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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.04.2021

Eher schwach

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2

Als Fleur unerwartet einen Jobangebot bekommt, ist sie voller Vorfreude, denn sie darf bei Abisoft, einem bekannten Online-Spiele-Hersteller, anfangen. Doch an ihrem ersten Tag begegnet sie dort Aaron ...

Als Fleur unerwartet einen Jobangebot bekommt, ist sie voller Vorfreude, denn sie darf bei Abisoft, einem bekannten Online-Spiele-Hersteller, anfangen. Doch an ihrem ersten Tag begegnet sie dort Aaron Choi, der in ihrer Kindheit ihr bester Freund war. Mit der Zeit haben die beiden sich aus den Augen verloren und jetzt erkennt er Fleur nicht wieder. Sie tarnt sich unter einem Pseudonym und fühlt sich immer noch zu ihm hingezogen, während Aaron sie nicht ausstehen kann.

Nach Bad at love hatte ich relativ hohe Erwartungen, die nicht unbedingt erfüllt wurden. Ohne den Vergleich zu Bad at love war das Buch aber sehr süß.
Fleur alias Lilas ist ein sehr unsicherer Mensch, sie hat das Gefühl für alle nur eine Belastung zu sein und das war manchmal wirklich schwer mitanzusehen. Keiner ihrer Mitmenschen hat mit seinen Handlungen oder Aussagen irgendwas gegen sie gestellt und trotzdem fühlt sie sich nicht wirklich geliebt. Dabei hat sie so einen tollen Charakter - sie ist hilfsbereit, fröhlich und witzig. Nur erkennt sie das leider selbst nicht.
Aaron ist ihr irgendwie sehr ähnlich, aber dann auch wieder nicht. Seine Unsicherheit ist viel größer als die von Fleur und er überspielt sein Unwohlsein mit Unfreundlichkeit und Abweisung. Es war schwer für mich ihn manchmal zu verstehen und seine abweisenden Handlungen nachzuvollziehen. Trotzdem ist er ein wirklich süßer Mann, der für Fleur alles tut.

Die Beziehung von Aaron und Fleur war anfänglich eher von einseitiger Anziehung seitens Fleur geprägt und für mich auch nicht so intensiv, wie ich es mir gewünscht hätte. Oft konnte ich auch nicht verstehen, wieso Fleur Aaron nicht einfach erzählt hat wer sie ist, die Hintergrundgeschichte aus der Vergangenheit wurde meiner Meinung nach erst viel zu spät erklärt, sodass mich Fleurs Verhalten oft genervt hat.
Aarons tragisches Schicksal wurde zwar angesprochen und eine Lösung auch gefunden, aber irgendwie kam es für mich nicht so authentisch rüber. Es ist ein Schock für ihn, aber nachdem das 'Geheimnis' gelüftet ist, ist nach ein paar Seiten schon wieder vieles besser. Ich glaube kaum, dass ein psychisch labiler Mensch wie Aaron so schnell über ein derartiges Trauma hinwegkommt, auch wenn er sich therapeutische Hilfe sucht. Das war für mich leider sehr unrealistisch und störend...

Alles in allem ist es ein süßes Buch, dessen volles Potential leider nicht ausgeschöpft wurde. Man sollte auch nicht mit zu großen Erwartungen herangehen, da es meiner Meinung nach viel schwächer als Bad at love ist...

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2021

Wunderschön, aber nicht außergewöhnlich

Durch die kälteste Nacht
2

Die Ehe mit ihrem Mann geht nach einem tragischen Unfall langsam aber stetig den Bach runter, als es dann endgültig vorbei ist, zieht Kennedy in der Not zu ihrer Schwester. Diese überlässt ihr ein kleines ...

Die Ehe mit ihrem Mann geht nach einem tragischen Unfall langsam aber stetig den Bach runter, als es dann endgültig vorbei ist, zieht Kennedy in der Not zu ihrer Schwester. Diese überlässt ihr ein kleines Häuschen in einer kleinen Stadt. Dort trifft Kennedy auf Jax - der nicht ganz so unbekannte, verschlossene und unbeliebte Mann. Beide verbindet eine gemeinsame Vergangenheit, aber auch die Trauer der Gegenwart.

Vieles in dem Buch erinnert mich an zwei Bücher der Romance Elements-Reihe von Cherry. Zumindest sind die Umstände und Vergangenheiten mancher Protagonisten sehr ähnlich. Im Prinzip ist das aber überhaupt nicht schlimm, denn Kennedy ist ein ganz anderer Charakter, sodass ihre Art der Traurigkeit und der Umgang mit Verlusten sich gänzlich von den anderen Figuren unterscheidet. Sie denkt, ihr Verlust hat sie schwach gemacht, dabei kann man als Leser erkennen, dass es das komplette Gegenteil ist. Besonders spannend war bei ihr jedoch der Persönlichkeitswandel, den man durch die Rückblicke erleben konnte. Vom fröhlichen, etwas seltsamen Kind zur verschlossenen und zurückhaltenden Frau.
Jax hat nicht weniger durchgemacht als Kennedy, aber er hat auch wieder seine eigene Art der Trauer, versteckt hinter Wut. Er war für mich ein bisschen der Wohlfühl-Charakter, ich fand ihn unglaublich sympathisch und hilfsbereit. Und das obwohl ihn die ganze Stadt hasst.
Trotz der sehr komplexen und spannenden Charaktere hatte das Buch im Mittelteil meiner Meinung nach zu wenig Handlung. Ich habe nie von BCC erwartet, dass sie den großen Spannungsbogen einbaut, ihr geht es hauptsächlich um Gefühle und Verarbeitung, aber in diesem Buch war es dann doch zu wenig Handlung. Es hat sich leider sehr gezogen, bis zu dem kleinen 'Plottwist', der dann wenigstens ein bisschen Abwechslung gebracht hat. Leider konnte ich auch zu den verstorbenen keinerlei Beziehung aufbauen, ihr Schicksal ging mir nicht direkt ins Herz, denn dafür hatte man kaum die Möglichkeit.
Es gab kein Prolog mit Szenen, in denen man die Leute kennenlernen konnte. Lediglich hat Kennedy ab und zu von ihrer Tochter erzählt und ihre Eltern konnte man noch weniger kennenlernen. Deshalb war der Verlust für mich leider auch nicht greifbar, sodass es mich sehr getroffen hat. Das war in anderen Büchern schon stärker.
Im Großen und Ganzen ist es ein ganz gutes Buch, aber leider für mich keins ihrer stärksten und auch nicht eins meiner liebsten. Trotzdem ist BCC Königin der schönen Zitate und Gefühle!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 19.03.2021

Atemberaubend, wunderschön!

Between Your Words
0

Seit einem Autounfall leidet Thea an Amnesie. Nach fünf Minuten vergisst sie alles - wo sie ist, was sie gerade gemacht hat und wer die Personen um sie sind. Keiner hegt Hoffnungen, dass es ihr besser ...

Seit einem Autounfall leidet Thea an Amnesie. Nach fünf Minuten vergisst sie alles - wo sie ist, was sie gerade gemacht hat und wer die Personen um sie sind. Keiner hegt Hoffnungen, dass es ihr besser gehen wird. Bis Jim auftaucht und in ihr das Licht sieht. Er ist überzeugt, dass die wahre Thea noch da ist und beginnt für sie zu kämpfen...

Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und kann sagen, dass es zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist.
Jim ist ein wundervoller Mensch. Nicht viele Leute können in einer psychiatrischen Anstalt arbeiten und die Art, wie er mit wenigen Worten stets das richtige sagt. Seine Ausstrahlung ist beruhigend, liebevoll und jeder, der Jim in seinem Leben hat, kann sich glücklich schätzen.
Thea ist vermutlich das Gegenteil von Jim - reißt Witze auch wenn sie unangebracht sind, ist sehr extrovertiert und ein Freigeist.
Zugegebenermaßen hatte ich vor dem Buch erst ein bisschen Sorge, dass es monoton werden könnte, wenn es wie 'Täglich grüßt das Murmeltier wird'. Also irgendwie ständig der gleiche Ablauf, bis irgendwann eine Wendung kommt. Aber meine Sorgen waren völlig unbegründet. Nicht eine Sache war überflüßig und keine Situation war gleich. Ständig gab es es ein Auf und Ab meiner Gefühle.
Bis zum Ende war es spannend, wie es mit Thea weitergeht und ob die Beziehung andauernd wird. Und Emma Scott hat mich nicht enttäuscht.
Ich hab geweint, gelacht und mitgefiebert, wie ich es lang bei keinem Buch mehr habe und deshalb zählt 'Between your word' ab jetzt zu meinen wenigen Lieblingsbüchern!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2021

Revolutionärer Abschluss

Diamond Empire - Forbidden Royals
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Emilia ist Königin. Nach dem Verlust vieler geliebter Menschen steht sie nun ganz allein da, stößt alle von sich weg, aus Angst sie in Gefahr zu bringen. Doch der königliche Alltag ist härter als gedacht. ...

Emilia ist Königin. Nach dem Verlust vieler geliebter Menschen steht sie nun ganz allein da, stößt alle von sich weg, aus Angst sie in Gefahr zu bringen. Doch der königliche Alltag ist härter als gedacht. Vor allem ohne Carter, mit dem sie nicht zusammen sein kann. Wird sie sich von den Intrigen und Machtspielen unterkriegen lassen oder wird sie als Königin einen Umschwung schaffen.

Der letzte Band dieser wundervollen Trilogie ist eine Hommage an all die starken Frauen da draußen, die sich für sich und andere Frauen einsetzen. Die sich nicht unterkriegen lassen und für ihre Rechte kämpfen. Emilia ist für mich in diesem Buch ein Vorbild. Sie hat alles verloren, stößt geliebte Menschen von sich, um sie zu beschützen und während der ganzen Zeit vergisst sie nicht, wer sie ist. Und was ihre Aufgabe ist. Sie ist eine starke, junge Frau, die sich von alten, sexistischen Männern nichts sagen lässt und sich für ihre Bürgerinnen einsetzt. Sie ist eine wahre Königin. Selbst wenn sie Fehler macht, wie z.B. sich nicht eingestehen, dass sie und Carter alles schaffen können oder dass sie Menschen in ihrem Umfeld nicht schützen kann, auch wenn sie sie wegstößt.

In dem Buch geht es nicht mehr nur um die vermeintlich verbotene Beziehung zu ihrem Stiefbruder oder die Sabotage durch Ada oder Octavia. Es geht um die Gleichberechtigung von Frauen, um Homosexualität und Akzeptanz. Dass die Monarchien veraltet sind und es eine
n mutigen Anführerin braucht, damit die Ungerechtigkeiten aufhören. Julie Johnson hat mit diesem Buch gleichzeitig eine königliche Liebesgeschichte, aber auch ein starke, unabhängige Frau geschaffen. Ein Vorbild. Königliche Probleme, die aber auch eine bürgerliche Frau hat. Grandios!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.03.2021

Erfrischend realistisch und emotional

What if we Stay
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Nachdem Amber von der Uni geflogen ist, bleibt ihr nichts anderes übrig als sich dem Willen ihres Vaters zu beugen und wieder nach Vancouver zurückzukehren. Zum Glück wohnt ihre beste Freundin Laurie dort ...

Nachdem Amber von der Uni geflogen ist, bleibt ihr nichts anderes übrig als sich dem Willen ihres Vaters zu beugen und wieder nach Vancouver zurückzukehren. Zum Glück wohnt ihre beste Freundin Laurie dort und ihr Mitbewohner Emmett ist ein absoluter Überflieger im Architekturstudium. Das kommt Amber natürlich wie gerufen und so handelt sie einen Deal mit Emmett aus.

Amber ist die Art von Protagonist mit dem ich mich unglaublich gut identifizieren kann. Sie ist gleichzeitig so stark, aber auch schwach und ihre Art von Humor ist einfach echt cool. Ihre Handlungen zeigen, dass sie schon relativ erwachsen ist, aber es wirkt nicht zu unrealistisch, sondern hat durch gewissen Fehler auch noch den Touch einer jungen Erwachsenen. In vielen Situationen konnte ich mich in ihr sehen und das hat die Geschichte für mich noch besser gemacht.
Aber auch Emmett ist ein wundervoller Mensch. So viel Leid was er durchmachen musste und trotzdem kämpft er jeden Tag - für seine Mutter, seine Geschwister und seine Großeltern. Ich ziehe wirklich den Hut vor ihm!

Aber auch die Entwicklung zwischen Amber und Emmett hat mir richtig gut gefallen! Es war kein unnötiges Hin und Her, das extrem überspielt war, sondern die Zweifel von Amber waren berechtigt. Trotzdem ist sie diese Angst rational angegangen, hat es geklärt und dann war es gut. Meiner Meinung nach, war das absolut realistisch und es hat gut getan, dass es mal ein etwas simpleren Lösungsweg gab, als in manch anderen Büchern!
Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass ich am Ende unglaublich Gänsehaut hatte - zwischen dem Wendepunkt und dem Ende konnte ich das Buch gar nicht mehr weglegen und habe so unglaublich mitgefiebert!

Ich fand das Buch echt gut, viele realistische Probleme junger Erwachsener wurden thematisiert und auch rational gelöst, so wie ich das von Leuten in dem Alter auch erwarten würde. Es war also erfrischend nah an der Realität beschrieben und das hat für mich den Ausschlag gegeben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere