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Veröffentlicht am 19.12.2020

Winterliches feeling vorprogrammiert

Schneeflockenglitzern
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Meinung:

Wenn noch kein Schnee liegt, braucht man ein Buch, dass einen in eine winterliche Landschaft entführt mit Schnee, Schneesturm und Glühwein und das verspricht "Schneeflockenglitzer" von Sue Moorcroft.

Lily ...

Meinung:

Wenn noch kein Schnee liegt, braucht man ein Buch, dass einen in eine winterliche Landschaft entführt mit Schnee, Schneesturm und Glühwein und das verspricht "Schneeflockenglitzer" von Sue Moorcroft.

Lily begibt sich die Suche auf die zweite Hälfte ihrer Familie. Ihren Vater hat sie nie kennengelernt. Jetzt möchte sie ihre Halbbrüder kennenlernen und begibt sich dafür nach Middledip. In dem Pub von einem ihrer Halbbrüder bekommt sie einen Job und lernt ihren Bruder kennen, ohne das dieser ihre Verwandtschaft ahnt. Doch dieser begibt sich bald in die Schweiz, wo auch Lilys zweiter Bruder wohnt. Durch einen Trip mit dem Middledip-Chor hat sie die Chance auch in die Schweiz zu reisen. Doch dem Vorhaben ihre Brüder kennenzulernen, schleichen sich Gefühle für Isaac, ihrem Chef, ein und das macht die ohne hin nicht ganz so leichte Situation nur noch schwieriger.

Das Buch verspricht viele Gefühlen und das bringt es zu genügen mit sich. Lily findet sich gleich zu Beginn des Buches in einer schwierigen Situation wieder. Danach geht es zunächst erst einmal schlag auf schlag und der Leser lernt sehr viele Protagonisten kennen. Der Schreibstil der Autorin hat es mir zunächst etwas schwierig gemacht, den Überblick zu behalten und ich war etwas verwirrt, aber das hat sich sehr schnell gelegt und ich konnte die Geschichte zunehmend genießen.

Lily war mir recht schnell sympathisch und ihre Gefühle so wie Handlungen haben mir sehr zu gesagt. Die Annäherung zu Isaac hat mir sehr gut gefallen. Die Liebesgeschichte war nicht vorschnell und zu gespielt. Während Lily sich mit ihrer Familie beschäftig schleicht Isaac sich langsam in ihr Herz. Während mit den beiden eigentlich alles schön beginnt, stehen die beiden irgendwann vor einer Bewährprobe.

Mir haben alle Protagonisten sehr gut gefallen. Ich konnte Lily verstehen, dass sie ihre Halbbrüder kennenlernen möchte, aber auch Lilys Schwester, das diese das nicht unterstützt. Lest den Grund selber und überzeugt euch ;) Auch wenn ich Lilys Schwester verstehen kann, ist ihr verhalten manchmal etwas Rücksichtslos Lily gegenüber. Die anderen Charaktere sind freundlich, haben aber auch ihr eigenes Päckchen zu tragen und somit komme ich auch schon zu meinem ersten kleinen Kritik Punkt. Das Buch beginnt sehr ruhig und bleibt es auch erst einmal sehr lange. Danach passiert alles schlag auf schlag. Jedem wurde ein Problem zugeteilt, dass die Geschichte gelenkt hat und alle mit irgendwie mit den Problemen zurecht kommen müssen. Ich fand es irgendwann etwas zu viel und habe mich am Ende dabei erwischt wie ich die Augen kurz verdreht habe. Das macht das Buch aber nicht gänzlich schlecht! Es bringt Schwung in die Geschichte, aber es hätte auch ausgereicht, wenn das ein oder andere weggelassen worden wäre. Das trägt den Fokus zudem auch von Lily und Isaac weg, was mir aber auch gefallen hat und somit ist die Geschichte nicht nur eine aufgesetzte schnulzige Liebesgeschichte.

Nach den Start Schwierigkeiten habe ich mich dann doch schnell an die Geschichte gewöhnt. Die Perspektive wechselt zwischen Lily und Isaac, außerdem werden die Kapitel recht lang gehalten. Die Gestaltung der Geschichte ist sehr gut gelungen, gerade die Schweiz wurde sehr schön beschrieben. Auch die Gefühle wurden beim lesen sehr gut übermittelt und konnten mich überzeugen.

