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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2021

Eine dunkle und grausame Welt

Die Stimme der Rache
2

Der berüchtigte Black Rose Killer hat schon mehrere Frauen entführt und umgebracht. Sein jüngstes Opfer, November McAllister, konnte ihm entkommen und wird von der Polizei beschützt und versteckt. Doch ...

Der berüchtigte Black Rose Killer hat schon mehrere Frauen entführt und umgebracht. Sein jüngstes Opfer, November McAllister, konnte ihm entkommen und wird von der Polizei beschützt und versteckt. Doch der Killer ist ihr auf der Spur, es wird eng. Francis Ackerman junior und Nadia Shirazi sind zur Verstärkung unterwegs, aber sie kommen zu spät. Der Killer hat die Polizisten getötet und entführt November ein zweites Mal. Für Francis und Nadia beginnt nun die Jagd auf den grausamen Killer. Für Nadia hat das auch eine persönliche Bedeutung, sie scheint den Killer zu kennen. Es entwickelt sich eine spannende Geschichte, die vom Autor gut erzählt wird. Kurze Kapitel machen es schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Dies ist der zweite Band der neuen Serie um Francis Ackerman, der sich aber völlig unabhängig von Band 1 lesen lässt. Ethan Cross versteht es, die Spannung bis zum Schluss aufrecht zu erhalten. Dass der Killer vom Leser schon recht früh erkannt wird, tut der Spannung keinen Abbruch. Für mich etwas zu unrealistisch sind die Kampfszenen mit Ackerman, der in der Regel wie ein Superheld agiert und kaum zu besiegen ist. Das ist ein wenig zu übertrieben für meinen Geschmack, es scheint aber ein spezielles Merkmal dieser Serie und dieses Protagonisten zu sein. Wer das mag, dem wird dieses Buch sicher gefallen, obwohl es auch viele grausame Szenen enthält. Mich persönlich hat das nicht so angesprochen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Spannung
Veröffentlicht am 04.03.2021

Ist die Geschichte wahr?

Die Spur der Pilgerväter
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Ein spannendes Buch erinnert an die Ereignisse vor rund 400 Jahren. Es geht aber nicht nur um die Pilgerväter und ihren Aufbruch in die neue Welt, sondern auch um Geheimnisse der Freimaurer und um die ...

Ein spannendes Buch erinnert an die Ereignisse vor rund 400 Jahren. Es geht aber nicht nur um die Pilgerväter und ihren Aufbruch in die neue Welt, sondern auch um Geheimnisse der Freimaurer und um die Geschichten im alten Testament. Obwohl vieles davon nur fiktiv ist, erhält der Leser zahlreiche interessante Informationen rund um eine spannende Story. Eher zufällig gerät der Protagonist Peter de Haan in eine Reihe von Ereignissen, die sein Leben verändern werden. Gut gefallen hat mir auch der bodenständige Kommissar, der mit seinen Ermittlungen zwar nur schleppend voran kommt, der sich aber auch nicht beirren lässt.
Eine hochinteressante Geschichte, die bis zum Ende sehr spannend bleibt. Gut geschrieben und absolut lesenswert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2021

Ein ernster Christ

Der Philosoph des Herzens
0

Kierkegaard zu verstehen ist nicht so ganz einfach. Sein Leben lang war er der christlichen Religion verbunden, doch es war die Christwerdung, die ihn besonders beschäftigte.
Um Christ zu sein, musste ...

Kierkegaard zu verstehen ist nicht so ganz einfach. Sein Leben lang war er der christlichen Religion verbunden, doch es war die Christwerdung, die ihn besonders beschäftigte.
Um Christ zu sein, musste man selbst zu Christus werden, musste so leiden, wie Christus einst gelitten hatte. Er widersprach den Offenbarungen der offiziellen christlichen Kirche, in der eine mildere Art des Christentums gepredigt wurde.
Und er litt vermutlich lange an der misslungenen Beziehung zu Regine Olsen, mit der er sich 1840 verlobte und kurze Zeit später die Verlobung wieder löste.

Der Verdienst von Clare Carlisle ist es, die komplexe Persönlichkeit Kierkegaards dem Leser tatsächlich nahe zu bringen. Im ersten Teil des Buches kehrt der Philosoph von Berlin nach Kopenhagen zurück. Im zweiten Teil folgt die Autorin Kierkegaards Auffassung „das Leben kann man nur rückwärts verstehen (muss es aber vorwärts leben)“, in dem sie seine Jahre rückwärts von 1848 bis 1813 darstellt. Im dritten Teil geht es dann um seine letzten Jahre bis 1855.

