen und Ulli gelesen haben. Ich hatte es mir immer vorgenommen, denn schließlich hört man viel positives, aber bisher doch nie die Zeit gehabt. Mit „12 — Das erste Buch der Mitternacht" hat sich das nun geändert. Mein einziges Buch des Autorinnen-Duos war eins ihres Pseudonyms Anna Pfeffer, aber dies hatte mir auch schon gut gefallen, weswegen ich gespannt war, wie mir nun „Das erste Buch der Mitternacht" gefallen würde.

In dem Buch geht es um Harper, deren Freund im Koma liegt und die nachts von seltsamen Träumen heimgesucht wird. Als sie Cajus kennen lernt, scheint er die Lösung für all ihre Probleme zu kennen: wenn sie ihn ins Traumreich Noctaris begleitet, kann sie ihren Freund Phoenix retten, da er dort gefangen gehalten wird. Nur leider ist dieses Abenteuer gefährlich und Harpers Gefühle fahren zudem noch Achterbahn...

Die Idee dieser Traumstadt und dass Phoenix dort gefangen gehalten wird, fand ich gut. Vor allem gefiel mir das aus diesem Setting resultierende Abenteuer, dem sich Harper stellt, denn sie möchte ihrem Freund helfen. Doch nicht nur durch die Gefahren und das geheimnisvolle Reich Noctaris wird das Buch spannend, auch die wirre Sehnsuchts- und Gefühlswelt von Harper sorgt für Wirbel, wodurch die Geschichte nicht nur spannend, sondern auch unterhaltsam wird.

Mir gefiel Harper als Protagonistin zudem richtig gut, weil ich sie gut verstehen konnte und mich teilweise sogar mit ihr identifiziert habe. Etwas schade fand ich, dass Cajus auf mich recht unsympathisch wirkte mit seiner eingebildeten, arroganten Art. Das machte es mir schwer, ihn zu mögen. Je weiter die Geschichte fortschreitet, desto mehr erkannte ich zwar seinen inneren, weichen Kern, aber ich mag solche Typen generell einfach nicht so gerne. Mir wäre es lieber gewesen, er hätte gleich seine sympathische Seite gezeigt. Aber ich bin ja schon froh, dass er sie überhaupt
rausgelassen hat.

Der Schreibstil des Autorinnen-Duos hat mir sehr zugesagt, denn sie vereinen Wortwitz, Charme und schöne Beschreibungen in einem. Durch die kurz gehaltenen Kapitel hatte ich zudem das Gefühl beim Lesen sehr schnell voranzukommen, wodurch mir das Lesen noch mehr Spaß gemacht hat, weil die Geschichte geradezu an mir vorbeiflog. Die Kombination aus Erlebnissen am Tag und in Noctaris bei Nacht war zudem schön abwechslungsreich, wodurch ich mich beim Lesen bestens unterhalten gefühlt habe.

Fazit
„12 — Das erste Buch der Mitternacht” ist ein interessanter Auftakt, der mir vor allem mit seinem Setting gut gefallen hat. Die Traumstadt Noctaris ist ein spannendes Szenario, das beim Lesen für einige Abenteuer und Entdeckungen sorgt. Dabei fand ich es auch gut, dass auch die Gefühlswelt der Protagonistin beleuchtet wurde. Bei Cajus brauchte ich ziemlich lange, bis ich mit ihm warm wurde, aber schlussendlich war ich froh, dass er doch noch seine gute Seite gezeigt hat. Die Handlung ist zudem spannend mit der Verbindung aus Abenteuer und sehnsuchtsvollen Gefühlen.
Sehr gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. 12 — Das erste Buch der Mitternacht
2. 12 — Das zweite Buch der Mitternacht (erscheint am 1. Juni 2020)

Veröffentlicht am 13.03.2020

Die Liebe ging etwas schnell, dafür war sie aber auch echt süß

Verloren sind wir nur allein
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Die Liebe ging etwas schnell, dafür war sie aber auch echt süß

Klappentext
„Nach einem schweren Schicksalsschlag zieht Sky mit ihrer Mutter nach Texas. Ihre Mom will endlich alles hinter sich lassen, ...

Die Liebe ging etwas schnell, dafür war sie aber auch echt süß

Klappentext
„Nach einem schweren Schicksalsschlag zieht Sky mit ihrer Mutter nach Texas. Ihre Mom will endlich alles hinter sich lassen, doch Sky kann und will vor ihrem Schmerz nicht davonlaufen. Sie fühlt sich so verloren wie nie zuvor. Doch dann trifft sie den 18-jährigen Jeff, und mit ihm stiehlt sich ganz zaghaft wieder mehr Licht in Skys Leben. Aber auch Jeff hat mit schrecklichen Erlebnissen aus seiner Vergangenheit zu kämpfen. Können die beiden sich gegenseitig retten?“

Gestaltung
An der Covergestaltung gefällt mir vor allem der Titel, der von Blättern, Blumen und Ranken umgeben ist. Dies wirkt sehr edel, wobei dieser Effekt durch die goldene, leicht versetzte Rahmung der Buchstaben noch unterstützt wird. Auch mag ich dass die Blumen an manchen Stellen die Buchstaben des Titels überdecken und das Motiv so eine gewisse Tiefe erhält. Die Farbgebung aus weißen und rosafarbenen Blumen vor dem hellblauen Hintergrund ist auch sehr harmonisch.

Meine Meinung
Aufmerksam wurde ich auf „Verloren sind wir nur allein“ zuerst durch das Cover. Dann habe ich mir die Leseprobe durchgelesen und war ziemlich angetan davon, denn bereits die ersten Zeilen fand ich sehr eindringlich und fesselnd. Sie ließen sich schnell lesen, was unter anderem daran lag, dass der Charakter der Protagonistin Sky interessant war. Sie wirkte bereits auf den ersten Seiten sehr erwachsen, auch wenn sie gleichzeitig auch ein wenig Bedrückung vermittelte. Im Gegensatz zu ihrer Mutter, die fröhlicher und unbeschwerter wirkte, hat Sky auf mich den Eindruck vermittelt, als würde sie die Last der Welt auf sich tragen.

Hierdurch war ich auch gespannt, ob es dem im Klappentext angedeuteten Love Interests Jeff gelingen würde, Sky dieses Gewicht abzunehmen. Diese Neugierde auf die Beantwortung dieser Frage trieb mich beim Lesen stark an, wodurch eine untergründige Spannung entstand, die mir persönlich gut gefallen hat. Auch war ich gespannt auf Jeffs Vergangenheit, da hier im Klappentext auch einige Andeutungen gefallen sind…

Ich mochte die Chemie zwischen Sky und Jeff gerne, wobei für mich die Entwicklung ihrer Liebesgeschichte etwas schnell ging. Erst war Sky Jeff nämlich so gar nicht zugewandt und auf einmal änderte sich dies. Dies kam mir zu abrupt und schnell, was ich etwas schade fand, da ich es gerne habe, wenn es einen triftigen Grund für die Änderung eines Verhaltens gibt. Angesichts dessen, dass „Verloren sind wir nur allein“ ein Einzelband ist und die Seiten hier begrenzt sind, ist es für mich zwar verständlich, dass diese Entwicklung in der Art gelöst wurde, aber ich hätte es schöner gefunden, wenn es einen sanfteren Übergang gegeben hätte. Nichtdestotrotz haben Jeff und Sky eine perfekte Chemie und sie waren echt süß zusammen!

Schön fand ich die Botschaft, die das Buch dem Leser vermittelt. Diesbezüglich zeigt die Geschichte sehr schön auf, dass es in Ordnung ist zu trauern, aber dass man sich nicht darin aufgeben und sich darin verlieren darf, denn dann ist man allein. Der Titel deutet in meinen Augen auch schon ein wenig auf diese Message hin, was ich gut finde, da es so schön deutlich wird. Durch die Freunde, die Sky findet, wird auch toll deutlich gemacht, dass es wichtig ist, sich nicht zu isolieren und zurückzuziehen und dass es auch wichtig ist, Menschen an seiner Seite zu haben, denn diese machen die Trauer erträglicher.

Fazit
Mit „Verloren sind wir nur allein“ legt Mila Summers eine Geschichte vor, die eine schöne Botschaft hat und die gleichzeitig auch für Spannung sorgt. So wollte ich beispielsweise unbedingt wissen, ob Jeff Sky helfen kann und wie seine Vergangenheit aussieht. Meine Neugierde wurde auch mit einer interessanten Geschichte gestillt. Zwar ging mir die Liebe zwischen beiden etwas zu schnell, aber dennoch fand ich sie süß zusammen und wurde von ihrer Chemie überzeugt.
Gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband