Profilbild von Spannungsjaegerin

Spannungsjaegerin

Lesejury Profi
offline

Spannungsjaegerin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Spannungsjaegerin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.07.2021

Sehr gut recherchiert und gut geschrieben

Die fremde Spionin
0

Meinung:

"Die fremde Spionin" ist der erste Teil einer Trilogie. Die drei Teile spielen über die Jahre verteilt, während Band 1 im Jahr 1961 in der DDR spielt, kurz vor dem Mauerbau. Der Fokus liegt auf ...

Meinung:

"Die fremde Spionin" ist der erste Teil einer Trilogie. Die drei Teile spielen über die Jahre verteilt, während Band 1 im Jahr 1961 in der DDR spielt, kurz vor dem Mauerbau. Der Fokus liegt auf Ria Nachtmann, die sich als Spionin für den BND wiederfindet. Sie hat persönliche Gründe warum sie sich gegen die DDR stellt und sich in große Gefahr bringt. Während sie Informationen sammelt findet sie einen erschreckende Plan heraus, die nicht nur ihr Leben verändern könnte.

Beim Lesen fällt sehr schnell auf, dass das Buch sehr gut und ausführlich recherchiert wurde und der Autor sich im Buch viel Platz für alle Informationen nimmt. Es gab viele interessante Aspekte, die auch gut eingebaut wurden. Für jeden gibt es etwas dabei, denn so gut wie alle Bereiche wurden abgedeckt. Während die ausführliche Recherche auf der einen Seite sehr überzeugen kann, wird es an der ein oder anderen Stelle doch mal schnell etwas zu viel, vor allem wenn man ein entspannten Roman sucht. Dennoch lässt sich die Geschichte in allen Bereichen sehr gut verfolgen und es wird nie langweilig.

Durch den Klappentext habe ich erwartet, dass Ria Nachtmann im Vordergrund steht, jedoch wird die Geschichte nicht nur aus ihrer Sicht geschrieben, sondern auch aus der Sicht anderer Protagonisten. Das hat dazu geführt, dass Ria doch eher in den Hintergrund rückt und ich habe beim Lesen keine Bindung zu ihr aufbauen können und dadurch habe ich nicht so mit Ria mitgefühlt und mit gefiebert, wie ich es mir vielleicht gewünscht hätte und es möglich gewesen wäre. Auf der anderen Seite bekommt man dadurch aber auch andere interessante und spannende Eindrücke, die auch in die Geschichte passen.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und ich war schnell in der Geschichte drin, auch wenn ich mich erst etwas orientieren musste, mit den vielen Perspektiven. Die interessanten Aspekte, die ich oben erwähnt habe, wurden gut eingebaut und passend umschrieben, sodass keine Fragen offen bleiben. Jedoch gibt es auf einer Seite manchmal gleich zwei verschiedene Themen und bei dem Lesen bin ich über den Wechsel etwas gestolpert.

Mir hat der Aufbau und der Verlauf der Geschichte im Allgemeinen gut gefallen, doch die Geschichte macht das ein oder andere mal einen Zeitlichen Sprung, was beim lesen zwar nicht negativ aufgefallen ist, aber ich hatte doch das ein oder andere mal das Gefühl, dass ich etwas verpasst hätte. Es ist auch deutlich, dass es sich bei der Geschichte um Teil 1 eins einer Reihe handelt. Zwar ist findet die Geschichte irgendwie ihren Abschluss, aber trotzdem bleiben Fragen offen und man möchte gerne mehr über das Schicksal der Protagonisten erfahren. Dieses eher offene Ende ist aber aufkeinefall negativ. Ich bin aber sehr gespannt, wie der Autor, die Fortsetzung, die 12 Jahre später spielt, gestalten wird.

Fazit:

"Die fremde Spionin" ist ein sehr gut recherchierter Roman, welcher im Jahr 1961 spielt. Ria Nachtmann spioniert für den BND die DDR aus und das nimmt ungeahnte Auswirkungen. Der Autor überzeugt mit interessanten Aspekten, die ausführlich dargestellt werden. Mich konnte "Die fremde Spionin" überzeugen und fesseln, auch wenn der Gestaltung an der ein oder anderen Stelle der Feinschliff gefehlt hat und das besondere Fünkchen gefehlt hat. Für alle die einen Roman aus der DDR Zeit suchen, der abwechslungsreich und spannend ist, sind bei diesem Buch an der richtigen Stelle. Wer sich jedoch nicht wirklich mit der DDR auskennt und auch sonst kein Interesse an der DDR hat, könnte das Buch schnell trocken ausfallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.07.2021

Ein Ermittler, der vor den Schatten der Vergangenheit davon läuft und nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft

Hundstage für Beck
0

Meinung:

"Hundstage für Beck" ist der Auftakt einer neuen Krimireihe. Durch das Cover und den Klappentext bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und ich war gespannt was mich in dem Buch erwartet. Zu ...

Meinung:

"Hundstage für Beck" ist der Auftakt einer neuen Krimireihe. Durch das Cover und den Klappentext bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und ich war gespannt was mich in dem Buch erwartet. Zu dem Klappentext gibt es eigentlich nicht viel hinzuzufügen.

Der Einstieg ist mal ein etwas anderer. Nick Beck ist, nach einem Vorfall aus der Vergangenheit, von der Spur abgekommen und spiegelt nicht den Vorzeigeermittler wieder. Mir hat es gut gefallen, dass Nick Beck auch seine Fehler hat und eben nicht immer besonnen und richtig handelt. Sein Verhalten bringt ihn schnell vor schwere Entscheidungen, die nicht nur sein Leben nochmal komplett verändern könnte. Während es mir auf der einen Seite gefallen hat, dass Nick auch seine Fehler hat, gab es eine Szene im Buch die mir dann doch etwas zu viel war und ich denn Kopfschütteln musste. Das ist aber nur ein ganz kleiner Kritikpunkt, welcher das Buch für mich nicht schlecht gemacht hat. Nicks Charakter wirkt authentisch und dadurch kann man Nick durchaus verstehen. Cleo Torner ist das komplette Gegenteil zu Nick Beck und bringt mit ihrem Charakter die typische Ermittlerin in die Geschichte, die immer richtig handeln und erfolgreich sein möchte. Cloe Torner hat mir gefallen, doch bis auf ein privates Problem, mit dem sie sich rumschlagen muss, blieb sie mir beim lesen doch recht fremd. Der Fokus liegt ja immerhin auch auf Nick Beck.

Die Geschichte wird aus der Sicht mehrerer Protagonisten erzählt, was ich prinzipiell nicht schlecht finde. Auf den wenigen Seiten kam Nick Beck und die Ermittlungen dann aber doch etwas zu kurz. Der Schreibstil ist gleich von der ersten Seite an sehr gut zu lesen und man kommt schnell durch die Geschichte. Auch die Gestaltung der Geschichte ist dem Autor gelungen.

Die Geschichte selber hat mir auch gefallen, konnte mich aber nicht vom Hocker reißen. Die 400 Seiten sind gut gefüllt und man hat immer etwas zu lesen, was spannend ist, aber die Ermittlungen sind, wie schon erwähnt, kurz gehalten. Der Klappentext verrät auch einiges was auf den ersten Seiten passiert, was als einziges vielleicht potenzial für Überraschungen gehabt hätte. Ich wusste auch recht schnell worauf die Geschichte am Ende hinauslaufen wird und wurde dadurch nicht überrascht. Auch wenn ich viel geahnt habe und mit meinen Vermutungen richtig lag, wurde das Buch trotzdem an keiner Stelle langweilig und ich habe gerne in dem Buch gelesen.

In Band 1 erfährt der Leser einiges über die Vergangenheit von Nick Beck und ich habe mir schon bei der Hälfte gedacht, dass sich das auch gut für die Fortsetzung eignen würde und nach der Leseprobe zu Band 2, die es hinten in Band 1 gibt, wird auch schnell klar, dass der Autor diese Richtung auch einschlagen wird, worauf ich mich definitiv schon freue.

Fazit:

Tom Voss bringt mit "Hundstage von Beck" den ersten Teil einer neuen Krimireihe, der mir gut gefallen hat. Nick Beck ist ein Ermittler, der mit Schatten aus der Vergangenheit zu kämpfen hat und dadurch nicht der Vorzeigeermittler ist und trifft auch mal falsche Entscheidungen. Mir hat das gut gefallen, weil es dadurch mal etwas anderes war und Nick Beck dadurch authentisch ist, auch wenn ich bei einer Szene den Kopfschütteln musste. Auf den knapp 400 Seiten passiert recht viel und es wird nie langweilig, auch wenn die Ermittlungen eher in den Hintergrund rücken. Ich wusste schon recht früh wie die Geschichte sich entwickeln wird, aber dennoch hat das Lesen spaß gemacht. Die Geschichte ist durch einen sehr angenehmen Schreibstil schnell gelesen.

"Hundstage für Beck" ist mit einem Ermittler, der nicht immer die richtigen Entscheidungen trifft, lesenswert, auch wenn die Geschichte recht vorhersehbar ist und einen nicht unbedingt vom Hocker reißt, aber mit abwechslungsreichen Szenen überzeugen kann. Ich werde die Reihe aufjedenfall weiterverfolgen und bin schon sehr gespannt auf die Fortsetzung.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.07.2021

Vielfältig und gelungen, eine toller Abschluss der Reihe

Vortex – Die Liebe, die den Anfang brachte
0

Meinung:

Vortex Band 1 habe ich förmlich verschlungen. Band 2 fand ich im Vergleich etwas schwächer. Alle Bände sind recht unterschiedlich in ihrer Geschichte und so bietet auch Band 3 nochmal Abwechslung. ...

Meinung:

Vortex Band 1 habe ich förmlich verschlungen. Band 2 fand ich im Vergleich etwas schwächer. Alle Bände sind recht unterschiedlich in ihrer Geschichte und so bietet auch Band 3 nochmal Abwechslung. Band 2 endet mit einem Cliffhänger und deswegen möchte man schnell zu dem Finale greifen.

Vom Schreibstil und von der Gestaltung kann Band 3 wie gewohnt mit Band 1 und Band 2 mithalten. Es gibt zwar keine Steigerung, die durchaus möglich gewesen wäre, findet aber auch keinen Abfall. Auch die Charaktere versprechen keine Überraschung. Mir sind alle Protagonisten sehr ans Herz gewachsen, jedoch hat mir die Charakter Entwicklung von Elaine gefehlt. Ich fand sie in manchen Situationen sehr naiv und sie hält sich nicht an Versprechungen und gefährdet so sehr oft das Leben von ihr selber, aber auch von den anderen. Leider hat sich das auch zum Ende hin nicht mehr geändert.

Neben der fehlenden Charakterentwicklung, die ich mir sehr gewünscht hätte, ist mir ein weiterer Punkt negativ aufgefallen. In dem Buch geht es viel um Zeitreise, was mir an sich gut gefällt. Die Protagonisten wissen jedoch häufig schon vorher was sie erwartet und dadurch wusste auch der Leser wie sich die Geschichte entwickelt. Zwar gab es trotzdem die ein oder anderen Überraschungen, die es aber eher am Anfang gab und das Ende dadurch sehr vorhersehbar wird und für mich leider eher schwächer war.

Die Idee mit den Vortexen, mit Aspekten der Zeitreise, haben mir sehr gut gefallen und konnte mich auch am Ende jedes mal wieder positiv überraschen. Die Autorin hat sich auch immer wieder etwas neues einfallen lassen, so das es nicht langweilig geworden ist. Es wurde immer verworrener und ich habe mich sehr oft in die Geschichte gedacht. Band 3 bietet einen sehr gelungenen Abschluss der Reihe.

