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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.01.2018

Ein sehr spannendes Buch

Die Blutlinie
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Das war das erste Buch, das ich von Cody McFadyen gelesen habe. War auch ganz gut, da ich sonst die Charaktere nicht gekannt hätte und er weist sehr oft auf Situationen hin, die am Anfang passiert sind ...

Das war das erste Buch, das ich von Cody McFadyen gelesen habe. War auch ganz gut, da ich sonst die Charaktere nicht gekannt hätte und er weist sehr oft auf Situationen hin, die am Anfang passiert sind (auch in späteren Büchern aus der Reihe). Ich finde seinen Schreibstil anders als bei vielen anderen. Er schreibt ein bisschen düsterer, beschreibt auch manchmal unangenehme Szenen detailliert und genau das finde ich super. Seine Geschichten unterscheiden sich immer voneinander und es wird einem nie langweilig beim Lesen.

Veröffentlicht am 06.06.2022

Eine magische Welt

Die Chroniken von Amazonia
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Murissa hat es nicht leicht. Die von ihrer eigenen Mutter verstoßenen und von Wächtern verachteten Straßendiebin versucht zu überleben. Ihre flinken Fingern und die große Fantasie bringen sie aber oft ...

Murissa hat es nicht leicht. Die von ihrer eigenen Mutter verstoßenen und von Wächtern verachteten Straßendiebin versucht zu überleben. Ihre flinken Fingern und die große Fantasie bringen sie aber oft in Schwierigkeiten. Eines Tages trifft sie auf Turris, einen Seeprinzen. Sie gibt sich als Meerjungfrau aus und begibt sich auf ein Abenteuer mit Turris und seiner Gefolgschaft. Doch wie lange kann sie sich mit Lügen retten?

Ganz anders ist das Schicksal der Amazonenkönigin Penthesilea. Sie hat eine sehr wichtige Aufgabe - ihren zehnten rituellen Kriegszug gegen das Meeresvolk der Selchen führen. Für eine erfolgreiche Kriegerin ist es auf dem ersten Blick kein Problem, doch einige Komplikationen könnten Penthesileas Plan verändern. Wird die Königin es schaffen zu siegen oder schickt sie ihr Heer ins Verderben?

"Die Chroniken von Amazonia" ist der Auftakt einer spannenden Geschichte in einer magischen Welt. Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben - Murissa und Penthesilea. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Das Buch liest sich sehr flüssig und Anke Unger hat nicht an Spannung, Magie und interessanten Charakteren gespart. Sie schafft es durch ihren detaillierten und realistischen Beschreibungen, einen direkt ins Geschehen zu teleportieren.

Die beiden Protagonistinnen könnten nicht unterschiedlicher sein. Murissa ist ein armes Mädchen, das wirklich nicht viel Schönes in ihrem Leben gesehen hat. Ihre Mutter bevorzugt den neuen Mann und die Tochter muss sich auf der Straße herumtreiben und sich etwas zum Essen klauen. Ich habe viel Mitleid mit Murissa gehabt und fand ihr Schicksal furchtbar. Das Mädchen hat wirklich eine große Fantasie! Ich war oft von ihren Erzählungen fasziniert. Auf der anderen Seite fand ich es aber schade, dass die arme Murissa andauernd Lügen erzählen muss, um ihre eigene Haut zu retten. Turris ist für sie natürlich sehr aufregend und seine Mission at Murissa sehr neugierig gemacht. Natürlich stürzt sie sich ins Abenteuer, denn sie hat nichts zu verlieren und wird endlich Teil einer magischen Geschichte. Wie in ihren Fantasien! Ich war Turris stets skeptisch gegenüber und konnte ihn nicht durchschauen. Wie es mit Abenteuer im nächsten Band weitergeht, ist auf jeden Fall spannend.

Penthesilea lebt nicht auf der Straße und hat auf mich ganz am Anfang wie eine sehr kühle Person gewirkt. Wahrscheinlich lag es daran, dass sie die Amazonenkönigin ist und man Autoritätspersonen etwas anders wahrnimmt als Mädchen, die auf der Straße leben. Penthesilea wurde mir aber immer sympathischer. Ja, sie mag alles haben, aber sie hat ebenfalls eine schwere Last mit sich zu tragen. Sie trägt ihrem Heer Verantwortung gegenüber und ist zu allem bereit, um zu siegen. Sie macht wirklich den Eindruck, eine sehr gute Kriegerin zu sein, die über viele verschiedenen Möglichkeiten nachdenkt und stets das Ziel vor Augen hat. Man hat aber auch eine ganz andere Seite von ihr kennengelernt. Die Seite einer liebevollen und fürsorglichen Mutter. Die Vorbereitungen für den Kriegszug empfand ich als sehr spannend. Es wurde viel geplant, viel ausprobiert und gleichzeitig hat man den Zeitdruck gemerkt, unter dem die Kriegerinnen stehen. Das Tempo war anfangs etwas langsamer und hat sich gegen Ende des Bandes gesteigert.

Das Ende kam leider etwas abrupt. Für meinen Geschmack hat etwas Kleines gefehlt, ich kann aber nicht beschreiben, was es genau war. Ich war sehr tief in der Geschichte und wurde mit dem letzten Satz einfach meinen Gedanken entrissen. Was ich aber sehr gut fand, war, dass das Ende einem die Möglichkeit gibt, über die Fortsetzung zu spekulieren. Das gefällt mir wirklich gut. Jetzt muss ich mich aber zunächst in Geduld üben, bis ich in den nächsten Band eintauchen kann. Ich freue mich schon darauf! :)

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Veröffentlicht am 28.04.2022

Ich töte was, was du nicht siehst

Schreib oder stirb
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David Dolla arbeitet als Literaturagent und lebt glücklich mit seiner schwangeren Freundin Isolde. Doch eines Tages erhält er ein diabolisches Angebot. Carl Vorlau, der sich in eine psychiatrische Privatklinik ...

David Dolla arbeitet als Literaturagent und lebt glücklich mit seiner schwangeren Freundin Isolde. Doch eines Tages erhält er ein diabolisches Angebot. Carl Vorlau, der sich in eine psychiatrische Privatklinik einweisen ließ, behauptet, die kleine Pia entführt zu haben. Um ihr Leben zu retten, soll David ein Buch über den Fall schreiben und Carl einen Verlagsvorschuss von einer Million Euro verschaffen. Sonst wird Davids Leben zur Hölle. Eine schwere Wahl muss David treffen - Risiko oder Held sein?

Ich bin ja ein großer Fitzek-Fan und habe mich auf dieses etwas andere Buch total gefreut. Eine Kombination aus Spannung und Humor? Das musste ich einfach lesen! Der Schreibstil war vertraut und doch ungewöhnlich. Das war erfrischend. Es gab viele Stellen, die ich unglaublich witzig fand. Plötzlich wurde es ernst. Und dann wieder lustig. Und wieder spannend. Das war ein verrücktes Hin und Her. Am Anfang war der Humorteil für meinen Geschmack etwas zu viel. Vieles war irgendwie erzwungen und auch nicht wirklich witzig. Später wurde es aber deutlich besser, als die Spannung etwas mehr in den Vordergrund gerückt ist und der Humor dezenter zum Vorschein kam.

David musste einiges erleben. Das kenne ich aber von Fitzek nicht anders. Es gab eine oder zwei Sachen, die ich nicht gebraucht hätte. Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass nicht mehr viel passieren wird. Ich sah quasi das Ende schon vor meinen Augen. Und dann - BAMM! Eine Wendung nach der anderen, ich war geschockt, verwirrt, überrascht. Mit dem Ende habe ich wirklich nicht gerechnet und ah... das war so schön!

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Veröffentlicht am 19.04.2022

Typisches Buch von Ragnar Jonasson

Schneeblind
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Ari bekommt einen Ausbildungsplatz bei der Polizei in einem Fischerdörfchen im Norden Islands. Wenn man denkt, dass hier nichts passiert, irrt man sich. Im Schnee wird eine Frauenleiche gefunden und kurz ...

Ari bekommt einen Ausbildungsplatz bei der Polizei in einem Fischerdörfchen im Norden Islands. Wenn man denkt, dass hier nichts passiert, irrt man sich. Im Schnee wird eine Frauenleiche gefunden und kurz danach stirbt ein Schriftsteller nach einem Sturz im Theater. Für Ari ist die Lösung der Fälle schwierig, denn keiner im Dorf möchte ihm helfen. Und er kann niemandem trauen.

Man muss gar nicht lesen, wer der Autor von diesem Buch ist. Nach ein paar Seiten schon erkennt man Ragnars Stil. Ich mag diese ruhige und etwas bedrückende Atmosphäre. Das Tempo ist eher langsam, aber trotzdem ist das Buch total spannend.

Ich konnte mich in Aris Lage sehr gut versetzen. Ich empfand, dass ein enormer Druck auf ihn ausgeübt wurde. Das deprimierende Wetter, die verwirrende Gefühle, der seltsame Fall und die Einheimischen, die ihn nicht ernst nehmen und sich nicht als kooperativ zeigen - das zieht einen total runter. Er war für mich als Protagonist etwas blass und konnte sich nicht durchsetzen - weder im Beruf noch im privaten Leben. Da das der Auftakt einer neuen Reihe ist, kann es natürlich sein, dass sich Ari mit der Zeit weiterentwickeln wird. Darauf würde ich mich freuen.

Bis zum Ende tappte ich im Dunkeln und wusste nicht, wer der Täter ist. Die Auflösung war schlüssig. Das offene Ende war passend und macht Lust auf den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 03.04.2022

Angenehme leichte Lektüre

Summer of Hearts and Souls
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Beyah hat es nicht einfach. Sie lebt bei ihrer drogensüchtigen Mutter und keiner beneidet sie für ihre Kindheit. Als ihre Mutter stirbt, bleibt Beyah keine anderen Wahl, als zu ihrem Vater und seiner neuen ...

Beyah hat es nicht einfach. Sie lebt bei ihrer drogensüchtigen Mutter und keiner beneidet sie für ihre Kindheit. Als ihre Mutter stirbt, bleibt Beyah keine anderen Wahl, als zu ihrem Vater und seiner neuen Familie auf eine Halbinsel vor der texanischen Küste zu ziehen. Dort lernt sie diesen geheimnisvollen Jungen Samson kennen, der ihren Sommer in einem Abenteuer verwandeln wird.

"Summer of Hearts and Souls" ist ein sehr sympathisches, leichtes Buch für den Sommer. Beyah ist ein starkes Mädchen, das leider so viel Unschönes bei ihrer Mutter erlebt hat. Sie kennt dieses Gefühl nicht, eine tolle Familie zu haben und von dieser geliebt zu werden. Alles hat sie sich selbst erkämpft und es fällt ihr schwer, sich auf andere zu verlassen und denen zu vertrauen.

Unglaublich schön fand ich, dass CoHo keine klischeehafte reiche Familie erschaffen hat. Beyahs Stiefschwester Sara und ihre Mutter sind tolle Menschen, die sie so empfangen haben, als wäre sie schon immer Teil dieser Familie gewesen. Beyahs Vater fand ich auch sehr nett und man hat gemerkt, dass er seine Tochter liebt und sich um sie sorgt. Es hat mir gefallen, dass die beiden aber zuerst lernen mussten, miteinander zu leben. Das machte die Geschichte realistisch und glaubwürdig.

Samson war eine lange Zeit ein großes Rätsel. Das tat aber Beyah gar nicht so schlecht, wie ich empfinde. Sie hat gelernt, Menschen nicht direkt in Schubladen zu stecken, sondern sie zunächst kennenzulernen und dann zu beurteilen. Mit ihm hat sie so viele tollen Momente gehabt und ich habe es ihr vom Herzen gegönnt. Sie war eine ganz normale Teenagerin, die in einer normalen Familie wohnt und im Sommer keine Sorgen hat.

Als Samsons Geheimnis gelüftet wurde, kam etwas mehr Dramatik rein. Wie sich dann Beyah entschieden hat, hat mich sehr positiv überrascht, denn das war sehr erwachsen von ihr. Das Ende war schön und hat mich zum Lächeln gebracht.

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