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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2021

Noch besser als Teil 1

Die Nacht – Wirst du morgen noch leben?
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Meinung:
Den Vorgänger „Das Spiel - Es geht um dein Leben“ fand ich von der Geschichte her sehr spannend, aber die meisten Charaktere waren für mich etwas schwer greifbar.

Trotzdem war ich gespannt auf ...

Meinung:
Den Vorgänger „Das Spiel - Es geht um dein Leben“ fand ich von der Geschichte her sehr spannend, aber die meisten Charaktere waren für mich etwas schwer greifbar.

Trotzdem war ich gespannt auf den Nachfolger und das war auch gut so, denn dieser hat mir noch deutlich besser gefallen.

Die Ermittler Inga Björk und Christian Brand kommen in diesem Teil eher unwillig wieder zusammen, um sich einem neuen Fall zu widmen. Vor allem Brand hat sein Leben nicht mehr im griff und ich fand seine private Geschichte dazu etwas speziell, vor allem mit der Entwicklung am Ende, aber naja, insgesamt ist das zum Glück kaum ins Gewicht gefallen.

Denn, auch wenn es am Anfang etwas dauert, bis die Geschichte Fahrt aufnimmt, fand ich sie doch von Beginn an spannend. Es gibt auch dieses Mal wieder viele weitere Perspektiven, die anfangs wenig miteinander zu tun haben, sich nach und nach aber zu einem deutlichen Ganzen verbinden.

Dabei konnte ich mir mit der Zeit schon einige Zusammenhänge denken, aber das fand ich nicht schlimm, sondern ich habe mich eher über die Bestätigung meiner ermittlerischen Fähigkeiten gefreut, da es dazwischen doch noch einige Wendungen gibt, die ich so nicht erwartet hatte.

Das Setting ist auch dieses Mal wieder sehr speziell, aber mitreißend. Vor allem da man durch die Perspektive von Hanna auch wieder hautnah bei den Opfern dabei ist.

Aber auch die Charaktere fand ich dieses Mal besser ausgearbeitet. Die Bekannten gehen tiefer, werden aber doch auch menschlicher und auch die anderen sind dieses Mal nicht ganz so abgedreht. Zwar sind sie durchaus nicht alle sympathisch und doch auch mit Ecken und Kanten, aber so, dass man ihre Geschichten doch mit Eifer verfolgt.

Die Spannung steigert sich immer mehr und das Ende gipfelt in einen großen Showdown, bei dem viele Fragen beantwortet werden, aber nicht alle. Eine große Wendung fand ich total überraschend und doch auch nicht ganz glaubhaft, so wie sie dargestellt wurde. Dazu hätte ich mir insgesamt gerne noch ein paar Details mehr gewünscht, aber der Autor hat die Möglichkeit dafür offen gelassen und ich hoffe, dass er in einem der nächsten Bände auch nochmal irgendwie darauf eingeht.

Obwohl mir das Ende an sich, bis auf die bereits erwähnte private Geschichte von Brand, sehr gut gefallen und mich auch zufriedengestellt hat.

Fazit:
Ein komplexer, spannender und durchdachter Thriller, der viele einzelne Handlungsstränge geschickt zu einem großen Ganzen verbindet und beim Lesen einfach mitreißt. Dabei sind nicht alle Wendungen total realistisch, wissen aber zu fesseln und zu unterhalten und passen zur Geschichte. Die Charaktere waren für mich dieses Mal auch greifbarer und besser ausgearbeitet und auch wenn am Ende nicht komplett alles total ausführlich aufgeklärt wird und ich zu einer Wendung gerne noch ein paar mehr Details gehabt hätte, war ich doch sehr zufrieden und habe das Buch mit dem Gefühl, ein Highlight gelesen zu haben, geschlossen und freue mich auf einen weiteren Fall von Björk und Brand.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.08.2021

Komplex und zufriedenstellend

Rule of Wolves
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Meinung:
Nachdem ich den Auftakt in diese Dilogie aus dem Grischaverse bereits vor knapp zwei Jahren gelesen habe und die Einzelheiten nicht mehr ganz so präsent waren, war ich gespannt, wie ich in die ...