Innerliche Konflikte kannte Kierkegaard schon als Kind. Der Vater hatte sich vom Sohn eines Bauern zu einem angesehenen Kaufmann in Kopenhagen hochgearbeitet. Die Mutter, zweite Frau seines Vaters, war eine Magd und nicht sehr gebildet. Der Junge kam als letztes von sieben Kindern zur 1813 zur Welt. Er wuchs in einem streng religiösen Haushalt auf, was seine Entwicklung sicher beeinflusst hat. Er lag ständig in innerem Streit mit sich selbst, wie ein Mensch denn richtig zu sein hatte. Seine inneren Konflikte verarbeitete er durch das Schreiben. Er schrieb sehr viel, und er schrieb für die Öffentlichkeit. Er wollte, dass man ihn verstand, und er litt darunter, dass es offenbar nicht so war.

Ich verstehe dieses Buch nicht als eine lückenlose Biografie, das ist es sicher nicht. Aber es bringt diesen meiner Ansicht nach komplizierten Menschen dem Leser näher. Und es beleuchtet interessante Aspekte seines Lebens. Die Darstellung ist gut verständlich, ich fand es insgesamt sehr informativ und gelungen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.02.2021

Etwas verwirrend, aber auch spannend

Agency
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Der Einstieg in diese Geschichte war für mich nicht so einfach. Der Verity-Linie konnte ich ganz gut folgen, aber bei der Netherton-Linie hatte ich einige Mühe. Erst nach etwa einem Drittel des Buches ...

Der Einstieg in diese Geschichte war für mich nicht so einfach. Der Verity-Linie konnte ich ganz gut folgen, aber bei der Netherton-Linie hatte ich einige Mühe. Erst nach etwa einem Drittel des Buches wurde es etwas klarer. Die zahlreichen fremdartige Begriffe habe ich oft nicht verstanden. In der zweiten Hälfte nahm die Story dann deutlichere Konturen an, es wurde klarer und auch spannender. Insgesamt recht unterhaltsam, manchmal schwierig und gegen Ende eine spannende Zuspitzung der Ereignisse. Allerdings erschien mir die Abwehr von Pryde am Ende doch etwas zu einfach. Vielleicht muss man die anderen Bücher dieses Autors kennen, um die Begrifflichkeiten besser einordnen zu können, mir ist dies nicht so ganz gelungen.

  • Cover
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2021

Homefarming - mach es einfach!

Homefarming
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Da ich selbst im vergangenen Jahr ein kleines Stück Garten bekommen habe, fand ich dieses Buch sehr inspirierend. Mit einer erfrischenden Sprache macht Judith Rakers dem Neu-Gärtner Mut. Es ist ja gar ...

Da ich selbst im vergangenen Jahr ein kleines Stück Garten bekommen habe, fand ich dieses Buch sehr inspirierend. Mit einer erfrischenden Sprache macht Judith Rakers dem Neu-Gärtner Mut. Es ist ja gar nicht so schwer, also mach' es einfach! Selbst in der Wohnung geht was, das fand ich schon erstaunlich.
Im ersten Teil geht es um Gemüse, noch unterteilt nach „einfachen“ und „schwierigeren“ Sorten. Die einfachen werde ich im kommenden Jahr auch pflanzen, die Autorin hat mich überzeugt. Zumal es mir genau so geht wie ihr – ich habe keinen grünen Daumen und wenig Ahnung von den Pflanzen. Aber genießen würde ich sie auch gerne. Also werde ich es einfach mal machen.
Der zweite Teil befasst sich ausführlich mit der Hühnerhaltung. Das kommt für meinen Garten leider nicht in Frage, aber ich habe es trotzdem mit großem Interesse gelesen. Und dabei einiges gelernt. Das war sehr aufschlussreich. Im letzten Teil folgen noch zahlreiche Rezepte und Hinweise, einige kann ich dann später vielleicht auch ausprobieren.
Insgesamt hat mir dieses Buch sehr gut gefallen. Wunderbar zu lesen, die Bilder bereichern das Geschriebene. Absolut empfehlenswert!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere