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Veröffentlicht am 12.01.2020

seicht und vorhersehbar

New Beginnings
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In diesem unglaublichen seichten und vorhersehbaren NewAdult Roman trifft die gescheiterte Studentin Lena auf den sexy Bad Boy Ryan.
Erst hasst man sich und dann plötzlich doch nicht mehr.
Viel mehr gibt ...

In diesem unglaublichen seichten und vorhersehbaren NewAdult Roman trifft die gescheiterte Studentin Lena auf den sexy Bad Boy Ryan.
Erst hasst man sich und dann plötzlich doch nicht mehr.
Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.

Der einzige ungewöhnliche Aspekt in dieser Geschichte ist, dass Lena aus Berlin kommt und für ein Jahr als Au-pair in die USA geht. Auf der Tatsache, dass sie Deutsche ist, wird auch reichlich herumgeritten.

Ryan war erfolgreicher Wintersportler, verletzte sich jedoch schwer und rutschte anschließend in eine tiefe, wenn auch verständliche, Depression ab und zog bei seinem Bruder und dessen Ehefrau ein.
Natürlich handelt es sich dabei um die Familie, bei der Lena für die nächsten 12 Monate leben wird.
Na, wer hätte damit gerechnet?!?

Natürlich ist Ryan sexy und abweisen, hat aber heimlich einen ganz ganz weichen Kern und ist eigentlich ein echter Kuschelbär.
Seine harte Schale muss einfach nur von einer deutschen Versagerin, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt, geknackt werden.

Das Knacken der Schale erfolgt in dermaßen konstruierten Situationen, dass ich beim Lesen manchmal nicht wusste, ob ich lachen oder kreischen sollte.

Der seichte Schreibstil und die wenig kreative Handlung sorgen für ein sehr hohes Lesetempo und machen aus diesem Buch einen Lese-Quickie für besonders hohle Zeiten.

Netter Versuch, aber leider für die Tonne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2020

Gesellschaftskritik zum Thema Klima

Wir sind das Klima!
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Gesprochen von Christoph Maria Herbst punktet dieses Hörbuch einfach durch die tolle Vertonung.

Das Buch an sich war leider sehr enttäuschend.
Wer hier erwartet, Tipps zu bekommen, was jeder einzelne ...

Gesprochen von Christoph Maria Herbst punktet dieses Hörbuch einfach durch die tolle Vertonung.

Das Buch an sich war leider sehr enttäuschend.
Wer hier erwartet, Tipps zu bekommen, was jeder einzelne von uns im Alltag ganz einfach ändern kann, um den Klimawandel zu stoppen oder wenigstens nicht zu verschlimmern, muss sich leider auf eine große Enttäuschung gefasst machen.

Der Autor schweift unglaublich häufig ab, so dass die jeweilige Hauptaussage der verschiedenen Abschnitte verloren geht und der Hörer eher ratlos zurückbleibt.
Er holt zu jedem Thema, das er anspricht viel zu weit aus und verliert sich in Erinnerungen an seine eigene Kindheit und seine Großmutter.
Tatsächliche Aussagen zum Thema Klimaschutz werden kaum formuliert.

Ein wichtiges Thema, ein toller Sprecher und doch eine volle Pleite.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2020

Schwarzhumoriger Krimi mit Tiefgang

Kühn hat Hunger
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Martin Kühn befindet sich in seinen Vierzigern und hat nicht mehr den Körper eines 20-Jährigen.
Er entscheidet sich dafür, die ultimative Männer-Diät auszuprobieren, die den inneren Macho anspricht und ...

Martin Kühn befindet sich in seinen Vierzigern und hat nicht mehr den Körper eines 20-Jährigen.
Er entscheidet sich dafür, die ultimative Männer-Diät auszuprobieren, die den inneren Macho anspricht und mit skurrilen Abspeckmethoden aufwartet.
Gleichzeitig scheint sich seine Ehefrau Susanne weiter von ihm zu entfremden und mit seinen Kindern hat Kühn auch immer weniger zu tun.

Als die Leiche einer jungen Frau in einem Baustellenschacht gefunden wird, muss Kühn nicht nur ermitteln und sich erneut den Abgründen der menschlichen Seele stellen, sondern auch gegen Machenschaften eines seiner Kollegen ankämpfen.
Kühns Ehe, Karriere und Gesundheit stehen auf dem Spiel, während er versucht, einen grausamen Mord aufzuklären.

Gleichzeitig erlebt der Leser von Anfang an einen großen Teil der Handlung aus der Sicht des Täters, dessen Identität und Beweggründe für den Leser sehr früh offen gelegt werden.
Diese Herangehensweise ermöglicht dem Leser einen tiefen Einblick in die Psyche des Täters und baut zudem ein ganz besonderes Spannungsmaß auf.

Intelligent, empathisch, witzig und regelrecht philosophisch geht Jan Weiler auch in diesem dritten Teil der Kühn-Reihe an die Sache heran und konnte mich stellenweise zu Tränen rühren und in Gelächter ausbrechen lassen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2020

Tolle Charaktere, eher schwache Handlung

Für König und Vaterland
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England, 1815.

Während der Napoleonischen Kriege herrscht in England noch ein ganz besonderer Krieg.
Wesen wie Vampire, Werwölfe und Elfen leben mehr oder weniger verborgen zwischen den Menschen und ...

England, 1815.

Während der Napoleonischen Kriege herrscht in England noch ein ganz besonderer Krieg.
Wesen wie Vampire, Werwölfe und Elfen leben mehr oder weniger verborgen zwischen den Menschen und sind dem einen oder anderen ein Dorn im Auge.
Jäger des Vatikans werden ausgesandt, um Wesen dieser Art zu beseitigen.

Der Wechselbalg Idris Hathaway, Marquess of Auden, soll undercover ermitteln und den Verräter in den Reihen der nicht-menschlichen Wesen ausfindig machen.
Schnell wird er selber zum Ziel eines gedungenen Mörders und als seine Mätresse auch noch ermordet wird und alles darauf hinweist, dass er der Täter ist, zieht sich die Schlinge um Idris' Hals immer enger zu.
Doch seine drei nicht minder draufgängerischen Freunde stehen ihm tatkräftig zur Seite.

Plot und Erzählstil sind ausreichend, die Handlung eher verworren und langatmig und die Charaktere sind farblos und gleichzeitig stereotypisch.

Dass die Reihe nach Band 1 doch nicht weiter geschrieben wurde, ist kein Schaden.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.01.2020

Leider etwas zäh

Feuer der Vergeltung
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England, 1540.

In diesem zweiten Band der Reihe muss Matthew Shardlake gleich an zwei Fronten für Recht und Ordnung kämpfen.
Auf der einen Seite wird eine junge Frau beschuldigt ihren Cousin ermordet ...

England, 1540.

In diesem zweiten Band der Reihe muss Matthew Shardlake gleich an zwei Fronten für Recht und Ordnung kämpfen.
Auf der einen Seite wird eine junge Frau beschuldigt ihren Cousin ermordet zu haben.
Auf der anderen Seite fordert Cromwell ihn dazu auf, eine spektakuläre, alchemistische Wunderwaffe ausfindig zu machen, die in den Händen der falschen Leute, einen verheerenden Krieg auslösen könnte.

In gewohnt detailreicher Manier erzählt Sansom die historischen Begebenheiten um Shardlake und Cromwell und flicht interessante Krimiaspekte hinein.
Doch dieses Mal hat er sich besonders im Mittelteil an vielen Stellen Zeit gelassen, wodurch jegliche Spannung flöten gegangen ist.
Man bekommt den Eindruck, dass er selber nicht so recht wusste, was als nächstes passieren soll und deswegen hat er seine Protagonisten einfach ein paar Mal hin und her reiten und immer wieder dieselben Leute befragen lassen.
Über viel zu lange Strecken kommt die Handlung keinen Millimeter voran.

Trotzdem lohnt es sich für Leser hochwertiger historischer Romane, diese Reihe weiterzuverfolgen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere