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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.04.2019

Toller zweiter Band

Auf immer gefangen (Königreich der Wälder 2)
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Nach dem Ende von Auf immer gejagt, war ich sehr gespannt wie es mit Tessa und Cohen weitergehen wird. Vor allem da angedeutet wurde, dass Tessa eine Verbindung zu Aodren aufgebaut hat, statt wie zuvor ...

Nach dem Ende von Auf immer gejagt, war ich sehr gespannt wie es mit Tessa und Cohen weitergehen wird. Vor allem da angedeutet wurde, dass Tessa eine Verbindung zu Aodren aufgebaut hat, statt wie zuvor zu Cohen. Dieser neue Aspekt am Ende von Band eins hat so einige Theorien in meinem Kopf heraufbeschworen und ich wollte wissen ob ich Recht hatte. Und tatsächlich ist die ein oder andere Theorie auch aufgegangen. Yay :)

Anders als im ersten Band haben wir diesmal drei Sichten aus denen die Handlung geschildert wird. Tessa, Cohen und auch Aodren bekommen viel Platz in der Story, und so lernen wir alle auf eine ganz besondere Weise kennen. Auch wenn wir Tessa und Cohen aus dem ersten Band kennen, so kriegen wir eine bessere Sicht auf ihren Charaktere und ihre Entwicklung.

Und oh ja es kommt zu neuen Konflikten, da Aodren neu zu der Konstellation hinzukommt. Er sucht immer mehr Tessas Nähe und wie nicht anders zu erwarten, gefällt dies Cohen so gar nicht. Dreieckbeziehugen kenne wir mitlerweile schon aus etlichen Jugendfantasy Büchern, und trotzdem mag ich sie das ein oder andere mal ganz gern. So auch hier, obwohl die Liebesgeschichte eine große Rolle eingenommen hat, hat mich dies nicht weiter gestört. Weil die Autorin zwischen ganz viel Drama auch die Aktion nicht außer acht gelassen hat.

Insgesamt hat mir der zweite und Abschließende Band sehr gut gefallen. Viele Fragen aus dem ersten Band wurden beantwortet und auch das Ende fand ich sehr gut gelöst, sodass man als Leser zufrieden das Buch zuschlagen kann.

Veröffentlicht am 03.04.2019

Märchen mal anders

Cinder & Ella
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Märchenadaptionen sind für viele von uns Bücher, mit denen wir unsere Kindheit verbinden. Wir wissen wie die Handlung verläuft und auch wie es am Ende ausgeht. Deshalb liebe ich solche Bücher, und auch ...

Märchenadaptionen sind für viele von uns Bücher, mit denen wir unsere Kindheit verbinden. Wir wissen wie die Handlung verläuft und auch wie es am Ende ausgeht. Deshalb liebe ich solche Bücher, und auch Cinder & Ella wollte ich eine Chance geben.

Der Anfang des Buches hat mir ein lächeln aufs Gesicht gezaubert. Elle und ihre Mutter fahren zusammen in den Urlaub und ihre Mutter zieht sie auf, dass sie mit Cinder, ihrem Chatfreund, schreibt. Sie haben sich noch nie persönlich gesehen, und doch haben Ella & Cinder eine Verbindung zueinander. Sie verstehen sich und es kribbelt zwischen ihnen auch ohne einen persönlichen Kontakt. Jedoch soll es das letzte Mal gewesen sein, dass sie sich für eine ganze Weile schreiben. Es passiert nämlich ein Unfall, bei dem Ellas Mutter stirbt und Elle selbst schwere Verletzungen davonträgt. Ab diesem Zeitpunkt verschwand mein Lächeln und ich habe mit Elle zusammen getrauert.

Ella ist gezwungen zu ihrem Vater zu ziehen. Dieser hat nach der Scheidung zu ihrer Mutter eine neue Frau und zwei Stieftöchter. Es scheint, dass Ella nicht in die schöne heile Welt der Familie ihres Vaters passt. Auch in der Schule ist es nicht viel besser, aufgrund ihrer Verletzungen wird sie schief angesehen und kann sich nicht in den Alltag integrieren.

Immer mehr zieht sie sich zurück und versinkt in ihrer Trauer, sie trauert um ihre Mutter, um ihren körperlichen und ihre aktuelle Situation. Nichts scheint mehr eine Bedeutung zu haben, und niemand kann ihr eine tröstende Schulter bieten. Oder vielleicht etwa doch?

Sie nimmt wieder Kontakt zu Cinder auf und er ist überaus begeistert von Ella zu hören, da er schon das schlimmste befürchtet hatte. Es ist genau wie früher und sie beide können über alles reden. Und doch haben Ella und auch Cinder Geheimnisse voneinander. Könne sie ihre Probleme lösen und sich endlich nach Jahren ihre Gefühle füreinander Preisgeben? Tja meine Lieben, dass müsst ihr wohl oder übel selbst nachlesen.

Mir jedenfalls hat Cinder & Elle sehr gefallen, es ist eins dieser Bücher, die man anfängt zu lesen und immer weiterlesen muss. Man gerät in einen Strudel voller Gefühle und wird regelrecht von ihnen erschlagen. Ich fand es sehr süß und authentisch wie sich die beiden immer nähergekommen sind. Ella wurde auch im Laufe des Buches immer selbstbewusster und hat ihr neues Leben akzeptiert, auch wenn es ihr noch so schwergefallen ist. Sie ist eine richtige Kämpferin, zwar ohne Pfeil und Bogen, aber mit viel Herz. Man muss nicht körperlich stark sein und Stärke zu zeigen und genau dies strahlt Ella.

Und auch Cinder ist ein überaus sympathischer Protagonist. Ihm sind Äußerlichkeiten nicht wichtig, und das obwohl er doch in einem Bereich arbeitet indem es genau darauf ankommt. Eben dies fand ich super gelöst von der Autorin, die Art wie sich Cinder & Ella kennengelernt haben unterstützen ihre Charakterzüge, Herzlichkeit und Stärke.



Fazit

Ein Leben das aussichtslos scheint, ist mit den richtigen Menschen an der Seite nicht mehr völlig bedeutungslos. Sie geben einem Kraft und den Mut sich selbst zu akzeptieren und unterstützen wo sie nur können. Aber auch die Selbstakzeptanz ist wichtig, und genau dies zeigt uns Ella zum Ende des Buches hin. Es ist langer Prozess, indem sie viele Hürden überwinden musste, aber auch dies meistert sie mit Bravour.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Jetzt ist alles, was wir haben. Doch was ist dieses Jetzt für Hadley und warum ist das Jetzt so wichtig?

Jetzt ist alles, was wir haben
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Jetzt ist alles, was wir haben. Doch was ist dieses Jetzt für Hadley und warum ist das Jetzt so wichtig?  

Hadley ist eine 17-jährige Schülerin, die in einer perfekten Welt lebt. Sie hat eine reiche ...


Jetzt ist alles, was wir haben. Doch was ist dieses Jetzt für Hadley und warum ist das Jetzt so wichtig?  

Hadley ist eine 17-jährige Schülerin, die in einer perfekten Welt lebt. Sie hat eine reiche Familie, tolle Noten, ist der Captain des Lacross Teams und hat beste Freunde. Doch hinter ihrem ach so tollen Leben verbirgt sich mehr Schmerz und Trauer als es zu Anfang scheint. Sie hat gelernt diese Gefühle vor jedem zu verbergen und niemanden aus der Außenwelt auch nur ansatzweise ihre innere Zerrissenheit preiszugeben. Sie ist zum Teil unsichtbar und gibt nur ihr bestes, wenn es von ihr verlangt wird. Sie lebt nicht wirklich, bis sie und Charlie sich näherkommen. Ab da verändert sich ihr Leben und sie kämpft für sich. Aber warum überhaupt muss sie kämpfen, was ist das große Geheimnis, das sie so sehr belastet?  

