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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.11.2019

Absolut langweilig

Animant Crumbs Staubchronik
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England, 1890:

Animant Crumb ist die Tochter wohlhabender Eltern und soll verheiratet werden. Um einen guten Mann zu finden scheut ihre Mutter keine Mühen und serviert Animant immer wieder ansprechende ...

England, 1890:

Animant Crumb ist die Tochter wohlhabender Eltern und soll verheiratet werden. Um einen guten Mann zu finden scheut ihre Mutter keine Mühen und serviert Animant immer wieder ansprechende Junggesellen; Animant jedoch möchte gar nicht so bald heiraten und hat auch kein Interesse an Bällen, Kleidern und Tee-Nachmittagen.
Sie möchte viel lieber den ganzen Tag lesen und in Ruhe gelassen werden.
Ihr Vater und Onkel geben ihr die Möglichkeit in London in einer Bibliothek zu arbeiten, natürlich in der Hoffnung, dass sie schnell die Nase voll hat von der Arbeit und sich doch heiraten lässt.
Der Bibliothekar hat einen äußerst schlechten Ruf und wird diesem auch von Anfang an gerecht; er ist unhöflich, grob und übellaunig.
Animant lässt sich jedoch nicht so schnell verjagen und versucht, ihren Job so gut es geht zu erledigen.
Schon allein, um es ihren Eltern zu beweisen.

Zu beginn macht die Geschichte noch richtig Spaß und Animant ist sehr sympathisch. Die Idee, eine Frau dieser Zeit in einer Bibliothek arbeiten zu lassen, hat mir auch sehr gefallen.
Schnell wird die Handlung jedoch leider langatmig und eintönig.
Immer wieder wird beschrieben, wie Animant morgens vor der Bibliothek auf Einlass wartet, wie sie Bücher in die Regale räumt oder jemandem ausleiht und in den gruseligen Keller muss.... jeden Tag.

Charaktere entpuppen sich leider auch zunehmend als stereotypisch. Die Mutter, die ihre Tochter unbedingt verheiraten will, der sanftere Vater, der sich auf die Seite der Tochter stellt und der griesgräme Herzensbrecher, der sich als eigentlich ganz nett erweist.

Diese gut gemeinte, aber doch leider klischeehaft stereotypische Geschichte ist nur etwas für Leser, die um des Lesens willen lesen.

Veröffentlicht am 23.11.2019

Absolut langweilig

Die Liebe schreibt die schönsten Geschichten
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Grace war bisher erfolgreiche Liebesromanautorin, doch seit ihrer Scheidung bekommt sie keine ordentlichen Happy Ends mehr auf die Reihe. Die Scheidung liegt zwar schon zwei Jahre zurück, aber da ihr Mann ...

Grace war bisher erfolgreiche Liebesromanautorin, doch seit ihrer Scheidung bekommt sie keine ordentlichen Happy Ends mehr auf die Reihe. Die Scheidung liegt zwar schon zwei Jahre zurück, aber da ihr Mann nun eine viel jüngere Frau und mit dieser sogar ein Kind hat, kommt Grace einfach nicht darüber hinweg.
Ihr Agent kann sich ihre Schreibmisere nicht mehr länger ansehen und verdonnert sie zu einer Art Zwangsurlaub, damit sie mal wieder auf andere Gedanken kommt.
Doch statt in den Urlaub zu fahren und die Seele baumeln zu lassen, übernimmt Grace den Putzjob ihrer Putzfrau, weil diese zu ihrer Familie nach Spanien reist. Von nun an putzt Grace bei einer alten Verrückten und einem natürlich unglaublich sexy und reichen Bad Boy.

Der lockere und flüssige Schreibstil sorgt zwar dafür, dass die Geschichte um Grace nun so dahin fliegt, aber die Handlung an sich tut einfach nur weh im Kopf.
Nachdem die den Putzjob angenommen hat und eingearbeitet worden ist passiert im Prinzip überhaupt nichts mehr. Sie geht putzen, quatscht mit ihren (natürlich) schwulen besten Freunden, trifft ihren Ex wieder und geht putzen, um sich anschließend mit ihren schwulen besten Freunden zu treffen oder mit ihrem Ex oder mit ihren Mädels..... und auf Anfang!

Die versprochene Liebesgeschichte mit den sexy und reichen Bad Boy, der natürlich gar nicht so Bad ist und einen super Charakter hat, findet im Prinzip gar nicht statt.
Grace ist zusätzlich eine der uneinprägsamsten und blassesten Frauenfiguren der modernen Literatur und kann dadurch keine echten Sympathiepunkte sammeln.

Eine Lese-Quickie, den man sich getrost sparen kann.

Veröffentlicht am 23.11.2019

Fantastischer Krimi

Die Ewigkeit in einem Glas
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London, 1863.

Als die Tochter des Adligen Sir Edmund entführt wird, beauftragt er die unabhängige Privatdetektivin Bridie Devine damit, sie so schnell wie möglich wiederzufinden.
Bridie ist eine Frau ...

London, 1863.