Fazit:

Band 3 ist der Abschluss einer sehr gelungenen Fantasy Trilogie. Der Schreibstil ist wieder sehr angenehm und flüssig zu lesen und die Gestaltung ist sehr gelungen. Über alle drei Teile hätte ich mir eine deutlichere Charakterentwicklung von Elaine gewünscht, deren Handlungen ich oft naiv und unüberlegt fand. Dennoch sind mir alle Protagonisten sehr ans Herz gewachsen. Die Idee hinter der Geschichte kann auch bis zum Ende noch sehr überzeugen. Band 1 bis 3 sind sehr unterschiedlich und vielfältig. Die Autorin hat sich immer etwas neues Überlegt, wodurch es nie wirklich langweilig wurde. Leider hat der Zeitreise Aspekt aber auch einen Nachteil mitgebracht. Die Protagonisten wussten oft schon vorher was sie erwartet und so auch der Leser, was die Geschichte sehr vorhersehbar macht. Dennoch habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen. Auch wenn mir das Herzklopfen gefehlt hat und ich nicht gänzlich mit gefiebert habe, kann ich die Fantasy Reihe trotzdem jedem empfehlen.

"Vortex" von Anna Benning ist eine tolle Fantasy Reihe, die mir ihrer Idee und der vielfältigen Geschichte sehr überzeugen kann. Wer zu der Reihe greift macht aufjedenfall nichts falsch und wird viele tolle Lesestunden haben!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2021

Wieder eine Mischung aus Krimi und Liebesgeschichte, bei der es nie langweilig wird

Deluxe Love
0

Meinung:

Es ist noch nicht so lange her, da habe ich Band 1 gelesen, der mir gut gefallen hat und deswegen habe ich mich schon auf den zweiten Band gefreut und der durfte dann auch schnell einziehen.

In ...

Meinung:

Es ist noch nicht so lange her, da habe ich Band 1 gelesen, der mir gut gefallen hat und deswegen habe ich mich schon auf den zweiten Band gefreut und der durfte dann auch schnell einziehen.

In Band 2 geht es um Seraphine, die Adoptivschwester von Oliver. Nach dem Tod ihres Vaters ist für Seraphine nichts mehr wie es vorher war. Doch wäre da nicht der Verdacht an ihren Onkel, der für seine Ziele kein Halt vor einem Mord an den eigenen Bruder macht. Sie macht Jagd auf Beweise, doch Blaise stellt sich ihr in den Weg, der ihre Gefühle durcheinander bringt. Kann sie ihm Vertrauen oder verletzt er wieder ihre Gefühle? Steht er auf ihrer Seite oder arbeitet er gegen sie?

Band 1 hebt sich von anderen Liebesromanen ab und konnte mich damit überzeugen. Mit Verfolgungsjagden, Intrigen und Bedrohungen bringt das Buch Spannung und Abwechslung mit sich, auch wenn es an manchen Stellen etwas zu viel war und unrealistisch gewirkt hat, vor allem wenn man auf so eine Geschichte nicht vorbereitet ist. Band 2 bringt da keine Veränderung mit sich. Auch hier wird es wieder spannend und man kann mit fiebern. Die Liebesgeschichte zwischen Seraphine und Blaise rückt sogar eher in den Hintergrund, während es in Band 1 zeitweilig nur um das eine ging. Das Buch ist mit seinen 300 Seiten recht kurz und dadurch, dass die Liebesgeschichte eher in den Hintergrund rückt, ist mir in der Hinsicht am Ende sogar etwas zu wenig passiert. Das liegt aber auch daran, dass die Geschichte von Seraphine und Blaise schon Jahre vorher angefangen hat und dadurch auch Szenen aus der Vergangenheit eingebaut werden. Die Geschichte ist ein großes hin und her, denn Seraphine und Blaise sind Cousine und Cousin. Da Seraphine jedoch von der Dumont Familie adoptiert wurde, besteht keine Blutsverwandtschaft. Dennoch ist diese Situation ein großes Thema in der Geschichte und es dreht sich die ganze Zeit darum was sein darf und was nicht. An manchen Stellen fand ich das etwas ermüdend, jedoch gibt es durch den Tod an Seraphines Vater und ihren Verdacht gegen ihren Onkel genug Abwechslung. Im Allgemeinen konnte die Geschichte bei mir aufjedenfall Punkten. Das Ende ist für mich jedoch zu abrupt und zu einfach gelöst und kommt eher unrealistisch daher.

Der Schreibstil ist wie gewohnt schön zu lesen, auch wenn ich über die ein oder anderen Schreibfehler gestolpert bin. Wie schon erwähnt gibt es in der Geschichte auch Szenen aus der Vergangenheit. Die Szenen liegen jedoch manchmal mehrere Jahre auseinander und werden nicht chronologisch erzählt, was mich an manchen Stellen etwas verwirrt hat, auch wenn es Zeitangaben vor den Kapiteln gab. Die Gestaltung der Geschichte fand ich im Allgemeinen gut gelungen. Die Abgründe, die ein Luxuriöses Leben mit sich bringt werden von vielen Seiten dargestellt, vor allem die Machtgier, Rücksicht- und Skrupellosigkeit. An den Stellen wo es spannend wurde konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe deutlich mit gefiebert. Die unterschiedlichen Charaktere wurden von der Autorin sehr authentisch dargestellt. Sowohl in Band 1 und 2 geht es um eines der Kinder der Dumont Familie und um den Tod von deren Vater und dennoch sind die beiden Geschichte Grund auf verschieden.

Fazit:

Wer zu der Dumont Saga greift bekommt keine typische Liebesgeschichte zu lesen. In Band 2, sowie schon in Band 1 geht es um Intrigen, Geheimnisse und Macht. Mit authentischen Charakteren kann die Geschichte punkten und auch der Schreibstil ist, bis auf ein paar Fehler, gut zu lesen. Band 2 hat mir etwas besser als Band 1, da der Fokus nicht nur auf dem einen liegt. Auch in Band 2 wird es wieder spannend und hat mich am Ende etwas an einen Krimi erinnert. Mir gefällt die Mischung zwischen "Krimi" und Liebesroman sehr gut, auch wenn es an manchen Stellen eher unrealistisch wirkt. Man sollte sich vorher darauf einstellen, dass es bei der Dumont Saga auch viel Spannung und etwas anderes Herzklopfen gibt.
Auch wenn ich die Geschichte nicht zu 100% perfekt abgerundet finde, ist Band 2 dennoch auch wieder eine Geschichte die mir gefallen hat und ich gerne gelesen habe.
Ich freue mich schon sehr auf Band 3 der Reihe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.06.2021

Tolle Gestaltung und viele Geheimnisse

Adria mortale - Bittersüßer Tod
0

Meinung:

Mit dem sehr passend Cover und dem vielversprechenden Klappentext kann das Buch auf sich aufmerksam machen und verspricht eine Reise in das Sommerliche Italien, wo Geheimnisse an jeder Ecke lauern.

Gemeinsam ...

Meinung:

Mit dem sehr passend Cover und dem vielversprechenden Klappentext kann das Buch auf sich aufmerksam machen und verspricht eine Reise in das Sommerliche Italien, wo Geheimnisse an jeder Ecke lauern.

Gemeinsam mit den zwei deutschen Touristen Sonja und Elke reist der Leser nach Italien. Der ruhige Urlaub für die beiden ist aber schnell dahin. Der Lehrer des Ortes wird Tod aufgefunden und nicht nur die beiden Touristen haben Angst unter Mordverdacht zu geraten. Federica Pellegrini glaubt nicht an einen natürlichen Tod und fängt mit Nachforschungen an, doch dabei stößt sie auf Missfallen bei dem ermittelnden Commissario Garibaldi. Die Gegenseitigen Probleme, die sich die beiden machen, bleiben jedoch nicht die einzigen Hindernisse bei den Ermittlungen...

Der Einstieg in das Buch ist zunächst sehr idyllisch und die Autorin schafft es den Leser gedanklich in das sonnige Italien zu entführen. Die Gestaltungen wurden sehr gut auf den Punkt gebracht. Trotzdem rücken die Ermittlungen und die Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden nicht in den Hintergrund. Es herrscht genau die richtige Harmonie zwischen der Gestaltung Italiens und der Geschichte und es bleiben keine Wünsche offen. Natürlich gibt es viele sehr typische Italienische Namen und Redewendungen. Die vielen Namen haben es mir an manchen Stellen schwierig gemacht der Geschichte richtig zu folgen, deswegen denke ich auch das es kein gutes Buch für entspannte Lesestunden zwischen durch ist, dass unterscheidet sich aber natürlich von Leser zu Leser. Die Geschichte wird aus der Sicht verschiedener Personen erzählt und eigentlich kommt auch jeder Protagonist mit seiner Geschichte einmal dran. Dadurch gibt es zwar sehr viele Einblicke und die Geschichte wird sehr Abwechslungsreich, aber auch hier wird es an manchen Stellen schwierig alles im Blick zu behalten. Dem Ende macht das ganze aber trotzdem keinen Abbruch und man kann die Auflösung gut nachvollziehen, mit welchem zu keinem Zeitpunkt gerechnet habe.

Die Protagonistin Federica Pellegrini spielt eine zentrale Rolle in der Geschichte, jedoch geht sie an manchen Stellen etwas unter. Wie schon erwähnt wechselt sich die Perspektive der Erzählung und so bleibt weniger Platz für Federica. Ihr Charakter hat mir dennoch gut gefallen und die Verbissenheit, mit der sie an die Sache rangeht. Sie hat es in dem kleinen italienischen Örtchen nicht ganz leicht und das hilft oder erschwert ihr die Ermittlungen. Auch die Differenzen zwischen ihr und Garibaldi hätten für mich etwas mehr in den Vordergrund gerückt werden könne, dafür kann die Geschichte aber an anderen Stellen Punkten. In dem kleinen Örtchen gibt es nicht viele Bewohner, aber dafür kennt jeder jeden und irgendwie sind auch fast alle Verwandt. Niemand möchte den anderen Verdächtigen und jeder versucht ein Geheimnis zu vertuschen oder lügt für jemand anderen. Während es der Geschichte an den ein oder anderen Stellen an etwas gefehlt hat, kann die Autorin mit den vielen Ideen und Feinheiten sehr gut Punkten.

Die Geschichte spielt im Jahre 1958 in Italien. Mit dem Schreibstil musste ich an den ein oder anderen Stellen erst einmal warm werden und auch zum Schluss, bin ich über manche Sätze noch gestolpert. Wie schon erwähnt ist die Gestaltung Italiens sehr gut gelungen und gerade die Italienischen Redewendungen haben das Buch sehr positiv gestützt.

Fazit:

Die Autorin führt den Leser in das sonnige Italien und vermittelt durch eine tolle Gestaltung und gut eingebaute Redewendungen genau die richtigen Gefühle. Dennoch überschattet die Gestaltung nicht den Mordfall der sich ereignet. In dem Buch gibt es zahlreiche sehr verschiedene Charaktere, die auf ihre Weise in die Geschichte gehören. Die vielen verschiedenen Namen haben bei mir an manchen Stellen zu Verwirrung geführt, was auch an den vielen verschiedenen Familienverhältnissen und Geheimnissen liegen mag. Federica Pellegrini ist mir an manchen Stellen etwas zu kurz gekommen, was aber an andere Stelle wieder wettgemacht wird. Alles in allem ist dieser Krimi sehr gut durch dacht und auf den Punkt gebracht. Zwar hat es bei mir an der ein oder anderen Stelle mit dem Schreibstil und dem vielen Inhalt gehackt, was das Buch vielleicht nicht unbedingt perfekt für zwischen durch macht, aber dennoch hat mir das Lesen an dem Buch im gesamten gut gefallen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere