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Veröffentlicht am 10.10.2019

Was würde passieren wenn auf einmal keine Mädchen mehr zur Welt kämen, und sich die Natur gegen den menschlich Körper stellt?

Eve of Man (I)
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Was würde passieren wenn auf einmal keine Mädchen mehr zur Welt kämen, und sich die Natur gegen den menschlich Körper stellt? Genau dies passiert in Eve of Man und die Folgen sind tragisch. Seit über 50 ...

Was würde passieren wenn auf einmal keine Mädchen mehr zur Welt kämen, und sich die Natur gegen den menschlich Körper stellt? Genau dies passiert in Eve of Man und die Folgen sind tragisch. Seit über 50 Jahren wurden keine Mädchen mehr geboren. Die Welt steht Kopf und die Angst um die menschliche Existenz ist bedroht. Ohne Frauen gibt es kein neues Leben auf der Erde, bis eines Tages ein Wunder geschieht und ein Mädchen auf die Welt kommt, Eve. Sie ist ist die einzige Hoffnung der Menschheit. Deshalb wird sie behütet und nur für sie wird im Forschungszentrum ein Turm erbaut, indem ihr kein Schaden zukommen kann. Und an ihrem 16. Geburtstag ist es endlich so weit, sie darf einen von drei auf sie abgestimmten Partner wählen und so die Zukunft der Menschen retten. Doch ist wirklich alles so wie es sein sollte? Wo bleibt die Liebe in der Kalkulation? Zwischen politischen Machtkämpfen versucht Eve herauszubekommen worauf es wirklich ankommt.

Auf Eve of Man war ich sehr gespannt und konnte es kaum erwarten was es mit dieser sehr interessanten Story auf sich hat. Ich muss gestehen zu Anfang hatte ich etwas Probleme mich in der Handlung zurechtzufinden und musste mich schon teilweise zwingen weiterzulesen. Aber ab ungefähr Seite 150 war ich dann komplett in der Handlung.

Warum ist mir der Einstig so schwergefallen? Weil ich Eve nicht verstehen konnte, wie kann sie so ruhig in ihrem Turm sitzen und sich alles gefallen lassen. Sie war eine richtige Marionette der Regierung. Dabei sollte man denken, dass sie doch viel mehr Macht haben sollte, als Retterin der menschlichen Existenz. Aber nö, alles wird ihr vorgeschrieben. Und sie nimmt es hin, dass sie einen von drei jungen Männern als ihren Partner wählen soll. Klar, sie hatte noch nie in ihrem Leben Kontakt zu gleichaltrigen, geschweige den Jungs. Und dies erfreut sie und sie ist ganz aufgeregt. Aber sollte sie nicht selbst entscheiden können, mit wem sie den Rest ihres Lebens verbringt?

Und dann war ich so froh als Eve anfängt zu denken. Muss sie sich für den Rest der Menschheit aufopfern und für die Fehler der letzten 50 Jahre büßen? Ist es fair keine Liebe zu erwarten und stattdessen wie eine Geburtsmaschine eingesetzt zu werden? All diese Fragen und vieles mehr geht ihr durch den Kopf. Ich fand ihre charakterliche Entwicklung toll und man hat gemerkt, dass sie auch nur eine junge Frau ist die nach Liebe und Geborgenheit strebt.

Ihr bisherigen einzigen Bezugspersonen waren die „Mütter“ und Holly, ein Hologramm das ihre beste Freundin ist. Die Mütter haben Eve großgezogen und man merkt, dass sie Eve lieben aber trotzdem mussten sie oft gegen ihren Willen handeln und die Regeln der Regierung befolgen. Und Holly, nun Holly ist an der Seite von Eve seit sie 5 ist. Das besondere an ihr ist wohl das sie ein Hologram ist, jedoch versteckt sich hinter ihr mehr als man zunächst denkt. Holly war wirklich einer meiner Lichtblicke in der Story. Weshalb müsst ihr wohl oder übel selbst lesen :)

Mehr will ich zur Handlung an sich auch nicht verraten, weil ich finde das es sonst zu viele Informationen wären und der Überraschungseffekt ausbleibt. Jedoch kann ich euch sagen, dass Eve of Man sich in eine sehr interessante Richtung entwickelt und ich sehr gespannt auf die Folgebände bin. Ich glaub nämlich, dass noch so einiges auf uns Leser zukommen wird.


Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hat mich Eve of Man am Ende doch so sehr von sich überzeugen können, sodass ich es kaum erwarten kann den nächsten Band in den Händen zu halten.

Vielen lieben Dank an den Dtv Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars

Veröffentlicht am 25.09.2019

Ein Buch so schmerzhaft, traurig und voller ehrlicher Worte. Simpel, aber mit sehr viel Tiefgang.

Alles okay
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"BEVOR HANNAH GING, fragte sie noch einmal, ob wirklich alles okay sei"

Letzte Seite lesen, Buch zuschlagen, nachdenken, verarbeiten

Das waren meine ersten Gedanken nachdem ich Alles Okay beendet ...


"BEVOR HANNAH GING, fragte sie noch einmal, ob wirklich alles okay sei"

Letzte Seite lesen, Buch zuschlagen, nachdenken, verarbeiten

Das waren meine ersten Gedanken nachdem ich Alles Okay beendet habe. Ich musste wirklich viel über das Buch die letzten Tage nachdenken und es fällt mir unheimlich schwer meine Gefühle bezügliches dieses unbeschreiblich emotionalem Buch zu beschreiben. Es ist keine Story die man einfach so herunter lesen kann. Es sind die vielen Bedeutungen zwischen den Zeilen was das Buch ausmacht. Eine Trauer die schon fast greifbar ist und man will am liebsten gar nicht wissen woher diese Traurigkeit von Marin seinen Ursprung hat.

Mabel besucht Marin über die Weihnachtstage. Sie haben sich seit Monaten nicht mehr gesehen, noch haben sie ein Wort miteinander gewechselt, weil Marin spurlos aus ihrem Leben verschwand, nachdem ihr Großvater verstorben ist. Mabel versucht Stück für Stück herauszufinden, was genau vorgefallen ist und stößt auf so viel Schmerz. Manchmal ist eben nicht Alles Okay.

Es tat so unheimlich weh Marins Geschichte offenbart zu bekommen. Ich habe sehr viele Pausen eingelegt um 208 Seiten zu lesen, die ich im Normalfall in kürzester Zeit gelesen hätte. Aber manchmal müssen einige Geschichten in kleinen Abschnitten gelesen werden um alles besser zu verarbeiten.

Vielleicht kommt man am Anfang nicht besonders klar, weil Nina LaCour eine sehr besondere Art hat zu schreiben. Kurze, Cleane Sätze ohne viel Tamtam, viele Metaphern und Anspielungen auf andere Bücher. Man muss sich als Leser seinen Weg in Marins Herz freikämpfen, genau wie Mabel. Aber der Story sollte man seine Chance geben, die Chance sich zu entwickeln und das ganze Ausmaß der Handlung zu verstehen. Auch jetzt noch versuche ich das gelesene zu verarbeiten. Und das wird sicherlich noch eine Weile so weitergehen.

Das einzige jedoch was ich weiß ist, dass mir Alles Okay sehr gut gefallen hat. Ich finde die melancholische Stimmung des Buches hat was unglaublich authentisches.

Ein Buch so schmerzhaft, traurig und voller ehrlicher Worte. Simpel, aber mit sehr viel Tiefgang. Ich weiß, dass dies nicht mein letztes Buch von Nina LaCour war.

Vielen Dank lieber Hanser Verlag für das Rezensionsexemplar

Veröffentlicht am 23.09.2019

Das Buch sprüht wieder vor Intrigen, Machtspielen und einer tragischen Liebe.

Spiel der Ehre (Die Schatten von Valoria 2)
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Ein Buch das mich letztes Jahr überrascht hat, war Spiel der Macht, und diese Überraschung war überaus Positiv. Ich hätte niemals Gedacht, dass mich dieses Buch so von sich überzeugen könnte. Deshalb war ...

Ein Buch das mich letztes Jahr überrascht hat, war Spiel der Macht, und diese Überraschung war überaus Positiv. Ich hätte niemals Gedacht, dass mich dieses Buch so von sich überzeugen könnte. Deshalb war natürlich klar, dass ich auch den zweiten Band lesen werde. Gemacht getan, und ja auch der zweite Band war mega.

Der Einstieg in die Story fiel mir sehr leicht und ich bin wieder nur so durch die Kapitel gesprungen. Krestel ist nun im Palast und wird bald mit dem Prinzen heiraten. Das war der Handel den sie mit dem Imperator getroffen hatte. Sie heiratet den Prinzen und der Imperator lässt Arin und sein Volk in Frieden. Doch je näher die Hochzeit rückt, desto mehr sehnt sich Krestel nach Arin und dieser hat ihre Lüge so leicht geglaubt. Arin geht es nicht viel anders, es zieht ihn zu Krestel, aber er kann ihren Verrat nicht vergessen. Eine Liebe die zum Scheitern verurteilt ist.

Das Buch sprüht wieder vor Intrigen, Machtspielen und einer tragischen Liebe. Ich war so im sog gefangen und konnte schlichtweg nicht aufhören zu lesen. Ich wollte wissen ob die Liebe zwischen Krestel und Arin eine Chance hat und ob ihre Völker Frieden schließen. Genau wie im ersten Band hat die Politik auch hier eine große Rolle gespielt. Und obwohl ich normalerweise kein Fan von solchen Büchern bin, konnte auch dieser Aspekt der Story mich begeistern. Vor allem weil es sich so gut in die Handlung eingesponnen hat. 


Im Vordergrund steht aber immer noch die Liebe zwischen Krestel und Arin. Bei beiden fühlt man, dass ihre Liebe zueinander sehr tief ist, sie jedoch vor kaum zu überbrückenden Hindernissen stehen. Krestel fand ich in diesem Band sehr stark, sie weiß dass sie Arin nur schützen kann wenn sie sich selbst opfert. Und das tut sie auch, aber nicht ohne Gegenwehr. Sie findet Verbündetet und hilft im Geheimen weiter, ohne das Arin davon weiß. Ihre Eigenschaft strategisch zu denken hilft Krestel in vielen Situation und sie deckt nicht nur Intriegen auf, sondern spinnt auch selbst welche. Ich finde ihren Charakter sehr bemerkenswert und bin gespannt wie weit sie sich im letzten Band entwickeln wird.

Arin hingegen ist verwirrt und hat eine Reise vor sich um sich selbst zu finden und seinem Volk einen Weg zu weisen. An der ein oder anderen Stelle hätte ich ihn echt schütteln können, so sauer hat er mich gemacht. Aber auch seine Entwicklung ist unglaublich, beim ersten Band hätte ich nie gedacht, dass er einmal da steht wo er jetzt ist.

Der Schreibstil von Marie Rutkoski ist sehr authentisch und locker zu lesen. Sie hat etwas, dass den Leser verzaubert und man nur so an den Seiten hängt. Die Emotionen kommen gut rüber und man leidet mit den Protagonisten mit. Ich finde es hat etwas dunkles, romantisches ohne das sie viel Schnickschnack bracht.

Die erste Hälfte des Buches hat mir sehr gefallen, die zweite hat mich von den Socken gehauen. Ich kam kaum hinterher und wäre beim lesen fast über die Wörter gestolpert. Ich war hin und weg, dass es so spannend zum Ende hin noch wurde. Und das Ende an sich? Unglaublich! Ich würde am liebsten weiterlesen und erfahren wie es mit Krestel und Arin weitergeht.






Ich kann es nicht glauben, aber ich habe echt eine meiner liebsten Romantasy Reihen entdeckt. Ich finde es ist meist schwer eine konstat gute Reihe in diesem Genre zu finden, und meist ist der zweite Band eine Überbrückung zum letzten Band der Reihe. Aber Spiel der Ehre hatte es in sich. Romantisch, Tragisch, Spannend, ein Buch was alles enthält, dass ich an Büchern liebe. 


Vielen lieben Dank an den Carlsen Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars 

Veröffentlicht am 23.09.2019

Die Story eines jungen Mädchens, dass zwischen Diskriminierung, ihrer Familie und Armut versucht ihren Traum vom rappen zu verwirklichen.

On The Come Up
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Vor ungefähr einem Jahr hatte ich The Hate U Give gelesen und war unglaublich begeistert von diesem Buch. Deshalb war mir sofort klar, dass ich auch das neue Buch der Autorin lesen will. Ihre Bücher sind ...

Vor ungefähr einem Jahr hatte ich The Hate U Give gelesen und war unglaublich begeistert von diesem Buch. Deshalb war mir sofort klar, dass ich auch das neue Buch der Autorin lesen will. Ihre Bücher sind thematisch gesehen immer sehr besonders und man merkt das es von einer Own Voice Autorin geschrieben wurde.


Diesmal geht es um die junge Schülerin Bri, sie will Rapperin werden wie ihr Vater und den Sprung aus Garden Heights schaffen. Dieser war eine Legende in ihrem Viertel, der leider bei einem Überfall umgebracht wurde. Jedoch gestaltet sich dies nicht als ganz so einfach, obwohl Bri Talent hat.


Zuhause türmen sich die Rechnungen an, ihre Mutter verliert ihren Job, in der Schule läuft es nicht gut und sie wird dort sogar von den Secureties ohne Grund schikaniert. All ihren Frust und Kummer steckt sie in einen Song und stellt sich den Vorurteilen die ihr entgegengebracht werden. Über Nacht rappen alle mit ihr zusammen „On The Come Up“. Doch anders als sie beabsichtigt hat, verstehen die Leute den Song als eine aggressive Ansage, und Bri erscheint in einem schlechten Licht. Geboren ist die neue Gangster Rapperin von Garden Heights, doch so hatte sich das Bri nicht vorgestellt. Aber weil sie ihrer Familie helfen will, nimmt sie auch diesen Ruf in kauf und macht immer weiter und verstrickt sich in Lügen über Lügen.


Anders als mit Star hatte ich am Anfang Probleme mich mit Bri anzufreunden. Sie ist kampflustig und teilweise auch aggressiv und nimmt kein Blatt vor den Mund. Auch dann nicht wenn es angemessen wäre. Aber nach und nach habe ich sie immer besser verstanden und konnte mich mit ihrer Art auch anfreunden.


Die Charaktere in diesem Buch waren zum größten Teils ganz anders als in The Hate U Give. Ich fand sie waren viel mehr frustriert und man hat sehr gut zu Gesicht bekommen, dass Geld nicht alles ist aber leider doch zu vielem Beiträgt. Die Mutter von Bri ist mir besonders ins Herz gewachsen. Sie ist eine starke Frau und kämpft für ihre Kinder, und schämt sich nicht Hilfe in Anspruch zu nehmen. Auch wenn das bedeutet, dass sie ihre eigenen Träume hinten anstellen muss.


Ich verstehe nicht wie es Angie Thomas schafft, aber sie bringt auf eine so lockeren Art viele wichtige Themen in ihren Büchern unter. Rassismus, Vorurteile, Armut, sie konfrontiert den Leser mit diesen Themen und das eingepackt in einer sehr spannenden Handlung.


Was mir besonders in diesem Buch gefallen hat, ist der Bezug zur Musik. Dieser kommt nämlich nicht zu kurz und man lernt sehr viel neues. Ich persönlich höre nicht viel Rap, aber ich musste während dem Lesen immer mal wieder stoppen und mir die erwähnten Songs anhören. Die Aussagen der Raps sind sehr tiefgründig und auch in Bris Songs hat man diese Tiefgründigkeit wiedergefunden.


On The Come Up erzählt sie Story eines jungen Mädchens, dass zwischen Diskriminierung, ihrer Familie und Armut versucht ihren Traum vom rappen zu verwirklichen. Ihr Motto ist „Sky's the limit“



Vielen Dank an den CBJ-Verlag und das Bloggerportal für das Rezensionsexemplar.

Veröffentlicht am 10.09.2019

Eine Liebesgeschichte mit toller Atmosphäre

Maybe this Time - Und auf einmal ist alles ganz anders
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In diesem Buch steht der Kleinstadt Charme von Glenwood Falls definitiv im Vordergrund. Die junge Abigail kehrt nach einer schlimmen Scheidung mit ihrer Tochter zusammen in ihre Heimat und begegnet dort ...

In diesem Buch steht der Kleinstadt Charme von Glenwood Falls definitiv im Vordergrund. Die junge Abigail kehrt nach einer schlimmen Scheidung mit ihrer Tochter zusammen in ihre Heimat und begegnet dort Jackson mit dem sie eine etwas holprige Vergangenheit verbindet. Er ist nämlich der beste Freund ihres Ehemannes, mit dem sie als Jugendliche schon kein gutes Verhältnis hatte. Nun vielleicht ändert sich dies ja jetzt...

Was mir besonders gut an diesem Buch gefallen hat, ist das es nicht dieses typische Drama ist. Beide Protagonisten sind schon älter und stehen mit beiden Beinen im Leben. Sie wissen also was sie wollen und streben ihre Ziele an. Ebenfalls positiv überrascht hat mich das Flair des kleinen Örtchens. Die Bewohner sind unglaublich herzlich zueinander und es entsteht so eine familiäre Basis.

Ein weiteres Thema des Buches ist Eishockey, Abigails Ex-Mann spielt Eishockey wie auch ihre Tochter und wie könnte es anders sein, auch Jackson. Dieser unterrichtet die Kinder, wo sich Abigail und er des öfteren über den Weg laufen.

Wenn ihr also auf der Suche nach einer süßen Liebesgeschichte seid, die euch auch noch eine tolle Atmosphäre bietet, dann greift nach Maybe This Time.