Leider habe ich noch einen kleinen Punkt der mir zum Ende nicht so gut gefallen hat. Wie schon erwähnt, ist die Liebesgeschichte von Lily und Isaac nicht aufgesetzt oder zu überstürzt. Das hat mir sehr gut gefallen. Jedoch spielt das Schicksal den beiden in die Karten und ihre Liebe muss sich beweisen. Das ganze hat mich nur wenig kalt gelassen und ich war gespannt wie die beiden die Situation meistern. Leider hat es mir nur wenig zu gesagt, wie Lily mit dem ganzen Umgegangen ist. Sie hat sich versteckt und ist weggelaufen und hat die ganze Sache nur unnötig komplizierter gemacht und hat aus einer Mücke einen Elefanten gemacht. Auf der einen Seite konnte ich ihre Gefühle nachvollziehen, aber auf der anderen Seite hat sie schnell aufgegeben und ist davon gelaufen.

Fazit:

Das Buch eignet sich perfekt dazu die winterliche Stimmung in die eigene Wohnung zu holen. Zwischen Schneeflocken und Schneesturm darf sich der Leser auf eine schöne Liebesgeschichte freuen, die nicht aufgesetzt oder zu voreilig ist. Die Protagonisten müssen sich Problemen stellen und diese meistern. Für mich war der Schreibstil zunächst gewöhnungsbedürftig, aber danach konnte mich die Geschichte für sich gewinnen. Bei mir ist winterliche Stimmung aufgekommen und ich wäre am liebsten auch sofort in die Schweiz gereist. Zwar waren manche Stellen für mich etwas zu viel, da sich sehr viele Probleme gezeigt habe, jedoch hat das auch wiederum Schwung in die Geschichte gebracht. Ich kann die Geschichte an alle Empfehlen, die gerne ein winterliches Buch lesen möchte um sich in die richtige Stimmung für diese Jahreszeit zu bringen. Die Liebesgeschichte von Lily und Isaac steht nicht im Vordergrund und deswegen ist das Buch auch für alle geeignet, die kein Buch lesen wollen, in dem nur eine schnulzige Liebesgeschichte dominiert, denn das ist in diesem Buch aufjedenfall nicht der Fall!

Eine gelungenes, winterliches Buch, was für mich bestimmt nicht das letzte der Autorin sein wird!

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Veröffentlicht am 12.12.2020

Hat mir besser gefallen als Band 2

Ohne Schuld
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Meinung:

Nach zwei Jahren geht es mit der Reihe um Kate Linville weiter. Ich habe "Die Suche" (Band 2) nach dem erscheinen recht schnell gelesen, war aber leider nicht zu hundert Prozent überzeugt von ...

Meinung:

Nach zwei Jahren geht es mit der Reihe um Kate Linville weiter. Ich habe "Die Suche" (Band 2) nach dem erscheinen recht schnell gelesen, war aber leider nicht zu hundert Prozent überzeugt von dem Krimi. Dennoch habe ich zu "Die Schuld" gegriffen um der Reihe noch eine Chance zu geben und dieses mal wurde ich nicht enttäuscht.

Der Krimi beginnt, wie so viele, erst einmal spannend in der Vergangenheit, macht dann aber sich dann aber sehr schnell wieder in die Gegenwart zurück. Da geht es dann mit einem schockierenden Ereignis weiter, auch wenn diese mit der Geschichte selber nichts zutun hat, aber einen zentralen Gewicht für den Verlauf trägt.

Ein Frau macht sich im Zug auf dem Weg nachhause, dort muss sie um ihr Leben fürchten, als plötzlich ein Fremder vor ihr eine Pistole zieht. Sie kann aber unversehrt fliehen. Zwei Tage später ereignet sich ein weiter Anschlag auf eine Frau. Die einzige Verbindung ist die Tatwaffe und das wirft nur Verwirrung auf.

Kate Linville versieht sich schneller in dem Fall, als sie gedacht hätte. Sie ist mit privaten Dingen beschäftigt, aber ihr Beruf lässt ihr keine richtige frei Minute. Auch wenn es schon länger her ist, das ich den letzten Fall von Kate gelesen habe, habe ich mich trotzdem etwas gefreut sie wieder zu treffen. Ich musste trotzdem erstmal wieder eine Verbindung zu ihr aufbauen, was aber sehr gut funktioniert hat. Auch Caleb trifft man wieder, jedoch darf dieser nicht mehr Ermitteln und Kate muss sich einem neuen Chef stellen. Ich fand den Verlauf mit Caleb sehr schade und fand den Verlauf zunächst gar nicht gut, jedoch habe ich dann festgestellt, das Caleb kein zentraler Teil der Reihe ist, sondern das diese sich vorrangig nur um Kate dreht. Ich habe den ersten Band der Reihe nicht gelesen, in dem Kate vermutlich dem Leser am nächsten gebracht wird. Dennoch ist sie mir auch in dem dritten Teil wieder sehr sympathisch. Sie geht ohne viele Gefühle an den Fall dran und behält einen kühlen Kopf.

In die Geschichte bin ich sofort rein gekommen. Es beginnt spannend und bleibt es zunächst auch. Auch wenn es scheint, dass die Geschichte zunächst ruhiger wird, ist das nur die Ruhe vor dem Sturm. Nachdem die Geschichte aufgebaut wurde, flacht die Spannung erst einmal ab, aber ich haben dennoch sehr gerne weiter gelesen und es war trotzdem interessant und die "Ruhe" hat auch zur Geschichte gepasst. In der Geschichte finden sich des Öfteren Erzählungen, von einer zu Beginn, unbekannten Person. Mit dem Verlauf der Geschichte wird dem Leser aber alles klarer und die Verbindungen werden deutlich. Mir hat dieser Einschub sehr gefallen. Er war interessant, spannend und schockierend.

Mit dem Verlauf, die die Geschichte nimmt, habe ich zu keinem Zeitpunkt gerechnet. Der Leser trifft auf eine verpflichtete Idee, die zwar nicht überaus komplex, aber dafür spannend und überraschend ist. Zum Ende hin, findet sich noch einmal ein sehr guter Spannungsanstieg, der mir nochmal sehr gut gefallen hat. Der Ausgang der Geschichte, konnte mich nur zum Teil befriedigen, ist aber mal ein anderes Ende als bei den meisten Krimis. Auch wenn ich positiv von der Geschichte Überrascht wurde und mir alles sehr gut gefallen hat, muss ich trotzdem sagen, dass es vielleicht dennoch etwas zu wenig war für den Umfang der Geschichte. Der Fall ist zwar schwierig zu lösen, aber dennoch nicht überaus komplex und am Ende hat mir ein bisschen etwas gefehlt. Dennoch steht die Autorin mit ihrem Schreibstil, den Charakteren, den Verlauf und die Gestaltungen der Geschichte auf der richtigen Seite für einen soliden Krimi.

Fazit:

Mir hat der dritte Teil deutlicher besser gefallen, als der zweite. Die Geschichte war spannender und hat mich mehr angesprochen. Der Verlauf mit Caleb hat mir leider einen kleinen Dämpfer verpasst und ich bin gespannt wie es in die Richtung weitergehen wird. Das wiedersehen mit Kate hat mich gefreut und die Ermittlungen mit ihr waren sehr gut. Das Lesen war sehr angenehm und auch die Idee hat mich sehr positiv überrascht, aber auch die Umsetzung hat perfekt zur Geschichte gepasst. Auch wenn spannende Szene mit dabei sind und die Geschichte mich sehr überrascht hat, sprüht das Buch dennoch nicht vor Spannung und man sollte nicht mit allzu hohen Erwartungen an das Lesen gehen. Obwohl mir die Geschichte gut gefallen hat und ich es besser als Teil 2 fand, ist es dennoch kein Highlight. Mir hat die Idee gefallen, aber für 500 Seiten, war es dann am Ende vielleicht doch etwas zu wenig. Wer zu diesem Krimi greift, macht aber dennoch aufjedenfall nichts falsch!

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Veröffentlicht am 31.05.2020

Es kommt nichts zu kurz

Rendezvous mit einem Mörder
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Die Reihe wurde von Nora Roberst geschrieben, die sich hinter dem Pseudonym J.D.Robb verbirgt. Sie ist unter anderem für ihre vielen Romane bekannt, die an jeder Ecke zu finden sind.
Die Reihe um Eva ...

Die Reihe wurde von Nora Roberst geschrieben, die sich hinter dem Pseudonym J.D.Robb verbirgt. Sie ist unter anderem für ihre vielen Romane bekannt, die an jeder Ecke zu finden sind.
Die Reihe um Eva Dallas umfasst mittlerweile 40 Bände und ich finde die Cover, obwohl sie doch recht schlicht gehalten wurden, sehr schön. Auch die schlichten Buchrücken mit den verschiedenen Farben der Titel, machen sich sehr schön nebeneinander im Regal. Ich finde es gut das der Verlag, sich diesem Muster treu geblieben ist und es nicht verschiedene Ausgaben gibt. Genug von Dem Aussehen.

Inhalt:
In dem Buch treffen wir auf den Leutnant Eva Dallas. Alles beginnt mit dem Tod einer Prostituierten, welche von einem grausamen Mörder umgebracht wurde. Schnell wird klar, dass sie es mit einem Serienkiller zu tun haben und es Beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Während sie gleich von Beginn an noch versucht mit dem letzten Fall abzuschließen, begegnet sie auf ihren Ermittlungen den reichen Roarke. Es besteht eine Verbindung zwischen ihm und den Morden, doch das hindert Eva Dallas Herz nicht daran, von ihm verführt zu werden.

Meinung:
Das Buch beginnt gleich spannend und mitfühlend, da Eva Dallas, wie schon erwähnt noch gefühlsmäßig mit dem vorherigen Fall zu kämpfen hat. Das hindert sie jedoch nicht daran, direkt mit den Ermittlungen anzufangen. Schnell bekommt man das Gefühl, dass sie nichts so schnell aus der Ruhe bringt. Das ist bei dem Tatort nämlich nicht selbstverständlich.
Ich habe gemischte Gefühle gegenüber Eva Dallas. Während sie es unverfroren mit jedem aufnimmt und sich nichts gefallen lässt, zeigt sie sich von einer sehr starken Seite. Leider haben mir ihre Ausdrücke manchmal nicht gefallen und darauf hätte gerne verzichtet werden können. Zwischen ihr und Roarke scheint direkt eine Verbindung zu sein. Roarke ist mir mit seinem Verhalten und seinen Idealen bis zum Schluss immer sympathischer geworden, auch wenn die ganze Zeit große Zweifel an ihm bestanden. Es war ein hin und her der Gefühle und das nicht nur für Eva Dallas, sondern auch für den Leser.
Die Autorin, konnte mich mit der Welt, die sie um Eva Dallas erschaffen hat, sehr überzeugen. Zwar war ich anfangs überrascht und verwirrt, aber nach einer Zeit, habe sich diese Fragen geklärt und ich musste lächeln, da sie damit sehr meinen Geschmack getroffen hat. Worum es sich handelt möchte ich jedoch nicht erwähnen, da es sonst ein gemeiner Spoiler sein könnte.
Ich brauchte ein paar Seiten, bis ich mich an den Schreibstil von Nora Roberts gewöhnt habe, aber nach und nach bin ich immer schneller über die Seiten geflogen. Es war witzig, spannend und erotisch. In der Geschichte kommt nichts zu kurz.
Dies ist natürlich nicht mein erster Krimi. Während ich bei manch anderen Schwierigkeiten hatte, mit den vielen verschiedenen Protagonisten , war es hier ganz einfach. Die Protagonisten bleiben sehr überschaulich und so ist es für jeden Leser ein leichtes alles gut nachzuvollziehen.
Nora Roberts hat sich bei allen Handlungen etwas Gedacht. Denn obwohl ich mich über manches Aufgeregt hab, bei lesen, wurde mir am Ende klar, das es alles zur Geschichte gehörte.

Fazit:
Die Geschichte hat mir rund um gut gefallen. Es findet zwar keinen Platz bei meinen absoluten Highlights, aber empfehlen kann ich es trotzdem. Es war ein sehr guter, überschaulicher, emotionaler, spannender und erotischer Einstieg in eine lange Reihe, mit einer sympathischen und starken Protagonisten, die mir ans Herz gewachsen ist. Ich freue mich schon bald Band 2 zu lesen.

~Krimibloggerin

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Veröffentlicht am 14.10.2021

Toll, mit einem Kritikpunkt

Underworld Chronicles - Gejagt
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Meinung:

Band 1 "Underworld Chronicles - Verflucht" habe ich gerne gelesen und war auch schnell durch, was sicher auch an den doch eher wenigen Seiten liegen mag. Mit dem Schreibstil und der Geschichte ...

Meinung:

Band 1 "Underworld Chronicles - Verflucht" habe ich gerne gelesen und war auch schnell durch, was sicher auch an den doch eher wenigen Seiten liegen mag. Mit dem Schreibstil und der Geschichte konnte die Autorin mich für sich gewinnen und ich habe schnell zu Band 2 gegriffen.