Als die Tochter des Adligen Sir Edmund entführt wird, beauftragt er die unabhängige Privatdetektivin Bridie Devine damit, sie so schnell wie möglich wiederzufinden.
Bridie ist eine Frau und Ermittlerin der besonderen Art, denn sie denkt außerhalb der gewohnten Muster, hat eine illustre Kindheit hinter sich und lernt zu Beginn ihrer Ermittlungen den Geist des verstorbenen Boxers Ruby kennen. Ruby begleitet sie fortan und stürzt sich mit den Elan eines gelangweilten Toten auf den Fall.
Dass das entführte Mädchen etwas ganz Besonderes ist und in höchster Gefahr schwebt wird schnell klar und setzt die beiden ungleichen Ermittler extrem unter Druck.

Bridie und Ruby bilden ein absolut umwerfendes Duo und sind für den einen oder anderen Schmunzler gut. Die fantastischen Elemente dieses Krimis setzen aus klassischer Geistergeschichten und Meerjungfrauen-Mythos zusammen, gespickt mit starken Frauenfiguren und schmierigen Bösewichten.

Eine absolut gelungene Mischung aus historischem Krimi und Fantasygeschichte.

Veröffentlicht am 17.11.2019

Skurril und witzig, aber wenig Horror

Horrorstör
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Ein nach schwedischem Prinzip konzipiertes Möbelgeschäft in Cleveland birgt mittelmäßige Jobs, viel Arbeit und merkwürdige Ereignisse des nachts.
Immer wieder finden die Angestellten morgens zerschlagene ...

Ein nach schwedischem Prinzip konzipiertes Möbelgeschäft in Cleveland birgt mittelmäßige Jobs, viel Arbeit und merkwürdige Ereignisse des nachts.
Immer wieder finden die Angestellten morgens zerschlagene Gegenstände und verschmutzte Möbel, obwohl das Geschäft nachts natürlich verschlossen ist und auch die Überwachungskameras nichts verdächtiges aufgezeichnet haben.
Schnell macht das Gerücht die Runde, dass besagtes Möbelgeschäft verflucht ist und nachts von Geistern heimgesucht wird; also einigen sich ein paar Angestellte und er Filialleiter darauf, die kommende Nacht in dem Geschäft zu verbringen und den hoffentlich lebendigen menschlichen Eindringling zu fassen.
Schnell wird jedoch klar, dass es schlimmer ist, als erwartet.

Die Aufmachung des Buches erinnert schwer an einen IKEA Katalog und ist auch im Inneren ähnlich aufgebaut. Vor jedem neuen Kapitel wird ein Möbelstück vorgestellt und der Textblock ähnelt auch sehr den verschiedenen Infotexten des bekannten Möbelhauses.

Die Handlung lässt jedoch leider sehr zu wünschen übrig. Die erste Hälfte des Buches ist alles andere als gruselig und eher witzig skurril. Wir begleiten eine jung lustlose Angestellte, die ihren Job hasst, sich aber auch nicht dazu aufraffen kann, sich etwas anderes zu suchen. Die anderen Charaktere sind eher schablonenhafte Kopien diverser Stereotypen.
Der ambitionierte Filialleiter, die ältliche Mutti, der muskulöse Halbidiot, die aufgedrehte Asiatin mit Mysterie-Touch.

Der eigentliche Horroranteil in der zweiten Hälfte ist dann auch noch so überspitzt dargestellt, dass es auch wieder eher witzig als gruselig ist.

Die Grundidee und die Aufmachung machen Lust auf das Buch, das eigentliche Leseerlebnis ist dann jedoch eher enttäuschend.

Veröffentlicht am 17.11.2019

Etwas zu langatmig und zu seicht

Im Kopf des Mörders - Kalte Angst
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In diesem zweiten Teil um Oberkommissar Max Bischoff und seinen Kollegen Horst Böhmer haben wir es wieder mit einem irren Serienkiller zu tun.
Der Killer trägt eine riesige Fliegenmaske, schlachtet seine ...

In diesem zweiten Teil um Oberkommissar Max Bischoff und seinen Kollegen Horst Böhmer haben wir es wieder mit einem irren Serienkiller zu tun.
Der Killer trägt eine riesige Fliegenmaske, schlachtet seine Opfer brutal ab und lässt immer einen Zeugen am Leben, der den anderen von dieser Tat berichten soll.
In einer Psychiatrie sitzt ein psychotischer Mörder, der absolut keinen Kontakt nach draußen hat, aber ganz genau über die nächsten Morde bescheid weiß, bevor sie geschehen.
Zusätzlich wird Max' Schwester nach wie vor von einem aufdringlichen Stalker belästigt, der immer näher kommt und es scheinbar ernst meint.

Die Grundidee hinter diesem zweiten Teil der Max Bischoff Trilogie hat mir sehr gut gefallen und das Ende ist der absolute Knaller; der Weg dorthin war jedoch steinig und schwer. Langatmige Ermittlungen, die zu nichts führen, sich wiederholende fruchtlose Gespräche mit dem Irren in der Psychiatrie und ein Killer, der lustig weiter mordet, weil die Ermittler nichts auf die Reihe bekommen.
All diese Faktoren sollten wahrscheinlich für Spannung sorgen, haben mich beim Lesen jedoch zunehmend ermüdet und nur das tolle Ende animiert mich dazu, auch den dritten und abschließenden Teil dieser Reihe zu lesen.