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Veröffentlicht am 13.09.2020

Der beste Band der Reihe (und dabei sind die anderen Bände schon richtig gut!)

Die Abenteuer des Apollo 4: Die Gruft des Tyrannen
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Klappentext
„Noch immer darf Apollo nicht auf den Olymp zurückkehren! Denn noch immer warten zwei uralte Orakel, die er aus dem Zugriff des bösen Triumvirats aus römischen Kaisern befreien muss. Doch ...


Klappentext
„Noch immer darf Apollo nicht auf den Olymp zurückkehren! Denn noch immer warten zwei uralte Orakel, die er aus dem Zugriff des bösen Triumvirats aus römischen Kaisern befreien muss. Doch zunächst muss Apollo mit seinen neuen Freunden ins Camp Jupiter, um bei der Verteidigung des Camps zu helfen und das Weissagungshuhn Ella zu schützen. Und dann geht die Reise weiter, tief unter die Erde, direkt in die Gruft eines weiteren grausamen Kaisers …“

Gestaltung
Das Covermotiv ist total cool gezeichnet und richtig spannend zu betrachten. Man sieht viele Raben und den Himmel. In dieser Szenerie klettert ein Junge an einer hohen Säule hinauf, wobei man nicht mal den Boden sehen kann. Mir gefällt besonders gut, wie die Raben, die Wolken und das Spiel mit Licht und Dunkel die dargestellte Szenerie einrahmen. Dabei finde ich auch die Farbgebung sehr schön mit der Kombination aus Lila, Rosa und Gelb, die an den Auf-/Untergang der Sonne erinnert.

Meine Meinung
Es geht weiter, endlich! Ich hab mich so über den neusten Band von „Die Abenteuer des Apollo“ gefreut, denn ich mag diese Reihe echt gern und war nach „Das brennende Labyrinth“ gespannt, wie es weitergehen würde mit unserem „gefallenen“ Gott. In „Die Gruft des Tyrannen“ hilft Apollo mit seinen Freunden bei der Verteidigung von Camp Jupiter und vom Weissagungshuhn Ella. Als wäre das nicht schon abenteuerlich genug geht es dann aber noch unter die Erde in die Gruft des Tyrannen, ein weiterer grausamer Kaiser, denn es warten noch zwei Orakel auf ihre Befreiung…

Okay, wo fang ich an? Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass dieser Band für mich der bisher Beste der gesamten Apollo-Reihe ist! Ich fand die anderen Bände schon gut, aber diesen hier fand ich nochmal ein Stück besser, was vor allem an Apollo lag. In den drei Bänden zuvor merkte man ihm noch seine göttliche Position an, aber hier ist er so viel menschlicher als je zuvor. Er ist nahbarer geworden und hat sich total entwickelt. Apollo ist sogar bereit, sich für diejenigen, die er mag, einzusetzen und sein Leben für sie zu riskieren. Wow, das ist echt eine Entwicklung, die mir unter die Haut ging! Jetzt mag ich ihn noch mehr als ohnehin schon.

Ich finde es sowieso immer wieder toll, wie Rick Riordan in seinen Buchreihen zu den letzten Bänden hin eine Steigerung einbaut und diese noch spannender, noch tiefergehender, noch emotionaler und noch humorvoller zu gestalten. Ehrlich gesagt hatte ich bei der Apolloreihe damit aber irgendwie so gar nicht gerechnet, da schon die ersten drei Bände auf einem gleichbleibend guten, hohen Niveau waren. Diese Steigerung hat mich überrascht und mich richtig mitgerissen!

Auch mochte ich Apollos und Megs Beziehung in diesem Band so richtig gerne, denn ich fand, dass man in „Die Gruft des Tyrannen“ richtig spüren konnte, wie die zwei zusammengewachsen sind. Sie sind füreinander da, können auf den jeweils anderen zählen und sich auf ihn/sie verlassen. Sie sind zusammen stark und das hat mich total berührt. Außerdem fand ich die Wiedersehen mit alten Bekannten, aber auch das Kennenlernen mit neuen Figuren schön, weil es so eine wunderbare Balance zwischen neu und alt gab.

Die Handlung konnte mich vollends gefangen nehmen und überzeugen. Sie ist durch gefährliche Situationen nicht nur spannend, sondern auch durch viele unerwartete Überraschungen unglaublich mitreißend! Im Grunde passiert ständig etwas neues, sodass es nie langweilig wird und ich auch kaum bis gar keine Lesepausen einlegen konnte, weil ich immer so dauer-neugierig war, wie es denn nun weitergehen würde. Zudem glänzt Rick Riordan hier wieder mit seiner gekonnt spritzigen Prise Humor, die mich mehr als einmal zum Lachen brachte und mir gute Laune bescherte!

Fazit
Also „Die Gruft des Tyrannen“ ist eindeutig der beste Band der „Die Abenteuer des Apollo“-Reihe! Apollo ist in diesem Band so sympathisch und so herzig, dass ich ihn noch mehr liebgewonnen habe als ohnehin schon. Er ist menschlich geworden und seine Beziehung zu Meg hat mich auch sehr berührt. Außerdem ist die Handlung so spannend, dass ich beim Lesen keine Pausen einlegen konnte, weil ich immer sofort wissen musste, wie es weiter geht! Ich freue mich schon jetzt auf das fünfte und abschließende Abenteuer von Apollo! (und hoffe, dass Rick Riordan niemals aufhören wird zu schreiben!)
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Die Abenteuer des Apollo – Das verborgene Orakel
2. Die Abenteuer des Apollo – Die dunkle Prophezeiung
3. Die Abenteuer des Apollo – Das brennende Labyrinth
4. Die Abenteuer des Apollo – Die Gruft des Tyrannen
5. The Tower of Nero (erscheint voraussichtlich 2020 auf Englisch)

Veröffentlicht am 12.09.2020

Der Anfang ist sehr gestreckt, aber dann voller Action und Dramatik

Chain of Gold
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Klappentext
„Von der eleganten Londoner Soirée zum rauschenden Ball – und unter dem Abendkleid verborgen ein tödlich scharfes Schwert: In Cordelia Carstairs Brust wohnen zwei Seelen. Denn eigentlich sollte ...

Klappentext
„Von der eleganten Londoner Soirée zum rauschenden Ball – und unter dem Abendkleid verborgen ein tödlich scharfes Schwert: In Cordelia Carstairs Brust wohnen zwei Seelen. Denn eigentlich sollte die junge Schattenjägerin heiraten. Sie jedoch plant eine Zukunft als Dämonenjägerin – auch in ihren Kreisen eher unüblich Anfang des 20. Jahrhunderts. Während Cordelia noch mit ihrem Schicksal und der aussichtslosen Liebe zu James Herondale hadert, bricht Unheil über Londons Schattenjäger herein: Scheinbar unbesiegbare Dämonen drohen die Stadt zu überrennen. Und Cordelia muss erfahren, was der wahre Preis für Heldentum ist ...“

Gestaltung
Das Cover finde ich total interessant und aufsehenerregend, denn die Rückansicht des Mädchens ist vor allem durch ihr langes, wehendes Haar und das verspielte Kleid sehr detailreich. In den Haaren sind Ahornblätter, die den Wind verbildlichen. Am besten gefällt mir persönlich jedoch der Hintergrund mit dem wunderschönen Zaun mit seinen Goldverzierungen, die auch voller Details stecken. Die Farbgebung aus olivgrün, braun und rot-orange passt auch gut zueinander.

Meine Meinung
Wieder gibt es eine neue Reihe von Cassandra Clare und ihrem Schattenjäger-Universum. Natürlich kann ich nicht die Finger davon lassen, denn zu einem Abstecher in die Welt der Nephilim, Dämonen und Schattenweltler kann ich einfach nicht nein sagen. „Chain of Gold“ spielt zeitlich vor der Reihe um Tessa Gray. Es geht um Cordelia Carstairs, die vergebens in James Herondale verliebt ist und die eigentlich heiraten sollte. Doch Cordelia möchte lieber Dämonen jagen. Als unbezwingbar erscheinende Dämonen über Londons Schattenjäger hereinfallen, muss Cordelia lernen, was es heißt, ein Held zu sein…

Etwas überfordert war ich mit der Fülle an Figuren in „Chain of Gold“. Ich bin es von Cassandra Clare gewohnt, dass es einige Charaktere gibt, aber diese wurden oft erst nach und nach im Verlauf der Reihe eingeführt. Hier musste ich mich gleich im ersten Band zwischen Cordelia, James, Matthew, Thomas, Christopher, Grace und noch einigen Figuren mehr zu Recht finden. Dabei fehlte mir für meinen Geschmack etwas die Tiefe der Bindung, die ich zu den Charakteren aufbauen konnte, denn diese war nicht so intensiv wie beispielsweise zuvor bei Clary, Jace, Alec und Isabell oder bei Emma und Julian. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass dies im weiteren Verlauf der Reihe besser werden könnte.

Generell mochte ich die Figuren aber unheimlich gerne, da es dieses Mal auch wieder sehr unkonventionelle und besondere Charaktere gab. Beispielsweise ist da Anna, die durch ihre Art sehr hervorstach. Oder aber Lucie, die mit ihrer besonderen Gabe mein Interesse weckte. Auch fand ich Grace sehr spannend, weil sie ziemlich geheimnisvoll war. Auch Cordelia selbst konnte meine Sympathien gewinnen, weil ihre Wünsche für mich sehr nachvollziehbar waren. Auch die anderen Figuren fand ich sehr angenehm und freundlich, sodass ich mir hier im Folgeband noch mehr Informationen über sie alle erhoffe und mich richtig darauf freue, sie alle genauer kennen zu lernen.

Die Handlung kam mir gerade zu Beginn sehr gestreckt vor. Das Buch hat um die 700 Seiten und zieht sich anfangs etwas, sodass ich hier manchmal dachte, dass ein paar Kürzungen nicht schlecht gewesen wären. Dafür geht es dann ungefähr ab der Hälfte gewohnt spannend zu, da hier die von den Schattenjäger-Büchern bekannte Action und Dramatik losgeht. Ein Kampf ums Überleben entbrennt und die Schattenjäger müssen zeigen, was in ihnen steckt…

Fazit
Insgesamt hatte ich meine Freude mit „Chain of Gold“, denn Geschichten aus dem Schattenjäger-Universum sorgen meiner Meinung nach immer durch ihre Kämpfe und die dramatische Handlung für Spannung. Zwar dauerte es hier etwas, bis es dazu kam, aber ab der Hälfte glänzt „Die letzten Stunden“ mit einer von Cassandra Clare gewohnten Dramatik, die den Leser nicht mehr loslässt. Die Figuren fand ich auch alle sehr vielversprechend und sympathisch, wobei es auch ziemlich viele waren, sodass ich noch nicht zu jedem eine tiefere Bindung eingehen konnte. Dennoch denke ich, dass diesbezüglich „Chain of Iron“ Abhilfe schaffen kann, sodass ich mich riesig auf die Fortsetzung freue!
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Chain of Gold – Die letzten Stunden
2. Chain of Iron (erscheint voraussichtlich 2021 auf Englisch)
3. Chain of Thorns (erscheint voraussichtlich 2022 auf Englisch)

Veröffentlicht am 12.09.2020

Ideal für den Unterricht, wenn man z.B. differenzieren möchte!

Jäger in der Tiefe
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Klappentext
„Tono lebt auf Bangka, einer echten Schatzinsel, denn hier gibt es so viel Zinn in der Erde wie sonst nirgends auf der Welt. Tag für Tag muss Tono in der Zinn-Mine seines Onkels schuften und ...

Klappentext
„Tono lebt auf Bangka, einer echten Schatzinsel, denn hier gibt es so viel Zinn in der Erde wie sonst nirgends auf der Welt. Tag für Tag muss Tono in der Zinn-Mine seines Onkels schuften und nach dem wertvollen Edelmetall tauchen. Tonos einzige Flucht sind die alten Comics seines Vaters. So kann er in die Welt der Superhelden abtauchen und die schreckliche Mine vergessen. Wenn er doch nur selbst Superkräfte hätte! Als Tono eines Tages einen schimmernden roten Stein in der Tiefe am Meeresboden entdeckt, ahnt er noch nicht, dass dieser sein Leben für immer verändern wird.“

Gestaltung
Das dargestellte Motiv auf dem Cover finde ich sehr interessant, was vor allem an dem pink leuchtenden Loch im Bodenliegt, auf das eine Figur mit ausgestreckter Hand zu schwimmt. Die lilafarbenen Lichtreflexe und die dunklen Steine, die diese Szene umgeben sorgen für den gewissen Hauch an Mystik, was mir gut gefällt. Der hellblaue Hintergrund bringt dafür wieder etwas Helligkeit in die Gestaltung.

Meine Meinung
Schon als ich zum ersten Mal von den superlesbaren Büchern des Beltz Verlages gehört habe, war ich gespannt auf dieses Format. Da mich bei „Jäger in der Tiefe“ vor allem der spannende Klappentext angesprochen hat, habe ich dieses als meine erste superlesbare Lektüre ausgewählt. Und so viel sei schon mal verraten: es war bestimmt nicht meine letzte! In „Jäger in der Tiefe“ geht es um Tono, der für seinen Onkel arbeitet und Zinn aus einer Mine holt. Trost spenden ihm die alten Superhelden-Comics seines Vaters. Bis er eines Tages einen roten Stein findet, der Tonos Wünsche in greifbare Nähe rückt…

Mir gefällt das Konzept der superlesbaren Bücher richtig gut. Zum einen ist der Text nämlich einfach gehalten, sodass Leser, die noch Schwierigkeiten haben, mit einfachen Sätzen und übersichtlichen Textblöcken nicht überfordert werden. So ist das Lesen einfach und verständlich. Dazu tragen auch das große Schriftbild und die Illustrationen, die Geschehnisse im Text aufgreifen und visualisieren, bei. Die Geschichten sind dabei immer an unterschiedliche Altersklassen angepasst, sodass auch für ältere Kinder mit Leseschwierigkeiten noch interessante und spannende Themen vorhanden sind.

Ich finde auch den Preis unschlagbar, denn für wenig Geld erhält man hier richtig viel! Meiner Meinung nach sind die superlesbaren Geschichten ausgesprochen gut geeignet für den Einsatz in der Schule (beispielsweise bei der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf, Kindern mit Leseschwierigkeiten oder auch Kindern, die noch nicht so lange Deutsch sprechen). Das Lesen wird hier aber nicht nur durch den gelungenen Textaufbau und die Kombination mit Illustrationen gefördert.

In meinen Augen tragen auch die Geschichten maßgeblich dazu bei. „Jäger in der Tiefe“ ist für ein Lesealter ab 11 Jahren empfohlen. Ich finde diese Empfehlung sehr passend, denn das Thema des Buches ist durchaus anspruchsvoller, auch wenn man dies beim Lesen kaum bemerkt dank der angenehm leichten Erzählweise. Mir persönlich gefiel zwar der Stil der Illustrationen nicht ganz so gut, da dieser doch etwas erwachsener gehalten war, aber das ist ja Geschmackssache.

Bei „Jäger in der Tiefe“ wird eine spannende Superheldengeschichte auf aufregende Art und Weise erzählt. Dabei bietet das Buch viele Anknüpfungspunkte z.B. für den Unterricht. So lassen sich beispielsweise Kinderarbeit, die schlechten Lebensbedingungen oder auch die Verbindungen zur Konsumgesellschaft aufgreifen. In meinen Augen sind dies Dinge, die für Kinder ab 11 Jahren durchaus spannend sind, da sie ihr Leben mit dem von anderen aus der Altersgruppe vergleichen können und ein Bewusstsein für die Umwelt entwickeln können.

Fazit
In meinen Augen eignen sich die superlesbaren Geschichten und vor allem auch „Jäger in der Tiefe“ sehr gut für den Unterricht, wenn man beispielsweise differenzieren möchte und Kinder in der Klasse hat, die noch Schwierigkeiten beim Lesen haben. Durch die große Schrift, die leichten Sätze und die Illustrationen (die meinen Geschmack nicht so ganz getroffen haben) wird das Lesen nämlich erleichtert. Die Handlung ist dabei spannend geschrieben und sehr anziehend. Außerdem bietet sie viele Anknüpfungspunkte für den Unterricht und für die Kinder, da Themen aufgegriffen werden, die Kinder um die 11 Jahre interessant finden.
Gute 4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
Einzelband

Veröffentlicht am 12.09.2020

Mir gefiel vor allem die Idee der Nachtalben und des Wettkampfes

Chroniken der Dämmerung, Band 1: Moonlight Touch
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Klappentext
„Als Sheera festgenommen und in den Palast der Hochalben gebracht wird, fürchtet sie um ihr Leben. Denn sie ist nicht nur eine gesuchte Diebin, sondern auch eine Nachtalbe – ein geächtetes ...

Klappentext
„Als Sheera festgenommen und in den Palast der Hochalben gebracht wird, fürchtet sie um ihr Leben. Denn sie ist nicht nur eine gesuchte Diebin, sondern auch eine Nachtalbe – ein geächtetes Wesen der Dunkelheit. Ihre Festnahme hat allerdings einen anderen Grund: Sheera soll an einem Wettstreit um den Königsthron teilnehmen. Wenn sie das tödliche Spiel überleben will, darf sie niemandem vertrauen – weder ihren adeligen Konkurrentinnen noch dem jungen Kommandanten der Armee. Doch Sheera wird schon bald einem weitaus gefährlicheren Feind gegenüberstehen: dem Kronprinzen des Menschenreichs …“

Gestaltung
Am besten gefallen mir die Regentropfen, die das Cover überziehen und vom oberen Bildrand runterzufallen scheinen, denn in diesen sind verschiedene, schöne Muster versteckt. Außerdem schimmern sie und heben sich so vom Rest des Covers ab. Farblich ist die Gestaltung auch sehr harmonisch gehalten mit den Beigetönen, in denen sich warme Grau-Braun-Töne wiederfinden. Die Frau in dem eleganten grauen Kleid fügt sich auch passend in das Gesamtbild ein.

Meine Meinung
Von Jennifer Alice Jager habe ich schon mehrere Bücher gelesen, mit denen ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht habe. Daher war ich auch neugierig auf ihr neustes Werk: „Chroniken der Dämmerung – Moonlight Touch“. In diesem Auftaktband einer Dilogie geht es um Sheera, die eine Nachtalbe ist und die an einem Wettstreit um den Königsthron teilnehmen soll. In diesem Spiel, in dem es um Leben und Tod geht, darf sie niemandem vertrauen…

An „Moonlight Touch“ gefiel mir besonders die Idee der Geschichte und dass die Protagonistin eine Nachtalbe ist. Diese Wesen sind als Diebe und Wesen der Nacht verschrien. Ich fand es spannend, dass Sheera sich durch diese Abstammung von anderen Büchern des Jugendbuchgenres abhob, da zumindest mir persönlich Nachtalben so noch nicht untergekommen sind. Auch die Idee mit dem tödlichen Spiel hat mir gefallen, da dies für einiges Spannungspotenzial sorgte.