Meinung:
Nachdem ich den Auftakt in diese Dilogie aus dem Grischaverse bereits vor knapp zwei Jahren gelesen habe und die Einzelheiten nicht mehr ganz so präsent waren, war ich gespannt, wie ich in die Geschichte finden würde.

Aber meine Befürchtungen haben sich alle recht schnell in Luft aufgelöst, da ich doch zügig wieder in die bekannte Welt, mit den liebgewonnenen Figuren gefunden habe. Dafür sorgen auch einige Erinnerungsstützen der Autorin und natürlich auch der geniale, lebendige und atmosphärische Schreibstil und die besonderen und charismatischen Charaktere.

So geht nämlich die Geschichte von Nikolai, Zoya und Nina weiter und auch sonst gibt es ein Wiedersehen mit bekannten Figuren und auch neue Charaktere kommen hinzu. Erzählt wird der Plot abermals in der dritten Person, aus der Sicht der verschiedenen Charaktere.

Dabei muss ich sagen, dass ich den Anfangsteil nicht ganz so spannend fand, sich der Sog aber mit Fortschreiten der Handlung immer mehr aufbaut. Es gibt wieder viele Intrigen, Kämpfe und Verluste, aber auch unerwartete Wendungen, Witz und auch die emotionale Seite spielt zwischendurch doch eine wichtige Rolle.

Im Gegensatz zum letzten Mal fand ich nun vor allem Ninas Sicht sehr mitreißend und ich habe immer sehr darauf hin gefiebert, bis sie wieder an der Reihe war. Sie muss sich dauernd verstellen und ist dabei doch auch noch über sich hinausgewachsen und hat sich nochmal weiterentwickelt, genau wie auch die anderen Charaktere auch.

Nikolais Art ist einfach toll. Dieser treffende Sarkasmus, sein Einfallsreichtum, aber auch diese Liebe zu seinem Land, das Pflichtbewusstsein und die Gefühle, die er nicht Zulassen will, die aber doch immer präsenter werden. Und auch Zoya muss die versteckten Gefühle in sich endlich zulassen, um das zu werden, was am Ende des Wegs auf sie wartet.

Vor allem das Ende ist ziemlich rasant und überschlägt sich fast vor überraschenden Wendungen. Dabei fand ich nicht alles total logisch und ich hatte das Gefühl, dass manches für ein rundes Ende etwas sehr gebogen wurde, aber für mich hat es doch gepasst, da ich das Ende so wirklich rund und zufriedenstellend fand und die Reihe mit einem guten Gefühl ins Regal stellen kann.

Fazit:
Erneut eine komplexe und intensive Geschichte aus dem Grischa-Verse, die viele Antworten, unerwartete Entwicklungen und Wiedersehensfreuden bringt und auch für einen sehr runden und zufriedenstellenden Abschluss sorgt. Dabei muss sich der Sog erst nach und nach aufbauen und manche Entwicklungen waren doch etwas weit hergeholt, aber insgesamt hab ich die Geschichte gerne gelesen und war meisten mit feuereifer dabei. Deshalb reicht es trotz der kleinen Kritikpunkte auch noch knapp für die vollen fünf Sterne und ich kann die Reihe nur für alle Fantasy-Fans empfehlen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.07.2021

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle und viel Spannung - Einfach perfekt!

Vortex – Das Mädchen, das die Zeit durchbrach
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Meinung:

Auch der zweite Teil startet actiongeladen. Hawthorne hat seinen Plan, ins Jahr 2020 zurückzureisen und den Urvortex zu zerstören noch nicht aufgegeben und es steht Krieg bevor. Krieg zwischen ...

Meinung:

Auch der zweite Teil startet actiongeladen. Hawthorne hat seinen Plan, ins Jahr 2020 zurückzureisen und den Urvortex zu zerstören noch nicht aufgegeben und es steht Krieg bevor. Krieg zwischen den Menschen und den Vermengten. Ellie und ihre Freunde wollen dies verhindern und machen sich nochmal auf den Weg in die Vergangenheit.

Dabei lernen sie auch andere Vermengte, vor allem Schwimmer, aber auch Wirbler kennen und man bekommt einen kleinen Einblick in die frühere Zeit. Dabei ist die Handlung wirklich extrem spannend und mitreißend. Es gibt viele Momente, die mich gefesselt haben und ich habe so oft mit den Figuren mitgefiebert.

Das ist aber alles nichts gegen die riesige Wendung am Ende der Geschichte. Diese habe ich nicht erwartet und sie hat mich auch völlig verwirrt und schockiert zurückgelassen und alles, wirklich komplett alles, nochmal in ein anderes Licht getaucht.

Die Autorin hat zwar im Verlauf schon gezeigt, dass irgendwas komisch ist und Zweifel gesät, aber ich glaube nicht, dass irgendjemand von selbst in Gänze darauf gekommen wäre.

Aber auch die Figuren haben wieder alle ihr Päckchen zu tragen und ich habe mich gefreut, dass vor allem Susie sich weiterentwickeln kann. Die Liebesgeschichte zwischen Ellie und Bale kriselt teilweise etwas, ist aber doch auch glaubhaft zu verfolgen und obwohl sie doch immer eine Rolle spielt, ist sie im Vergleich zur restlichen Handlung angenehm im Hintergrund.

Es gab zwischendurch auch ein paar kleinere Kritikpunkte wie z. B., dass ich die Sache mit den Zeitreisen bzw. den Folgen daraus objektiv betrachtet schon etwas schwierig fand, aber ehrlich, das hat mich am Ende gar nicht gestört, da der Gesamteindruck einfach so genial ist.

Das Ende ist dieses Mal auch irgendwie abgeschlossen, aber deutlich dramatischer und offener als im Vorgänger, sodass man unbedingt weiterlesen möchte, auch wenn man erst mal die große Wendung verdauen muss.

Der Schreibstil war auch dieses Mal einfach wieder gigantisch gut. Anschaulich, mitreißend und einfach total lebendig.

Fazit:

Ein Mittelband, der perfekt auf den Auftakt aufbaut und dadurch noch stärker wirkt. Es gab eine Achterbahnfahrt der Gefühle, in einem Ausmaß, wie ich es schon lange nicht mehr bei einem Buch erlebt habe. Neue Infos, interessantes Worldbuilding, viel Spannung und total extreme Wendungen, die alles nochmal in ein neues Licht tauchen und den Leser und auch die Figuren einfach total fertig zurücklassen. Da spielt es auch keine Rolle, das Ellie manchmal etwas schwierig ist, oder dass die Zeitreiseelemente objektiv betrachtet vielleicht nicht immer ganz stimmig sind. Ich bin hin und weg von dieser Reihe und vergebe völlig überwältigte 5 Sterne und bin jetzt auf den Abschluss gespannt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.07.2021

Ein richtig toller Auftakt in diese dystopische Reihe

Vortex – Der Tag, an dem die Welt zerriss
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Meinung:
Da ich schon viel Gutes von der Reihe gehört hatte, habe ich mich sehr darauf gefreut. Und schon der Beginn hat mich gleich mitten in die Geschichte gezogen. Denn, die Geschichte startet ungewöhnlicher ...

Meinung:
Da ich schon viel Gutes von der Reihe gehört hatte, habe ich mich sehr darauf gefreut. Und schon der Beginn hat mich gleich mitten in die Geschichte gezogen. Denn, die Geschichte startet ungewöhnlicher weise am Ende von Elaines Ausbildung gleich mit dem gefährlichen und für sie so wichtigem Vortexrennen. Dabei geht es auch gleich spannend und gefährlich zur Sache und es gibt auch einige unerwartete Wendungen.

So wird man mitten in diese faszinierende Welt geworfen und lernt sie erst nach und nach besser kennen. Dabei hat man aber nie das Gefühl, dass man etwas nicht versteht, sondern die Autorin schafft es geschickt, den Leser einfach mitzunehmen in diese ungewöhnliche Welt, in der es Vortexe, also Energietunnel zu anderen Orten und mit den Elementen vermengten Menschen gibt. Also Menschen, die zum Teil aus Feuer, Erde, Wasser und Luft bestehen und dadurch auch die betreffenden Fähigkeiten haben und die den normalen Menschen ein Dorn im Auge sind, weil sie mit so viel Macht gefährlich sind.

Nimmt man die Einzeltteile der Geschichte sind sie vielleicht nicht total neu, aber in der Kombination finde ich die Geschichte innovativ und total erfrischend. Natürlich hat sie typische dystopischen Züge, aber da ich solche Geschichten gerne lese, ist das genau das Richtige für mich.

Protagonistin Elaine, bzw. Ellie war mir doch von Anfang an sympathisch. Obwohl es ihr größtes Ziel ist, Vortexläufer und damit Jäger der Vermengten zu werden, hat sie eine Art, die ich mochte. Sie ist zwar ehrgeizig, kann aber auch mit dem zweiten Platz gut leben und steht zu ihrem besten Freund Luka, der auch zum Teil ein Vermengter ist und der es nicht leicht hat. Er muss Anfeindungen über sich ergehen lassen, die mich sehr getroffen haben, genauso wie der Rest der Vermengten und das nur, weil sie anders sind. Das ist ein Punkt an dem Anna Benning die Parallelen zu unsere Welt zieht und definitiv zum Nachdenken anregt.

Ellie selbst muss auch erst mal damit klar kommen, dass ihr gesamter Weltentwurf abrupt über den Haufen geworfen wird und um damit klar zu kommen, braucht sie auch etwas länger, was ich aber nachvollziehen konnte. Aber mithilfe der tollen Charaktere, die sie kennenlernt, fällt ihr das mit der Zeit immer leichter und auch das konnte ich verstehen. Susie und Allister haben sich auch gleich in mein Herz geschlichen.

Die Geschichte entwickelt sich durchgängig spannend und teilweise auch überraschend weiter. Zwar kann man sich mit der Zeit einige Entwicklungen denken, aber trotzdem werden sie interessant verpackt und andere Wendungen hatte ich gar nicht auf dem Schirm.

Es gibt auch ruhige Zeiten, sodass sich die Annäherung der Figuren im Großteil glaubhaft entwickelt, nur am Ende ging mir die Liebesgeschichte definitiv etwas zu schnell. Wie auch die Entwicklung von Ellies Kräften, mit denen sie dann plötzlich, ohne weitere Probleme die großen Sprünge meistern konnte. So ist das Ende ziemlich rasant und etwas hektisch, aber trotzdem hat es mir gut gefallen und vor allem, finde ich es gut, dass dadurch auf einen Cliffhanger verzichtet wurde.

Prinzipiell hätte ich mir auch noch mehr Infos über die anderen Sorten der Vermengten und auch über die „normalen“ Menschen gewünscht, die nicht im Kuratorium arbeiten, aber das kommt bestimmt noch in den Fortsetzungen. Das wäre für einen Band auch einfach zu viel gewesen. Aber trotzdem hat sich die Autorin auch viel Zeit für liebevolle Details genommen, die die Geschichte noch lebendiger und lebensnaher machen.

Der Schreibstil ist übrigens auch gigantisch gut, vor allem für ein Debüt. Anschaulich, mitreißend, einfach lebendig und richtig toll lesbar.

Fazit:
Ein richtig toller Auftakt in diese dystopische Reihe. Es gibt eine faszinierende Welt mit vielen Besonderheiten und Details, tolle, lebensnahe Charaktere, viel Spannung und auch viele Wendungen, von denen die meisten auch unerwartet sind und gleichzeitig regen die Entwicklungen zum Nachdenken an. Nur am Ende ging es mir bei manchen Sachen ein bisschen zu schnell und bei anderen Dingen hätte ich gerne noch mehr Infos gehabt. aber dafür gibt es zumindest keinen Cliffhanger, sondern ein angenehm abgeschlossenes Ende und ja noch zwei weitere Fortsetzungen. Trotz der kleinen Kritikpunkte reicht es am Ende knapp für die vollen 5 Sterne. Das, was mir gut gefallen hat, überwiegt einfach deutlich.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2021

Ein toller Abschlussband

Die Meisterin: Alte Feinde
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Meinung:
Nachdem ich die vorherigen beiden Teile gern gelesen habe, war ich natürlich auf den Abschluss der Reihe gespannt und ich kann wirklich sagen, dass er mich nicht enttäuscht hat.

Los geht es mit ...

Meinung:
Nachdem ich die vorherigen beiden Teile gern gelesen habe, war ich natürlich auf den Abschluss der Reihe gespannt und ich kann wirklich sagen, dass er mich nicht enttäuscht hat.

Los geht es mit den privaten Problemen zwischen Geneve und Alessandro, aber diese sind schnell geklärt bzw. rücken schnell in den Hintergrund, da sich das Geschehen überschlägt. Es gibt grauenhafte Morde von einem ganz speziellen und unbekannten Wesen, das unbesiegbar daher kommt. Und auch hier wird es sehr persönlich und dramatisch für die Figuren.

Ich mag nicht zu sehr ins Detail gehen, aber die Handlung ist dieses Mal wirklich extrem spannend. Der Autor bleibt seiner Erzählweise durch den Geist von Geneves Mutter treu und diese Erzählart passt einfach perfekt zur Reihe. Auch dieses Mal gibt es wieder einige Wechsel in der Erzählung. Natürlich zwischen Gegenwart und Vergangenheit, aber auch zwischen unterschiedlichen Handlungsorten in der Gegenwart. Dabei hat er Autor es wieder sehr geschickt gemacht, dass er immer genau dann wechselt, wenn es am spannendsten ist, weshalb man das Buch schwer aus der Hand legen kann.

Die Geschichte der Gegenwart ist dieses Mal sehr präsent, auch weil sie so brutal und umfassend ist und dem Leser oftmals der Mund offen stehen bleibt, aber auch weil Figuren aus anderen Büchern von Markus Heitz hinzukommen, was sich ja im Vorgänger schon angedeutet hat. Ich habe zwar nur „Oneiros – Tödlicher Fluch“ gelesen, weshalb mir nur Bestatter Konstantin Korff bekannt war, aber der Autor verpackt die Infos so gut, dass es mir so vorkam, als würde ich auch die anderen schon länger kennen.

Die Figuren sind eh auch eine Besonderheit dieser Reihe, sie sind alle so lebendig. Auffallend ist aber auch, dass sie sich wenig entwickeln müssen. Klar, erfährt der Leser erst nach und nach mehr, aber die Figuren selbst müssen sich kaum weiterentwickeln, sondern sind einfach stark und unverwechselbar.

Aber auch in der Vergangenheit gibt es wieder eine Geschichte, die ungewöhnlich ist, aber doch auch was mit der Gegenwart zu tun hat. Dieser Teil, zusammen mit den Anekdoten aus der Henkerszeit, nimmt dieses Mal weniger Raum ein. Das fand ich aber sehr angenehm und passend, da mir das vorher immer etwas zu viel war. Aber jetzt fand ich es perfekt austariert.

Am Ende gibt es einen großen und einen kleinen Showdown. Als kleinen Kritikpunkt kann ich anführen, dass mir manche Entwicklungen ein bisschen zu schnell gingen, aber insgesamt war alles super zufriedenstellend, auch da alle offenen Fragen beantwortet wurden. Und schön fand ich auch, dass die einzelnen Teile in einem angenehmen Abstand erschienen sind, sodass man der komplexen Handlung immer noch gut folgen konnte, auch dank der kleinen, eingebauten Erinnerungsstützen.

Fazit:
Ein richtig guter Abschlussband. Alles ist noch düsterer und brutaler und doch wird auch ein Faden zu den vorherigen Bänden und auch zu Charakteren aus anderen Büchern von Markus Heitz gespannt und insgesamt einfach alle offenen Fragen beantwortet. Dabei gibt es viel Spannung und einige unerwartete Wendungen. Es gibt auch wieder den 2. Handlungsstrang aus der Vergangenheit und Anekdoten aus der Henkerszeit, aber spürbar weniger davon, was der Geschichte, in meinen Augen, sehr gut getan hat. So fand ich das Verhältnis nämlich sehr stimmig und alles sehr interessant, ohne dass die Spannung zu sehr unterbrochen wird. Somit war das für mich der beste Band und als kleinen Kritikpunkt kann ich nur anbringen, dass am Ende einiges ein bisschen zu schnell ging, aber insgesamt bin ich rundum zufriedengestellt, weshalb ich knappe 5 Sterne vergebe.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere