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Veröffentlicht am 14.02.2018

Große Erwartungen, die nicht erfüllt wurden

Magisterium
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Ich verfolge diese Reihe nun schon seit Erscheinen des ersten Bandes aufmerksam und freue mich auf jeden weiteren Teil, damit ich endlich ein Stück mehr von Callums Geschichte rund um ihn und das Magisterium ...

Ich verfolge diese Reihe nun schon seit Erscheinen des ersten Bandes aufmerksam und freue mich auf jeden weiteren Teil, damit ich endlich ein Stück mehr von Callums Geschichte rund um ihn und das Magisterium erfahren kann. Auch bei diesem Buch konnte sich meine Vorfreude kaum in Grenzen halten.

Und dann wurde ich leider sehr enttäuscht.

Dieser vierte Band knüpft nahtlos an das Ende des dritten Bandes an, es gab lediglich einen Zeitsprung von sechs Monaten, in denen allerdings nichts nennenswertes passiert ist. Näher möchte ich zum Inhalt nicht eingehen.

Ich habe mir von diesem Buch einen sehr spannenden und mit überraschenden Wendungen gespickten Band erhofft, da wir uns hier mit großen Schritten dem Finale der Reihe nähern. Was vielleicht für den einen rasant und spannend war, empfand ich leider als sehr lückenhaft und mangelhaft ausgearbeitet. Ganz oft hatte ich in diesem Band leider das Gefühl, dass ich wichtige Infos überlesen hatte, weil die Situationen so sprunghaft aufeinanderfolgten.

Zudem waren mir persönlich für ein Jugendbuch viel zu wenig Emotionen in diesem Teil. Callum hat in der Vergangenheit schreckliche Dinge erlebt, er fühlt sich in vielen Situationen allein gelassen und ist zudem auch noch zum ersten Mal verliebt in ein Mädchen. Das alles wäre das perfekte Gefühlschaos, das ich aber leider nicht spüren konnte.

Den Schreibstil fand ich - wie auch in den vorherigen Bänden - sehr leicht und angenehm zu lesen und ist daher meiner Meinung nach perfekt für ein Jugendbuch geeignet.

Abschließend muss ich sagen, dass dieser Band leider der mit Abstand schwächste der Reihe für mich ist. Die Charaktere blieben für mich viel zu blass und es hat sich für mich kaum Spannung aufgebaut, obwohl das Buch voller Handlung und Aktion war. Einzig das Ende fand ich wieder sehr gelungen mit seiner überraschenden Wendung, die allerdings das Gesamtwerk auch nicht mehr retten konnte.

Ob ich den finalen Band lese, muss ich mir auf jeden Fall noch gut überlegen.

  • Cover
  • Charaktere
  • Lesespaß
  • Idee
  • Spannung
Veröffentlicht am 03.12.2017

Hat jeder die Chance auf ein Happy End?

Wir sehen uns beim Happy End
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Glaubt ihr an das Happy End? Nein? Dann hattet ihr sicher noch nie mit Emilia Faust zu tun

Ella ist durch und durch ein Märchenfan. Das beste daran ist ihrer Meinung nach das Ende! Schon als kleines ...

Glaubt ihr an das Happy End? Nein? Dann hattet ihr sicher noch nie mit Emilia Faust zu tun

Ella ist durch und durch ein Märchenfan. Das beste daran ist ihrer Meinung nach das Ende! Schon als kleines Mädchen hat Ella vom großen Happy End für sich selbst geträumt und dieser Traum ist zum Greifen nah, seit sie mit ihrem Traumprinzen begegnet ist und seit kurzem mit diesem verlobt ist. Durch eine Verkettung von Ereignissen trifft Ella auf Oscar, der weiter entfernt vom Happy End nicht sein könnte. Für Ella steht fest: Erst wenn sie Oscar dabei hilft, seinem Leben ein Happy End zu verschaffen, wird sie auch ihr glückliches Ende bekommen.

In diesem Buch sind - passend zur Geschichte - sehr viele märchenhafte Elemente geschickt mit unserer modernen Zeit verknüpft worden. Als Beispiel gab es eine Szene, in der ein Jungesellenabschied gefeiert wird und der Bräutigam als Hase verkleidet ist. Ella zieht sofort einen Vergleich zu Alice im Wunderland und stellt sich in dieser Situation die Frage: "Soll ich dem Kaninchen folgen?"

Allgemein ist Ella eine richtige Träumerin, die mit sehr viel Witz und Humor den Leser unterhält. Durch diese Eigenschaft kann man manche ihrer Taten zunächst nicht wirklich nachvollziehen, aber das ist eben Ella zu 100 %.

Als negativen Punkt möchte ich zunächst anbringen, dass mir das Buch leider viel zu schnell zu Ende ging. Ich habe mir ein großes und ausschweifendes Ende versprochen, da es ja im gesamten Buch um Happy Ends geht. Das Ende von "WIr sehen uns beim Happy End" war dagegen leider etwas zu wenig für meinen Geschmack, aber durchaus ein Ende, das mir sehr gefallen hat.

Womit ich allerdings absolut nicht leben kann sind die vielen Spoiler in diesem Buch. Ella liebt das Happy End und betreibt daher einen Blog, auf dem sie die Enden von bekannten Büchern oder Filmen umschreibt. Daher werden ganz bekannte Bespiele wie "Romeo & Julia" oder "Ein ganzes halbes Jahr" in diesem Buch aufgegriffen und von Ella "umgeschrieben". Dabei hatte ich leider zwei Bücher, die ich bis dato noch nicht gelesen hatte und bei denen ich nun gespoilert wurde. Man muss zur Verteidigung natürlich anführen, dass es sich dabei um Bestseller handelt, die schon einige Jahre auf dem Markt und teilweise sogar schon verfilmt worden sind! Wer diese noch nicht gelesen hat, ist selber schuld

Abschließend kann ich sagen, dass mir dieses Buch wieder einmal gut gefallen und mich sehr unterhalten hat. Ich mochte Ella als Protagonistin mit ihrer verschrobenen Art wirklich enorm, der Handlungsaufbau war schön - zwar nicht immer logisch, aber muss immer alles logisch sein?

Ein sehr schönes Buch, dass einem das Herz erwärmt und einen wieder an das Happy End glauben lässt.

  • Cover
  • Gefühl
  • Handlung
  • Figuren
  • Erzählstil