„Jetzt ist alles, was wir haben“ ist der erste Roman von Amy Giles und ich hatte schon im englischsprachigen Raum sehr viel positives zum Buch gehört. Deshalb war ich umso gespannter als es auch auf Deutsch erschien. Leider konnte ich es nicht sofort lesen, aber dies habe ich hiermit nachgeholt und was soll ich sagen? Auch ich fand das Buch wie viele andere gut. Es spricht ein Thema an, dass meiner Meinung nach nicht allzu oft in Jugendbüchern thematisiert wird. Es ist ein Thema was gehört werden sollte. Und deshalb allein finde ich es großartig, dass sich die Autorin an ein so sensibles und schwieriges Thema herangewagt hat.  

Aufgebaut ist das Buch in drei Abschnitten, die Kapitel wechseln zwischen dem Jetzt, Damals und den Aufzeichnungen eines Ermittlers ab. Dieser Erzählstil hält die Spannung im Buch hoch und man will wissen was damals passiert ist, warum Hadley im Jetzt genau dort ist wo sie ist, und was der Ermittler mit seinen Fragen andeuten will.  

Es gab so oft Szenen im Buch die mir Gänsehaut verursacht haben. In denen ich wirklich an unserer Welt gezweifelt habe. Wie kann so etwas passieren? Warum muss so etwas passieren? Und die wohl wichtigste Frage überhaupt, warum lassen wir zu das so etwas passiert? Wütend, ich war so wütend das ganze Buch über, und hätte Hadley so gern geholfen. Aber mir waren die Hände gebunden. Bis zum Schluss habe ich mit ihr zusammen gelitten und habe die kleinen Lichtblicke im Buch deshalb umso mehr genossen.

Veröffentlicht am 17.03.2019

Eine orientalische Fantasy Welt, die bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurde, deren Charaktere stimmig sind, und die Handlung einem den letzten Nerv klaut.

AMANI - Heldin des Morgenrots
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Was habe ich auf das Finale dieser Reihe hin gefiebert seit ich die letzten Seiten des zweiten Bandes gelesen hatte. Schockiert wurden wir von der Autorin zurückgelassen und mussten wohl oder übel auf ...

Was habe ich auf das Finale dieser Reihe hin gefiebert seit ich die letzten Seiten des zweiten Bandes gelesen hatte. Schockiert wurden wir von der Autorin zurückgelassen und mussten wohl oder übel auf den nächsten Band warten.



Der Rebellenprinz ist nicht Tod, er hat in letzter Minute den Platz mit Imin getauscht, die sich für das Wohlergehen aller geopfert hatte. Doch trotzdem ist Ahmed in den Fesseln des Feindes und Amani und ihre Freunde würden alles tun um ihn zu befreien. Werden sie dies aber auch schaffen? Das ist wohl die größte Frage, die wir uns seit dem letzten Band stellen.



Den ersten Band dieser Reihe habe ich ehrlich gesagt angefangen und wusste erst nicht so recht was ich von dem Buch halten soll. Zum Ende hin war meine Meinung relativ positiv. Bis ich den zweiten Band gelesen habe. Das hat alles gewendet und das Buch wurde zu einem richtigen Highlight. Es hat auf einmal alles Sinn ergeben und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen. Genauso auch bei dem Finalen Band der Reihe.



Der Anfang des Buches war etwas langsam, aber das ist nach den überschlagenden Ereignissen aus dem Ende des zweiten Bandes kein Wunder. Die Charaktere müssen sich erst mal sammeln und herausfinden was ihre nächsten Schritte sein werden. Deshalb hat mich der etwas langsame Einstig keineswegs gestört. Weil ich wusste Alwyn Hamilton wird mich nicht enttäuschen, und so kam es auch. Das Buch gewann immer mehr an Dynamik und irgendwann flog ich nur so durch die Seiten.



Die Autorin erschafft eine Welt, die mich fasziniert, sie erschafft Charaktere deren Gefühlswelten mir nahe gehen, und sie schafft das alles genau die richtige Portion von allem hat ohne, dass es zu überladen wirkt. In vielen Fällen ist es so, dass die Liebesgeschichte ab einem gewissen Punkt in den Vordergrund tritt, und mich stört das an sich gar nicht. Aber Alwyn Hamilton ist so gewitzt, dass sogar nur eine kleine Lovestory eine große Lovestory ist, ohne zu viel Platz in der Handlung einzunehmen.


Amani ist immer noch eine Protagonistin, die ich vergöttere. Sie ist stark und lässt sich nicht unterkriegen. Eben solche weiblichen Charaktere vermisse ich in manchen Jugendbüchern, die nicht still sind und zu allem Ja und Amen sagen. Sie vertritt ihre Meinung und kämpft für das wofür sie brennt.


Auch der letzte Finale Band dieser absolut Genialen Reihe hat mich zu 100% begeistern können. Eine orientalische Fantasy Welt, die bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurde, deren Charaktere stimmig sind, und die Handlung einem den letzten Nerv klaut.

Veröffentlicht am 26.10.2018

Ein Buch, das dich nicht loslässt und sich seinen Platz Stück für Stück in deine Seele brennt

All In - Tausend Augenblicke
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Meinung
Es gibt wirklich selten Bücher, die mich schon nach wenigen Seiten von sich überzeugen können. Bei denen ich Raum und Zeit vergesse und mich in den Worten verliere. Bei denen ich nicht mehr weiß ...

Meinung
Es gibt wirklich selten Bücher, die mich schon nach wenigen Seiten von sich überzeugen können. Bei denen ich Raum und Zeit vergesse und mich in den Worten verliere. Bei denen ich nicht mehr weiß wo oben und unten ist. Bei denen meine Augen vor tränen nichts mehr sehen können, aber ich trotzdem versuche weiterzulesen. Nun, All In ist genauso ein Buch.

Ich weiß gar nicht wie ich diese Rezension schreiben soll, sodass es auch dem Buch gerecht wird. Weil seien wir mal ehrlich, manche Bücher überzeugen einen so sehr das Worte überflüssig werden. Aber ich versuche trotzdem euch meine Liebe zu All In näher zu bringen
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Kacey ist eine junge Frau, die gerade ihren Durchbruch mit ihrer Rockband hat. Konzerte, Fans und Ruhm sind ihr Alltag. Doch was keiner weiß ist, dass es nicht Kaceys innerer Traum ist diese Aufmerksamkeit zu bekommen, beziehungsweise sucht sie nur Liebe und Zuwendung, die sie bei ihrer eigenen Familie nicht gefunden hat. Also stürzt sie sich in die Menge und lässt sich feiern und nimmt jeden Fetzten an Nähe an. Sie ist die meiste Zeit betrunken und übertreibt es. Bis eines Abends Jonah Fletcher, der Chauffeur für den Abend, sie aus diesem Sog reißt und ihr zeigt wie ein normales Leben aussehen kann. Bei ihm erholt sie sich von ihrem ausschweifenden Leben und merkt erst wie ausgelaugt sie wirklich war. Dabei sprühen die Funken zwischen ihnen nur so.

Und das seltsame? Ich fand es nicht zu übertrieben, obwohl sie sich erst eine so kurze Zeit kennen, kann man die Verbindung der beiden vollkommen nachvollziehen. Und nein, sie überstürzten nichts! Ihre Beziehung wächst mit der Zeit, und eben diese nutzen sie bis auf die Sekunde genau. Denn jeder Augenblick ist kostbar…

Auch jetzt beim schreiben dieser Rezension könnte ich anfangen zu weinen, wie kann ein Buch so unglaublich schön sein! Ihr hättet mich mal beim Lesen sehen sollen, die Augen rot und verquollen, die Tränen, die nicht versiegen wollten und dem unbändigen Verlangen, das dieses Buch nie enden soll. Aber es endet und es war perfekt, anders hätte es meiner Meinung nach auch gar nicht funktioniert.

Fazit
All In ist kein typischer New Adult Roman, die Story ist etwas sehr Besonderes. Es ist ein Buch was dich tief im Herzen berührt und dieses bricht, aber gleichzeitig zusammensetzt. Ein Buch, das dich nicht loslässt und sich seinen Platz Stück für Stück in deine Seele brennt. Ein Buch welches ich nicht vergessen werde.