Dieser Wettkampf um den Königsthron ist hart und Sheera wird gezwungen, daran teilzunehmen. Dabei lernt sie schnell, dass sie niemandem trauen darf, wodurch auch der Leser den Figuren nicht wirklich über den Weg traut und lieber skeptisch und vorsichtig ist. Dies fand ich sehr gelungen, weil ich durch diese Zweifel an den Figuren immer aufmerksam war und rätselte, wem ich trauen kann und was die Motive der Charaktere sind. Auch die Aufgabe, die Sheera lösen soll, sorgt für Nervenkitzel, da diese mit großen Hürden verbunden ist.

Sheera trifft außerdem auf den Kronprinzen des Menschenreiches: Lysander. Er ist eine Figur, die ich sehr interessant fand, weil er schwer zu durchblicken ist. Er wirkt bedrohlich und gefährlich, was vor allem daran liegt, dass seine Motive und Intentionen im Unklaren liegen und ich ihn nur schwer einschätzen konnte. Vor allem ist er als Mensch jemand, mit dem Alben wie Sheera seit jeher in Konflikt stehen und aneinander geraten…

Vor allem gefiel mir auch, dass „Moonlight Touch“ aus den Perspektiven sowohl von Sheera als auch von Lysander erzählt wird. Zu Beginn waren die Zusammenhänge zwischen beiden Charakteren noch nicht klar, weswegen beide Perspektiven dafür gesorgt haben, dass ich mir schon einige Theorien ausmalte. Später fand ich es sehr hilfreich und spannend, Einblicke in beide Figuren zu erhalten, da ich so das Gefühl hatte, ihnen beiden nah zu sein.

Fazit
Mit Sheera hat „Moonlight Touch“ eine starke Protagonistin, die sich dadurch von anderen Jugendbuchheldinnen abhebt, dass sie eine Nachtalb ist. Dies fand ich sehr faszinierend und spannend, vor allem auch deswegen, weil Alben im Konflikt mit den Menschen stehen. Spannend wird es aber auch durch den Wettstreit um den Thron und die damit verbundenen Hürden. Beispielsweise vertraut man als Leser den Figuren nicht wirklich und liest sehr aufmerksam mit, weil die Charaktere teilweise schwer einzuschätzen sind. Nach dem Ende bin ich auch sehr gespannt, wie sich die Geschichte im Folgeband weiterentwickeln wird.
5 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Chroniken der Dämmerung – Moonlight Touch
2. Chroniken der Dämmerung – Midnight Soul (erscheint am 29. Januar 2021)

Veröffentlicht am 06.09.2020

Ein etwas ernüchterndes Ende

Arlo Finch (3). Im Königreich der Schatten
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Ein etwas ernüchterndes Ende

Klappentext
„Nach einem alles verändernden Sommer kehrt Arlo Finch zu seiner Familie nach Pine Mountain zurück. Doch statt auf den anstehenden Schulwechsel kann Arlo sich ...

Ein etwas ernüchterndes Ende

Klappentext
„Nach einem alles verändernden Sommer kehrt Arlo Finch zu seiner Familie nach Pine Mountain zurück. Doch statt auf den anstehenden Schulwechsel kann Arlo sich nur auf eins konzentrieren: Mithilfe seiner magischen Fähigkeiten endlich seinen Vater aus China zurückzuholen. Doch damit das gelingt, muss er den mysteriösen Eldtrich entgegentreten und die stellen Arlo vor eine unlösbare Aufgabe: Entweder er rettet seine Familie und Freunde oder die Long Woods. Egal wie er sich entscheidet, am Ende werden beide Welten nie mehr dieselben sein.“

Gestaltung
Nach einem vorrangig blauen und einem vorrangig roten Cover ist nun Grün die dominierende Farbe. Mir gefällt, dass die Gestaltung auf eine Hauptfarbe zurückgreift, aber dennoch so viele Details offenbart, die auch mit anderen Farben glänzen. Besonders fällt dieses Mal die Illustration von Protagonist Arlo ins Auge, der zwischen Bäumen und Wasserfällen einen sehr ernsten Blick aufgesetzt hat. Am besten gefällt mir der Kontrast zwischen der grünen Idylle im oberen Bildmotiv und der kargen Höhlenlandschaft darunter.

Meine Meinung
Nachdem mir der zweite Band der Arlo Finch Reihe so gut gefallen hatte, war ich gespannt, was im Finale passieren würde. „Arlo Finch – Im Königreich der Schatten“ ist der dritte und letzte Band der Reihe und dieses Mal sieht Arlo sich schweren Entscheidungen gegenüber. Er möchte mit seinen magischen Fähigkeiten seinen Vater zurückholen. Dafür muss er vor die Eldtrich treten und diese geben ihm eine Aufgabe, die für Arlo unlösbar scheint: er soll sich zwischen der Rettung seiner Familie und Freunde und der Rettung der Long Woods entscheiden…

Ich fand diesen Band wieder so wundervoll abenteuerreich! Ich habe es richtig genossen mit Arlo ein letztes Mal in eine Welt voller Magie und Geheimnisse einzutauchen und so dem Alltag zu entfliehen! Mir hat es wieder sehr gut gefallen, dass all die Mysterien in dieser Geschichte dazu einladen, mitzurätseln und zu versuchen, die Geheimnisse zu entschlüsseln. Für Rätselfans ist diese Reihe also genau das Richtige, denn man kann beim Lesen mitdenken, um den Lösungen auf die Spur zu kommen.

Etwas gewundert habe ich mich beim Lesen darüber, dass dieser Band der Abschlussband sein soll, denn beim Lesen fühlte es sich gar nicht wie ein Ende an. Dafür wurden so viele Fragen aufgeworfen oder offen gelassen, dass ich nach dem Zuklappen des Buches erstmal recherchiert habe, ob es vielleicht doch noch eine Fortsetzung oder ein Spin Off geben würde. Diesbezüglich fand ich jedoch keine Informationen, sodass ich etwas ernüchtert bin, da mir dieser Finalband nicht das Gefühl eines Abschlusses gegeben hat.

Gut fand ich dafür wieder die magisch knisternde Atmosphäre des Buches, denn diese ist ziemlich greifbar und präsent. Auch ist sie für ein Kinderbuch etwas düster (aber nicht zu sehr), was für besonderen Nervenkitzel sorgt. Zudem mag ich die Beschreibungen vom Autor John August gerne, da er sehr anschaulich erklärt und die Geschichte auch eine schöne Naturverbundenheit offenbart. Ich finde, dass man sich beim Lesen dieser Geschichte wie in eine andere Welt versetzt fühlt.

Fazit
Obwohl sich dieser Trilogieabschluss nicht wie ein Ende anfühlte, mochte ich die Handlung von „Arlo Finch – Im Königreich der Schatten“ gern. Dies lag vor allem daran, dass mich die Geschichte wieder dazu eingeladen hat, mitzudenken und zu rätseln, was hinter den verschiedensten Mysterien stecken mag. Außerdem ist die Atmosphäre sehr greifbar und die Natur ist sehr schön eingebunden. Ich konnte beim Lesen dieses dritten Bandes jedenfalls wunderbar abschalten und meinen Alltag hinter mir lassen.
4 von 5 Sternen!

Reihen-Infos
1. Arlo Finch – Im Tal des Feuers
2. Arlo Finch – Im Bann des Mondsees
3. Arlo Finch – Im Königreich der Schatten