Band 2 steigt recht schnell nach den Ereignissen aus Band 1 ein, wobei die Geschichte aus Band 1 recht abgeschlossen ist, aber natürlich noch die ein oder anderen Fragen offen. Ich war gespannt auf die Geschichte, die die Autorin hier für den Leser bereit hält. Dieses mal trifft Nora auf Werwölfe, wobei ein Rudel besonders im Vordergrund steht und sie nach Hilfe fragt. Nebenbei muss sie jedoch aber mit der immer größer werden Begeisterung an ihrer Person und ihren Fähigkeiten in der Unterwelt klar kommen und gerät dabei immer öfter in Gefahr.

Mir haben schon die vielen Charaktere aus der Unterwelt gefallen, die der Leser in Band 1 kennenlernen darf, wobei ich viele von ihnen sehr sympathisch fand und ich habe mich gefreut sie wieder zu treffen. Der Einstieg fällt leicht und der Schreibstiel ist wie gewohnt. Auch der Aufbau der Geschichte hat mir gefallen, da es zwischen ruhigen, spannenden, lustigen und interessanten Szenen abwechselt. Gerade die Einblicke in das Werwolf Rudel haben mir sehr gut gefallen. Die Autorin fällt gleich mit ihrer sehr einseitigen Umsetzung auf, wobei es sehr im Vordergrund steht, dass jeder Mann gleich Nora verfallen ist und Besitz Ansprüche stellt ohne das Noras Meinung in irgendeiner Weise zählt. Das mag dem ein oder anderen Leser nicht ansprechen, aber ich bin da nicht so kritisch, auch wenn es mir doch deutlich aufgefallen ist. In Band 2 geht es so weiter, vor allem geht es in dem Werwolf Rudel noch so vor wie früher in der Vergangenheit, bei der stärkere die Frau gewinnt oder eben wie in der Tierwelt eben üblich. Wer schon in Band 1 die Gestaltung nicht mochte, wird auch mit Band 2 nicht ganz warm.

Ich fand den Verlauf der Geschichte sehr gelungen und das lesen hat mir sehr Spaß gemacht. Es wurde auf keiner Seite wirklich langweilig und Band 2 kann sehr gut mit dem Vorgänger mithalten. Dennoch fand ich einen Punkt sehr negativ. Das Buch ist für 16+ empfohlen und bei Fantasy kommt öfter mal jemand zu Tode. Leider scheint das für die Autorin der einzige mögliche Verlauf der Geschichte zu sein und es sterben unzählige Protagonisten und das auf sehr emotionslose und schnell Weise.

Viel mehr gibt es zu Band 2 nicht zusagen, denn es gibt für mich keinen weiteren klaren negativen Punkt, während aber auch kein Punkt besonders positiv heraussticht. Alle die Band 1 gerne gelesen haben, sollten auch unbedingt zu Band 2 greifen.

Fazit:

Nach dem Auftakt der Reihe konnte ich schnell zu Band 2 greifen und mir hat die Fortsetzung genauso gut gefallen, wie sein Vorgänger. Der Leser trifft auf alte Bekannte, die ich sehr ins Herz geschlossen habe und ich habe mich auf das Wiedersehen gefreut. Während Band 1 mit der Geschichte im Grunde abgeschlossen ist, nimmt Band 2 einen anderen Verlauf und mir hat die Geschichte und die Umsetzung der Autorin gut gefallen. Ein Punkt ist mir leider negativ aufgefallen, nämlich wie die Autorin die ein oder anderen Szenen auflöst. Dabei werden viele Protagonisten auf emotionslose Weise getötet, was ich doch recht brutal und unpassend fand.

Wie oben schon erwähnt ist Band 2 eine gelungene Fortsetzung und jeder, dem Band 1 gefallen hat, sollte zu Band 2 greifen. Wer aber schon in Band 1 nicht mit der Geschichte von Jacky May aus dem Unterwelt warm werden konnte, wird dies auch sicher nicht mehr mit diesem Buch.

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Veröffentlicht am 29.09.2021

Tolle Geschichte, aber viele Aspekte aus der Physik

The Upper World – Ein Hauch Zukunft
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Meinung:

Sobald ich auf einem Buch etwas mit Zeitreisen lese, steht für mich gleich fest, dass ich das Buch lesen muss und so war es auch mit "The Upper World - Ein Hauch Zukunft". Es geht um Esso, der ...

Meinung:

Sobald ich auf einem Buch etwas mit Zeitreisen lese, steht für mich gleich fest, dass ich das Buch lesen muss und so war es auch mit "The Upper World - Ein Hauch Zukunft". Es geht um Esso, der nach einem Autounfall in seine Zukunft blicken kann und dabei erschreckendes sieht. 15 Jahre später steht Rhia vor einer großen möglichen Veränderung in ihrem Leben, welche ihr eine bessere Zukunft bietet. Als sie plötzlich Esso, ihr neuer Schultutor, kennenlernt, der ein Bild ihrer verstorbenen Mutter bei sich trägt und sie um Hilfe bittet.

Gleich von der ersten Seite an hab ich in die Geschichte gefunden und das Lesen hat gleich Spaß gemacht. Zunächst lernt man Esso und Rhia kennen, was ich schon sehr interessant und spannend gestaltet fand. Schnell lernen die beiden sich kennen und zunächst ist unklar in wie weit eine Verbindung zwischen den beiden besteht. Mir hat der Verlauf der Geschichte gut gefallen und auch die Sprünge, zwischen den Erzählungen aus der Gegenwart von Esso und aus der Zukunft von Rhia, haben eine schöne Abwechslung rein gebracht und ich hatte auch keine Schwierigkeiten mit den Wechseln. Mir ist schon beim durchblättern des Buches aufgefallen, dass es die ein oder anderen Formeln und Darstellungen in dem Buch gibt und ich war gespannt was es damit auf sich hat. Es wird dann schnell deutlich, dass Physik in der Geschichte eine große Rolle spielen. Zunächst war ich sehr begeistert davon und ich konnte dem ganzen recht gut folgen, was auch an dem ausführlichen Schreibstil und der verständlichen Darstellung des Autors liegt. Ich habe beim Lesen gemerkt, dass sich der Autor viele Gedanken gemacht hat und auch gut recherchiert hat. Der erste Eindruck ist toll und das hält sich auch sehr lange. Leider wird die ganze Zeitreise Idee mit der Zeit immer komplexer und ich hatte nach und nach ein klein wenig Schwierigkeiten dem Ganzen zu folgen, was auch dadurch unterstützt wird, dass sich die Geschichte im Kreis dreht und wenig neues passiert, wodurch mir die Geschichte zäh erschien und ich nicht ganz bei der Sache war. Trotzdem ist die Auflösung, die der Autor in der Geschichte wählt, verständlich, jedoch fällt eben ein großer Teil von der Geschichte weg, wenn man nur wenig mit Physik am Hut hat und beim Lesen auch keine Lust hat sich da ein wenig reinzudenken. Mit dem Ende schlägt der Autor eine etwas andere Richtung ein und konnte mich dadurch aber überraschen und für sich gewinnen. Mir haben Esso und Rhia, mit ihrem Charakter, sehr gut gefallen. Beide haben Sachen, die sie verbinden, aber es gibt auch Unterschiede. Esso lernt der Leser zum einen in der Gegenwart und zum anderen in der Zukunft kennen. Auch hier habe ich gefallen an beiden Seiten gefunden, auch wenn mir sein Zukünftiges-Ich etwas mehr Platz in der Geschichte verdient hätte.

Fazit:

Femi Fadugba hat mit seinem Debüt "The Upper World - Ein Hauch Zukunft" eine tolle Geschichte über das Zeitreisen geschrieben, welches eine gute Portionen erklärlicher Physik enthält und toll gestaltet wurde. Es gibt einen Wechsel zwischen Gegenwart und Zukunft, sowie den Protagonisten. Zum einen geht es um Esso aus der Gegenwart und 15 Jahre später um Rhia. Die Gestaltung der Geschichte ist dem Autor gut gelungen und auch die Charaktere haben mir sehr gut gefallen. Während mich der Einstieg sehr begeistert hat, dreht sich die Geschichte nach und nach eher im Kreis und auch die physikalischen Aspekte werden zunehmend komplizierter und wenn man sich nicht darauf einlassen kann, wird es zum Ende recht zäh, wodurch das Buch sich wenig zum entspannteren Lesen eignet. Dennoch kann das Ende gewählte Ende , welches mich überrascht hat, einiges wieder wettmachen.

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